Beiträge von läpplappen

    Hallo zusammen,


    heute war mir zu viel los im Wald, da bin ich schnell wieder umgekehrt und nahm mich mal nochmal der Sporen des violetten Lacktrichterlings an.


    Eigentlich wollte ich ein besseres Foto nachreichen, herausgekommen ist ein kleines Video. Durch die große NA des verwendeten Mikroskopobjektivs kann die Spore nicht komplett scharf abgebildet werden. Beim "Durchfokussieren" kann man sich aber gut vorstellen, wie das Ding aus sieht. Auffallend ist jeweils ein dickerer "Zapfen". Ist das die Anwachsstelle, wo das Teil an der Lamelle hängt, bevor es ab fällt?



    Einzelbild



    Errechnetes Bild aus Fokusstapel - da muß ich noch üben, aber für einen ersten Eindruck reicht's


    Zum Video
    Einfach den Positionsregler mit der Maus festhalten und nach Belieben "den Fokus einstellen".


    Objektiv: 50x/0,90
    Beleuchtung: Auflicht Hellfeld; Polarisationskontrast (Gekreuzte Polfilter)


    Viele Grüße,
    Raphael

    Hallo Schwammerlsucher, und -Finder


    das Ernten von Judasohren hat heute viel Zeit gebraucht, so dass ich mir nur einen neuen Schwammerl vorgenommen habe.
    Leider bin ich bei meinem Bestimmungsversuch grandios gescheitert, obwohl ich den Ring für sehr markant halte. Vielleicht kann ja jemand von euch weiter helfen.


    Der Geruch erinnerte sehr an einen modrigen Keller. Auf den Fotos mit Blitz ist das Gelb kräftiger als in Wahrheit.






    Und eine Schatztruhe habe ich gefunden :D





    Das mit dem "Lager" scheint mir etwas sehr wörtlich genommen zu sein.


    Viele Grüße,
    Raphael

    Hallo PilzHex' - und alle Anderen,


    zwei schöne Exemplare habe ich mir heute mal mit genommen und eine Kostprobe gemacht. (Dazu gab es eine Zecke, die mich netter Weise noch etwas gekitzelt hat - ihr Todesurteil)
    Die Pilze wurden in der Pfanne gebraten bis sie etwas braun und sicher durch waren. Kräftig gewürzt mit Salz, Pfeffer, Kümmel, dazu ein paar Zwiebeln angeschwitzt. Also allgemein eine Zubereitung die den leicht bitteren Geschmack nicht übertüncht, denn wenn der Schwammerl so schmeckt, is das halt so. Das Ergebnis gab es dann auf Butterbrot und ein (vorsichtshalber alkfreies) Pils dazu.
    Es war tatsächlich etwas bitter, aber ich mag das durchaus und es war nicht aufdringlich oder gar ungenießbar. Der Pilz war relativ fest im Biss und man hatte schon ein bisschen was zu kauen, aber nicht zäh. Die Stiele habe ich weg gelassen.
    Das ist jetzt nichts was ich jeden Tag brauche, aber ich bereue es nicht probiert zu haben.


    Neugierde befriedigt und dabei bleibt es auch erstmal :)


    Viele Grüße,
    Raphael

    Hallo zusammen,
    der gelbstielige Muschelseitling sprießt bei mir gerade scheinbar aus allen verfügbaren Pooren. Heute hätte ich sicher vier oder fünf Kilo ernten können. Alle super schön, ohne Schnecken und offensichtlich die letzten zwei Tage aufgetaucht, den am 15. war an den meisten Stämmen noch nichts zu sehen.



