Beiträge von pilzscout

    Hallo Pablo,

    das Sporenabwurfpräparat war negativ. Also nahm ich eine Probe von der Fläche fürs Mikroskop. Da fand ich eine Stelle mit runden Sporen. Bei denen vermutete ich aber, dass es sich um Fremdsporen handeln würde. Somit gab ich das auch nicht an. Gäbe es irgendwelche andere Merkmale, auf die ich im Präparat hier achten sollte. Oder einfach als Ceriporia agg. abhaken.

    LG, Toni

    Hallo Pablo,

    ich habe nochmal ein Präparat mikroskopiert um eine Verwechslung der Fotos auszuschließen. Die Sporengröße würde passen. Anbei auch ein Foto der Kalibrierung. Ein Teilstrich der Okularskale entspricht ca. 0,6 µm.

    Vll. dehnt er Frost ja tatsächlich die Sporen auf. Hat das jemand mal geprüft?

    LG, Toni


    Nachtrag:

    In der Bakteriologie gibt es sog. "large boddies" oder "Häschenformen". Die entstehen z.B. unter Penicillineinwirkung. Das Antibioticum wird anstelle einer strukturähnlichen Aminosäure in die Zellwand eingelagert; dadurch enteht eine "Laufmasche" in der Zellwand (Murein) und die Zellmembran stülpt sich aus. So etwas Ähnliches könnte ich mir auch bei den Pilzsporen vorstellen, wenn diese schon sehr alt und somit die Zellwand mürbe ist, dann könnten diese ihre längliche Form zu einer Kugel ändern. Das "Frostschutzmittel" tritt aus, Wasser tritt ein und die Zelle quillt zudem aufgrund von Eiskristallbildung auf.


    Hy,

    das ist doch sicherlich etwas aus der Ecke Phlebia, Meruliopsis, Serpula. Aber bitte was genau.

    Danke für eine Info!

    LG, Toni

    Hallo Stephan,

    wie gesagt, die meisten ausführlichen Monographien sind vergriffen. Im Antiquariat kann man z.B. für die "Pilze der Schweiz" tausend € ausgeben, wenn man sie denn überhaupt noch vollständig bekommt. Bei den englischsprachigen Pilzbüchern weiß man aber immer noch nicht den deutschen Namen. Also schaue ich dann bei 123Pilze nach. Zudem hat die 123P-App den Vorteil, immer die aktuellen lateinischen Namen, zusammen mit allen Synonymen aufzuführen, zudem Fotos in allen Altersstufen. Bei den Büchern stehen evtl. nur die vormaligen lateinischen Artnamen; und die ändern sich ja laufend. Bei "Fungi .." gibt es eine Liste mit den Art-Epithetons, das ist genial, da sich diese weniger oft ändern als der jeweilige Gattungsname. Natürlich hat die App manche Schwächen - gelegentlich falsche Angaben, falsche Bilder, schlechte Fotos, fast identische Fotos ..., Aber bei der Kauf-App kann jeder sich mit einem Weiterleitungsklick melden und zur Verbesserung beitragen. Einige Mängel sind für mich nicht verwunderlich und akzeptabel bei der Fülle von Daten und Fotos. Ich betrachte die App als Ergänzung und nicht als Universal-Bestimmungshilfe.


    Deine Kritik in Ehren, aber mache bitte einen besseren Vorschlag.


    Übrigens, für den Anfänger würde ich zu dem Buch von Rita Lüders "Grundkurs Pilzbestimmung" raten. Da sind die häufigsten Pilze abgebildet und zudem wird eine Fülle von Grundlagenwissen gelehrt. Der Profi mag die Nase rümpfen; ich urteile aus der Sicht des Amateurs, und dies war die Anfrage.


    Nichts für ungut, Toni

    Hallo Caro,

    das Fungi of Temperate Europe kann ich auch empfehlen. Super Aufnahmen. Sehr schöne Übersichts-Seiten mit Sporengrößen-Skizzen. Zuverlässige Angaben. Eher was für den fortgeschrittenen Hobbyisten.

    Aber immer nur ein oder mal zwei Fotos pro Art. Dann die Beschreibungen in Fließtextform. Und halt Englisch, da gibt es Ausdrücke, die man nicht einmal im Übersetzungsprogramm findet.

    Besser ist da die App 123Pilze mit sehr vielen Fotos pro Art (auch wenn etliche fast redundante Fotos dabei sind). Der Text ist übersichtlich in Tabellenform. Es gibt einen Klick zur Weiterleitung auf Google-Bilder. Es gibt auch eine Druckversion in 6 Einzelbüchern.

    Die meisten guten Standardwerke sind vergriffen.

