Beiträge von wildpflanzenfan

    Hallo zusammen,


    gestern hatte ich die Chance einen Streifzug durch den Schwarzwald zu machen. Ergebnis: Pilze im Überfluss :)


    Hier zunächst Trompetenpfifferlinge und Violette Lacktrichterlinge, neben dem vereinsamten Ockertäubling (wird nicht gegessen, leichte scharf-bittere Note).
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    Hier nochmal die "Kleinen" sowie diverse Röhrlinge und Reizker(Fichtenreizker habe ich weitesgehend ignoriert).
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    Öhm *hüst*: Verfärbt sich der Urin eigentlich nach größerem Verzehr von Reizkern (jetzt das zweite Mal beobachtet)?



    2a und noch mehr Reizker und...

    ...der Rötliche Holzritterling(esse ich dieses Jahr noch nicht).
    Wer findet den Dehnbaren Helmling :)?
    (konnte ich mir nicht verkneifen..)


    Trotz straffem Zeitrahmen habe ich mich dann zur "Freude" meines Begleiters an Nichtspeisepilzen aufgehalten. Dieses Mal habe ich sogar drei Fliegenpilze gesehen (aber keine Steinpilze).
    Hier wieder mal eine mutmaßliche Galerina. Ich empfinde das Stielmuster als markant.
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    Hier gesammelt auf einem Haufen (fast nur Nadelbäume jeweils in der Nähe):
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    - ein Champignon/Egerling (milder Geruch, keine Gelbfärbung beim Verletzten des Stiels, Freigabe durch meinen eiligen Begleiter),
    - ein riesiges Exemplar vom Violetten Lacktrichterling (werde ich nicht essen diesen Riesen),
    - der Rötliche Lacktrichterling (esse ich dieses Jahr noch nicht)
    ..das wars dann mit Speisepilzen in diesem Bild..
    - die mutmaßlichen Galerina auf dem Holzstück
    - vermutlich die Elastische Lorchel (Erstfund)
    - ein mutmaßlicher Düngerling (ggf. Erstfund der Gattung) auf einer Waldwiese. Vom Bildvergleich her vielleicht Langstieliger oder Glockendüngerling [klar ohne Mikro sicher kaum was zu machen].
    - ???Cortinarius oder vielleicht ein Rötling oder???


    Hier bei schlechtem Licht
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    - mutmaliche Roßhaar-Schwindlinge
    - eventuell der Purpurgraue Träuschling ebenfalls von der Waldwiese (da liefere ich vll. noch ein paar Infos nach)
    - ein mutm. Cortinarius der bei Tageslich ins Violette ging (hier leider völlig unbrauchbar farblich und nur von oben auf dem Bild).



    Also einfach einmal ein paar Bilder - diesmal mehr auf Speisepilze-Jagd :)


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo,


    kurzer Nachtrag:
    Pilz 2 (Bild 3+4): Ich sehe zumindest mit der Lupe keine rote Linie. Ich sehe überall den gleichen schwarz-grauen Farbton.


    Pilz 4: Der Geruch des angebrochenen bzw. anschließend zerriebenen Pilzes erscheint uns unspektakulär "pilzig", eventuell etwas erdig(lt. meiner Partnerin).


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo Pablo,


    Zitat


    Es ist sehr schwierig, etwas zu diesen Pilzen zu schreiben.
    Daß du dich mit solchen Pilzen aus teils extrem schwierigen Gruppen und Gattungen überhaupt auseinandersetzt, finde ich toll. Zumal es in dem Berich nichts gibt, was man als Speisepilze verwerten könnte.
    Eine spannende Welt, aber eben auch extrem schwierig in der Bestimmung.



    vielen Dank für Dein Feedback - auch im Hinblick auf diese Gattungen.
    Ich weiß, dass ich hier "zu wenig Futter" für eine Bestimmung geliefert habe.
    Deswegen habe ich auch nicht das Bestimmungs-Unterforum gewählt.



    Zitat


    Und für den Betrachter wäre es sehr hilfreich, auch Bilder vom Fundort zu haben, die die Pilze in ihrem natürlichen Wuchs und ihrer natürlichen Umgebung abbilden.



    Das sind weitesgehend Feierabendfunde, wo man bei Handybildern gar nichts mehr erkannt hätte
    (die sind auch bei Tag schon nicht so doll in der Qualität).
    Wenn die Heimbilder genügen, um groben Fehleinschätzungen hinsichtlich Gattung ggf. zu widersprechen, ist das schon wertvoll für mich.