    Gelüste hätte ich, bin aber etwas verunsichert. Ältre Literatur (10 Jahre) weist den ganz klar als Speisepilz aus. Wenn man Wikipedia und den darin genannten Links, sowie 123Pilze.de folgt, dann erhält man unterschiedliche Aussagen. Giftig (Langzeitwirkung) oder ein Irrtum und doch essbar... Ich weiß es nicht.
    Nun wird mich sicherlich eine oder zwei Malzeiten nicht gleich umbringen, aber die Frage ist einfach, wie haltet es ihr mit besagtem Schwammerl? Ich erwarte ausdrücklich KEINE Empfehlung oder so - dass das letztendlich meine Entscheidung ist, ist klar. Aber man muss sich die ja irgendwie bilden. Aus möglichst umfangreichen Quellen ;)


    Viele Grüße,
    Raphael

    Hallo Schwammerlkundige,


    auch heute "musste" ich mal wieder raus. Wie gestern angekündigt, habe ich die krause Glucke nochmals aufgesucht und mir eine Hand voll von den schönsten Stellen gepflückt. Ich denke, die weren noch gut sein. Die Hände riechen nach ner Stunde immer noch intensiv nach dem Schwammerl und ich bin sehr gespannt, wie er sich in der Pfanne macht.


    Außerdem habe ich wieder ein paar "Neue" genauer angeschaut, bei denen ich teilweise wirklich ratlos bin. Bitte gebt mir mal einen Hinweis ;)


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    1) Judasohr (Auricularia auricula-judae)


    Gefunden an Holunderstauden, eine davon war bemoost, die Andere frei von Rinde, da saße die Pilze auf dam "blanken Holz".
    Alle waren wie lackiert, von einer bis zu zwei mm dicken Eisschicht überzogen. Das sah toll aus. Das Eis ließ sich aber im Wald schon gut abbröckeln. Darunter kam dann ein weitestgehend trockener Pilz mit teils samtiger Oberfläche zu Tage.







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    2) Schwefelkopf Grünblättriger (Hypholoma fasciculare)


    Ich bin mir garnicht so sicher, denn wenn ich "Ergebnisoffen" die Suchmaschine verwende, dann landet der gar nicht in der Trefferliste. Andererseits erinnert er mich doch stark an die Beschreibung die ich davon gelesen habe. Außerdem glaube ich einen hellgrünen Schimmer der Lamellen zu erkennen, auch wenn mein Bildbearbeitungsprogramm meint, dass es ein zimlich neutrales grau ist.
    Gefunden im Mischwald mit deutlichem Laubholzüberschuß auf einem alten Stumpf und etwa ein meter Radius drum herum.
    Ein Sporenabdruck ist in Arbeit und folgt, sobald er fertig ist. Aber was meint ihr?





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    3) Tja, in diesem Fall weiß ich garnicht ob es sich um einen Pilz handelt.
    An altem Laubholz findet sich stellenweise faseriges Eis. Ich halte das für Haareis.





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    4) Birkenporling ([size=1][font="Arial"][size=1]Piptoporus betulinus)[/size][/font][/size]
    Da bin ich mir relativ sicher, er schaut ja auch noch deutlich frischer aus als das große Exemplar von vor ein paar Tagen. Ich habe mich dann doch mal zur "Ernte" entschieden und werde mal sehen, ob er meinem Rasiermesser wirklich gut tut ;)





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    5) Schuppiger Dickfuß (Cortinarius pholideus)
    Ich finde keinen "Ring", und kein Bisschen Violett, weder im Fleisch über der Stielspitze, noch in den Lamellen. Andererseits passt "An feuchten Stellen unter Birken" wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.
    Alternativ erinnert mich so manche Rißpilz-Beschreibung an meinen Fund, aber dafür ist er mit 10cm einfach zu groß. Ich bin auch nach längerem Blättern in meinem Büchlein und der Suchmaschine komplett ahnungslos, aber mit leichter Tendenz zum Schuppigen Dickfuß. Ich erinnere mich an einen angenehmen, vielleicht leicht süßlichen Geruch.
    Gefunden unter einer umgestürzten Birke im Wurzelbereich. Es stand eine kleine Gruppe dort.







    Und der Sporenabdruck:


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    6) Wieder eine kleine Koralle
    Dieses mal in Weiß. Leider zu klein für mich um bei der Bestimmung weiter zu kommen. Alle in Frage kommenden Arten wachsen aber hauptsächlich im Nadelwald, so wie ich das verstehe. Diese hier sprießt deutlich unter Buchenlaub hervor und der nächste Nadelbaum war einige Meter weg. Reichen die paar herbeigewehten Kiefernnadeln?



