Beiträge von pilzscout

    Hallo Pablo,

    danke für den Querverweis. Es ist schon der Wahnsinn, was es alles an Gattungen, Arten, Unterarten etc. von Psathyrellaceae gibt. Was lernt der Laie daraus: Man muss sich wohl mit einer approximativen Identifizierung zufrieden geben. Selbst wenn man mittels eines Mikroskops all die Mikromerkmale eruieren würde, käme der Experte doch zu einem anderen Urteil. Schade, dass bei vielepilze.de keine deutschen Namen stehen. Diese URL richtet sich explizit an Experten.

    Mir erschien es so logisch: zwei Arten von Tintlingen nebeneinander. Aber da lag ich wieder einmal klar daneben. Wenn die heuer wieder an gleicher Stelle auftauchen, kann ich ihnen wenigstens den richtigen Namen zuordnen.

    VG, Toni

    Hallo zusammen,

    aufgrund des derzeitigen Wüstenklimas ist es mir sogar im Wald zu warm, zudem streckt hier sowieso kein Pilz den Kopf aus seinem kühlen Erdenreich. Also habe ich mal meinen Bilder-Ordner vom letzten Jahr durchgesehen. Ein „Kuriosum“, aufgenommen Ende September, möchte ich hier vorstellen, um die pilzarme Zeit ein wenig zu beleben.

    Zunächst sah ich eine Wiese voll mit Schopftintlingen und dazwischen Maulwurfhaufen. Beim Näherkommen aber entpuppten sich die "Erdhügel "als Pilzhaufen. Zumeist schon im Endstadium, dazwischen aber einige jüngere Exemplare. Ich vermute Gesäter Tintling. Leider hatte ich keine Fotos von Einzelexemplaren gemacht, so wie es hier im Forum gewünscht wird; damals hatte ich noch nicht an eine Vorstellung gedacht.

    VG, Toni





    Hallo zusammen,

    sicherlich, mehrjährige Pilze lassen das Klima lesen wie Baumringe (Dendrochronologie). Aber bei saisonalen Pilzen könnte doch eine Ursache für den Rhythmus vorliegen. Vielleicht möchte mal jemand ein Zeitraffervideo machen. Findet man einen Porling in der Entstehungsphase so müsste man eine Kamera aufstellen, die so alle 10 min ein Foto macht. Dann würde man die Wachstumsgeschwindigkeit in Abhängigkeit vom Wetter oder vom Sonnenlichteinfluss definieren können.


    Übrigens, auch Schimmelpilze zeigen so eine Zonierung. Anbei ein Beispiel von einem Penicillium ochraceum. Auch hier ist die Ursache nicht eindeutig geklärt. Manche behaupten, dies wäre ein Tag-Nacht-Rhythmus. Aber diese Agarplatte stand in einer Kühlzelle. Bei immer gleichbleibender Temperatur. Natürlich könnte am Tag gelegentlich Licht gemacht worden sein oder es kam durch Begehung zu Erschütterungen oder zu kleinen Temperaturschwankungen.

    LG, Toni


    Hallo Veronika,

    bei dem fraglichen Pilz sehe ich 6 unterschiedlich gefärbte Zuwachszonen. Verstehe ich richtig, diese entstehen, wenn die Restfeuchte im Baum oder Stubben schwankt. Also sind Feuchte-/Nässe-/Regen-Schübe die Ursache. Die differierende Einfärbung hat dann wohl auch mit der Wachstumsgeschwindigkeit zu tun, also mit der Einlagerung von Mineralien etc. aufgrund von unterschiedlicher Transportgeschwindigkeit bei trockener oder feuchter Witterung. Diese Zonierung habe ich schon öfter beobachtet. (siehe beim dem Riesenporling unten).

    LG, Toni


    Hallo Pablo,

    ich habe nun nochmal die Fotos, die ich vor Ort machte, angesehen. Es ist tatsächlich so - wie Saskia vermutet - dass beide Pilze am selben Stamm wuchsen. Also ist wohl nur das Alter unterschiedlich. Aber wenn dich der Pilz interessiert, schicke ich ihn dir gerne.


    Hallo Saskia,

    kürzlich wurde ich gebeten, keine Abkürzungen für die Arten (z.B. GanApp) zu verwenden, auch wenn in vorhergehenden Beiträgen schon der volle Artname ausgeschrieben wurde. Also darf ich dich bitten, für mich die Abkürzung ZW auszuschreiben.