    Zitat


    Und auch größere Kollektionen zeigen, damit man sich ein Bild von der Variationsbreite machen kann. Auch sind die Farben bei Freiluftaufnahmen meist originaler.


    Das mit den Farben gilt nicht für meine Handycam..
    ..aber vielleicht sollte ich meine Digicam künftig mit ins Büro nehmen :)
    Bezogen auf das (Nicht-)Zusammenwachsen der Fruchtkörper hilft natürlich auch schon ein schlechteres Bild. Aus meinem Beitrag hier wuchsen alle Fruchtkörper einzeln.




    Diese Mycena crocta-Frage war für mich neben der Einschätzung Richtung Galerina bei Pilz 1 der wichtigste Part.


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo zusammen,


    hier ein paar Pilz(ch)e(n) aus dem Wald und vom Rande eines Waldweges.
    Die Photos reichen vermutlich nicht für eine Bestimmung. Ich schreibe mal meine Ideen rein.
    Wie immer freue ich mich über eure Antworten, selbst wenn wir "nur" auf Gattungsebene bleiben.


    Dieser Fruchtkörper wuchs im Mischwals - weitesgehend Fichten - auf Moos (Holzreste nicht ausgeschlossen).
    Er erinnert mich an einen (zu) kleinen Gifthäubling. Unterhalb des Ringes ist er in der Lupenansicht tatsächlich silbrig bereift. Oder doch in Richtung Zweisporiger Glöckenschüppling?
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    Dies ist mutmaßlich ein Faserling/Mürbling aus dem Gras vom Rand des Waldweges. Ich werfe mal den Schmalblättrigen Faserling in die Runde.
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    Hier vielleicht eine winzige Conocybe ebenfalls aus dem Gras am Rande des Waldweg (oder der Wegzärtling?)
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    Die Stielform erinnert mich entfernt an die des Samtfußrübling. Ich denke, hier sehen wir einfach zwei Trichterlinge.
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    Und hier eine mutmaßliche Gelbmilchende Helmling, wo ich den Hut viel zu bräunlich finde. Der Milchsaft, welcher ins Orangene geht sowie der orange Fleck in den Lamellen, lässt mich dann dennoch den Gelbmilchende Helmling statt einen der Bluthelmlinge vermuten (der Fk wuchs alleine zwischen Fichten).
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    Viele Grüße,
    Thorsten

    [quote pid='25154' dateline='1444249732']M. rosea kann auch einen leicht rosafarbenen Stiel besitzen. Ich denke das beides welche sind.
    [/quote]


    Hallo Jörg,


    der große Rettichhelmling, zeigt auf Bild 8 auch einen Hauch von violett in der Stielfarbe kurz vor dem Hut.
    Das hätte ich jetzt schon fast als Ausschlußkriterium für M. rosea gewertet.


    Jetzt bei Kunstlicht kommt das nicht eindeutig beim Blick auf den Fruchtkörper heraus.
    Daher bei soviel rosa..
    ..vielleicht einfach ein weiterer Rosa Rettichhelmling (M. rosea).


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo Jörg, hallo Pablo,


    ich habe gerade tief ins Glas zu den Helmlingen geschaut :wink:
    Der kleine Fruchtkörper hat doch einen sehr hellen Stiel im Verhältnis zum restlichen Fruchtkörper, so dass ich diesen nun auch eher für Mycena rosea halte.
    Der Große ist für mich farblich noch irgendwo ein Grenzfall.



    Pablo schrieb:

    Zitat


    Bei deinem ersten hätte ich jetzt optisch eher an den Grünblauen Träuschling (Stropharia caerula) gedacht. Der hätte braunes Sporenpulver, Stropharia aeruginosa hat violettbraunes.



    Ich kann aus der Gruppe bestimmt morgen einen Fruchtkörper für einen Sporenabwurf holen. Wäre ja interessant, wenn es tatsächlich der Blaue Träuschling wäre.


    Zitat


    Wenn das mit den Stockschwämmchen erst mal richtig sitzt und du auch ein paar Funde von diesem anderen Pilz hattest, dann wirst du den mit Sicherheit auch selbst immer wieder essen.



    Dieses Jahr und vermutlich auch das nächste Jahr esse ich bestimmt noch keine :)
    Ich habe schon genügend Kandidaten fürs nächste Jahr, bei welchen ich bestimmt ruhiger die Mahlzeit genießen kann - obwohl das Stockschwämmchen diese sicherlich kulinarisch schlägt.


