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Weisser Pilz am 22.Dezember

  • Liebe Pilzfreunde,

    schaut euch mal diesen schönen, kräftigen Pilz an. Auf dem cremeweissen Hut befinden sich Vertiefungen.

    Was ist das für ein Pilz, er ist im Laubwald gewachsen und in seiner unmittelbaren Nähe steht viel Holunder, Wildkirschen und Eichen sowie Buchen. Hat jemand eine Idee?

    Herzliche Grüsse

    Der Baumi

  • Hallo Baumi!


    Mitunter ein Riesenkrempentrichterling?


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Zusammen

    Um den Krempentrichterling mit dem Mönchskopf zu unterscheiden genügt der Fingertest. Fahre mit dem Zeigefinger in die Hutmitte. Beim Mönchskopf fühlt man deutlich eine Wölbung, dies gilt schon bei jungen Pilzen.

    Diese Info hier entnommen :

    Riesenkrempentrichterling, Riesenkrempenritterling = LEUCOPAXILLUS GIGANTEUS (SYN. LEUCOPAXILLUS CANDIDUS PAXILLUS GIGANTEUS, ASPROPAXILLUS GIGANTEUS)

    LG Andy

  • Hallo,


    also ich meine schon auf dem zweiten Bild eine leichte Wölbung zu erkennen. Ich denke wenn man mit dem Finger darüber streicht dürfte man ihn auch fühlen. Auch habituell und farblich spricht für mich alles für einen Mönchskopf Infundibulicybe geotropa. Für die 100,0% bräuchte es aber den Pilz in der Hand zum beschnuppern und betasten.


    In jedem Fall schließe ich einen Riesen Krempentrichterling Leucopaxillus giganteus aus, denn dafür gefällt mir die Hutoberfläche samt Rand nicht (farblich und ungerieft). Wenn ein Jodreagenz zur Verfügung steht, genügt ein Tropfen auf das weiße Sporenpulver. Leucopaxillus giganteus reagiert positiv amyloid (lila-schwarzblau).


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hi,


    es gibt verschiedene Reagenzien mit Iod, jede mit eigenem Verwendungsschwerpunkt (v.a. Mikroskopie). Für o.g. Reaktion ist es jedoch unerheblich welche.


    - Lugol'sche Lösung (Iod in Kaliumiodid-Lösung)

    - Baralsche Lösung (s.o. aber konzentrierter)

    - Melzers-Reagenz (Iod in Kaliumiodid-Lösung + Chloralhydrat) - GIFTIG!

    ...


    Für die chemisch Interessierten: Kaliumiodid ist nötig, damit sich das in Wasser schlecht lösliche Element Iod besser löst. Für die Amyloid Reaktion ist es unerheblich. Hierbei lagert sich eine Kette von Iodmolekülen zwischen die Zuckerketten (=Stärke) ein und bildet dadurch eine lila-schwarzblaue Färbung.


    Die Sporenwand der Pilze von manchen Gattungen enthält Stärke und lässt sich daher anfärben. Andere eben nicht. Manche reagieren rotbraun =dextrinoid= pseudoamyloid. Dann ist das Abbauprodukt von Stärke, Dextrin vorhanden.


    Paktische Durchführung: Einfach einen Tropfen Iodreagent auf das Sporenpulver (am besten auf Objektträger oder Glasplatte, Iod macht böse Flecken ;)).


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

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  • Salut!


    Fun fact am Rande: Auch abgesehen vom Entwicklungsstadium der Fruchtkörper gibt es auch hin und wieder komplett ungebuckelte Mönchsköpfe.

    Die kann man dann als "Clitocybe geotropa var maxima" (Riesentrichterling) bezeichnen, wenn man denn will. Aus meiner sicht bestenfalls aber eine "forma", denn ein Mycel kann sowohl Fruchtkörper mit Buckel oder solche ganz ohne Buckel hervorbringen.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo!


    Sind diese ungebuckelten Mönchsköpfe dann ohne Mikroskop sicher zu bestimmen, wenn keine gebuckelten direkt nebenbei stehen?


    Danke und Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


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  • Hallo, Alex!


    Mit etwas Erfahrung ja. Freilich ist es dann nicht mehr so ganz einfach, aber auch ohne Buckel sind Mönchsköpfe doch recht prägnante Pilze, durch ihre Wuchsform, die Größe, die Haptik und Struktur der Hutoberfläche, Farbspektrum... Ist freilich auch wieder so ein ominöses "Gesamterscheinungsbild" udn damit auch eine Übungssache. Funktioniert aber durchaus, wenn man Mönchsköpfe (ganz normal mit Buckel) oft genug beobachtet hat - dann erkennt man schon, daß man auch ohne Buckel das Gleiche vor sich hat.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Danke Dir Pablo für Deine näheren Erläuterungen!


    Vielleicht werde ich ja auch noch mal zum Mönchskopfexperten!


    Liebe Grüße

    Alex

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