Beiträge von Sepp

    Hallo Fliegenpilz,


    frag deinen Bekannten doch mal, ob da in der Nähe der Pilze irgendwelche (angeschlagene) Bäume oder Baumstrünke rumstehen oder vergrabenes Holz (Baumwurzeln) vorhanden ist, denn obwohl man die Pilze nur von oben sieht und diese auf dem 1. Bild noch dazu stark überbelichtet sind, dürfte es sich meiner Ansicht nach um ältere, ausgewachsene Hallimasch-Exemplare (Armillaria spec.) handeln. Vorwiegend alte Schlappen eben, die nur von oben dargestellt sind.


    Auf dem 2. Foto passt die bräunliche Hutfarbe, (je nach Hallimasch-Art heller oder dunkler), die etwas gelblichere Hutmitte, wie sie auf manche Hallimaschart zutriftt, Schüppchen sind vorhanden, die Lamellen sind laut Angabe herablaufend und auf dem 1. Foto sieht man links oben in der Hutmitte eines Exemplares, dessen Hut sich unter dem eines anderen befindet, sogar weißes Sporenpulver.


    Ich denke also, mit erfahrenem Kennerblick kann man hier trotz suboptimaler Fotos und auch ohne Hutunterseite trotzdem einiges herauslesen und es passt vieles für Hallimasch.


    VG Sepp

    Hallo zusammen,


    die Schleiereule (Cortinarius praestans) kommt in meinem Sammelgebiet vor, hatte sie schon mehrmals in der Hand und ist mir gut bekannt. Die ist bei Carstens gezeigtem Schleierlingsfund wie bereits von Matthias erwähnt, definitiv auszuschließen.


    VG Sepp

    Hallo Malte,


    du hast bei deinem Steinpilz zwar den halben Stiel weggeschnitten, was man bei Bestimmungsanfragen nicht tun sollte, nachdem was man von dem Exemplar aber trotzdem sehen kann, ist das für mich ein "stinknormaler" Fichtensteinpilz (Boletus edulis).


    VG Sepp

    Hallo,


    bei diesem Fund handelt es sich meines Erachtens weder um Ackerlinge noch um Hallimasch, sondern um Schüpplinge (Pholiota).

    Nachdem es auf dem Foto so aussieht, als wären die auf dem Boden gewachsen, könnte z.B. der Nadelschüppling (Pholiota spumosa) in Betracht kommen. Gab es im Fundbereich auch Nadelholz oder Reste davon ?


    Ich hatte diese Art auch erst am vergangenen Sonntag in der Südoststeiermark (Burgau) in der Hand. Da gab es neben diversen anderen Arten u.a. alle 3 gängigen Schwefelkopfarten (Grünblättriger/Ziegelroter/Graublättriger) sowie Sparrige Schüpplinge, Pinselschüpplinge, Nadelschüpplinge, Stockschwämmchen, Hallimasch, Austernseitlinge usw.


    Lernwillige Exkursionsteilnehmer konnten sich da hinsichtlich zahlreicher büschelig an Holz wachsender, lamelliger Arten mal so richtig reinknien.


    VG Sepp

    Hallo Schupfnudel,


    danke für zusätzlichen Hinweise zu Chlorophyllum brunneum (venenatum), an den hatte ich zunächst gar nicht gedacht.


    Wichtig ist jedenfalls, das "Parasolsammler" auch diese giftigen Chlorophyllum-Arten wegen der Ähnlichkeit mit unbedenklichen Macrolepiota-Arten kennen sollten, um unliebsame Verwechslungen mit möglichen Vergiftungsfolgen zu vermeiden.


    VG Sepp

    Hallo,


    der Grünsporschirmling oder Grünsporige Riesenschirmling, den Unbestimmt wahrscheinlich meint, ist zwar richtigerweise giftig, gehört aber nicht zur Gattung der Riesenschirmlinge (Macrolepiota), sondern in die Gattung der Safranschirmlinge (Chlorophyllum). Wissenschaftlich heißt der Chlorophyllum molybdites.