    Zitat


    Und als PSV muss man ihn ja nicht freigeben, wenn er nicht mehr klar erkennbar ist. Kein seriöser PSV gibt den zum Beispiel frei, wenn die Stiele fehlen. Ist ja klar, weil er dann auch nicht mehr zu unterscheiden ist.



    Das ist klar. Aber selbst mit Stiel... Die Verantwortung ist groß.
    Das ist eine Kopfsache bei mir. Wenn jemand rein hypothetisch auf muffigen Geschmack steht und einen gelben Knolli richtig bestimmt, würde ich mich trotzdem schwer tun, diesen unter der Prämisse "ausreichend erhitzen" freizugeben. :) Wie gesagt - Kopfsache bei solch potenten Verwechslungspartnern.



    Viele Grüße,
    Thorsten

    Zitat von Heuler22 pid='25129' dateline='1444225273'

    ich denke das deine Bestimmungen außer dem Rettichhelmling passen:agree:. Das dürfte M. rosea sein.


    Hallo Jörg,


    vielen Dank für Deine Antwort. Ich lese neben den Beschreibungen hier auch "drüben" bei den Steckbriefen.


    Beide nicht in Nachbarschaft gewachsenen Pilze haben ein kräftiges rosa.
    Ich empfinde keinen enormen Unterschied zwischen Stiel- und Hutfarbe.
    Beide Pilze wirken für mich nicht als besonders kräftig (ok grenzwertig).
    Ist das markante Rosa schon entscheidend dafür, dass Du beide für Mycena rosea hälst?



    Ich habe beide Pilze noch im verschlossenen Glas im Kühlschrank und schau gerne noch einmal genauer.


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo zusammen,


    hier ein paar Funde vom gestrigen Regentag. Vielleicht könnt ihr bei meinen Vermutungen mitgehen.


    Hier bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich um den Grünspanträuschling (Stropharia aeruginosa) handelt.
    Fundort: Mischwald, hauptsächlich Buche.
    Leider habe ich vergessen, etwas zu buddeln, um nachzusehen, ob die Fruchtkörper auf Holz wachsen.
    Die Huthaut ist sehr schmierig/klebrig. Mir ist kein besonderer Geruch abseits von "pilzig" aufgefallen.
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    Hier vermute ich den Anis-Trichterling auf Grund des leichten Anisgeruchs. Der Hut ist nicht auffällig klebrig/schmierig.
    Fundort: Ebenfalls Laub-Mischwald.
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    Hier bin ich etwas hin- und hergerissen zwischen Rosa Rettichhelmling (Mycena rosea)
    und dem "Normalfall" Gemeiner Rettichhelmling (Mycena pura) aus. Beide Fruchtkörper wuchsen an unterschiedlichen Orten im Mischwald (hauptsächlich Buchen).
    Der Rettich-Geruch war eindeutig vorhanden. Ich tendire leicht zu Mycena pura.
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    Gibt es eigentlich einen "einfachen" Test auf Muskarin, so wie bei Amanitin mit Salzsäure?


    Hier ein ganz junges Stockschwämmchen, welches großbüschelig auf dem Baumstumpf wuchs. Die Lamellen sind noch "verpackt".
    Ein Schnittbild kann ich ggf. nachliefern. An Stockschwämmchen werde ich mich noch ganz lang nicht mit Verzehrabsicht herantrauen. Sollte ich jemals schaffen, mich selbst PSV nennen zu dürfen:
    Ich hätte sicher immer "Bauchweh", falls mal jemand eine Freigabe für Stockschwämmchen haben möchte :confused:
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    Viele Grüße,
    Thorsten

    Zitat von wildpflanzenfan pid='24745' dateline='1443631216'

    ...
    Bei den Schopftintlingen habe ich widersprüchliche Angaben zum Einfrieren gefunden. Macht das Sinn?
    Beim Kaffebraunen Gabeltrichterling meine ich, dass dieser sofort verbraucht werden sollte. Stimmt das?
    (Ich werde diese FK garantiert nicht essen; dennoch frage ich mal).