    LG, Toni


    Hier die Fotos vor Ort


    Hallo zusammen,

    ich möchte anknüpfen an die schönen Fotos von Bernie im Bericht „Zwei farbenprächtige Schönheiten“ unter der Rubrik „Giftige und ung….“. Zunächst sei erwähnt, dass es für mich Laien überraschend war, dass die auf den ersten Blick gleich aussehenden Arten Fenchelporling und Kiefern-Braunporling doch so unterschiedlich in der Konsistenz waren (abgesehen vom Geruch und der Fruchtschichtfärbung). Die Fenchelporlinge, die ich bisher in der Hand hatte, waren ziemlich hart, korkig und die Kiefern-Braunporlinge fleischig, lappig (später härten sie offenbar auch aus).


    Doch nun zu meinen Fotos und Fragen.

    Pilze Nr. 1 und 2: Kiefern-Braunporlinge an Fichten-Stubben gewachsen.

    Pilz Nr. 3: Dieser war unmittelbar am Fuß einer großen lebenden Birke gewachsen. Laut Definition sollte die Art aber auf Nadelbäume beschränkt sein. Ich hatte ein Stück entfernt und umgedreht daneben gelegt für das Foto. Dieses Teil wurde auch separat fotografiert.


    Frage 1: Ist der Pilz Nr. 3 auch ein Kiefern-Braunporling und wenn ja, kann diese Art auch im Wurzelbereich von Laubbäumen wachsen?

    Frage 2: Der Pilz Nr. 3 zeigt deutlich unterschiedlich gefärbte Anwachszonen. Wie kommen die zustande? Sind das Jahresringe, Regenperiodenschübe oder Tag-Nacht-Schübe? Woher kommen die unterschiedlichen Farben?


    LG, Toni


    1)


    2)


    3)


    Hallo zusammen,

    wir hatten hier im Forum kürzlich die Farbreaktionen mit Kalilauge thematisiert. Pablo gab dankenswerterweise hierzu einige Infos. Ich machte nun ein paar Tests mit niedrig konzentrierter KOH und hätte Frage dazu.


    Pilz Nr. 1 wurde violett. Der Pilz war relativ weich wie Schaumgummi. Farben und Größe wie auf den Fotos.


    Pilz Nr. 2 wurde auch violett. Ich dachte an eine Rötende Tramete.


    Pilz Nr. 3 wurde grau-oliv-schwarz. Ich dachte auch an eine Rötende Tramete. Aber 2 und 3 passen nicht so recht zusammen. Oder ist das alles alters- bzw. substratabhängig?


    Danke für eure Meinung hierzu.


    LG, Toni


    Nr,. 1


    Nr. 2


    Nr. 3


    Hallo Veronika,

    ich werde mich bessern. Darf man wenigstens - wie in Fachjournals üblich - nachdem man einmal den vollen Namen ausgeschrieben hat, dann den Gattungsnamen abkürzen (z.B. G. applanatum).

    Würdet Ihr den folgenden auch als Riesenporling einstufen, den ich in einem anderen Wald gefunden habe? Allerdings war er oben innen schon schwärzlich und unten zeigte er keinen Farbumschlag auf Druck; mit dem bloßen Auge keine Poren sichtbar; mit der Lupe sehr kleine längliche Poren sichtbar; Geruch und Geschmack unauffällig, ziemlich korkig.

    LG, Toni

    P.S.: Wenn ich lästig werde mit meinen Anfragen, bitte sagen oder die Anfrage einfach so stehen lassen. Dann werde ich mich zurückhalten.





    Hallo Pablo,

    ich hatte gestern ein kleines Belegstück mitgenommen. Vom vielen Anfassen ist es jetzt ziemlich schwärzlich geworden. Man kann ganz kleine Poren erkennen, Aber die größte Fläche ist von feinen "Noppen" oder so besetzt. Ich versuchte diese durch eine 60 x - Lupe zu fotografieren.


    Die anderen Porlinge, ja, die ganz alten flachen, ist logisch, keinen Rotrandigen P. Sehr wahrscheinlich GanApp, noch dazu, da in unmittelbarer Nähe ein Baumstamm mit diesen typischen rostrotbraun überpuderten GanApp war. Aber die frischen jungen weißen. Die sind doch eher kugelig. Fängt denn ein GanApp im Jugendstadium so an?.

    LG Tony

    Von oben

    123pilze.de/000Forum/index.php?attachment/40301/


    Von unten



    "Noppen"


    Hallo Pilzfreunde,

    zunächst danke an Pablo für die Bestimmung als Getropfter Saftporling bei meiner letzten Anfrage.