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    Viele Grüße,
    Raphael

    Hallo,


    hier wieder meine Ausbäute von heute mit meinen Bestimmungsversuchen. Wie immer freue ich mich über Bestätigungen und/oder Korrekturen.


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    1) Holzkeule Langstielige (Xylaria longipes) [A] [B]




    Zimlich plump, aber gefühlt an jedem dritten liegenden Baumstamm anzutreffen.


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    2) Holzkeule Geweihförmige ( Xylaria hypoxylon) [A] [B]




    So ein überzogener Baumstumpf schaut hübsch aus, wie ich finde.


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    3) Buckel-Tramete (Trametes gibbosa)


    Nach eurem Tip von gestern habe ich mir diese Pilze nochmal vorgenommen und dann auch in meinem Buch gefunden. Nach [A] sollen sie an der Anwachsstelle buckelartig verdickt sein, das trifft ja zu. Außerdem steht dort: "An den länglichen Poren der Hutunterseite ist diese Art immer sicher zu erkennen". Auch das würde dafür sprechen. Habe sie extra nochmal etwas besser fotografiert.





    Weiter unten, am selben Stamm, fand sich dann auch noch ein dunkleres Exemplar, welches dann vermutlich mit in [A] und [B] beschriebenen Algen besetzt ist.



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    4) Gallen-Täubling (Russula fellea) nach [A] / Sonnen-Täubling (Russula solaris) nach [B]


    Eine winzige Geschmacksprobe wurde nach etwa drei Sekunden deutlich scharf. Könnt ihr mir sagen um welchen Täubling es sich genau handelt? Über die zugehörigkeit zu den Täublingen bin ich mir sehr sicher und hoffe mich da jetzt nicht komplett zu blamieren ;)






    Auseinanderschneiden war kaum möglich, er ist sofort zerbrochen. Der Pilz ist sehr spröde und war auffallend leicht. Von daher vielleicht doch ein Sonnen-Täubling? Mir fehlt aber der Vergleich zu anderen Täublingen, was die Konsistenz des Fleisches und Stiels an geht.



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    5) Kraue Glucke (Sparassis crispa) [A] [B]


    Da bin ich mir auch recht sicher, obwohl - wie alle anderen hier gezeigten Schwammerl das erst mal bewußt wargenommen.


    Sie / Er schien mir aber nicht mehr ganz frisch, so habe ich den Pilz im Wald gelassen. Er war auch sehr spröde und zerbrach schon bei leichten Berührungen. Habt ihr Hinweise für mich, ob man die besseren Teile davon noch verwenden könnte, bzw. an welchen Anzeichen man erkennt, dass er zu alt ist?




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    Die gelbstieligen Muschelseitlinge habe ich nochmal besuuht und geschaut ob alle Pilze an den Stämmen von der gleichen Sorte sind. Leider ja, so wie mir scheint. Macht es Sinn, diese Stellen in den kommenden Tgen nochmal wegen Austernseitlingen aufzusuchen?


    Viele Grüße,
    Raphael


    [A] Der große BLV Pilzführer
    [B] 123Pilze.de

    Hallo Roswitha und Veronika,


    Danke für eure Hinweise.
    Ich habe den Samtfußrübling nochmal nachgeschlagen und sehe das nun genau so. Nun erklärt sich auch, wieso ich bislang bei den meisten Schwammerl, die ich für Stockschwämmchen hielt, keinen Ring gefunden habe (siehe einer meiner früheren Posts)!
    Ich werde mir diese Pilze mal genauer anschauen, denn so ganz scheine ich die Unterschiede in natura und ohne nachschlagen/nachfragen noch nicht drauf zu haben ;)


    Viele Grüße,
    Raphael

    Hallo nochmal,


    mittlerweile ist der Pilz etwas gelegen und ist deutlich grau geworden. Das passt zur Beschreibung vom violetten Lacktrichterling.


