Beiträge von Schupfnudel

    Hi.


    Heute konnte ich drei Täublinge finden, die ich bei den Kammtäublingen verorten würde. Ich habe nicht wirklich dedizierte Täublingsliteratur aber ich wäre jetzt in Richtung R. insignis oder R. recondita unterwegs.

    Geschmack war mild aber eher unangenehm.


    Der erste Pilz stand alleine, nächster Baum war eine Eiche, daneben Hasel, etwas weiter weg Linde.

    Lamellen mit Anastomosen. Sporenabwurf läuft. Stiel ist ziemlich madenzerfressen leider, könnte gekammert sein





    Ich habe gelesen, dass der milde Kammtäubling mit KOH an der Stielbasis rötlich verfärbt. Also habe ich 20% KOH draufgeschmiert und das hier bekommen:


    Das reicht aber nicht aus, oder? Andere Chemikalien zur Täublingsbestimmung habe ich leider nicht.

    Problem ist auch, dass ich den Geruch unangenehm stechend finde, was nicht zu R. insignis passen würde.



    Die hier standen an einem anderen Standort aber ich vermute es sind die gleichen? Vielleicht liege ich da aber auch daneben...

    Auch mit Anastomosen. Dieses mal kommt eigentlich nur Roteiche in Frage als Partner. Geruch ist ähnlich wie beim ersten.





    Jemand eine Idee?


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Zumindest bis Dachpilz gehe ich mit bei deinem Fund. Die Artbestimmung überlasse ich lieber anderen, meistens braucht's da doch mindestens Mikroskopie weil diverse Arten Albinos ausbilden können. Die Exemplare auf manchen Bildern wirken auch eher grau als weiß.


    Dein Hexenröhrling ist aber keiner. Den musst du bei den Filzröhrlingen suchen, recht wahrscheinlich bei Hortiboletus.


    LG.

    Hi.


    Ich denke das ist schon ein Champignon mit dem Zahnrad-Velum. Wenn der Geruch Richtung Marzipan/Anis ging wäre schon auch einer aus Sektion Arvenses wahrscheinlich. Aber warten wir mal auf den Abwurf.


    Lg.

    Moin.


    Ob die unterschiedliche Färbung des Tomentums konsistent ist, müsste man noch prüfen, aber als Arbeitshypothese aktuell:

    N. erythropus: weißlich/creme

    N. xanthopus: weinrot, lila oder bräunlich


    Demnach wäre dein Fund N. erythropus s.str.

    Sieht auch nach Buche aus vor Ort? Das können leider beide Arten.


    Als weitere Vermutungen zwecks Habitat:

    Bei reinem Nadelwald soll es wohl immer N. erythropus sein. Laubbaumpartner könnten halt je nach Land unterschiedliche bevorzugt werden. Fagus geht auf jeden Fall. Quercus eventuell, falls die früheren Flockie-Funde darunter nicht auch alle N. xanthopus waren.

    N. xanthopus bevorzugt mit Quercus, gelegentlich Tilia und Fagus.


    LG.

    Hi.


    Hier bei mir ist's leider trocken auch wenn ich auf der heutigen Tour ein wenig nass geworden bin. Ob das reicht, wird sich zeigen.

    Ein paar Funde gab's trotzdem.


    1. Perlpilz



    Komischerweise hat der sogar ein wenig gegilbt. Das hatte ich auch noch nicht bisher.



    2. Der stand unter Hainbuchen also denke ich mal, das wird der Gebänderte Hainbuchenmilchling sein in der Optik:




    3. Tiegelteuerlinge Gestreifter Teuerling natürlich.



    4. Riesenchampignon. Den habe ich mal mitgenommen auch wenn man ihn ja nicht mehr essen soll. Aber der war so hübsch und ich esse ohnehin selten Champignons.




    5. Infundibulicybe sp. - vielleicht I. costata. Muss ich nochmal mit KOH checken.

    Edit: KOH negativ. Also vermutlich ein banaler Infundibulicybe gibba.

    Edit 2: Kommando zurück. Wird doch braun, bei dem trockenen Exemplar... Also doch I. costata oder I. squamulosa.




    Das war's auch schon. Mehr war leider nicht los, abgesehen von einer nicht näher untersuchten Inocybe und einem ollen Stadtchampignon. Hoffen wir mal, dass das Getröpfel was bringt. :blush:


    LG.

    Hi.

    Oder würdet ihr eine normale Netzhexe daraus machen?

    Ich schon. :)

    Beweisen kann ich's natürlich nicht, aber der Habitus ruft mMn ziemlich nach S. luridus. Das Habitat sieht auch eher Parkähnlich aus glaube ich? Das würde auch gut passen, neben Tilia, die S. luridus gerne nimmt, während S. mendax Eiche gerne mag (Castanea sative haben wir ja eher selten).