    Hier ein Pilz, der im hiesigen Landstrich sicherlich selten vorkommt. Der Waldboden ist sehr trocken aufgrund der großen Hitze. Eigentlich hat es ausreichend geregnet hier; der Mais steht schon über 2 m hoch. Leider sind aber die wenigen Wälder im Norden von München sehr stark durchforstet, so dass kaum Totbäume übrig bleiben. Zudem sind die Wälder immer nur in Hanglage, so dass das Wasser schnell abfließt. Die Isarauen sind jetzt undurchdringlich (Godrute, Schilf, Brennnesseln, Ind. Springkraut, dichter Jungbaumbestand etc,). Also für mich ein Glücksfund heute. Vielleicht ein Riesenporling? (neben jungen und sehr alten Rotrandigen Porlingen).

    LG, Toni



    Hallo Börn,

    ist das wieder eine Buckeltramete? Sehr kleine Poren (ca. 4 Poren pro mm!); Breite des großen Fk. ca. 8 cm; Geruch pilzig; Geschmack korkartig und etwas bitter; keine Haare oder Zotteln, nur leicht pudrige Oberfläche; der Kleine hatte Flüssigkeitströpfchen an der Unterseite. Danke für deine fachkundige Einschätzung.

    LG, Toni

    Hallo an alle Pilzexperten,

    ich weiß, dass man kleine Schirmlinge ohne Mikroskop nicht exakt bestimmen kann, aber vielleicht ist eine Richtungseinschätzung möglich:

    Gewachsen am Fuß eines Stachelbeerstrauchs in meinem Garten; kein negativer Geruch, vielmehr nur pilzig; Geschmack unauffällig; kein Ring; Stiel leicht genattert; Stielbasis verdickt; Stiel unten an Basis mehr braun; Hut-Durchm. 3,5 cm; Pilzhöhe 3 cm; kein Schleier, Fasern oder so; Siel hohl.

    Ich habe nun gelesen, dass es eine meist ringlose Variante vom Stink-Schirmling gibt (Lepiota cristata var. exannulata). Andererseits ist wohl auch der Kastanienbraune Schirmling ohne Ring. Mich würde eure Meinung dazu interessieren.

    Danke, Tony


    Hallo Michael, hallo Boern,

    toll, wie schnell ihr das erkannt habt. Bei dem Querverweis findet man sogar ein fast identisches Foto. Mich hatte stark irritiert, dass der größte Hut nur 5 mm im Durchmesser war. Das mit dem Knopf hat gut funktioniert. Die Haare am Stiel sieht man nur mit der Lupe. Allerdings "zur Basis hin dunkler" sah ich nicht - eher heller. Wahrscheinlich weil diese noch so jung waren. Vielen Dank euch.

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    ich habe keine Ahnung in welche Ordnung / Familie etc. diese Winzlinge gehören. Gewachsen in Auwald.

    Servus, Tony



    Hallo Pablo,

    ich habe gerade erst deinen Beitrag zu FomPin gelesen mit dem Hinweis zum KOH-Test. Da dieser Pilz hier einer der häufigsten Baumpilze ist und ich gerade zwei Exemplare vorliegen habe, machte ich erstmals den Test. Genau wie beschrieben. Der Frische (noch feuchte) zeigte einen sofortigen Umschlag nach rot und der Alte (trockene) wurde zuerst schwarz dann dunkelbraun. Ich kannte diese Farbreaktion bei dem Bacterium Brevibacterium linens, also dem sog. Rotschmierekeim auf Romadur-Käse. Die Kultur ist eher orange bis hellrot und wird mit KOH kirschrot. Ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal für diese Art unter den sehr vielen anderen rötlichen Arten. Dort sind es Carotinoide, die diesen Farbumschlag bewirken.

    Wie ist es bei den Pilzen? Zeigt nur FomPin diese Reaktion und ist etwas über den Chemismus bekannt?

    LG, Toni

    HALLO PABLO;

    danke für die ausführliche Erklärung. Jetzt traue ich mir zu, die gängigen Species der Gattung Polyporus richtig anzusprechen.

    Bei der "Buckeltramete" tun sich offenbar Zweifel auf. Was unterscheidet eigentlich Buckeltramete und Treppenförmiger Steifporling? Danke im Voraus für eine Antwort. Ich werde jedenfalls die restlichen Pilze an dem Stubben weiter beobachten.

