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letzter Beitrag von Beachwolle am

Heilpilze in der Stadt?

  • Hallo ihr lieben,

    ich bin neu im Forum und möchte gleich meine ersten Entdeckung mit euch teilen. Bisher kenne ich Heilpilze nur als getrocknete Form oder Pulver von einem Marktstand.
    Meinen Recherchen hier im Forum zufolge müsse dieser Pilz ein Reishi sein - richtig? Hab ihn im Park mitten in der Stadt gesichtet, aber erstmal dran gelassen.


    Hoffe es klappt mit dem Bild anhängen :)

    VG Manni

  • Gibt es eigentlich neuere Ergebnisse der Forschung an Lackporlingen?

    Konnte leider nichts finden, nur Infos zu TCM und viel Werbung.

    Den Flachen Lackporling finde ich öfter mal, wäre ja schön, wenn er wirklich immunstärkend wirken würde.

  • Hallo Manni,


    ist schon interessant eine solche Übersicht. Leider, sicher auch der Kürze der Beschreibungen wegen, etwas ungenau und damit eventuell leicht irreführend.

    Z.B. wird beim Reishi explizit auf die hohe antioxidative Wirkung hingewiesen, beim Chaga jedoch nicht. Dabei hat dieser jedoch den höchsten auf diesem Planeten bekannten ORAC-Wert (Oxygen Radical Absorbance Capacity)! Dieser Wert ist sozusagen die Maßeinheit mit der man den Gehalt an Radikalenfängern in Lebensmitteln misst und der beim Chaga, dessen Wirkung im menschlichen Körper nachgewiesen ist, halt unfassbar hoch ist. Auch höher als beim Reishi, ohne hiermit diesen als wertvollen Heilpilz infrage stellen zu wollen!

    Ich möchte eigentlich nur einmal auf eventuelle Ungenauigkeiten bzw. damit verbundenen falschen Vorstellungen und Hoffnungen hinweisen. Heilpilze bedürfen, wie ja z.B. Speisepilze auch, schon intensiverer und tiefgehenderer Recherchen und Studien, um eine zielführende Anwendung und Wirkung zu erreichen!

    So eine "Zusammenfassung" kann da leicht in die falsche Richtung führen und maximal ein "Anfang" sein!


    LG Thomas

  • Hallo Thomas,
    vielen Dank für deine Aufklärung - das mit dem ORAC wert ist ja interessant. Hab das mal gegoogelt - dagegen kann man ja einen Apfel vergessen :D :D :D

    Zur Grafik - ja da hast du recht - sie ist ein Überblick und weckt sicher Interesse auf mehr. Man muss sich ja dann eh nochmal genauer erkundigen :)

    Gruß, Manni

  • Glaube nicht an einen reishi.

    Eher ein maler Pilz, flacher oder wulstiger lackporling.

    Lg jens

    Da habe ich eine bessere Idee:


    "Ganoderma resinaceum" (Harziger Lackporling).



    ---> Denn wenn man genau hinschaut kann ich am unteren dunklen Rand (19:00Uhr) Harztropfen erkennen.


    Grüße Gerd

  • Gibt es eigentlich neuere Ergebnisse der Forschung an Lackporlingen?

    Konnte leider nichts finden, nur Infos zu TCM und viel Werbung.

    Den Flachen Lackporling finde ich öfter mal, wäre ja schön, wenn er wirklich immunstärkend wirken würde.

    https://www.nature.com/articles/srep29540


    erste_stellungnahme_vitalpilze.pdf?__blob=publicationfile&v=4


    Grüße Gerd

  • Hallo Manni,


    weil du gerade den Apfel ansprichst: Der ist in der Tat in dieser "Kategorie", jedoch nur in dieser!, wahrlich zu vernachlässigen!

    Aber nicht nur er, sondern vor allem auch die derzeit durch die Medien dermassen hochgelobten und dadurch überteuerten sogenannten Super-Foods schneiden hier nur sehr mäßig ab!

    Hier mal ein paar vergleichende Beispiele, laut Messungen der Universität Bosten (USA), die nicht nur die unangefochtene Spitzenstellung des Chaga, in seiner Fähigkeit freie Radikale einzufangen, dokumentieren. Überraschend finde ich tatsächlich die unerreichbar hohen Werte im Vergleich zu anderen gesunden Lebensmitteln!

    ORAC-Werte pro 100g einiger Lebensmittel:


    CHAGA Pilz: 3.655.700 ORAC

    Goji Beere : 40.000 ORAC

    Pflaumen : 5.890 ORAC

    Blaubeeren : 2.450 ORAC

    Brombeeren: 2.080 ORAC

    Knoblauch : 1.690 ORAC

    Erdbeeren : 1.570 ORAC

    Spinat : 1.290 ORAC

    Karotten : 200 ORAC


    Erstaunliche Fakten!


    LG Thomas

  • Hallo Thomas


    Das ist ja eine sehr interessante Aufstellung, die du da gemacht hast. :thumbup:


    Wenn ich mich nicht verrechnet habe, dann reichen ja bereits 1827,85 kg Karotten, um den ORAC-Wert von 100 g Chaga zu erreichen. ^^


    Also, ich glaube, ich muss diesen Kollegen doch mal mitnehmen, wenn ich wieder einen finde. ;)




    LG Matthias

  • Hallo Matthias,


    da hast du wohl richtig gerechnet.:P

    So aufgeschrieben wirken die Zahlen natürlich noch beeindruckender!

    Obige Aufstellung ist übrigens nicht von mir, ich habe lediglich die Daten übernommen.


    Dein Foto habe ich mir nun mehrfach angeschaut und "unter die Lupe genommen". Bist du dir ganz sicher, hier auch tatsächlich einen Chaga abgelichtet zu haben?