    LG, Toni

    Hallo Franz,

    danke für deine schnelle Antwort.

    Bei Bergporling (Bonarzewia mesenterica) käme zwar die Sporenform und -größe hin.

    Aber es passen doch einige Merkmale nicht. Der Bergahorn wächst auf Nadelholz (vorzüglich Weißtanne), mein Fund war in einem Auwald - weit und breit kein Nadelbaum. Dann hat er die Porenzahl 1 - 2 / mm und lange Röhren (bis 8 mm). Auch sollen die Sporen Warzen haben, hier sind sie glatt.

    Warten wir also, was da noch so an Meinungen kommt.

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    dieser Porling gibt mir ein Rätsel auf. Aber Ihr könnt das sicherlich leicht lösen!

    Ich hatte zwar zunächst eine Ahnung über die Art, aber die runden bzw. fast runden Sporen machten meine Ahnungen zunichte.

    Das Spp. war reichlich vorhanden und weiß.

    Die Sp. maßen ca. 6-8 x 6-8 µm.

    Fleisch hellbraun (4. Foto)

    5-7 Poren pro mm

    Auf Laubholz gewachsen

    Geschmack neutral, Konsistenz knorpelig


    Könnte es sein, dass durch Frosteinwirkung sich FK-Habitus und Sporen-Form/Größe änderten?

    LG, Toni


    Hallo Pilzfreunde,

    nachdem ich keine Resonanz auf meine Anfrage bekam, ging ich in Google-Bildersuche. Für die Mikroskopbilder erhielt ich keinen passenden Treffer, aber für das Foto 1 mit den gelben Pusteln gab es einen Treffer:

    Trichoderma gelatinosum (syn. Hypocrea gelatinosa) = Gelatinöser Pustelkugelpilz.

    Bei weiterer Google-Recherche mit diesem Artnamen fand ich auch Mikrofotos. Aber die passen halt in keiner Weise zu den von mir fotografierten Formen.

    Ich bin weiterhin ratlos.

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    nachdem wir hier in OBB etliche Tage mit Frost und Schnee hatten und somit die Zeit für größere Pilze weitgehend vorüber ist, wendet sich mein Fokus mehr auf Rindenpilze, Schleimpilze und kleine Ascomyceten-Becherlinge. Dabei sind mir diese Knuddel aufgefallen, die ich nicht einordnen kann (im 1. Foto neben den Trichia sp.). Sie sind sehr weich-schmierig. Jung weiß-gelblich; im Mikro sehe ich nur die abgebildeten Objekte mit bis ca. 60 x 13 µm, daneben ziemlich dicke Hyphen. Älter sind die Knuddel dann mehr orange und von den Objekten verbleiben fragile Hülsen, die ihren Inhalt leicht abgeben. Die Knuddel sind nicht selten auf morschem Holz und treten in größeren Gruppen auf. Könnten das NFFen (Konidien) von Nectria spp. sein?


    Nebenbei bemerkt, gerade o.g. Gruppen sind für einen Hobby-Pilzler kaum zu bestimmen, da die Literatur dazu dürftig oder vergriffen ist. Oder habt ihr eine Empfehlung?


    LG, Toni


    Hallo Pilzfreunde,

    diese Winzlinge sah ich am morschen Laubholz:

    braunschwarzer Stiel (jung weiß-hyalin); glasig-schleimiges Köpfchen, an Spitze braun werdend. (Auf dem Foto haben die Stiele helle Lichtreflexe, weil nass.)

    Die waren so filigran, dass ich sie nicht mitnehmen konnte; somit kann ich über Sporen, Hyphen etc. keine Auskunft geben.
    Ich suchte im Umfeld der Kugelwerfer, fand aber nichts.

    Vll. ist das ja auch ein Moos oder ähnlich Pflanzliches. Für Moose habe ich noch kein Bestimmungsbuch; muß ich mir wohl noch zulegen.

    LG, Toni


    Hallo Pilzfreunde,

    kennt jemand diesen Anamorphen Ascomycet?

    Ich dachte zunächst an einen etwas ungewöhnlichen Konidien-Schwarzbecher (Holwaoya mucida) bzw. dessen Anamorphe Form (Crinula caliciiforme), wie ich sie kürzlich hier anfragte. Aber bei näherer Betrachtung kam diese Art nicht infrage. Vll. eine andere Holwaya-Art?


    Hier: FK. ca. 5 - 10 mm hoch auf alter Rinde (wohl Fichte); das Köpfchen war sehr hart und konnte nur mit einem zweiten Objektträger darüber zerquetscht werden.

