Hallo, Besucher der Thread wurde 1,9k mal aufgerufen und enthält 5 Antworten
  • Hallo, ich hoffe ihr könnt mir helfen. Ich habe in meinem Rasen eigentlich jeden Tag in der früh ab Frühling bis Herbst diese Pilze. Sie wachsen über Nacht. Der Stiel ist weiß und sehr dünn, also hat fast keine Substanz. Der Hut wird je später es wird schwarz und ist dann glitschig bzw. gibt diese schwarze Farbe auch ab. Ich kenne mich mit Pilze gar nicht aus, aber nachdem ich etliches gesucht habe, bin ich auf einen Welkender Scheibchentintling PARASOLA SCHROETERI (COPRINUS SCHROETERI) gestoßen. Mein Problem ist eigentlich, dass er mir in meinem Rasen ziemlich auf die Nerven geht und ich ihn gerne los haben würde. Also zuerst einmal meine Frage, liege ich richtig in meiner Vermutung und wenn ja was kann ich tun um ihn los zu werden? Danke! lg Sascha

  • Hallo, Sascha!


    Tintling im weiteren Sinn stimmt schon. Zu Parasola gehört der eher nicht, glaube ich, sondern entweder zu Coprinellus oder Coprinopsis. Artbestimmungen sind in den Gattungen aber bei solchen Vertretern nur mit gründlicher mikroskopischer Untersuchung möglich.
    Für die Frage, die dahinter steht, ist das aber eher ohne Belang. Der Pilz ist ja da, sitzt als Mycel im Boden und verdaut abgestorbene Überreste von Gras und anderen organischen Stoffen. "Wegbekommen" ist so eine Sache: Die einzige Lösung, die da wirklich hilft, ist zubetonieren. Sonst hat man immer Pilze im Rasen, die dann gelegentilch natürlich auch Fruchtkörper bilden. Ich verstehe zwar nicht, was daran stören sollte, weil für mich ist der hässlichste Rasen einer, der ausschließlich grün ist, ohne bunt, also ohne Leben. Das muss dich aber nicht weiter interessieren, jeder wie er mag.
    Nur wüsste ich echt kein Mittel, das einen Rasen ohne Pilze gewährleistet, außer dem erwähnten Zubetonieren oder monatliches Rasen-Neuverlegen.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Danke für die Antwort.

    Ich verstehe zwar nicht, was daran stören sollte, weil für mich ist der hässlichste Rasen einer, der ausschließlich grün ist, ohne bunt, also ohne Leben.

    Da unterscheiden wir uns etwas, aber zum Glück ist das erlaubt ;) Für mich ist der schönste Rasen ein englischer Rasen, gleich gemäht und nur grün :)

    Ich habe eine relativ kleine Rasenfläche von ca 100qm und habe gestern alleine ca. 40 dieser Tintlinge (welche es auch immer genau sind) ausgerissen.

    Nicht nur dass es nicht in mein Rasenbild passt, ist es auch so, dass diese eben beim berühren (egal ob mit der Hand oder beim drauf steigen) die schwarze Farbe abgeben, was ich auch nicht so toll finde.


    Ich dachte mir ob es vielleicht möglich wäre mit Kalk, Sand oder irgendetwas ähnlichem dem bei zu kommen.


    lg

  • Hallo Sascha,

    Das beste ist, sie austinten und sich von selbst auflösen zu lassen, das tun sie nämlich, und zwar recht schnell. Dann das schwarze Zeugs bißchen mit dem Gartenschlauch wegsprühen, fertig. Da das Mycel im Untergrund wächst, ist der Sand denen wohl egal. Und da es sich von organischem Material (Saprobiont) ernährt, wird Kalk es wohl auch nicht stören. Ich fürchte, wenn du nicht gerade schwerste chemische Geschütze auffahren willst (wobei ich nicht weiß, ob die auch unterirdisch wirken), mußt du mit ab und zu auftauchenden Fruchtkörpern leben.

  • Hej.


    Das Problem bei Sand wäre ja wieder, daß da dann anderes, unangenehmes Zeug im Rasen hast. Ich nehme mal an, das soll ja auch kein Strandrasen werden?
    Kalk ist ähnlich problematisch, weil es möglicherweise nicht jedes Gras so gut verträgt wie die darin wohnenden Pilze (viele Pilze finden ja Sand auch ziemlich gut). Zumal das bei Pilzen so eine Sache ist: Da gibt es Arten, die Kalk mögen und welche, denen das nicht so gefällt. Vielen ist es auch herzlich egal. Diese Tintlinge hier könnten zB davon völlig unbeeindruckt sein, solange nur genug Nährstoffe vorhanden sind. Oder die eine Art verschwindet, worauf die nächste Pilzart auftaucht, die eben mit dem Milieu mehr anfangen kann.


    Die Gartenschlauch - Idee finde ich also gar nicht mal übel.



    LG; pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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