    Ich kann mich natürlich auch täuschen, leider sind wegen der Unschärfe auch in der Vergrößerung wichtige Details nur sehr schwer zu erkennen, aber vom Gefühl her würde ich hier eher auf "normalen" Baumkrebs tippen. Die Wuchsform und die Oberflächenstruktur, aber auch die Farbe laut Bild, sprächen für mich mehr gegen einen Chaga. Aber wie gesagt, es ist nur so ein Gefühl. Das ist so einer dieser Kandidaten, für die ich schon sehr sehr oft umsonst in schwindelerregenden Höhen rumgeklettert bin.;(

    Ich hatte zwar nun mittlerweile schon bestimmt hunderte Chaga in der Hand bzw. direkt vor der Linse, auf "Doppelgänger", vor allem aus der Entfernung, falle ich jedoch immer noch oft herein.

    Beste Methode um absolute Sicherheit zu bekommen: Herausbrechen eines kleinen Stückes mit einem sehr robusten Messer bzw. besser mit einem Meissel. Gelingt das, bei Maserknollen und Baumkrebs (da baumeigene(s) Holzstrukturen bzw. -gewebe) nahezu unmöglich, und sind die Bruchstellen rot/orange (daher ja auch die Bezeichnung "glühende Holzkohle"), dann ist es definitiv ein Schiefer Schillerporling.

    Probier es mal, falls du rankommst, würde mich in diesem Fall echt interessieren.

    Und natürlich "probier es mal" auch was eine Anwendung betrifft!


    LG Thomas

  • Hallo Thomas. Das Bild stammt schon vom Sommer. Damals hatte ich tatsächlich ein Stückchen raus gebrochen. Es war deutlich dieses "Leuchten" zu erkennen. Jedoch war auch zu erkennen, dass da schon Insekten den Chaga besiedelt hatten.


    Gerade habe ich noch ein Bild von damals gefunden, bei dem er besser zu erkennen ist. Wenn ich später nach Hause komme und besseren Internetempfang habe, werde ich es hochladen.


    Vor drei Wochen bin ich das letzte Mal an ihm vorbei gekommen. Zu diesem Zeitpunkt war er noch am Baum.


    LG Matthias

  • Hallo Matthias,


    Insekten, vor allem Asseln aber auch Ameisen oder Spinnentiere, leben sehr sehr gerne im Chaga. Selbst in 10 oder mehr Metern Höhe am Baum! Das ist also völlig normal und diese Untermieter verschwinden durch leichtes "Ausklopfen" des Pilzes, spätestens aber beim Trocknen.

    Die wissen auch was gesund ist...:wink:


    LG Thomas

  • Hallo Thomas


    Hier kann man den Chaga besser erkennen. Leider sind sowohl bei meinem Billighandy, als auch bei meinen bescheidenen Fotografier-Künsten in puncto Schärfe irgendwo die Grenzen gesetzt. :wink:

    Eine ordentliche Kamera wäre da natürlich besser.

    :photographer:




    LG Matthias


    Edit:

    Vielen Dank noch für die Info mit den Insekten. Wenn ich wieder mal vorbei komme nehme ich etwas vom Chaga mit. Wie erkennt man es denn eigentlich, wenn dieser schon zu alt ist?:/ Er ist ja schließlich schon mindestens 4 Monate am Baum.

  • Hallo Matthias,


    also ganz ehrlich, dieses Bild lässt mich irgendwie noch mehr an einem Chaga zweifeln! :D

    Aber, da du ja bereits einen "Bruchtest" gemacht hast, muss ich mich ja wohl irren. Es kommt aber auch häufig vor, dass sich ein Chaga direkt neben oder zwischen einem Baumkrebs bildet. Wenn du erntest werden wir dann ja das Ergebnis sehen!

    Zu alt im eigentlichen Sinne kann ein Schiefer Schillerporling in dieser imperfekten bzw.

    sterilen Form übrigens gar nicht sein oder werden! Wenn er zu alt wird oder besser der Wirtsbaum lange genug abgestorben ist, wandelt er sich in seine fortpflanzungsfähige, sehr schnelllebige, selten zu findende und gänzlich anders aussehende perfekte Form um. Eben in einen 5-10mm dicken resupinaten (flächig aufliegenden) PORIGEN Fruchtkörper mit später gegen die Sonne SCHILLERNDEN Röhrenmündungen die meistens etwas SCHIEF (weil zum Erdmittelpunkt ausgerichtet) stehen können. Daher auch sein Name!

    Viele der sehr langsam wachsenden (Riesen-)Chaga, vor allem die in den großen Höhen, können problemlos bereits 15, 20, 25 oder mehr Jahre auf dem Buckel haben! Das muss man also nicht so ernst wie z.B. bei Maronen oder Steinis sehen ("...er ist ja schließlich schon mindestens 4 Monate am Baum.").:D

    Zu alt im Sinne von noch wirksam und sinnvoll in seiner Verwendung gibt es nach meinem Verständnis jedoch schon! Exemplare von sichtbar bereits seit längerer Zeit abgestorbenen Birken würde ich beispielsweise niemals mehr mitnehmen oder nutzen. Schließlich zieht bzw. bildet der Chaga den größten Teil seiner unvergleichbaren medizinisch relevanten Inhaltsstoffe aus dem direkten Zusammenspiel mit seinem Wirtsbaum bzw. dessem aktiven Stoffwechsel. Bei lange schon totem Holz passiert jedoch in dieser Richtung ja nun gar nichts mehr.

    Vielleicht noch ein Tip: Wenn du mindestens ein Drittel des Pilzes am Baum belässt, wird der Chaga weiter wachsen können.


    LG Thomas

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