    VG Sepp

    Hallo Markus,


    alle Exemplare die du zeigst sind Riesenschirmlinge (Macrolepiota spec.) und alle in Europa vorkommenden Arten dieser Gattung sind essbar. Es gibt aber eben innerhalb dieser Gattung mehrere unterschiedliche Arten, die sich vorwiegend durch unterschiedliche Anordnung der Hutschuppen und/oder Hutfarbe und gröberer oder feinerer Stielnatterung unterscheiden.


    Die meisten Arten sind auch noch am typischen, mild-nussigen Geruch zu erkennen.


    VG Sepp

    Hallo Luzia,


    ein paar Hinweise zu deinen Funden möchte ich mir erlauben,


    bei 1. liegst du mit Pfefferröhrling meines Erachtens richtig,


    die 2. halte ich für Mehlräslinge (Clitopilus prunulus), diese sind Anzeiger für Röhrlingsstandorte und erscheinen oft gleichzeitig mit diversen Röhrlingen. Sie haben wahrscheinlich die gleichen oder sehr ähnliche ökologische Ansprüche wie viele Röhrlingsarten.


    der 5. sollte auf den Namen Großer Bluthelmling (Mycena haematopus) hören


    und 6., also die kleinen weißen würde ich als Scheinhelmlinge (Hemimycena spec.) ansprechen.


    LG Sepp

    Hallo Spike,


    dein zweiter Pilz sieht nicht nur aus wie ein Milchling, sondern es ist auch einer und das der keine Milch haben soll, fällt mir schwer zu glauben. Bei alten Milchlingen kann die Milch allerdings auch eingetrocknet sein, so alt und vertrocknet sieht mir dieses Exemplar aber noch nicht aus. Wie hast du den Milchaustritt getestet ? Nach dem Anschnitt vielleicht nur auf die Schnittstelle geschaut ? Das kann manchmal unzureichend sein. Bei manchen Arten oder schon etwas älternen Exemplaren kann der Milchaustritt auch etwas verzögert einsetzen.


    Gehe mal folgenderweise vor: Schneide vom Hut ein kleines Stück ab, dann wartest du ein wenig. Danach hältst du kurz eine Fingerkuppe eines trockenen Fingers direkt an die Schnittstelle am Hut. Dann nimmst du den Finger wieder weg und schaust ob du auf der Fingerkuppe einen Milchsaft siehst bzw. ob die Fingerkuppe nass ist. Manche Milchlinge haben wässrige, nahezu farblose Milch.


    Was die Art deines Milchlings betrifft, war mein erster spontaner Einfall der Nordische Milchling (Lactarius trivialis).


    LG Sepp

    Hallo,


    schon mal was von Pfifferlingen gehört ? Die können auch schon mal so deformiert daher kommen. Wo war denn der Zaun ? Vielleicht ein Jägerzaun oder ein Stacheldrahtzaun am Waldrand ? Standen Laubbäume in der Nähe ?


    Ich sehe da jedenfalls nichts anderes als einen Pfifferling und dem Aussehen nach würde ich zu einem der Laubwald-Pfifferlinge tendieren.


    LG Sepp

    Hallo Pilzmaus,


    deine Pilze halte ich für schon etwas überalterte Exemplare des Lungenseitlings (Pleurotus pulmonarius). Diese Art zählt mehr oder weniger zu den Austernseitlingen, erscheint auch im Sommer und wird u.a. auch "Sommer-Austernseitling" genannt.


    LG Sepp

    Hallo zusammen,


    noch ein Hinweis zum Brennenden Rübling (Gymnopus peronatus), den kann man auch noch an seinem Geruch gut erkennen: wenn man den an den Lamellen reibt und ihn dann an die Nase hält, kann man einen sehr säuerlichen, essigartigen Geruch wahrnehmen. Dieser typische Geruch ist mir eigentlich sonst von keinem anderen Pilz bekannt.


    Im 123 Portrait des Brennenden Rüblings wird der Geruch als pilzig angenehm angegeben, was ich leider für völlig falsch halte.


    LG Sepp

    Hallo Jens !


    Also den fleischroten Speisetäubling (Russula vesca) würde ich bei deinem Fund definitiv ausschließen. Den kenne ich sehr gut aus eigener Anschauung in seiner ganzen Variationsbreite, da ich im Laufe der Jahre schon unzählige Exemplare in der Hand hatte und der ist auch schon öfters in einem Mischgericht auf meinem Teller gelandet.


