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4 Unsicherheiten bei der Bestimmung heute

  • Hallo zusammen. Erst einmal meine Bewunderung für das unfassbare Pilzwissen hier. Ich bin mir bei der Bestimmung dreier Pilze heute unsicher. Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen.

    Das ist sicherlich ein Täubling, aber welcher. kann es eine dunkle Variante des Frauentäublings sein? 123pilze.de/000Forum/index.php?attachment/47521/

    Hier hätte ich zunächst eine Vermutung, nachdem Anschnitt bin ich völlig ratlos

    diesen Gesllen gab es heute sehr häufig. Ich dacht zuerst an Gallenröhrlinge, aber der Geschmack ist nicht bitter. Anhängselröhrling wohl auch nicht, da der Stil zu wenig gelb ist und die Röhren ja nahezu weiß sind.


    Oh ich hab noch einen mehr. Das dürfte ein Fleischroter Gallerttrichterling sein, oder?



    Wäre klasse, wenn Ihr mir helfen könntet.

    Grüße Martin

  • Martin C.

    Hat den Titel des Themas von „3 Unsicherheiten bei der Bestimmung heute“ zu „4 Unsicherheiten bei der Bestimmung heute“ geändert.
  • Hallo Martin,


    bei Nr.1 stimme ich dir zu sofern, so wie es aussieht, dessen Lamellen nicht spröde sind.


    Bei Nr.2 bin ich überfragt.


    Nr.3 sollte wegen des doch ziemlich groben Stielnetzes ein junger Gallenröhrling sein. Vielleicht aber auch ein Sommersteinpilz. Eine Geschmacksprobe sollte Klarheit bringen.


    Deine Bestimmung bei Nr.4 müsste passen.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo.


    Die Nummer 2 ist interessant. Die Lamellenfarbe ist seltsam. Hätte sonst vielleicht an Cortinarius gedacht, aber der ist schon strange. Keine Idee.


    Die 3 ist definitiv ein Gallenröhrling. Bitterer Geschmack kann mal fehlen (machen manche eine Varietät draus: Tylopilus felleus var. alutarius) oder man schmeckt bitter nicht gut oder hat nicht lange genug gekaut.


    Die 4 passt.


    LG.

  • Danke schon einmal. Zu der Nr. 2: hätte jetzt auch schon an eine Schleierlingsart gedacht. Stil ist fast schon Hartfleischig. Fest auf jeden Fall. Ich finde jedoch nicht eine Spur von Ringzone oder Velumansatz. Die Lamellen haben mich auch vollkommen verwirrt.


    Das es nicht bittere Gallenröhrilnge gibt, wusste ich nicht. Aber wenn ich mich recht entsinne habe ich den Wald früher schon oft Gallenröhrlinge gefunden....

  • Hallo, Martin!


    Wenn du bei dem Gallenröhrling (ist definitiv einer) keinen bitteren Geschmack wahrnimmst, dann versuche es mal bei dem schleierling auf die selbe Weise: Also erbsengroßes Stück vom Hut abbrechen, durchkauen, im Mund behalten, nach ca. 10 Sekunden oder wenn's unerträglich wird ausspucken und Mund mit Wasser nachspülen (nichts schlucken!!!).
    So und nicht anders gehen Geschmacksporben bei Pilzen.
    Falls du dabei auch bei dem Schleierling (der optisch halt wirklich total aussieht wie ein bitterer Schleimkopf = Cortinarius infractus s.l.) nichts schmeckst, gehörst du eventuell zu den Menschen, die generell nichts Bitteres schmecken können. Oder der Schleierling ist doch eine andere Art (glaube ich aber eher nicht).

    Wenn du den aber als bitter schmeckst, und der Gallenröhrling nicht, dann hast du eben einen unbitteren Gallenröhrling gefunden (gibt's auch immer wieder mal, versaut trotzdem jedes Pilzgericht).



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo.

    Also ich habe jetzt länger auf dem Röhrling rumgekaut... nicht bitter... meine Frau fand schon, dass er bitter ist. also Gallenröhrling. Aber boahhhhh der Schleierling war megabitter... für mich jedenfalls. Da sieht man mal wieder wie schwierig es ist. Ich bewundere Euch.

  • Hallo, Martin!


    Joa, und das ist dann der Unterschied zwischen einem richtig bitteren Pilz (Cortinarius infractus) und einem meistens moderat bitteren Pilz (Gallenröhrling). :wink:

    Aber halten wir mal fest: Mit deinem Geschmackssinn ist alles in bester Ordnung, nur die Pilze tun halt nicht immer, was sie sollten.


    Zum Bitteren Schleimkopf gibt es allerdings noch mal eine recht rasante Steigerung, und zwar den Bittersten Schleimkopf (Cortinarius vibratilis sl.).
    Das ist der einzige Pilze (absolut wirklich der einzige), wo ich initial zu einer "Leckprobe" rate, also nur mal eben die Huthaut mit der Zungenspitze zu berühren. Funktioniert bei allen anderen bitteren Pilzen normalerweise nicht, bei Cortinarius vibratilis aber schon viel zu gut.

    Also wenn ein Schleierling so aussieht:

    Ist das der einzige Pilz, wo eine Leckprobe zur Bestimmung ausreicht.


    Das einzige was ich noch bitterer erlebt habe, war Enzianwurzel. :wink:



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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