    Mir ist der zu stämmig, zu wenig rot (generell und in der Stielbasis) und flockig. Alles einigermaßen variabel natürlich aber ich würde hier keinen S. mendax vermuten sondern den in die Variationsbreite von S. luridus packen.


    Wenn du magst, kannst du noch den Sporenquotienten messen, aber da kommt Pablo gleich wieder um die Ecke und erklärt warum das auch in die Irre führen kann. ^^


    LG.

    Hi.


    Hm, da muss ja ein Haken dran sein aber ich beiße mal an.

    Die drei linken sehen schwer nach Galli aus.

    Und ich hoffe mal nicht, dass der rechte ein Galli ist, der sieht nämlich sehr nach Fichtensteinpilz aus.


    Aber dann wär's ja eigentlich zu einfach...also auch ein Gallier? :hmmm:


    LG.

    Hallo an alle.


    Ich habe jetzt die Sporen nochmal in Melzers gehauen - hier ein Bild 400x fix durchs Okular geschossen. Für mich wären die isoliertwarzig, was ja auch passen würde:



    Dann würde ich den wegen der Pappel, den isoliertwarzigen Sporen, relativ dunklem Sporenpulver und dem bekannten Vorkommen in meiner Gegend wohl als Russula medulata ablegen wenn keine Einwände mehr kommen.


    Die Freundin würde sich auch freuen, wenn der Pilz samt Maden so langsam den Kühlschrank verlassen würde... ^^


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Danke, ich versuche das später. Vorher muss ich noch eine Inocybe angucken.


    Hier schon mal das Sporenpulver (Handybild, Weißabgleich per Software auf Blatt im Untergrund ). Das ist für mich ein mittleres gelb mit gesprenkeltem Madeneinschlag:


    Ob das nun schon als IIIa durchgeht weiß ich nicht, die Romagnesi Farbtafel habe ich leider nicht. Könnte aber sein...


    LG.

    Huhu.


    andy, ja in der Sektion ähneln sich viele Vertreter ziemlich. Ausschließen kann ich deinen Vorschlag daher nicht, wobei die R. parazurea die ich bisher gesehen habe etwas schmächtiger waren. Ist aber natürlich nix Handfestes.


    @Thiemo: Ja, ich hoffe, dass der noch absport. Wenn er es tut kann ich danach auch die Sporen in Melzer anschauen, das habe ich da, aber bisher unterm Mikro noch gar nicht benutzt. Einfach statt in Wasser in Melzer mikroskopieren dann oder muss ich da einen Tropfen Melzer zusätzlich ins Wasserpräparat tun?

    Mal gucken ob mein Mikro die Ornamente ordentlich angezeigt bekommt. Täublinge lagen da noch nicht drunter bisher. Bin mal gespannt.


    Lg.

    Hi!


    Heute konnte ich den zweiten Täubling dieses Jahr finden. Das dürfte auch erstmal der letzte sein für die nächste Zeit, denn es wird ja leider brütend warm.


    Er stand auf lehmig-sandigem, trockenem Boden. Nebenan jede Menge Traubeneichen, diverse Pappel-Arten, eine amerikanische Linde und eventuell war auch noch eine Birke im Einzugsbereich. Die ersten beiden Gattungen aber deutlich dominant.


    Leider war der Stiel komplett madig, so dass ich den nicht mitgenommen habe. Den Hut lege ich aber zum Aussporen ab.

    Lamellen splittern und der Geschmack in den Lamellen ist mild, vlt. mit einer winzigen schärfliche Note, die aber auch Einbildung sein kann. Geruch kann ich keinen wahrnehmen.


    Relativ kräftig - 10,5cm Hutdurchmesser, mit einigen Blautönen - ein wenig wie beim Frauentäubling:


    Unterseite recht nichtssagend, Basis war wohl leicht zugespitzt, aber die Maden ließen den nicht ganz rauskommen. Lamellen etwas entfernter:


    Huthaut leicht verkürzt:



    Mir würde Russula medullata ganz gut gefallen, der hier in der Gegend wohl öfters vorkommt, aber anderswo eher selten ist.

    Eisensulfat und Guajak habe ich aber leider nicht zum Testen.


    Kennt den jemand und könnte das hinkommen?


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Na, ich tappse schon auch mal daneben, wollte nur meine Zweifel anmelden, weil er für mich eben mehr nach Megacollybia aussieht. Vlt. gibt ja noch jemand anderes eine Einschätzung ab. ;)


    Lg.