    Außerdem hat Russula vesca in so einem Alter/Zustand wie dein Fund auch keine so gelblichen (buttergelben) Lamellen. Die sind lange praktisch weiß und bekommen dann bräunliche Flecken.


    LG Sepp

    Hallo Jens !


    Täublinge sind halt (von ein paar Ausnahmen abgesehen) auch ein schwieriges Kapitel unter den unzähligen Pilzgattungen.


    Bei deinem Fund sehe ich da auf meinem Monitor hauptsächlich Brauntöne am Hut. Dem makroskopischen Gesamteindruck nach (Hutfarbe + höckerig geriefter Hutrand) und natürlich auch wegen des von dir angegebenen milden Geschmacks ging mein erster Gedanke bei diesem Täubling in Richtung Brauner Ledertäubling (Russula integra).


    Russula nauseosa ist von eher schmächtiger Statur und sehr zebrechlich. Wie groß war denn der Fruchtkörper ?


    Der fleischrote Speisetäubling (Russula vesca) hat deutlich rötlichere Hutfarben und die eben mal mehr und mal weniger deutlich erkennbare, zurückstehende Huthaut.


    Ein kleines Problem hinsichtlich der Angabe von Hutfarben habe ich immer mit der Bezeichnung "fleischfarben". Fleisch ändert bekannlich beim Garen/Braten ja meist seine Farbe. Da stehe ich dann immer vor der Frage, meint da jetzt jemand mir der Angabe "fleischfarben" das Aussehen von rohem oder gegartem/gebratenem Fleisch ?


    Ich halte daher Angaben wie z.B. "fleischrot" oder "fleischrosa" für besser, denn darunter kann ich mir eher etwas vorstellen.


    LG Sepp

    Hallo Jens !


    Da schließe ich mich Jörg an und auch auf den Fotos Deines letzten Beitrages sehe ich nichs anderes als H. depilatum.


    LG Sepp

    Hallo Jens !


    Zunächst einmal herzlich willkommen im Forum !


    Auch ich habe eine Vorliebe für seltene (Dick-) Röhrlinge, da ich in meinem thermophilen Kalkbuchen- bzw. Mischwald auch schon jahrelang einige dieser selteneren Kandidaten (Butyriboletus appendiculatus, B.fechtneri, B.regius, Rubroboletus Satanas, R. rhodoxanthus, R.rubrosanguineus, Imperator torosus usw.) mehr oder weniger regelmäßig beobachten kann und mich über deren Vorkommen und Anblick besonders erfreue.


    Bezüglich Deiner "Pilzleiche" kann und will ich aber leider auch keine konkreteren Angaben machen und Butyriboletus fuscoroseus weder bestätigen noch dementieren. Man kann sich da eigentlich fast nur mehr Spekulationen hingeben und dies möchte ich lieber bleiben lassen. Klar ist natürlich, dass es sich anhand des Gesamteindruckes und der noch vorhandenen Merkmale um eine der selteneren Arten handelt, was Du ja aber ohnehin auch schon selbst erkannt hast.


    Der Versuch, bei diesem Fund eventuell noch zu einem konkreten u. belastbaren Bestimmungsergebnis zu kommen, wird wahrscheinlich nicht viel bringen.


    Vielmehr empfehle ich Dir, diesen Fundort künftig weiter im Auge zu behalten, vielleicht kannst Du dann einmal an selbiger Stelle besser erhaltene bzw. jüngere und damit auch leichter bestimmbare Exemplare entdecken. Diese seltenen Röhrlinge sind in der Regel jahrelang standorttreu, sofern die Standorte nicht durch forstwirtschaftliche Maßnahmen oder Naturkatastrophen beeinträchtigt werden.


    LG Sepp

    Hallo Axel,


    da schließe ich mich Schupfnudel an, das sind junge Exemplare von Faltenschirmlingen (Leucocoprinus spec.). Pilze dieser Gattung erscheinen hauptsächlich in Gewächshäusern und Blumentöpfen.


    VG Sepp

    Hallo Gunther !


    Zunächst herzlich willkommen im Forum !


    Bei Deinem Fund dürfte es sich um den Stäublings-Schleimpilz (Reticularia lycoperdon/Enteridium lycoperdon) handeln.


    VG Sepp