    Nun habe ich in meinen "dünneren" Büchern, welche ich fast nicht mehr zum Bestimmen aufschlage, Antworten zu meinen eigenen Fragen gefunden :blush:


    Schopftintling: Einfrieren ok, Trocknen ok - wenn man den Vorgang beschleunigt


    Zum Kaffeebraunen Gabeltrichterling habe ich nun in einem Buch gefunden, dass er sich gut zum Einfrieren sowie auch zum Trocknen eignet.
    Dort wird er als wertvoller Speisepilz bezeichnet, ganz im Widerspruch zur "Minderwertig"-Klassifizierung hier über die Suchmaschine.


    Viele Grüße,
    Thorsten


    PS: Die Fruchtkörper können natürlich nach wie vor zu einer anderen Art gehören.

    Hallo zusammen,


    im "Speisepilz-Unterforum" habe ich in diesem Thread
    http://123pilze.de/000Forum/showthread.php?tid=3952
    den Namen Kaffeebrauner Gabeltrichterling (Pseudoclitocybe cyathiformis) erwähnt.
    Nach dem Prüfen verschiedener Merkmale, halte ich es immer mehr für wahrscheinlich, dass ich tatsächlich den Kaffeebraunen Gabeltrichterlinggefunden habe.


    Die Fruchtkörper wuchsen am Wegesrand teilweise gut erkennbar auf Holzresten, teilweise vielleicht auch einfach aus dem Boden.


    Hut:
    - Oberfläche deutlich trichterförmig
    - bis 7cm Durchmesser gefunden,
    - Huthautdunkel(kaffee-)braun glänzend,
    - Hutrand nicht erkennbar gerieft;
    - bei den kleinen Fruchtkörpern nicht durchscheinend
    - nicht oder nicht besonders ausbleichend.


    Stiel:
    - feinfaserig (braun längsfaserig, oder weiß auf braun)
    - das Gefaserte endet kurz vor den Lamellen wie an einer ringförmigen Grenze (der Stiel hat aber keinen Ring)
    - Basis etwas verdickt, beim Großen bis knollig und unten verfilzt


    Geruch: pilzig, unbedeutend (ich rieche kein Heu etc.)


    Lamellen:
    - nicht sehr dicht stehend
    - beigebräunlich


    Fleisch: hellbraun bis vielleicht hellbraun-gräulich - weich


    Sporenabdruck ist noch in Arbeit; Geschmacksprobe gab es bei der Form nicht.



    Was meint ihr?


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    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo Pablo,


    danke für die Klarstellung!
    Ein Anfang wäre es sicherlich, wenn ich ihn sicher von ähnlichen potentiellen Giftpilzen unterscheiden kann. Für dieses Jahr will ich ihm allerdings noch nicht unbedingt einen Platz in der Pfanne reservieren.
    Alles schön langsam der Reihe nach :shy:


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo Harry,


    bei den Rotfüssen musste ich gewaltig ausmisten. Da blieb nicht viel übrig.


    Hast Du eine Idee, was der "kaffeebraune" Pilz stattdessen sein kann?
    Ich muss, die Beschreibungen zum Kaffeebraunen Gabeltrichterling noch genauer studieren.
    Es kann sehr gut sein, dass das was anderes ist. Der wuchs am Wegrand zum Nadelwald
    (vereinzelt wuchs auch hier und da mal eine Buche).


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo zusammen,


    im Ländle ist es ja ziemlich trocken; dennoch findet man hier und da Flächen, wo sich die restliche Feuchtigkeit besser hält.
    Ich dachte, dass ich ein Pilze zum Lernen finde..
    ..umso überraschter war ich, sogar ein paar Röhrlinge kurz vor Ostelsheim zu finden.


    Bild 1 mit ein paar Röhrlingen (+ 2 Saitenstieligen Knoblauchschwindlingen)
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    Ein paar Stäublinge (2+3)
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    Und ein paar Schopftintlinge (4+5)
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    Und dann doch noch etwas zum Lernen, was sogar essabr sein könnte :)
    (falls es je der Kaffebraune Gabeltrichterling wäre [an Holz])
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    Bei den Schopftintlingen habe ich widersprüchliche Angaben zum Einfrieren gefunden. Macht das Sinn?
    Beim Kaffebraunen Gabeltrichterling meine ich, dass dieser sofort verbraucht werden sollte. Stimmt das?
    (Ich werde diese FK garantiert nicht essen; dennoch frage ich mal).