    Der Sporenabdruck ist Weiß


    Unter dem Mikroskop sieht man etwa 8µm große Kugeln mit Spitzen. Auch das passt zum Lacktrichterling


    Also zumindest der letzte Fund scheint ein violetter Lacktrichterling zu sein. Ob der Erste Fund auch einer war bleibt natürlich dahingestellt, ich vermute aber doch.


    Vielen Dank an Alle - hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe einiges gelert :)


    Viele Grüße,
    Raphael

    N Abend Schwammerlspezialisten ;)


    Heute war ich mal wieder unterwegs und war über die vielen Pilze sehr erstaunt die bei den aktuellen Temperaturen noch wachsen. Ein paar habe ich mir wieder herausgesucht und versucht sie zu bestimmen. Bitte schaut da mal drüber, ob das passen könnte.
    Nicht Alle habe ich zur besseren Bestimmung "geerntet", da es mir einfach unsinnig erschien den Pilz zu zerstören. Es geht ja auch nicht um das letzte Prozent Sicherheit zum Verzehr, sondern eher um die Neugierde zu befriedigen.


    1) Ein (Fichten-)Steinpilz?
    Oder auch nicht? Die doch sehr dunkle Hutfarbe irritiert mich etwas, und die Netzstruktur vom Stiel kenne ich eher leicht länglich.
    Weder Fleisch noch Futter bläuend.
    Futter gut zu lösen.
    Geruch sehr angenehm, würzig.
    Fraßstellen weiß ;)
    Geschmack gut, leicht würzig.
    Fleisch sehr wässrig (Beim Drücken läuft Wasser raus), aber es war auch seeehr feucht und regnerisch und wir haben hier einen Schwamm(erl)
    Und, es ist, glaube ich, sehr spät für Steinpilze.



    Mitten auf dem Weg stehend...





    Es scheint noch ein paar Feinschmecker im Wand zu geben die vor mir da waren.


    2) Gelbstieliger Muschelseitling?
    Entweder Gelbstieliger Muschelseitling oder alternativ ein Austernseitling würde ich schätzen. So wirklich gelb finde ich den Stiel nicht, aber auch nicht so weiß wie er beim Austernseitling üblicherweise zu sein scheint. Alle Bilder entstanden in der selben Ecke des Waldes, Alle Pilze wuchsen an liegenden Buchenstämmen, scheinbar gerne am Übergang von Rinde zum blanken Holz.










    Irgendjemandem scheinen sie jedenfalls zu schmecken - ich habe viele abgefressene Reste gefunden.


    3) ???
    Bei diesem Gesellen bin ich vollkommen Ahnungslos. Mein Büchlein kennt den glaube ich nicht und auch in der Suchmaschine habe ich keinen gefunden der gut passen würde. Liegt aber wohl eher am Benutzer, als am Schwammerl ;)




    4) Den fand ich einfach nur schön. Es gab jede Menge gelber, schwarzr und weißer Korallen oder Keulen. Aber alle noch sehr klein. Mal schauen was die die kommenden Tage machen und ob ich dann selber noch darauf komme, was das ist. Bislang habe ich zu viele Optionen.



    5) Birken-Porling
    Dieses offensichtlich ausgewachsene Exemplar würde ich mit Birken-Porling ansprechen. Seinen Nachbarn hat es offensichtlich schon "zerlegt" und auch bei diesem Exemplar schaut die unterseite nichtmehr so taufrisch aus. Gewachsen auf umgefallenen Birkenstamm.




    6) Stochschwämmchen
    Auch nichtmehr ganz neu, aber ich halte die Bewohner dieses Stockes für Stochschwämmchen.





    So, das war's für heute ;)
    Danke schonmal für eure Hilfe!