    LG, Toni

    Hallo Pablo,

    zu dem Pilz Nr. 1 oben. Nun habe ich auch noch Pilze gefunden, die ich eindeutig als Wabenporlinge ansprechen möchte. Die zeigen jetzt die schuppige Hutoberfläche. Sehen aber schon etwas anders aus als Pilz Nr. 1 oben.

    LG Toni


    Hallo Pablo,

    könntest du dir die "Buckeltramete" nochmal ansehen. Das abgeschnittene Objekt ist 12 cm breit und 6 cm hoch an der abgeschnittenen Stelle. Die anderen großen Pilze gleicher Form an dem Stubben waren etwa gleichgroß. Geruch pilzig, Geschmack unbedeutend. Jetzt im trockenen Zustand kaut er sich wie ein Flaschenkorkenstück. Ich halbierte das Belegstück, es erscheint fast dreieckig. Der Pilz ließ sich händisch nicht entfernen, selbst mit einem Ast konnte ich ihn nicht abhebeln. Er verbog sich nur elastisch und nässte dabei etwas. Es war kein Stielansatz vorhanden, vielmehr war er breitflächig hinten und unten angewachsen. Die Vorderkannte ist ziemlich dünn. Viel Masse im Verhältnis zur Porenschicht. Hier nochmal Fotos.

    Grüße, Toni


    1) So war er am Stubben angewachsen (mit Sägemesser entfernt)

    2) Mittig durchgeschnitten

    3) Porenschicht

     

    Hallo Pablo,

    alles offenbar nicht so einfach. Da lag ich wohl nur mit dem Halsbandschwindling richtig; diese waren tatsächlich auf morschem Holz gewachsen. Bei dem Polyporus hatte ich aufgrund der fehlenden Schuppen PolAlv ausgeschlossen. Dass TraGib jung so weiß wächst, wusste ich noch nicht und dass Feuerschwämme so flächig wachsen können, war mir auch nicht bewusst. Gut dass es das Forum gibt. Danke für die richtige Identifizierung.

    Gruß, Toni

    Hallo zusammen,

    nachdem es bei uns für eine Woche teilweise sintflutartig geregnet hat, tut sich was im Wald. Ich fand gestern unweit voneinander folgende: Schwefelporling, Judasohr, Perlpilz, Schuppigen Porling, Hexenbutter, ~Gelben Eierschleimpilz, ~Weitlöcherigen Porling, ~Milchweißen Saftporling (sehr zäh, ging nur mit dem Sägemesser weg und nässte dabei), ~Halsbandschwindling und einen braunen ~Rinden-/Schichtpilz.

    Die letzten vier möchte ich euch zeigen und bitte um Korrektive:

    Servus, Toni


    Hallo Winfried und andere,

    Röhrlinge und andere Großpilze gibt es bei uns (Miozäne Molasse) leider noch nicht. Da kann ich nicht mithalten. Aber ein paar Kleinpilze kann ich zur fachkundigen Bestimmung anbieten.


    Bei dem Wolfsmilch-Pilz (Lycogala), pardon Blutmilchpilz fand ich interessant, dass man verschiedene Entwicklungsstadien nebeneinander hat.


    Der zweite könnte ein Helmling sein. Sporenpulver weiß. Über den stolperte ich Pfingsten im Alpenvorland.


    Beim dritten tippe ich auf Halsbandschwindling oder so. Leider habe ich kein Makroobjektiv, deshalb sind die Fotos von minderer Qualität.

    Ein Winzling mit Hutdurchmesser 3 mm, Stiellänge 15 mm, gewachsen auf morschem Holz.


    LG, Toni

    1)

    1)


    2)



    3)


    Hallo an alle Pilz- und Insektenfreunde,


    bei wikip. gibt ein schönes Video, das eine Z. bei der Eiablage auf einem Flachen Lackporling zeigt. Ich fand aber zwei Z., die ihren Kopf in das Hymenium bohrten und dann offenbar verendeten. Nun frage ich mich, hatten die sich überfressen; ihre Eier legen die ja offenbar nicht mit dem Kopf ab.








    LG, Toni

    Nachtrag:

    Habe gestern noch Fotos von einem älteren Schwefelporling mit diesen Käfern gemacht. Da waren sicherlich ein Dutzend davon herumgekrappelt. Und die an den Unterseiten habe ich noch gar nicht gesehen. Auch am Stamm der alten Weide zwischen den Rindenschuppen steckten die. Bei einem alten Birkenporling, den ich abnahm, sah ich, dass sich diese Käfer Löcher in das Hymenium gefressen/gegraben hatten und dort steckten. LG, Toni