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo Pablo,


    ich habe noch einmal einen potentiellen Rehbraunen Dachpilz gefunden. Den Rettichgeruch habe ich beim Zerreiben gerochen :)
    Jetzt grübel ich allerdings schon, wie ich diesen von dem von Dir genannten Schnallendachpilz unterscheiden kann, wenn ich den Fruchtkörper an Nadelholz finde...
    Darf die Huthaut beim Schnallendachpilz ebenfalls glänzen?
    (Peinlicherweise erkennt man die bei diesen Bildern nicht; Bild bzw. Info wird nachgeliefert - ich bin mir sehr sicher, dass die glänzt)


    a.)


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    d.)


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo Harry, hallo Pablo,


    vielen Dank für eure Antworten!


    Da habe ich gleich wieder Einiges dazugelernt.


    Den Tränenden Saumpilz hatte ich von Photos und Abbildungen nicht mit so einem Glockenhut in Erinnerung.
    Bei R. Dähnckes "1200 Pilze" ist aber ein vergleichbares Exemplar dabei, dass meinen Hirnknoten löst. Dann klappt die gedankliche Verbindung auch mit den anderen Abbildungen zu meinem Fruchtkörper.
    Das ist ja sogar ein Speisepilz - hätte ich jetzt nicht gedacht :)
    Pablo schrieb:

    Zitat


    Bild 3 und 4: Andere Baustelle. Der Überzuckerte Tintling (Coprinellus saccharinus) hat ganz anderes Velum. Und wäre ohnehin makroskopisch von seinen engsten verwandten (Coprinellus micaceus und Coprinellus truncorum) zu unterscheiden.
    Hier hast du es mit einer Art aus der Verwandschaft der Hasenpfote (Coprinopsis lagopus) zu tun. Da sollte man erstmal die Größe und das Substrat beachten. Ein oder zwei Arten aus der Gruppe sind mit etwas Übung makroskopisch ansprechbar. Ansonsten gilt auch da wie bei den allermeisten Tintlingen: Mikropilze.


    die muss ich mir nun noch einmal genauer ansehen. Vielleicht komme ich nächstes Mal ja von alleine in die Richtung.


    Zitat


    8 & 9: Ich sehe nichts, was gegen deine Bestimmung (Mycena galericulata) spricht. Hier übrigens wie bei allen anderen Pilzen: Super wären auch Standortphotos. Denn die sagen auch immer einiges aus. Und gerade dieser hier wuchs ja sicher nicht alleine, oder?


    Nein der wuchs in der Gruppe.
    Ich werde mich bemühen, künftig auf weiter Flur zumindest mit dem Schlauphone das Umfeld einzufangen. Die Fruchtkörper in der Natur werden so allerdings nur sehr unscharf rauskommen.
    Daher werden erst einmal weiterhin Kästenpapierbilder folgenden.
    Die Kamera habe ich einfach nicht immer dabei.

    Zitat


    10, 11, 12: zwergchampignon, ja. Also eine der kleinen, gilbenden Arten mit Marzipangeruch. Aber so recht schuppig ist der ja nicht. Und auch ziemlich blass. Mir käme da spontan als erstes Agaricus comtulus (Blasser Zwergchampi oder so) in den Sinn. Wäre jedenfalls mal ein Arbeitstitel.


    Danke - es freut mich, dass mein Arbeitstitel zumindest nicht meilenweit daneben lag :)


    Zitat


    Rest: Schon eine komische Hutbekleidung. Aber wenn das Sporenpulver weiß ist (bitte überprüfen), dann ist es eine Hallimasch - Art.



    Ich kann das leider nicht mehr überprüfen:rolleyes:
    Habe aber gerade nachgelesen, dass die Schüpplinge braunes Sporenpulver haben - die sollten sich also sofort ausschließen lassen.
    Ich habe derzeit und vielleicht auch für längere Zeit keine Intention Hallimasch zu essen (Schüppling auch nicht :rolleyes:). Alles zur Übung.


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo Pablo,


    vielen Dank bei Deiner Hilfe bei dieser harten Nuss
    (zumindest für mich ist es eine harte Nuss)!


    Zitat


    Soweit ich das im Kopf habe, ist Stropharia cyanea als Synonym entweder zu Stropharia caerula oder zu Stropharia aeruginosa zu rechnen.



    dann ist es ein Synonym zu Stropharia caerula, da Frau Dähncke schreibt, dass Stropharia cyanea ähnlich wie Stropharia aeruginosa aussieht.