    Viele Grüße,
    Raphael

    N Abend,


    jetzt "muss" ich dieses Thema doch nochmal aufwärmen, denn auf meinem heutigen Streifzug habe ich, soweit ich das beurteilen kann, den selben Pilz gefunden. Allerdings etwa 1,5km weit vom ersten Standort weg. Der aktuelle Standort war deutlich dunkler (Nordseite und direkt am Fuß einer Fichte). Trotzdem hat mich einer der kleinen Gruppe sehr an den damaligen Fund erinnert.
    Je kleiner (jünger?) die Fruchtkörper sind, deto blauer scheinen sie zu sein. Die Größeren hatten etwas mehr Rot in der Farbe. Das ist aber mit Vorsicht zu genießen, da ich eine Rot/Grün Sehschwäche habe. Manche Mischfarben sind da schwer exakt zu benennen, aber das Foto scheint das zu bestätigen.


    Der kleinste Pilz hatte am meisten Ähnlichkeit mit meinem damaligen Fund. Dieses mal habe ich den Kleinsten und den Größten mit genommen. Beide liegen nun seit etwa zwei Stunden auf weißem Papier und geben hoffentlich ein paar Sporen zur Untersuchung ab. Der Geruch war für mich unauffällig. Bereits nach den zwei Stunden, wo sie jetzt liegen, wurde die Oberfläche "pelzig grau".







    Das Rätselraten darf also weiter gehen. Im Zweifelsfall kann ich mir morgen die Anderen nochmal anschauen und auf eure Hinweise hin untersuchen.


    Viele Grüße,
    Raphael

    Wieso Lustig, PilzHex'? Das war/ist ernst gemeint.
    Aber ich glaube, dass ich das wie gehabt handhaben werde - wenn es trocken ist und nicht schon Morgens für's Abendessen sammeln. Extra früh auf zu stehen um mit dem Ersten Sonnenstrahl im Wald zu sein macht wohl nicht wirklich Sinn.


    LG
    Raphael

    Hallo zusammen,


    ich war mittlerweile noch zweimal am Standort des dunkelblauen/violetten Schwammerls. Leider ohne noch einen zu finden. Auch sonst habe ich den nicht wieder gesehen.
    Hier noch ein Foto vom Standort (dort, wo der Eimer steht).

    Außerdem wachsen am Standort jetzt diese kleinen Schwammerl - vielleicht hilft das noch!? Ich selbst konnte die nicht bestimmen, da fehlt mir noch die Übung, tippe aber auf einen Schwindling.


    Die violetten Rötelritterlinge sind schön frisch geblieben, seit meinem ersten Besuch. Nachdem ich noch etwas rechergiert habe und ich mir doch sehr sicher war, habe ich sie das Letzte mal doch mit genommen und mal in die Pfanne geschmissen. Wirklich sehr sehr lecker. Aber am angeblich auffälligen Geruch würde ich die nicht erkennen, da ist mein Riechkolben offensichtlich zu schlecht oder untainiert.


    Vielleicht lässt sich das Rätsel um den knalligen Gesellen im nächsten Jahr lösen.


    Viele Grüße und besten Dank an Alle,
    Raphael

    Servus an alle Schwammerlsuchende (und -findende)


    Ich hab die Pilze ja erst vor kurzem wieder für mich entdeckt und frage mich nun, wann es sinnvoll ist in den Wald zu gehen.


    Ganz klassisch, am frühen Morgen?
    Oder Nachmittags?


    Am Morgen hat sicher den Vorteil, dass man Erster sein kann - an diesem Tag. Aber so ein Pilz wächst ja nun nur selten wirklich über Nacht aus dem Nichts. Oft brauchen sie mindestens zwei/drei/vier Tage um vom Sprössling zum schönen Pilz zu werden an dem auch was dran ist. Ist es da nicht sinnvoller Nachmittags zu gehen? Dann sind die Pilze noch frisch für's Abendessen und auch nicht mehr so feucht vom Tau.
    Am vergangenen, sehr langen, Wochenende kamen mir mehrere Schwammerlsucher entgegen die eimerweise Pilze aus dem Wald schleppten. Da war dann natürlich nicht mehr viel zu finden was der normale Schwammerlsucher so kennt. Eine paar Rotfußröhrlinge und Maronenröhrlinge waren noch da, eher die, die übersehen wurden, aber Schopftintlinge und andere Lamellenpilze waren nicht merklich dezimiert.


