Beiträge von pilzscout

    Hallo Pilzfreunde,

    nachdem es für Schimmelpilze keine eigene Rubrik hier gibt, stelle ich den Beitrag mal in dieser allgemeinen Rubrik ein.

    Es gibt ja etliche kleine, pustelförmige, rote und gelbe Pilzchen. Aber nach reichlicher Recherche komme ich mit der Bestimmung am nächtsen der Art Rosafarbener Schmarotzer-Pustelpilz (Hypomyces rosellus). Allerdings reicht hier das Farbspektrum von gelb über rot bis schwarz. Sollte sich evtl. auch der Orangegelbe Schmarotzer-Pustelpilz untergemischt haben? Oder beginnt der Rosafarbene mit gelber Farbe?

    Was meint Ihr dazu?

    Servus, Toni


    Hallo Sabine,

    der Axel Meixner "Chemische Farbreaktionen bei Pilzen", den meinst du wohl, ist leider vergriffen. Findet man vll. noch im Antiquariat.


    Ich möchte dies zum Anlass nehmen, alle Pilzfreunde, die hier im Forum angemeldet sind, aufzurufen, ihre nicht mehr gebrauchten Büchen, Mikroskope etc. zum Kauf anzubieten.

    Dafür eignet sich die Rubrik "Stammtisch/Marktplatz/Fundgrube".


    VG, Toni

    Hallo zusammen,

    dieser Hausschwamm hatte sehr deutlich braunes Spp.

    Bei der 123Pilze-App steht bei

    Echter Hausschwamm: Spp. braun

    Wilder Hausschwamm: Spp. weiß.

    Liegt dort ein Irrtum vor? Wenn nicht, sollte es doch der Echte sein.

    VG, Toni

    Servus zusammen,

    könnte das ein Hausschwamm (Serpula sp.) sein? (An total vermorschtem Holz gewachsen; Spp. braun; Sp. eiförmig).

    Danke im Voraus für eine Info.

    LG, Toni


    Hallo zusammen,

    bevor ich in einen Winter-Blues wg. Pilzmangels falle, will ich doch noch drei Klein/Schleimpilze zur Diskussion stellen.

    LG, Toni


    1) Hier schwanke mit der Bestimmung zwischen

    * Gitterschleimpilz (Physarum polycephalum)

    * Plasmodium von Badhamia utricularis)

    * Netzschleimpilz (Hemitrichia serpula)

    * oder doch was Anderes


    2) Hier kam ich auf Scharlachrotes Pustelpilzchen (Neonectria coccinea)


    3) Viell. auch ein Pustelpilzchen (Nectria sp.)

    Besten Dank für die Infos. Ich wusste noch gar nicht, dass es Räuberspinnen gibt.

    Verankern die die Stielbasis an einem Schleimpilz, so wie es auf dem Foto aussieht, oder machen die selbst so eine stabile Verankerung.

    lg; Toni

    Hallo an alle Biologen,

    nachdem hier im Forum einige Biologen aktiv sind, kann man mir sicherlich sagen, was mir da vor die Linse kam.

    An der Stielbasis (drittes Bild) sieht es schon so aus, als wäre der "Luftballon" aus einem Pilz- oder Schleimpilz-Geflecht entsprungen. Oder doch ein Fruchtkörper von einem Moos?

    LG, Toni


    Hallo Pilzfreunde,

    zu 1) Der Porling wuchs auf morschem ~Laubholz im Auwald. Sicherlich weiß jemand einen Namen? (hatte feste Konsistenz)


    zu 2) Auch wenn Schleimpilze keine Pilz sind, sondern amöbisierende Bakterien, sind sie doch für einen Pilzfreund faszinierend anzuschauen.

    Weiß jemand vllt. auch hierfür einen Art- oder wenigstens Gattungs-Namen und sind die alle von der gleichen Art?