    Kommaförmige Sporen ca.3 x 0,6 µm entstanden aus dicken, bäumchenartigen Strukturen


    Zum Vergleich Holwaye mucida-Anamorphe: Kurze gerade, etwas größere Stäbchen entstanden aus langen, dünnen, zugespitzen Hyphen. Das Köpfchen war weich.


    Danke für eine Info!

    Servus, Toni


    Neuer Fund.


    Zum Vergleich: Anamorphe Form von Holwaya mucida

    Hallo Andy und Pablo,

    danke für die Bestimmung. Ich habe gleich nachgelesen. Bei 123P. stand "meist zusammen mit Trichia scabra". Da kann ich auch noch ein Foto dazu liefern (leider nicht so ganz scharf).

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    ich suchte nach Vergleichbarem einerseits bei den Holzkeulen und andererseits bei den Fadenkeulen, fand aber nichts mit so runden Köpfchen. Diese hier waren vergesellschaftet mit den im Beitrag "Ascomycet A" gezeigten nagelförmigen Objekten.

    Im Mikroskop zeigte sich zweierlei:

    1) Blasen und viele kleine, kurze Stäbchen

    2) Asci mit Ascospsoren

    Könnten das NFF und HFF sein? Und in welche Ecke sind die zu stellen?


    Servus und danke für eine Info, Toni


    Hallo Pilzfreunde

    Auf einem morschen Laubholzast wuchs ein flächiger Kernpilz und darauf rote Knöpfchen. Diese roten Objekte fanden mein Interesse. Beim Mikroskopieren konnte ich keinerlei Struktur erkennen. Ist das alles schon zu alt und aufgelöst oder schwitzt der Kernpilz diese roten Kügelchen aus, oder ....???

    Danke für eine Info, Tonio


    Übrigens: an Nectria glaube ich hier nicht.


    Hallo Pilzfreunde,

    ich fand den kleinen echten Bruder zu dem "Nagelpilz" (Ferreum variabilis, Rita Lüder :wink:), kann ihn aber nicht bestimmen.


    Auf Laubholz, gewachsen; Ascosporen 30-60 x 3-4 µm (Foto 3 mit 40er und Foto 4 mit 100er Objektiv aufgenommen); Hut ca. 0,5 cm


    LG, Toni


    Hallo ihr beiden,

    Wirklich ein toller Fung. Congratulation!

    Doch eine Frage dazu. Auf den Referenzfotos steht "großer Tropfen ...". Ich denke, das ist eine große Vakuole umgeben von etlichen Fetttröpfchen. Kann mich aber auch irren.

    Was denkt Ihr?

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    noch ein Versuch, meine Fotos hochzuladen, nachdem gestern mein Beitrag im Nirvana verschwunden ist.


    Was könnte das sein?: Risspilz-ähnlich aber mit Ring; gewachsen im Moos neben Nadelbäumen; Hut bis 4 cm; Spp. rostbraun; Sp. 8-10 x 4-5 rau


    Danke fü eine Info, Toni


    Ich halte mich an den Rat von Rita Lüders. Wenn ich einen pilz in die Hand nehme und dann feststelle, den nehme ich nicht mit, dann kommt er auf eine Astgabel. Dort kann er dann weitflächig aussporen.

    LG, Toni

    Hallo Schupfnudel

    Danke für den Hinweis. Ich habe gleich nachgelesen, und sah die schwarze Linie zwischen HH und Fleisch. Auch mit Melzer wurde das Kontext sofort dunkelblau. Also Lentinellus ursinus, aber ziemlich jung. Ältere Exemplare kenne ich mit braunem bis dunkelbraunem, glattem Hut, auch größer und länglich, und mit typisch pilzigem Geruch.

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    hier kam ich mit viel Unsicherheit auf Grauer Muscheling. Aber die Sporengröße passt nicht so recht. Hier ca. 4 x 3-4 µm; Spp. weiß

    Hut graubraun bereift, feinhaarig, ca. 5 x 4 cm,

    Lamellen gezähnt; kein Stiel; kein Violett-Ton, auch wenn es auf den Fotos teilweise so scheint (die Fotos 3 + 4 sind am ehesten farbecht)

    Geruch etwas süßlich;

    Wohl auf Nadelholz gewachsen


    Servus und merci für eine Bestimmung, Toni


    Hallo Pilzfreunde,

    könnte das ein Gymnopus oder (Rhodo)collybia sein? Wenn ja, welcher.

    Auf (Nadel?)Holz gewachsen. Auffällig die Anastamosen. Das Spp. ist vordergründig weiß, aber wenn man es zusammenschiebt, ergibt sich ein grau, ähnlich der Farbe der Lamellen. Sporen ca. 9-11 x 7-8 µm; Lamellen teils mit rosa-Schimmer; Hut bis 6 cm

    LG, Toni