    Zitat


    Mit grüntönen gibt es drei Arten:
    Stropharia aeruginosa
    Stropharia caerulea
    Stropharia pseudocyanea



    Das ist in jedem Fall mal eine engere Eingrenzung :agree:


    Zitat


    Stropharia aeruginosa ist ein meist größerer Pilz, gerne in Wäldern vorkommend, meistens (nicht immer!) mit ausgeprägtem, häutigem Ring und lange intensiven Hutfarben. Die Lamellenschneiden bei ihm sind meist deutlich weißlich beflockt.
    Das Sporenpulver ist violettbraun bis dunkel purpurbraun.



    Kommt Stropharia aeruginosa jemals ausserhalb von Wäldern, abseits von Bäumen vor?
    Ich denke diese Art passt in der Größe nicht zu den Fruchtkörpern von diesem und vom vergangenen Jahr.


    Zitat


    Stropharia caerulea ist ebenfalls ein meist mittelgroßer Pilz, im Habitus wie S. aeruginosa, kommt in Wäldern oder außerhalb vor, hat meisten keinen richtigen Ring, sondern nur eine flockig-schuppige Ringzone (gelegentlich aber auch mit gut ausgebildetem Ring. Der Hut ist jung kräftig türkisgrün, blasst aber bald aus.


    Ich denke, dass auch dieser Pilz etwas zu groß wird. Desweiteren habe ich ein paar Photos in Erinnerung, wo die Stielfarbe nicht so gut zu meinen Fruchtkörpern passt.

    Zitat


    Stropharia pseudocyanea ist ein ziemlich kleiner, dünner Pilz der meist auf Rasenflächen vorkommt. Die Art ist prinzipiell unberint oder hat nur eine vergängliche, flockige Ringzone. Der Hut ist schon jung eher in blassen Farben, also graugrün, grünweiß, jedenfalls nicht in einer solchen Intensität wie bei den beiden anderen Arten. Die Lamellenschneiden sind schon weißlich, aber auch eher undeutlich.
    Das Sporenpulver ist dunkel violettbraun.


    Ich denke, ich nehme diesen :)
    Ich habe mir gerade
    http://www.123pilze.de/DreamHC…issblauerTraeuschling.htm
    angesehen.
    Ich lese dort keine Widersprüche zu meinen Fruchtkörpern.

    Zitat


    Daraus den richtigen Schluss zu ziehen überlasse ich erstmal dir.
    Die Sporenpulverfarbe finde ich übrigens sehr hilfreich in der Gruppe.
    .


    Ich hätte die gerne ermittelt. Bei dem Fruchtkörper kommt nichts :confused:


    Somit bin ich jetzt bei den vier aufgefundenen Arten in meinem Garten bei der Art bzw. sehr nahe dran angekommen :)
    Jetzt kann dann irgendwann Lepista nuda kommen, damit ich wenigstens eine Art zum Essen habe. :cool:
    Stropharia pseudocyanea scheint ja nicht gerade der Speisepilz zu sein.
    ...entscheidend ist, wenn ich die meisten Pilze aus dem Garten ansprechen kann.


    Viele Grüße,
    Thorstem

    Hallo zusammen,


    hier noch ein Rest von einigen mitgenommenen und photografierten Waldpilzen. Für eine saubere Bestimmung wären sicher bei fast allen weitere Merkmale/Photos notwendig.
    Diese kann ich leider nicht mehr nachliefern.


    Ich gebe mal jedem Pilz einen Arbeitstitel und freue mich natürlich über jeden Kommentar, der bei dieser mageren Basis möglich ist.



    Diesen Pilz(1+2) habe ich einmal mit dem Arbeitstitel Gelbstieliger Dachpilz versehen.
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    Bei diesem Pilz(3+4) könnte ich mir den Überzuckerten Tintling vorstellen.
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    Dieser Pilz(5-7) erinnert mich optisch an Bilder von Ringdüngerlingen. Es geht vermutlich aber wieder in Richtung Tintling(-artig). Der wuchs alleine am Rand des Waldwegs. Ich habe keinen Pferdeapfel in seiner Nähe entdeckt.
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    Dieser Pilz(8+9) könnte ein Helmling sein; vielleicht sogar der Rosablättrige Helmling. Da ich vor Kurzem mal einen Knopfstieligen Rübling für einen Helmling hielt, bin ich mal vorsichtig darin, seinen Namen "fett zu schreiben".
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    Dieser Pilz(10-12) mit Manschette bekommt auch einen Titel: Weinrötlicher Zwergchampignon oder "Ich habe nicht die geringste Ahnung" :)
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    Dieser Pilz(13+14) ist vielleicht der Honiggelbe Hallimasch
    (ich habe auch beim Pinselschüppling vorbeigesehen, glaube aber eher an Hallimasch).
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    Viele Grüße,
    Thorsten

