Beiträge von Schupfnudel

    Hi.


    So abwegig ist das nicht. David Arora ist hauptsächlich derjenige der für die Essbarkeit von Amanita muscaria nach korrekter Vorbehandlung! plädiert und er ist ja schon ein anerkannter Mykologe. Hier nachzulesen und dort auch nach dem erwähnten Paper suchen.


    Die Gegenposition dazu gibt's dann wiederum hier nachzulesen inklusive Todesfällen vom Verzehr von Fliegenpilzen, die aber wohl zum Großteil nicht oder falsch "entgiften" wurden. Möge sich jeder sein eigenes Urteil fällen. Dem Threadstarter empfehle ich beide Links und das Paper durchzulesen, denn die Variante die er schildert ist die falsche.


    Ich bin zwar durchaus experimentierfreudig, habe mich aber letztlich gegen den Selbstversuch entschieden. So wichtig war es mir nicht das herauszufinden.


    Lg.

    Hi.


    Ja, wenn die gilben und nach Marzipan riechen bist du in der Sektion Arvenses unterwegs. Die sind leider alle reichlich ungesund gerade im Bezug auf Cadmium. Wird aber denke ich eine andere Art sein als die im Ausgangspost.


    LG.

    Hi.


    Danke euch beiden. Collybia ist ja arg übersichtlich und nach dem Hinweis habe ich nun auch die gelblichen, rundlich-länglichen Sklerotien im Substrat gefunden, so dass ich den sogar benennen kann. Damit hätte ich gar nicht gerechnet, vielen Dank für den Schubser.


    Dann ist das also Collybia cookei - Gelbknolliger Sklerotienrübling und somit ein Erstfund für mich. Super.


    Der Krempling hat tatsächlich schon abgesport und zwar wieder rotbraun. Ich hatte die Sporen noch nicht unterm Mikro aber es wird wohl wieder auf Paxillus obscurisporus hinauslaufen, den ich dort in der Ecke bei den Pappeln immer finde.


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Hier ein kurzer Bericht von den heutigen Funden in der Tagebaufolgelandschaft.


    1. Sollte Russula versicolor sein. Häufig zu sehen heute. Bei Birke, scharf, gilbend und vielfarbig auch wenn die Kollektion mal überwiegend rötlich ist.



    2. Die Kremplinge kommen, sind aber noch sehr klein. Vermutlich wird das wieder Paxillus obscurisporus werden. Ammoniak-negativ. Absporen wird er vermutlich noch nicht, wenn doch schaue ich mir die Farbe und Sporen noch an. Auffällig ist, dass immer Pappeln in der Nähe sind.




    3. Vermutlich Lepiota oreadiformis. Mit spindelförmigen Sporen ohne auffallenden Geruch.



    4. Die Winzlinge sind mir unbekannt und werden es wohl auch bleiben, da sie weggetrocknet sind. Unter Pappeln.




    5. Rötlinge lasse ich gerne links liegen. Die hier hatte ich mir mal eingepackt aber nach kurzer Recherche lasse ich das wohl lieber. Ich würde sie makroskopisch einfach Entoloma sericeum s.l. nennen wollen, wenn zumindest da keine Einwände sind.

    Im hohen Gras unter Robinien.



    6. Rickenella fibula denke ich hier.



    7. Körnchenröhrlings-Babies kamen in Massen. Über Schmierröhrlinge dürfen sich aber gerne andere Sammler freuen. Ich lasse die stehen.



    8. Und direkt nebenan habe ich mich etwas geärgert, dass ich nur 2 brauchbare, aber sehr junge Exemplare finden konnte. 2 alte lagen bereits und waren am Gammeln. Auch der rechte Fruchtkörper schien schon von Schimmel angefallen zu sein.

    Die Gattung Chroogomphus ist ja mittlerweile arg gewachsen bei uns und ich wollte gerne mal schauen, was das denn genau ist.



    Die dunklen Verfärbungen in der Stielbasis beim rechten liegen vermutlich an einem Befall. Basalmyzel weißlich.


    Linker Fruchtkörper - sorry fürs Kunstlicht.



    Auffällig sind die stark lilafarbenen Verfärbungen an Hut und Stielbasis. In echt noch deutlicher zu sehen. Nur finde ich da nix zu, dass das irgendwie bestimmungsrelevant sein könnte...




    Sporenabwurf brauche ich in dem jungen Alter nicht versuchen, aber ich habe mal ein Stück Lamelle unters Mikro geworfen. Die Pleurozystiden sind sehr zahlreich und recht dickwandig wie es scheint. Hübsch anzusehen.




    Lamelle erscheint mir zudem amyloid zu sein:




    Wenn ich das etwas dilettantisch (weil ohne Sporenmessung) hiermit schlüssele (keine rötlichen Flocken am Stiel, Lamellentrama amyloid, Basalmyzel anders und Zystiden dickwandig) käme ich dann sogar bei Chroogomphus rutilus s.str. raus. Aber vielleicht hat sich hier ja schon jemand mit der Gruppe beschäftigt und kann noch etwas Input geben. :)


    Danke fürs Mitkommen.


