Hallo, Besucher der Thread wurde 5,2k mal aufgerufen und enthält 21 Antworten

Ein Ritterling

  • Hallo Pilzfreunde

    Heute war ich noch kurz im Wald, aber ausser lauter Laub am Boden sieht man fast gar nichts mehr....

    Etwas wunderschönes habe ich doch gesichtet, ein Gemeiner Orangebecherling (Aleuria aurantia).

    Und Ritterlinge, aber welche Art ist für mich schwierig rauszufinden.

    Auch im Laubwald gefunden

    Geruch unangenehm, mehlig

    Lamellen nicht mit dem Stil verbunden und leicht gegabelt.

    Vielleicht erkennt jemand von Euch die exakte Art.

    Bestimmt kein Speisepilz.


    OK schönes Wochenende

    LG Andy

  • Hallo Andy!


    Die farbe vom Becherling ist toll! Hab ich noch nie gefunden!


    Gibts ein Foto von der Hutoberseite?


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Alex

    Mist hab ich glatt vergessen...... :blush:

    Der Hut war mit der gleichen Farbe wie der Stiel.

    Schöne Pilzform.

    Am Wegrand sehr gesellig.

    Ich weiss die Stelle noch, werde anfangs nächster Woche wieder hingehen.

    LG Andy

  • Hallo, Andy!


    Wenn du den "Ritterling" mal absporen lässt, wirst du eine Überraschung erleben. :wink:



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo

    Ups ist es der tödlich giftigen Tiger Ritterling......

    Der tränenden RITTERLING 😲

    Wächst bei Buchen auf kalkhaltigen Böden, würde auch hinkommen wie auch der Geruch.


    Liege ich richtig?

    Schönen Abend

    LG Andy

  • Hallo Pablo

    Ich hab kurz einige Beiträge gelesen, bezüglich dem absporen von Pilze und anschließender Untersuchungen der Sporen unter dem Mikroskop.

    Dazu bin ich leider noch zu wenig eingerichtet und mit meinem Basiswissen, könnte ich auch keine Schlüsse darausziehen.

    Oder gibt es noch andere Möglichkeiten einen Pilz zum absporen bringen? Der Birnenstäubling ist mir klar wie man die Sporen rauskriegt😏

    LG Andy

  • Andy dran bleiben!


    Du kommst sicher drauf!


    lg

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Bezüglich Sporenfarbe:


    Einfach Stiel abschneiden und Hut im besten Fall auf Klarsichtfolie legen und mit Glas abdecken. So über Nacht stehen lassen. Dann kannst Du die Sporenfarbe ablesen, indem Du die Folie auf einen weißen und schwarzen Untergrund legst.


    lg

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • OK danke Alex

    Ich muss das am Montag gleich testen und lasse Euch meine Erkenntnisse mitteilen.

    Spannend........

    LG Andy

  • Morgen!


    Gut, daß Alex es noch erklärt hat. :thumbup:

    In der Tat ging es wirklich nur um die Farbe des Sporenpulvers. Nichts Kompliziertes, erst recht nichts Mikroskopisches.

    Also falls der Pilz noch absporen konnte (ist manchmal nicht ganz einfach, wenn der Fruchtkörper zB Frost hatte), wirst du ja nun gemerkt haben, daß es auf gar keinen Fall ein ritterling sein kann, denn die haben ja alle weißes Sporenpulver.


    Jetzt müsste man noch zwei Sachen angucken: Das Farbspektrum der Hutoberflächen und den Geruch.
    Wenn die Hüte von Fruchtkörper zu Fruchtkörper so gelblichocker bis satt braun gefärbt gewesen wären, und der Geruch spätestens im Anschnitt oder beim rubbelndes Stieles rettichartig, dann hättest du es also mit einem Fälbling aus der Ecke um den Großen Rettichfälbling (Hebeloma sinapizans agg.) zu tun.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Zusammen

    OK vielen Dank für Euren Hinweis.

    Ich werde morgen nochmals an den Fundort zurückgehen und den Hut wie auch der Geruch nochmals zu klassifizieren. Der Versuch der Sporenfarbe werde ich trotzdem machen, interessiert mich.

    Ein Rettich in dieser Größe? wow ich dachte immer das diese Gattung nur klein gewachsen sind.


    OK schönen Sonntag

    LG Andy


  • Morgen!


