Hallo, Besucher der Thread wurde 311 aufgerufen und enthält 7 Antworten

letzter Beitrag von Beorn am

  • MoinMoin!


    Das Problem dabei ist, daß Helvella macropus und Helvella villosa tatsächlich nur anhand mikroskopischer Merkmale (vor allem Sporenform) zu unterscheiden sind.

    Ein oder zwei weitere Arten mögen auch noch mit rein spielen, die aber dann recht spezielle ökologische Ansprüche hätten und / oder extrem selten wären.
    Schöne Lorchelübersicht zum Durchklicken gibt's >hier<.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Toni,


    ein süßes Pilzchen!


    Was mich erstaunt, ist der frappante Farbunterschied am Standort und auf dem Tisch. Ist das "nur" der Lichtquelle Sonne vs. Kunstlicht geschuldet, oder gibt da es da Entfärbungen oder Umfärbungen?


    Grüßle

    RudiS

  • Hallo Gelbfieber,

    ich weiß nicht, was du mit einem "Beleg" meinst. Bin leider kein Mykologe.


    Hallo RudiS,

    das mit der Farbechtheit auf den Fotos ist für mich ein noch ungelöstes Problem.

    Zum einen hat das gelegentlich was mit dem Wassergehalt des Objekts zu tun. Das wurde gerade sehr anschaulich in dem Beitrag "Gelappter Kleiner" gezeigt.

    Ich hatte diese beiden Fotos bei Tageslicht gemacht; das erste im dunklen Wald und das zweite auf dem hellen, aber schattigen Fensterbrett. Dazwischen lagen einige Stunden. Als ich nach Hause kam, legte ich die Pilze in den Kühlschrank, damit sie bis zum Fototermin nicht antrocknen würden. Also davon wird er Farbunterschied wohl nicht kommen.


    Das größere Problem ist der automatische Weißabgleich der Kamera. Das wurde gerade in meinen beiden letzten Beiträgen unter "Mykologische Fachbereiche/Schleimpilze" gezeigt und angesprochen. Egal wie ich den Weißabgleich der Kamera einstelle (Schatten, Bewölkt, automatisch ....), die Farbtreue wird selten erreicht. Ich benutze für die Heimfotos eine graue Schneideunterlage, die der fotografischen Graukarte sehr nahe kommt. Ich vermute, dass die Kamera diesen Grauton als Referenz benutzte und dann den Pilz zu gelblich darstellte.

    Den Pilz habe ich nicht mehr, der liegt wieder im Wald.

    LG, Toni

  • Hallo Pablo

    hier noch ein Foto von den Sporen. Vielleicht kann man ja zwischen H. macropus und H. villosa damit unterscheiden.

    Die bescheidene Qualität ist dem Uraltmikroskop geschuldet.

    Irgendwann besorge ich mir doch noch ein Phasenkontrastmikroskop, dann kann ich auch die Schleimpilze mikroskopieren.

    LG, Toni

  • Hallo, Toni!


    Aye, definitiv spindelige Sporen. Also wenn es eine der beiden Arten ist, dann auf keinen Fall Helvella villosa, denn deren Sporen sind an den Polen regelmäßig elliptisch gerundet. >Siehe hier<. Helvella villosa hatte ich selbst noch nie unterm Mikro, aber wass ich bisher von den Sporen von Helvella macropus gesehen habe, sieht schon so aus wie die Sporen von deinem Fund.

    Wenn nicht zwischenzeitlich weitere Arten aus der Gruppe mit spindeligen Sporen beschrieben wurden. Glaube ich aber nicht. Denn nach Skrede et Al. 2017 in Persoonia wären das die einzigen Arten mit dem Aussehen und zottelig behaarter Außenseite (die anderen Arten mit der Form nur flaumig / bereift).

    PS.: Helvella villosa heißt in der erwähnten Arbeit Helvella fibrosa, also nicht erschrecken. :wink:



    LG; Pablo.

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