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Pilz an Weißer Maulbeere

  • Hallo Blausieb.


    Normalerweise braucht man für die korrekte Bestimmung von Pilzen ein wenig mehr als ein einziges Bild von oben.


    Trotzdem möchte ich dir einen Vorschlag geben. Vermutlich handelt es sich um eine Samtfußrüblingsart.


    Ein wichtiges Merkmal wäre erst einmal, dass der Hut klebrig ist, wenn er feucht ist. (eventuell ein wenig nass machen und dann mit dem Finger fühlen ob sich die Hutoberfläche klebrig anfühlt.)


    Ein zweites wichtiges Bestimmungsmerkmal ist der untere Stielbereich, der ganz dunkel, samtig ist.


    Hier kannst du vergleichen:


    Samtfußrübling, Gemeiner Samtfußrübling, Enoki, Winterrübling, Winterlinge (FLAMMULINA VELUTIPES SYN. COLLYBIA VELUTIPES)


    Zu deiner Frage, ob es dem Baum schadet:


    Dein Baum hatte an einigen Stellen Verletzungen, die nicht verheilen konnte, weil von den Wundrändern keine gedachte gerade Linie gegeben ist. Der Baum müsste sozusagen über eine Erhebung wachsen. Das kann er aber nicht . Empfehlenswert ist es immer, das Holz bis ins gesunde Gewebe wegzuschneiden, und dabei eher eine kleine, vertiefte Rinne zu schaffen, über die der Baum zuwachsen kann.


    Zurzeit hat sich allerdings bereits das Mycel (der eigentliche Pilz) im Inneren der Pflanze ausgebreitet. Du musst als beim Rückschnitt großzügig vorgehen.


    Wünsche dir dass du ihn so noch retten kannst.


    Roswitha


    P.S. Vielleicht kannst du uns ein Foto zeigen, auf dem man Stiel und Lamellen sieht.


    Per Foto gibt es keine Essensfreigabe!

  • Halllo Blausieb,


    ja, sieht schon nach Flammulina sp. aus.


    Hallo Roswitha,


    Deine Ausführungen zu Wundrändern, graden Linien und vertieften Rinnen verwirren mich sehr.


    Kannst Du das nochmal (für Bären mit beschränktem Verstand) erklären?


    Grüßle

    RudiS

    Einmal editiert, zuletzt von Gwürzbuizl () aus folgendem Grund: Fella

  • Lieber RudiS,


    tut mir leid, dass ich mich nicht klar genug ausgedrückt habe.

    Ich versuche es noch einmal anhand des Fotos.


    1. Auf Blausiebs Bild sieht man rechts oben, dass hier vor längerer Zeit ein Ast entfernt wurde. Dabei blieb ein mehrere Zentimeter langes Stück stehen. Im Bild als schwarzer Zapfen zu sehen.


    Um diesen herum ist ein verdickter Wulst gewachsen.


    Weil nun aber der Stumpen im Weg steht, kann die Wunde nicht richtig verschlossen werden, und sie bietet Pilzen ein Eintrittstor.


    2. Zwischen den linken Pilzen und dem darüber wachsenden Neuaustrieb sieht man einen dunklen Punkt. Die Wundränder sind schon sehr klein, weil in diesem Fall kein Stumpen im Weg stand.

    So sieht eine fast ganz verwachsene Wunde aus.


    Ich hoffe es war verständlich. :/

    :photographer:Wenn nötig, kann ich morgen Fotos von meinem Baum zeigen, die diese Unterschiede herausstellen.


    LG Roswitha

  • Hallo Roswitha,

    vielen Dank für deine schnelle Antwort!

    Ich werde morgen Pilze ernten und weitere Fotos, von unten und vom Stiel, machen.

    Viele Grüße

    Heiner alias Blausieb

  • Halllo Roswitha,


    danke für Deine Antwort. Deine Bilder sind nötig, damit ich das richtig verstehe.


    Bist Du Baumexperte? Ich lasse beim Schnitt immer ganz lange Altastreste, weil ich das fürbeso ders schonend befinde. Vielleicht ist das aber kontraproduktiv.


    Grüßle

    RudiS

  • Moin RudiS,

    Roswitha hat das schon prima erklärt.

    Das deckt sich mit den aktuellen technischen Regeln in der Baumpflege, nach denen „Aststummel“ oder auch „Huthaken“ genannte Astreste sauber entfernt werden sollten, um eine schnellstmögliche Wundheilung zu ermöglichen.

    Die ZTV- Baumpflege der FLL ist hier das maßgebliche Regelwerk ...

    VG Jan

  • Hallo Roswitha,


    hier kommt das versprochene Bild:

    Pilz von unten.JPG - Google Drive

    Es handelt sich wohl um den Samtfußrübling, einem hochwertigen Speisepilz.

    Die kranken Äste zu kürzen hat keinen Sinn, denn die Fruchtkörper des Pilzes wachsen direkt am Stamm gleich über dem Boden. Das sind die Pilze in der Mitte meines ersten Bildes

    Viele Grüße

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