    LG, Toni


    1)


    2)

    Hallo Pilzfreunde,

    zuerst dachte ich, das wären Grünspanbecherlinge, so türkis und auch das Hoz gefärbt. Aber dann kamen mir doch Zweifel, da es eher Blätter als Becher waren. Vllt. irgend etwas Pflanzliches mit einem Überzug von Grünen Rindenpilzen oder grünen Schimmelpilzen. Die Sporen sind dünn und länglich, teils mit 2 Querstreifen oder Septen (Fusarium sp.?). Hat jeman eine gute Idee?

    LG, Toni


    Hallo Pablo,

    danke für deine fachkundige Unterstützung!


    Hallo Andy,

    was heißt schon "groß"? Leider habe ich kein Messokular, also behelfe ich mich mit dem Vergleich zu Blutzellen. "Groß" ist für mich "größer als Blutzellen" als über 7,5 µ Durchmesser. Die meisten Pilzsporen sind kleiner, soweit ich das beurteilen kann.

    Hier noch ein Foto von den Sporen des Netzschleimpilzes und eins von meinen Blutzellen. Also alles Cirka-Werte, mein Mikroskop ist ein Erbstück aus den 1930er Jahren.

    LG Toni


    Netzschleimpilz


    Blutzellen

    Hallo Pilzfreunde,

    bei meinem letzten "Waldbaden" drehte ich einige Äste um und untersuchte einen sehr morschen ~Fichten-Stamm. Da findet man natürlich viele flächige Rindenpilze in allen Farbschattierungen, die für mich, und wohl auch für die meisten von euch ohne aufwändiges Mikroskopieren unbestimmbar sind. Aber auch etliche kleine Pilze mit deutlicher Struktur waren dabei. Einige der weniger häufigen will ich hier zeigen. Auch wenn eine Bestimmung auf dem Artniveau nicht bei allen fünf Objekten möglich sein wird, wäre ich doch an eurer Meinung interessiert.

    Ich versuch mich schon mal.

    Servus, Toni


    1) Netzschleimpilz (Hemitrichia serpula)

    Beim Anblasen stieg eine Sporenwolke auf. Und beim Anfassen zogen die ganz lange Fäden. Spp. ocker; Sporen groß, rund, gelb, raue Oberfläche


    2) Fleischroter Gallertbecher (Ascocoryne sarcoides)


    3) Weißhaarbecherchen (Lachnium sp.)


    4) Aschgraues Weichbecherchen (Mollisia cinerea)

    Man beachte das Verhältnis von Fk zu Fichtennadel!


    5) Keine Ahnung was das neben den Hundertfüßlern ist.

    Hallo Roswitha und Pablo,

    heute machte ich noch ein Sporenpräparat. Es sind ziemlich große runde Sporen, evtl. sogar mit rauer Oberfläche. Aber sie waren schon etwas eingetrocknet, weshalb die Oberflächenstruktur sich verändert haben könnte. Diese runde Sporenform passt aber wohl nicht zu Trameten. Das Substrat war eher Laubholz.

    Kann man vllt. auch etwas zu den kleinen Becherlingen sagen?

    LG, Toni

    Hallo zusammen,

    könnten das junge Buckeltrameten sein, wegen des Buckels und der teils länglichen Poren? Oder eher junge Striegelige Trameten, wegen des Flaums oben.

    LG, Toni

    Hallo zusammen,

    die Pilzchen auf dem zweiten Bild sind identisch mit denen auf dem ersten Bild, mit einer Ausnahme. Nur der auf dem Bild 1 umgedrehte Pilz ist etwas anderes. Der war aber schon etwas frostgeschädigt und alt, weshalb ich ihn nicht weiter beachtete. Den Glibber, oder was das auch sein soll, auf Bild 1 sah ich erst auf dem Foto. Zapfen könnten vergraben sein, es waren Fichten vorhanden (Fichtenzapfenrüblinge?). Aber, soweit ich sehen konnte, waren die Pilze nur sehr stark und tief im Detritus verwurzelt.

    LG, Toni

    Hallo,

    Frau Holle und Väterchen Frost leiden wohl an einem Hitzschlag. Wir haben jetzt im Januar klimatische Bedingungen, wie man sie in meiner Kindheit schon im November hatte.

    Normalerweise müssten jetzt alle Pilze unter einer Schneedecke liegen. Aber so ist für uns das ganze Jahr Mykoviewing angesagt.