    Zu meiner Einschätzung


    Ich möchte den Grünblauen Träuschling (St. Caerulea) sowie gemäß Frau Dähnckes "1200 Pilze" St. cyanea nicht ausschließen
    (oder ist das diesselbe Art?).
    Desweiteren habe ich in ihrem Buch eine Abbildung einer Abart des Halbkugeligen Träuschlings (St. semiglobata) gesehen, die mich grübeln lässt.


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo zusammen,


    nach dem ich hier
    http://www.123pilze.de/000Forum/showthread.php?tid=3841
    auf Bild 3 und 4 diesen Pilz näher einkreisen wollte, löste er sich ja leider mehr oder weniger in Wohlgefallen auf.


    In absoluter Nähe habe ich gestern einen neuen kleinen Fruchtkörper geerntet, den ich gedanklich derselben Art zuordne.


    Der Stiel ist weiß und unterhalb einer möglichen Ringzone etwas flockig.
    Die Basis ist abgewinkelt und verdickt (irgendwo knollig).
    Nur der innerste "Kern" des Stiels ( < 1mm) ist hohl -> kein typischer "Strohhalm-Stiel".


    Der Hut ist nur knapp > 1cm; er wirkt nach erneutem Betupfen mit Wasser nicht klebrig.
    Die Hutfarbe ist zur Mitte ocker, der Rand hat auch etwas grün-/olivfarbenes.
    Der Hutrand istt vereinzelt noch weißflockig am Rand behangen.


    Der Pilz hat keinen aussagekräftigen Geruch, ich kann nur "pilzig" sagen.


    Die Lamellenfarbe ist bräunlich; vielleicht ein Hauch von rosa.
    Der Lamellenabstand ist zumindest nicht eng - sie haben meiner Meinung nach einen Burggraben (Frau Lüder).


    Bislang "wollte" er noch kein Sporenpulver abwerfen.
    Ich vermute braunes Sporenpulver; möglicherweise zeigt der Stiel Spuren davon.


    Der Pilz steht in der Gartenwiese; knappe 5m daneben wächst eine Gold-Johannisbeere (ansonsten ist da nichts Holziges).


    Das Vorkommen eines Krönchen-Träuschlings (Stropharia coronilla) 5m weiter entfernt gibt natürlich die Möglichkeit, dass es einfach ein kleiner Krönchen-Träuschling ist.
    Optisch würde auch ein kleiner Grünspan-Träuschling (Stropharia aeruginosa) dem Pilz nahekommen - aber ohne Holz?
    [Bemerkung zu nichtpassenden Arten entfernt].
    Habt ihr eine Idee?


    Wenn es diesselbe Art ist, die ich im Nachbarforum schon einmal bestimmen lassen wollte, wird die getrocknete Huthaut Goldfolie ähneln, und der Hut wäre ganz zu Beginn kurz schmierig gewesen. Die Proportionen Hut zu Stiel würden sich noch hinsichtlich eines längeren Stiels verändern.


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    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo Pablo,


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    Der Falsche Pfifferling wird als Speisepilz eher kritisch bewertet. Mal abgesehen davon, daß er nicht schmecken soll, hat er wohl auch schon vereinzelt Vergiftungssymptome ausgelöst.



    ich habe den früher öfter zusammen mit Röhrlingen gegessen, niemals mehr als 10 FK. Teilweise haben wir den sogar damals in der Familie gegessen.


    Ich habe mich seit Ewigkeiten nicht mehr mit dem Falschen Pfifferling beschäftigt und hatte hier auch mal nachbohren wollen, ob es für den nicht weitere Doppelgänger gibt.


    Er schmeckte mir nie schlecht, aber auch nicht gut. Eher ein Lückenfüller :)


    Zitat


    Der Schnallendachpilz kann übrigens auch nach rettich riechen, wie ich kürzlich festgestellt habe. Das Merkmal wäre zur Trennung also hinfällig.



    Ok, danke für das Update.
    Bei einem neuen Fund werde ich trotzdem nach Rettich-Geruch prüfen kann. Ein Indiz zum Einkreisen wäre es ja schon einmal.