    Jetzt müsste man noch zwei Sachen angucken: Das Farbspektrum der Hutoberflächen und den Geruch.
    Wenn die Hüte von Fruchtkörper zu Fruchtkörper so gelblichocker bis satt braun gefärbt gewesen wären, und der Geruch spätestens im Anschnitt oder beim rubbelndes Stieles rettichartig, dann hättest du es also mit einem Fälbling aus der Ecke um den Großen Rettichfälbling (Hebeloma sinapizans agg.) zu tun.


    LG; Pablo.

    Hallo Andy,


    Ich ergänze einmal die von Pablo zitierten Merkmale und zeige dazu ein Schnittbild von dir:


    [img]https://www.123pilze.de/000forum/index.php?attachment/54274-img-20191123-103550-jpg/&thumbnail=1]/img]


    Ein wichtiges Merkmal von "Hebeloma sinapizans" (Großer Rettich-Fälbling) Kann man auf deinem Bild gut erkennen:

    ---> Im Längsschnitt ragt ein zapfenförmiges Stück vom Hut in die Stielhöhlung hinein. Im linken Fruchtkörper ungewöhnlich lang, im rechten "normaler".


    Grüße Gerd

  • Hallo Gerd,

    Vielen Dank für deinen Hinweis, ist das ein Typisches Merkmal von dieser Pilz Gattung?

    Ist dieser Fleischzapfen auch bei den kleineren Rettiche ersichtlich, wahrscheinlich nur minimal.

    Ich muss morgen auch der Geruch nochmals verifizieren, dass wäre dann ein weiteres Bestimmungsmerkmal.

    faelbfleischzapfen4.jpg


    LG Andy

  • Salve!


    Und von den reichlich vielen Arten aus der Gruppe um Hebeloma crustiliniforme. Auch Hebeloma eburneum kann das zB so machen.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Guten Morgen Zusammen

    War bereits wieder im Wald unterwegs und hab nochmals die gleiche Stelle aufgesucht.

    Der Pilz eindeutig nun in einem anderen Stadium.

    • Lamellen sind nun Braungefärbt
    • Geruch ist sehr intensiv nach Rettich
    • Der Hut hat sich abgeflacht und bei einigen Exemplare ist der Hutrand nach oben gedreht

    Das absporen versuche ich noch, wobei dies wahrscheinlich schon stattgefunden hat?


    Aus meiner Sicht kann der Pilz nun recht gut zugeordnet werden.

    Grosser Rettich-Fälbling (Hebeloma sinapizans)

    Das kommt ihn.....

    "Giftig"


    Vielen Dank und eine schöne Tag

    LG Andy

  • Hier noch die Sporenfarbe....

    Schönen Tag

    LG Andy

  • Hallo!


    Und mit den nachgereichten Merkmalen (super gemacht!), können wir da wohl den Großen Rettichfälbling (Hebeloma sinapizans s.l.) so abhaken. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Guten Abend Pablo

    Vielen Dank :happy:, das macht wirklich Freude und ich will mehr dazulernen. Schade das die Pilze im Freien nun sehr abnehmend ist, nun werde ich mich vermehrt der Theorie widmen.

    Und im April geht es dann los auf Morcheln.

    Schönen Abend.

    LG Andy

  • Hallo Andy.


    Wenn du im Winter nicht durch die Wälder streifst, dann wirst du ganz sicher was verpassen. Ganz klar, speisepilztechnisch wirds jetzt sehr übersichtlich werden. Aber alle anderen, hauptsächlich in den Wintermonaten, in der Regel alle auf Holz fruktifizierenden Arten, das ist ein ganz eigenes Reich. Faszinierend und wunderschön zugleich. Oft reicht es schon, die durch Abgase geschwächten Bäume am Straßenrand genauer anzuschauen und man entdeckt eine Vielzahl an Pilzen.


    LG Matthias

    Bei allen online "bestimmten" Pilzen handelt es sich lediglich um Bestimmungsvorschläge.


    Gezeigte Pilze zu 100 Prozent sicher nur über Bilder zu bestimmen ist nicht möglich, deren Verzehr kann im schlimmsten Falle tödlich enden!

    Eine Verzehrfreigabe gibt es ausschließlich vom Pilzsachverständigen/Pilzkontrolleur/Pilzberater vor Ort!


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