    Bislang halte ich es so, dass ich unter der Woche eher Nachmittags gehe, am Wochenende eher gar nicht oder wirklich früh, wenn ich was zum Essen sammeln will. Nur zum Ansehen und "Spielen" scheint es egal zu sein.


    Wie haltet ihr das?
    LG Raphael

    Hi Leute,
    da habe ich ja gleich zum Einstand was los getreten :D
    Leider regnet es den ganzen Tag schon, sonst wäre ich raus um zu schauen, ob die anderen Fruchtkörper noch da sind.
    Da ich stets mit dem Radl unterwegs bin, habe ich bislang darauf verzichtet einen zweiten Behälter mit zu nehemn. Unbekannte Arten blieben nach dem Fotografieren und Nachschlagen im Wald. Vielleicht kann ich das aber künftig anders organisieren.


    Pilz-Chips klingt gut ... vielleicht eine Idee für meinen Zitterzahn? Fritieren oder trocknen und dann nach belieben Würzen und als Chips während dem Foren-Lesen knabbern ;)


    Viele Grüße,
    Raphael

    n Abend zusammen,


    danke schonmal euch.
    Den violetten Lacktrichterling hatte ich auch in meiner "Auswahl", habe ihn dann aber nach Sichtung mehrerer Fotos verworfen. Der Stiel schien mir zu dünn und die Farbe zu intensiv. Der blaublättrige Rötling scheint dunkler zu sein und passte nach meinem "Gefühl" besser.
    Leider gab es nur die drei Pilze an dem Standort und wo anders habe ich den nicht mehr gesehen. Wenn ich ihn nochmal treffe, werde ich mal genauer daran schnüffeln.
    Und ja, es geht mir eher darum, dass ich ein paar Schwammerl kennen lerne und vielleicht darüber dann auch mit der Zeit die Gattungen besser zuordnen kann. Essen tue ich nur die, bei denen ich mir selbst ganz sicher bin.


    Viele Grüße,
    Raphael

    Und wieder habe ich mir zwei "Neue" Schwammerls ausgerucht...


    Aber Hallo erstmal.
    Natürlich freue ich mich wieder auf eure Bestätigung oder Korrektur meiner Einschätzung über meine persönlichen "Erstfunde".


    1) Nebelkappe, bzw. Nebelgrauer Röteltrichterling (A,B)
    Mein heutiger Spaziergang war etwas kürzer, so war klar, dass ich mir mal den Pilz vornehmen wollte an dem ich seit Tagen vorbei komme. Er wächst in riesigen Hexenringen von bestimmt >10m Durchmesser. Einer davon genau konzentrisch um eine große Buche.
    Von drei aufgeschnittenen Exemplaren waren zwei maadig. Erst beim Dritten konnte man erkennen ob der Stiel nun voll oder hohl ist. Er scheint jedenfalls sehr wässerig zu sein. Auffällig war, dass die Fruchtkörper einfach so vom Laub abgehoben werden konnten, als wenn sie gar nicht aus dem Boden, sondern auch ein oder zwei Blätter wachsen würden. Ein Wunder, dass sie überhaupt stehen bleiben.
    Ich hatte etwas Probleme mit der Zuordnung, bin mir also nicht ganz so sicher.





    2) Gallertiger Zitterzahn, bzw. Eispilz (A,B)
    Dieser Pilz viel durch seine durchscheinende "Farbe" und beim genaueren Ansehen durch die Stacheln auf. Hier bin ich mir praktisch ganz sicher - so viele Alternative gibt es da glaube ich nicht.