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Zitat von Beorn pid='24650' dateline='1443517876'


    ich sehe da Tintlinge aus der Verwandschaft des Glimmertintlings (Coprinellus micaceus).


    Hallo Pablo,


    *hüst* die Gattung gibt es ja auch noch :wink:
    Zerfließen die Fruchtkörper bei dem auch früher oder später?


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo Mole,


    das wird sicher schwierig. Ich bin hier sicher nicht der Experte, aber mir fehlen weitere Bilder von unten (vorallem auch der Stiel, vorzugsweise vom größten Fruchtkörper).
    Ein Sporendruck schadet sicher nicht; Gattungen wie Conocybe und Galerina scheiden aber wahrscheinlich jetzt schon aus.


    Wonach riechen die frischen/zerriebenen Pilze?


    Neben den Düngerlingen kannst Du noch bei Ackerlingen, Faserlingen(Zärtling, Mürbling) sowie u. U. bei den Kahlköpfen nachschauen.


    Unter den genannten und den von mir vergessenen Gattungen gibt es einige, die nicht zwingend Dung als Substrat brauchen.


    Früher oder später wird eventuell der Hinweis folgen, dass Du hier ohne Mikroskop keine Chance hast :wink:
    (Mit Mikroskop bleibt es bestimmt trotzdem schwierig).


    Was mir neben der Hutoberflächenstruktur auffällt:
    Beim liegenden Hut werden die Lamellen noch etwas weiter umschlossen.
    Ich habe keine Ahnung, ob das was Besonderes ist oder überall auftreten kann.


    Fast alle Pilze sind roh giftig
    (was auch immer das in Hinblick auf Kinder jetzt heißen mag).
    Kleine Galerina scheiden aber wie geschrieben eher aus.
    (Das wäre mein gedanklicher worst-case bei Pilzen mit diesem Aussehen).


    Viele Grüße,
    Thorsten


    Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Antworten!


    Die als Dachpilz benannten Fruchtkörper-Stiele haben allesamt Fasern parallel zur Wuchsrichtung. Das kann man aber nur auf Bild 4 erahnen..


    Leider habe ich keine Fruchtkörper der Dachpilze aufgehoben
    (die haben den gestrigen Reisetermin via Biotonne wahrgenommen).
    Das Verreiben als Grundlage für ein erneutes Riechen habe ich leider versäumt.
    Vielleicht finde ich die Art ja wieder.


    Vom Trichterling habe ich noch den trockenen Fruchtkörper; einen deutlichen Geruch Richtung Mandel habe ich nicht in Erinnerung. Der trockene Rest gibt auch nichts(mehr) in dieser Richtung her.


    Der eine Stäubling wäre natürlich nicht mehr verzehrgeeignet gewesen.


    Ich frage hier mal in die Runde:
    Eignen sich der falsche Pfifferling, Flaschenstäubling (und Doppelgänger) zum Einfrieren oder sind das Pilze, die frisch(sofort) verwendet werden müssen?



    Viele Grüße,
    Thorsten

    Hallo zusammen,



    beim gestrigen Waldspaziergang konnte ich trotz trockenem Waldboden doch ein paar Pilze finden (die meisten jedoch auf Holz).
    Abgesehen von meinen Saitenstieligen Knoblauchschwindlingen (kein Photo) hatte keiner der Pilze einen auffälligen Geruch.


    Kann man den falschen Pifferling überhaupt verwechseln?
    (den "Echten" mal ausgenommen; der FK auf 2 Uhr stammt von einem anderen Fundort [Laub- statt Nadelwald; nach den Anderen gefunden, daher nicht ganz so angetrocknet]).
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    Ich habe noch nie nach einem Dachpilz gefragt; vielleicht habe ich ja hier einen gefunden (ich habe mich :blush: noch nicht mit den Gattungsmerkmalen beschäftigt). Alle Fruchtkörper wuchsen auf Holz(resten) - vermutlich Buche.
    Rehbrauner Dachpilz?
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    Hier vermute ich, ein paar Flaschenstäublinge gefunden zu haben.
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    Hier ein braunhütiger Täubling (milder Geschmack) aus dem Fichtenwald.
    Das wird sicher nicht so einfach nur mit Photo: Brauner Ledertäubling?
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    Und hier noch ein "Ahnungslos-Pilz" - vielleicht ein Trichterling?
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    Viele Grüße,
    Thorsten