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Parasol oder Safranschirmling?

  • N'Abend!


    Nicht, daß da jetzt ein Mißverständnis entsteht:
    Du kannst essen was du willst, Miche. Es ist übers Internet nicht mögilch, Verzehrempfehlungen zu geben. Ebensowenig ist es möglich, Verzehrverbote auszusprechen.
    Artbestimmungen nur nach Bildern beinhalten immer einen Unsicherheitsfaktor, und was sich erst recht gar nicht beurteilen lässt, ist die eigentliche Genießbarkeit (also Frische, bzw. Befall oder Verwesungsprozesse in den Fruchtkörpern).

    Kannst du also halten, wie du willst, aber wenn du Bestimmungshilfen irgendwo im Netz als "Verzehrfreigabe" mißdeutest, bitte hinterher nicht beschweren wegen drei Tagen Brechdurchfall oder unplanmäßigem Ableben.


    Die entscheidende Frage ist: Was macht dich in diesem Fall unsicher, ob das tatsächlich Parasole sind?
    Da könnten wir nämlich tatsächlich helfen, und die Beurteilung der Merkmale bzw. Formenkenntnis durchgehen und zusammen verbessern.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hi Pablo,

    Es ist mir natürlich klar dass dies keine Verzehrfreigabe ist und es zu 100% meine Schuld ist, wenn ich einen Gift-Schirmling erwische. Genau aus dem Grund hab ich mich ja bei euch angemeldet.

    Ich bin sehr neu bei den Schwammerl Suchern und daher halt sehr vorsichtig. Bin übrigens schon zu einer geführten pilzwanderung angemeldet. Was mich vorsichtig macht ist, dass ich letztes Jahr in den Berchtesgadener Alpen einen parasol fand,der bedeutend dunkler war( Photo kommt gleich). Ich brachte ihn einer Bekannten Pilzkennerin, die ihn sofort als das erkannte.

  • Hallo, Miche!


    Genau, das Wetter, das Alter, die Bodenverhältnisse... Da spielt viel mit rein.
    Nun ist es auch so, daß der "Parasol" eigentlich eher ein komplex aus mehreren, schwer zu trennenden Arten ist.
    Letztlich auch nicht wirklich wichtig, wenn es um den kulinarischen Genuß geht: Alle Arten aus der Gruppe sind essbar und gleich lecker.

    Ob die Fruchtkörper nun mehrr dunkel oder mehr hell sind, und ob 20 oder 40 cm hoch, das ist nicht so entscheidend.
    Groß sollten sie schon sein, daß ist eines der Leitmerkmale, das in die Gruppe führt. Die groben, wattigen Hutschuppen, in der Mitte mehr zusammenhängend, die sollten auch immer vorhanden sein. Die Lamellen dürfen den Stiel nicht erreichen, und sollten um den Stiel rum in einem ringförmigen Wulst enden.
    Der Stiel selbst: Die Natterung, die du ja beobachtet hast, ist sehr wichtig!

    Sie ist das Leitmerkmal, um die Riesenschirmlinge (MAcrolepiota, alle Arten essbar) von den SAfranschirmlingen (Chlorophyllum, mindestens eine Art giftig) zu unterscheiden. Auch ob das Fleisch im Schnitt safranrot anläuft spielt da eine Rolle, aber das ist nicht immer deutlich bei den Safranschirmlingen, darum ist die Stielnatterung ein solideres merkmal.
    Was du ja auch beobachtet hast: Der dicke, ablösbare (ist manchmal nicht wirklcih verschiebbar, weil am Stiel festklebend) und doppelte Ring. Doppelt meint: Oben ein Rand, unten ein Rand, dazwischen eine Rille einmal rund rum.
    Das ist das Wesentliche, und ob du dann einen Parasol im strengen Sinne hast (Macrolepiota procera s.str.), oder eine der weiteren Arten aus dem Komplex (MAcrolepiota fuliginosa, vermutlich dein Fund auf dem letzten Bild; Macrolepiota permixta und wie sie alle heißen) ist interessant, aber nicht entscheidend für den Speisewert.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hi.


    Naja, interessant sind die alle, wenn man sich aus fachkundlicher Sicht für die Gattung interessiert und zB damit ebschäftigt, wie die einzelnen Arten nun am besten getrennt werden können.

    Der dunkle in Beitrag #9 sieht so ein wenig nach Macrolepiota fuliginosa (öhm... Dunkler Riesenschirmling auf deutsch?) aus.
    Die in Beitrag #11 haben ja eine etwas auffällige Hutschuppung, da müsste man einen Sporenabwurf machen, der könnte dann blass rosa überhaucht sein (sieht man manchmal bei alten fruchtkörpern schon in den Lamellen), dann wäre das Macrolepiota rhodosperma (öhm... Rosasporiger Riesenschirmling auf deutsch vielleicht?).

    Also das meine ich mit interessant im Sinne der Leute, die für das Themengebiet einen entsprechenden Forschergeist entwickeln.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Salve!


    Ja, stellt sich bei mir auch so da wie bei Jörg. :thumbup:

    Kann man auch anklicken um direkt zu einem einzelnen beitrag zu verlinken zum Beitrag Beispiel.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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