    Und zu guter Letzt:
    Das sind Maronen- und Rotfußröhrlinge aus der Pfanne mit etwas Parmesan. Rechts ein Butterbrot - Das kann ich bestätigen :D


    Viele Grüße,
    Raphael

    [size=3]Hallo Schwammerlkundige,[/size]


    [size=3]ich war wieder unterwegs und neben einem leckeren Abendessen aus Maronenröhrlingen, Rotfußröhrlingen und Schopftintlingen habe ich noch ein paar Bilder mit gebracht.[/size]


    [size=3]Natürlich versuche ich mich erst mal an auffälligen Pilzen mit der Bestimmung und würde mich über eure Meinung freuen. Bei Unsicherheit tendiereich eher zu erstgenanntem Schwammerl.[/size]


    [size=3]1)Blaublättriger Rötling (A) oder Gesägter Rötling (B)[/size]
    [size=3]Fundortwar an einer lichten Stelle im Nadelwald (Fichten). Wuchs aus Moosdecke. Drei Fruchtkörper im Abstand von vielleicht 30 oder 40cm zueinander.




    [/size]
    [size=3]2)Violetter Rötelritterling (A, B)[/size]
    [size=3]Mehrere Fruchtkörper, über gut 2m² verteilt, offensichtlich unterschiedlichen Alters. Nur zwei Meter von (1) entfernt.



    [/size]


    [size=3]3)Gemeiner Hallimasch (A, B)[/size]
    [size=3]An allen möglichen Holzstumpen zu finden, teilweise auch am Boden wachsend (vermutlich mit altem Holz unter dem Moos)[/size]
    [size=3]Teilweise von Tieren regelrecht abgeweidet.[/size]



    [size=3]* (Anach BLV Pilzführer) (B nach 123pilze)[/size]

    So,
    hier will ich die versprochenen Bilder nachliefern.
    Aufgenommen an einem anderen Stock, aber imho die selben Schwammerl.


    Hier ist teilweise ein Ring erkennbar - vielleicht waren die aus dem ersten Fund zu alt, oder abgefresen, oder eine kleine Variante, oder ich hab ihn einfach nicht erkannt!?


    Viele Grüße,
    Raphael

    Hallo Sabine und Manu.


    Danke für eure Meinung. Morgen werde ich mir die nochmal genauer an schauen und vielleicht noch ein paar Bilder nach schicken. "Pfannensicher" geht das aber wohl nur am Original Schwammerl.
    Wenn jemand aus der Umgebung Ebersberger Forst mit liest... ich habe noch viel zu lernen und eine zweite Meinung oder auch mal ein gemeinsamer Streifzug wäre eine feine Sache. Macht sicher auch mehr Spaß, als alleine zu gehen.


    Viele Grüße,
    Raphael

    Hallo Schwammerlkundige,


    da das mein erster Beitrag hier ist, möchte ich mich ganz kurz vorstellen, bevor ich um eure Hilfe bitte.
    Mein RN ist Raphael und nach zwei Jahren Pilzbegeisterung vor etwa 13 Jahren bin ich aus dem Voralpenland nach Thüringen gezogen. Dort gab es in der näheren Umgebung praktisch keine Pilze, so ist das Interesse wieder eingeschlafen. Nun bin ich wieder zurück in den Süden und wohne direkt am Rand des Ebersberger Forstes und das Pilzfieber hat mich wieder gepackt. Also die alten Bücher wieder raus gekramt (vor Allem "Der große BLV Pilführer" ist immer mit dabei) und ab in den Wald. Vor lauer Pilzen weiß ich garnicht wo ich anfangen soll. Manche sind nach meinem Buch gut zu bestimmen, bei Anderen tue ich mir schwerer. Hauptproblem dabei ist, dass ich die Gattungen oft noch nicht erkenne.


    Wenn ich schon draußen bin, nehme ich natürlich auch gerne mal welche mit um mir ein feines Abendessen zu machen.


    In den letzten Tagen bin ich immer wieder über die unten abgebildeten Pilze gestolpert, die ich zu 80% für Stockschwämmchen halte. Aber mir fehlt bei ALLEN Exemplaren die ich gesehen habe der Ring. Ich konnte beobachten, dass sie im Laufe der Tage dunkler und schließlich braun werden, die hellere Hutmitte ist aber immer noch deutlich abgezeichnet.
    Mit dabei war leider nur das Handy zum Fotografieren. Standort und Größe sollten aus den Bildern erkennbar sein, denke ich. Aufschneiden habe ih leider vergessen.
    Was meint ihr?


    Danke und viele Grüße,
    Raphael