    Hier zwei Beispiele vom 08. Januar 2020.

    Servus, Toni


    Beispiel 1


    Beispiel 2

    Hallo Pilzfreunde,

    hier bitte ich wieder um eure Expertenmeinung.

    Eigentlich gibt es ja gar nicht so viele Baumblätterpilz-Arten, die auf Fichte wachsen und von fester Struktur sind. Ich dachte an Gloeophyllum sp., aber da passt keine Form so richtig. Nun lernte ich hier im Forum, dass es immer wieder "Fremdgänger" bei den Laubholzporlingen (vllt. Buckeltramte) und auch untypisch wachsende Porlinge (vllt. Striegelige Tramete) gibt. Evtl. kommt da einer in Frage: Hier: samtige Oberfläche, keine Geruchsauffälligkeit.

    Vielen Dank im Voraus für eure Expertise!

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    auch hier bräuchte ich eure Expertenmeinung.

    Wegen der Schichtung, Zonierung und der fehlenden Poren suchte ich zunächst bei den Schichtpilzen - erfolglos. Aber ich habe große Zweifel.

    Vllt. doch ein Gallertpilz. Dafür spräche die weiche, gallertartige Struktur der Fruchtkörper. - auch erfolglose Suche.

    Die Sporen waren riesengroß. Leider kann ich keine exakte Größenangabe machen, da mir eine Mikrometermaßstab im Okular fehlt. Aber verglichen mit Blutzellen schätze ich auf 17-20 x 7 µ Ich hatte schon sehr viele Präparate unter meinem bescheidenen Mikroskop, aber diese Sporen waren die weitaus größten.

    Gewachsen auf einem ~Laubholzstubben am Flussufer.


    Ich wünsche allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest und viele interessante Funde in 2020.

    LG, Toni


    Hallo Pilzfreunde,

    den Winterporling kenne ich wie auf Bild Nr. 1, also der Hut ist braun in verschiedenen Schattierungen (graubraun bis dunkelbraun).


    Nun sah ich an einem bemoosten ~Laubholzstamm drei weiße Fruchtkörper (Bilder Nr.2). Die waren auch nicht alt, also keine Gammelware. Frost hatten wir zwar, aber nur sehr mäßig.(bis -3 Grad C)

    Ich wusste gar nicht, dass es auch weiße Winterporlinge gibt. Auch fand ich in meinen Büchern und Apps nichts dergleichen.

    Kann man den Weißen als "var. alba" bezeichnen, oder ist das nur eine Laune der Natur, oder ist es vielleicht doch eine andere Art?

    LG, Toni


    1)


    2)

    Hallo Roswitha,

    die Holzart konnte ich nicht erkennen. Wie man auf einem Foto sieht, war der Stamm schon stark mit Moos überwachsen. Dort war Mischwald mit Dominanz zu Laubbäumen. Was nichts heißen will. Tannen gab es nicht, aber Fichten. Ich denke, Pablo wird schon recht haben. Die Hutoberfläche zeigte auch keinen Flaum. Das strak eichenwirrlingartige Hymenophor hat mich fehlgeleitet.

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    abgesehen von den bekannten "Winterpilzen" ist die Schwammerl-Saison jetzt vorbei. Dennoch kann sich ein mykologisch motivierter Waldspaziergang lohnen. Und wenn man Glück hat, findet man sogar einen persönliche Erstfund - falls ich die Nr. 1 richtig bestimmt habe. Und gesund ist das Hobby sowieso!

    LG, Toni

    1) Rotbrauner Zitterling?


    2) Tannenblättling?


    3) Eckenscheibchen?


    4) Pustelpilz?

    Hallo Pablo,

    ich bewundere wieder einmal dein lexikalisches Wissen.

    Die mitgenommenen Pilze lagerten im Freien. Jetzt wo ich Nr. 3 hereinholte und sie etwas warm wurden, riechen sie tatsächlich nach Anis.

    Nochmal vielen Dank für deine vielgeschätzte Wissensvermittlung!

    LG, Toni