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Weißer Anistrichterling

  • Hallo,

    heute in Familia am Noswendeler See.


    Weißer Anistrichterling

    Clitocybe fragrans


    Wegrand im Gras direkt am See.

    Geruch: Sehr intensiv nach Anis.

    Hut: 2,5 cm trichterartig, Rand gerieft. Hygrophan.

    Stiel: Hol, hellbraun, leicht knorpelig, leicht flockig.

    Lamellen: Breit angewachsen und leicht herablaufend, altweiß.

    SPP.: Weis.

    SP: . +/- 6,53 X +/- 3,79 Glatt leicht granuliert.

    Basidien: Mehrsporig

    Zystiden: Nicht gefunden oder nicht erkannt!


    Danke für Euer Interesse und Eure Meinung dazu!!

    LG Rigo

  • Hallo Rigo

    Sauber Dokumentiert, was will man mehr.

    Kannst mal etwas über die Vorgehensweise beim Mikroskopieren uns mitteilen?

    Wäre noch spannend.

    Vielen Dank

    LG Andy

  • Hallo Andy, gerne!

    Als Erstes schneide ich mit einer Rasierklinge eine einzige Lamelle mit samt dem Hutteil heraus.

    Dann schneide ich an der Lamelle ein winziges Stück der Schneide ab und platziere sie auf dem Objektträger.

    Etwas Wasser dazu oder eine andere Reagenz (Melzer, Kongorot oder Baumwollblau) und Deckglas drauf.

    Mit dem Stumpfen Ende eines Bleistiftes das Präparat etwas quetschen. Dan nach Cheilozystiden suchen.

    Danach in gleicher weise ein Stück Lamelle ohne Schneide nach Pleurozystiden suchen. Und dann ein

    Stück Lamelle mit Hutanteil untersuchen(Pileozystiden). Dann noch ein Stück vom Stiel in gleicher weise quetschen um nach

    Kaulozystiden zu sehen.

    Als Anfänger kann ich dir aber leider nicht mehr erklären, Andy!

    LG Rigo

  • Toll danke Rigo, du bist ja nicht mehr Anfänger.... :/So etwas hab ich noch nie gemacht, hoffe das ich mal ein Kurs besuchen kann um hier die Technik zu erlernen.


    Schönen Abend

    LG Andy

  • Hallo Rigo,


    Ich muss Dir mal ein Lob aussprechen mit welchem Elan und Eifer du an die Mikroskopie ranngehst. Neben der Übung braucht man auch Geschick um gute Präparate zu bekommen und die hast du. Weiter so :thumbup:
    Deine Mikrobild-Collage motiviert mich bald auch eine Mikrokamera im mykoshop zu bestellen um das Ganze digital und nicht nur mit Foto durch Okular zu dokumentieren.


    Bei den Anis/Duft-Trichterlingen gibt es ja ein paar Arten mehr, aber bei der Dokumentation fällt mir auch nichts anderes als C. fragans ein. Für C. obsoleta ist der Pilz zu zerbrechlich und der Stiel untypisch dünn und lang und die Sporen passen mit Q <2.0 nicht dazu. Alpine Arten kann man mit der Sporengröße auch ausschließen (ich weis ja nicht wo du unterwegs bist :)).


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

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