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Stockschwämmchen oder Gifthäubling?

  • Hallo Pilzfreunde,

    jaa was habe ich da gefunden?

    Hygrophaner Hut, beringer Stiel der nach unten bräunlicher wird... und vor allem mit kleinen Schüppchen dran. Am Hutrand waren auch ganz kleine Schüppchen zu finden. Der Geruch war angenehm pilzig, leicht süßlich?

    Ich votiere für das Stockschwämmchen. Für Speisezwecke wird der (noch) nicht gesammelt, da fehlt es noch etwas an Erfahrung. Und ich würde vorher gerne nochmal einen lupenreinen Gifthäubling finden und intensiv beschnuppern.


    Beste Grüße aus dem bergischen Land,

    Lars


  • Hallo meica,


    der im Bild unten gezeigte Fruchtkörper ist ein Stockschwämmchen (siehe Stielschuppen).

    Die anderen oben kann man nicht sicher bestimmen (hier wurden schon Bilder gepostet, bei denen ein Gifthäubling zwischen Stockschwämmchen stand)


    Viele Grüße

    Thomas

    Hier noch ein paar Bilder vom Gifthäubling (mein erster bestätigter Fund).

    Galerina marginata?

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo Lars,


    das sieht schon sehr gut aus!

    Aber wie Thomas schon schreibt: sicher bestimmen kann man den nur Fruchtkörper für Fruchtkörper. Ich nehme die im Büschel mit, und setze mich zuhaus mit guter Brille hin und begutachte jeden einzelnen Pilz, auch wenn ich mir beim einsammeln sehr sicher war. Im Büschel gesammelt geht die Kontrolle dann aber wieder recht schnell.

    Wenn man diesen Pilz einmal sicher erkennt, hat man fast das ganze Jahr hervorragende Speislinge.


    Grüßle

    RudiS

  • Ich habe mir eigentlich angewöhnt alles gleich im Wald gesäubert und auf Würmer kontrolliert in den geschlossen Korb zu tun. Stockschwämmchen schneide ich direkt mit der kleinen Schere ab oder hebe den Hut zwischen 2 fingern ab. Je nach festigkeit

    Man sieht dann gut beim Stiel beim Hut abtrennen ob er definitiv io ist.

    Lg jens

  • Hallo Jens,


    wie Du Deine Pilze erntest, putzt und die Stockis nach Würmern überprüfst, das machst Du selbst gerne wie Du willst. Aber gerade das Abtrennen des Hutes mit 2 Fingern vom Stiel, bzw. das Abschnippeln mit Schere würde ich im konrketen Fall des Stockschwämmchens keinem raten wollen. Man muss zur eindeutigen Bestimmung der Stockschwämmchen immer den ganzen FK in der Hand halten, weil die wichtigsten Merkmale am Stiel zu finden sind. Aber wie schon gesagt, wenn Du das für Dich anders siehst, ist das für mich ok. Aber als Tip zum Sammeln für Stockschwämmchenanfänger finde ich das nicht so gut.


    Grüßle

    RudiS

  • Halll Jens / Mutschkela,


    und wie gewohnt widerspreche ich Dir!


    Für Dich mag das wunderbar funktionieren. Und ich spitze mal ein wenig zu: wenn Du mal ein falsches Schwammerl in der Suppe hast, dann hast Du die selber versalzen.


    Aber worum geht es bei der Pilzbestimmung im Forum?! Hilfestellung für Pilzfreunde auf unzerschiedlichem Wissensnivea.

    Und Stockschwämmchenhüte ohne Stiel im Pilzkorb sind nicht bestimmbar. Also niemals Hüte ab vom Stiel, immer das ganze Schwammerl mitnehmen zum Buchvergleich zu Hause oder beim PSV.


    Nochmal: was Du im Korb hast ist mir herzlich wurscht. Du hast genug Info um es besser zu wissen. Aber bei potentiellen Anfängern zu propagieren beim Sammeln von Stockschwämmchen den Hut vom Stiel zu trennen ist imho unverantwortlich.


    Meine Bitte, nehm Deine persönliche Erfahrung ein wenig zurück und versuche Dich in andere Menschen reinzudenken.

    Ich weiß: blowin in the wind...


    RudiS

  • Salut!


    Ist schon richtig, daß die Bestimmung / Trennung von Stockscwämmchen und Gifthäubling halt zu 99,99% über die Stieloberfläche läuft (Rest sind eventuelle Schüppchen auf der Hutoberfläche). Das ist das Entscheidende, das auch jede/r Sammler/in verstehen muss. Und wenn man den Fund zur Sicherheit noch mal von einem PSV nachbestimmen lassen will, geht es nur mitsamt der vollständigen Stiele. Bei jedem einzelnen Fruchtkörper.
    Jeder Hut ohne Stiel muss verworfen werden.
    Aber: Diese arg unterschiedliche Stieltextur macht die beiden Arten eben auch wieder sicher trennbar. Egal auf welchem Holz sie wachsen und völlig unabhängig vom Geruch (der auch bei Gifthäublingen erfahrungsgemäß angenehm mild sein kann).

    Wenn ich also für mich selbst Stockschwämmchen sammle (und Jens geht das sicherlich ebenso), dann brauche ich die nicht nochmal nachkontrollieren zu lassen. Und ich muss sie auch selbst nicht nochmal nachkontrollieren. Habe ich früher gemacht, klar, aber mal ganz im Ernst: Ich lege in den "Speisepilzkorb" ohnehin nur Fruchtkörper, die bereits vor Ort fertig bestimmt sind. Und anschließend vorgeputzt, aber das ist noch ein anderes Thema.
    Einen Pilz den ich einmal fix bestimmt habe, muss ich zuhause nicht nochmal nachbestimmen. Darum kann man - bei entsprechender Sicherheit - schon auch von den Stockschwämmchen nur die Hüte mitnehmen und die Stiele im Wald lassen. Mache ich auch gelegentlich so. Es ist nur sehr wichtig, daß man dann jeden einzelnen Pilz schon vor Ort wirklich sicher als Stockschwämmchen erkannt hat.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,


    kann ich absolut nachvollziehen. Kenner können das, ohne wenn und aber.


    Mir ging es eher um Anfänger die noch ein wenig unsicher sind. Und da halte ich das Trennen von Pilz und Stiel für kontraproduktiv, speziell bei dieser Art.


    Die eindeutige Bestimmung von typischen (und nicht zu jungen und nicht zu alten) Stockis ist tatsächlich auch im Feld selbst für Weitsichtige, wie mich simpel. Seit ich die kenne, sind die eigentlich unverwechselbar.


    Trotzdem nehme ich die immer noch (wo möglich büschelweise) in eine extra für Stockis reservierte Box und sehe die nochmal zuhaus mit Brille an. Ist umständlich und meiner Sehschwäche geschuldet.


    Dazu kommt: Viele Schwammersucher sind im Pilzfieber im Wald und "sacken" ein. Zuhause kommt dann nochmal das Gehirn zum Zug und man hat einen weiteren "Filter" eingebaut.


    Als funktionierendes Beispiel fallen mir meine Großelts ein. Opa war der sehr pilzerfahrene Sammler und Oma war dann die Qualitätssicherung in der Küche.


    Meine (umständliche) Meinung halt.


    Grüßle

    RudiS

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