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Ackerfund

  • Klassischer Fehlstart. So, jetzt aber.


    Schönen Abend allerseits.


    Mein erster Besuch hier. Ich war vorhin unterwegs und habe auf einem Maisacker(Sachsen/Anh.) diese Pilze gefunden.


    Erste Diagnose Egerling. Aber was für einer? Könnt Ihr weiterhelfen? Die Kappen auf den Fotos sind ca. 7 cm, die Lamellen weiß. Dran herumgeschnippelt habe ich noch nicht. Falls noch weitere Angaben notwendig sind, werde ich die gern nachliefern. Danke für Eure Nachsicht mit einem Anfänger.


    Dank und Gruß. Udo


  • Hallo und willkommen im Forum.


    Du hast da was aus der Ecke der Ackerlinge gefunden, was ja auch gut zu deiner Fundortangabe passt. ;-) Wahrscheinlich den Voreilenden Ackerling. Die sind momentan recht häufig zu finden. Aber da sollte einer der Profis hier im Forum nochmal drüberschauen, da ich mit denen nicht so viel Erfahrung habe.


    Gute Anfrage für's erste Mal wo man schön alle Merkmale sieht. Das i-Tüpfelchen wäre nur noch ein Schnittbild. Braucht's in dem Fall eher nicht, aber für's nächste Mal schonmal präventiv.


    LG.

  • Hallo Udo,

    das sind schöne interessante Funde, aber leider keine Champignons. Das sind Rissige Ackerlinge (Acrocybe dura). Champignons haben anfangs rosa/ rosagraue Lamellen, die dann schokoladenbraun werden. Ackerlinge haben weiße Lamellen.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo.


    Für Rissige Ackerlinge (Agrocybe pediades dura) sind die allerdings viel zu groß.

    Wenn ein Ackerling, dann eher Voreilender (Agrocybe praecox), aber hier schwanke ich echt, ob das nicht Träuschlinge sein könnten.
    Vgl. auch >Ralphs Anfrage<, wo es tatsächlich Rissige Ackerlinge zu sehen gibt.
    Wenn das hier Träuschlinge wären und keine Ackerlinge (muss man unter anderem auch einen Sporenabwurf anfertigen), dann wäre vom Verzehr sowieso abzuraten, denn Riesenträuschlinge (Stropharia rugosoannulata) sind es eher nicht, und die anderen Arten mit dem Habitus sind erstens schwer zu trennen und zweitens als Speisepilze ungeeignet (teils auch giftverdächtig).


    Verzehrfreigaben sind im Internet nicht möglich. Dazu muss man Pilze in der Hand haben, über Bilder ist das zu unsicher.
    Wer Verzehrfreigaben übers Netz nur nach Bildansicht anbietet hat vor allem eines: Keine Ahnung von Pilzen. :wink:



    LG; pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Das hier niemand sagt, lass es Dir schmecken, ist klar.


    Was mich aber wundert, sind die sich zur "Knolle" hin verjüngenden Stiele. Habe nach den Hinweisen ein wenig gestöbert, und das so bisher auch nicht wieder gefunden.


    Gruß Udo

  • N'Abend!


    Crap...
    Ja, klar wollte ich "dura" schreiben. Gut aufgepasst. :thumbup:

    Wird gleich korrigiert.


    Ähnlich große Stropharia - Arten wie rugosoannulata, die mir gerade einfallen: Stropharia albonitens, Stropharia melanosperma, Stropharia hornemannii - bei letztem weiß ich nicht, ob der auch so hell sein kann. Wäre aber möglich, denn ausbleichen können ja mehr oder weniger alle Arten.

    Ich bin ja auch nicht sicher, daß das überhaupt ein Träuschling ist, Ackerling (Voreilender, Agrocybe praecox) wäre auch möglich.


    Was die zur Basis hin verjüngten Stiele betrifft: Das muss nicht unbedingt etwas bedeuten. Beim Voreilenden Ackerling weiß ich, daß das geht. Aber auch bei verschiedenen Träuschlingen mag das vorkommen, auf dieses Merkmal würde ich hier jedenfalls nicht das Hauptaugenmerk legen.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Kann gut sein, das ich zwei verschiedene Arten erwischt hab. Mir sind da grad noch ein paar Unterschiede aufgefallen. Stell gleich noch mal ein paar Fotos ein. Dauert aber einen Moment. Mein i-Net ist ein wenig lahm.

  • Versuch einer Beschreibung der Unterschiede;


    Links: etwas gröbere Struktur der Kappe, Lamellen von unten betrachtet zart beige, im Querschnitt ebenfalls zart beige, kein Ring am Stiel

    Rechts: feinere Struktur der Kappe, Lamellen scheinen von unten betrachtet rein weiß zu sein, zeigen im Querschnitt einen schwarzen Schimmer, Ring am Stiel




  • Hallo Thomas,


    wie funktioniert das genau? Hab noch ein paar Exemplare, allerdings hab ich die mit den offenen Kappen stehen gelassen. Hatte mich auf lecker Pilzpfanne gefreut... ;-)


    Aber schon ziemlich spannend das Ganze.


    Dank und Gruß. Udo

  • N'Abend!


    Klappt aber nur, wenn die Hüte nicht mittlerweile zu trocken oder zu alt sind. :wink:

    Die beiden Pilze gehören zur selben Art, die Hutoberflächen sind nur unterschiedlich stark aufgerissen. Das ist aber eine Folge der Witterungsumstände, für die Bestimmung ist es hier eher nicht relevant. Die Lamellenfarbe sollte bei beiden weiß sein, creme bis blass strohgelb, wenn es ältere Fruchtkörper sind. Bei dem mit den dunkleren Lamellen liegen halt mehr reife Sporen drauf, die Sporenpulverfarbe überlagert dann die Lamellenfarbe.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Moin, :)


    das ging ja super mit dem Abdruck. Damit sind die Träuschlinge (dunkel&violett) aus dem Rennen. Ich wäre hier auch weiterhin bei einem Ackerling.


    LG Steigerwaldpilzchen

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Ahoi!


    Dann schließe ich mich an, und würde den Fund nun aauch für Voreilende Ackerlinge (Agrocybe praecox s.l.) halten. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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