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Ich habe den auch noch nicht gefunden. Denke also schon, dass die gelbe Form vom Flockie seltener ist.


    Die Portraits im Pilzforum sind meistens sehr gut, aber häufig auch nicht mehr up-to-date. Der heißt schon aktuell Neoboletus erythropus var. pseudosulphureus, gilt also nur noch als Varietät vom Flockie. Wobei man das Epithet vom Flockie je nach Autorenmeinung, der man folgt, nochmal anpassen und da jeweils die var. anhängen kann (Neoboletus erythropus/luridiformis/praestigiator wären die Optionen).


    Lg,

    Schupfi

    Hi Thiemo,


    Den aktuellen Fund musste ich leider bereits zurücklassen. Aber jetzt wo du es sagst, hatte ich vor 2 Tagen eine Kollektion mit schwachem Fischgeruch, die dem heutigen Pilz arg ähnelt und bei der ich an Russula xerampelina denken musste.



    Da war der Stiel etwas weniger rötlich, aber ich hatte auch nur kurz geschnüffelt und fix geknipst, weil ich zurück musste.

    Das Habitat war das gleiche, der Pilz womöglich auch, zumindest gefällt mir der Vorschlag besser. Danke dir!


    Lg,

    Schupfi

    Huhu.


    Die Täublinge habe ich auf meinem Schwarzwald-Kurztrip gekonnt ignoriert. Das hier war der einzige, den ich etwas genauer angeschaut habe.


    Recht stattliches Gerät, mild mit zart rosa überhauchtem Stiel. Sporenabwurf kann ich leider nicht liefern. Meine Überlegung war der Apfeltäubling aber ohne Gewähr da ich nix groß zur Bestimmung dabei habe.


    Habitat ist saurer Nadelwald mit viel Heidelbeere und Fichte. Ab und an vlt auch eine Tanne.





    Könnte das hinkommen oder liege ich total daneben?


    Lg,

    Schupfi

    Hi.


    Bevor es für ein paar Tage in den Schwarzwald geht (ich hoffe es passt zeitlich mal mit einem kurzen Waldabstecher) habe ich heute nochmal einen kurzen Abstecher in den Auwald gemacht.


    Nachdem es hier lange trocken war, gab es in der Nacht von Sonntag auf Montag endlich mal wieder reichlich Regen. Allerdings rühren sich die Pilze natürlich nicht so schnell, so dass es auch kaum spannendes zu finden gab. Eigentlich wollte ich gerne nach den Erlenkremplingen schauen, die aber leider noch nicht am Start waren.

    Einen Erstfund konnte ich aber trotzdem verzeichnen.


    Bevor wir zu dem kommen fand ich immerhin noch die Falsche Geweihförmige Holzkeule (Xylaria polymorpha). :S



    Und auf den letzten Metern des Rückwegs dann immerhin noch einen Erstfund für den ich nicht mal das Mikro bemühen muss. Unter Eichen und Hasel stand der Hasenröhrling (Gyroporus castaneus).

    Dass der hier vorkommt, war mir bekannt, nur versteckt hat er sich lange vor mir. Nun konnte ich ihn endlich mal ablichten für mein Fotoalbum.




    Ein sehr hübscher Pilz mit einer recht individuellen Hutfarbe für einen Röhrling wie ich finde.


    LG,

    Schupfi

    So, hier kommt die Auflösung.


    Pluteus plautus s.l. wurde ja bereits benannt. Und Jörg hat die Nummer 2 gefunden:



    Ebenfalls ein Dachpilz, nämlich der Orangerote (Pluteus aurantiorugosus), der mit Vorliebe in absolut fotountauglichen Ecken unter der Rinde von morschem Holz wächst.

    Daher habe ich auch nur einen Handy-Schnappschuss.



    Ob sich noch weitere Pilze im Bild verstecken, kann ich nicht ausschließen, nur dann wär's von meiner Seite her unbeabsichtigt gewesen. :)

    Goldgelbe Zitterlinge hätte ich vor Ort aber glaube ich erspäht. Ich bin da schon ein wenig durchs Gestrüpp gekraucht um überhaupt noch was zu finden.


    LG,

    Schupfi

    Hi ihr fleißigen Wimmelbildler.


    Also ein Pilz wurde von J&J (Jan & Jörg :P ) gefunden. Dass der nicht identifiziert wurde, lasse ich gerade so nochmal durchgehen. :S

    Mehr als Pluteus plautus s.l. könnte ich auch nicht zu sagen, ich habe ihn nicht mitgenommen da das Aggreggat für mich nicht durchschaubar ist.


    Ein zweiter Pilz ist aber tatsächlich noch versteckt, nur ist's keiner aus der Stinker-Fraktion. Vlt. könnt ihr ja mal einzeichnen oder beschreiben wo ihr den seht, damit ich das verifizieren oder verneinen kann.


    LG.

    Huhu.


    Für alle die Lust haben - wer findet auf dem folgenden Bild denn etwas was dem Forengedanken entspricht?


    Das Bild müsste sich vergrößern lassen, sonst wird's schwierig.



    Dicke Bonuspunkte, wer noch einen Namen vergibt. ^^


    LG,

    Schupfi