Beiträge von pilzscout

    Nachtrag:

    Hallo Pablo + Matthias, danke für die Bestimmung als Hymenoscyphus cf. vernus. Ich testete nochmal mit Leitungswasser und Lugol. Da passt alles, soweit ich das beurteilen kann.

    LG, Toni


    Sporen: glatt, keine Ornamente, keine Septen, kein Inhalt (Fetttröpfchen etc.), besser 9 - 12 x 3 - 5 µm


    Paraphysen: mit Struktur


    Haken: keine

    Lugol: keine oder kaum Färbung


    Ectal Excipulum: vorhanden

    Hallo Andi, Pablo, Matthias,

    Ja, beim ersten Mikrofoto Baumwollblau mit Milchsäure. Das ergibt schön klare Strukturen, aber die Zellen schrumpfen. Das war mir schon klar.

    Die beiden anderen mit Eosin. Beim ersten Eosin- Foto wurden die Maße genommen. Beim zweiten ist das Eosin kaum bis zu den Sporen vorgedrungen; aber die 3 klar kenntlichen Sporen sind eher größer als die gemessenen vom andern Foto.

    Ich werde nochmal nachprüfen mit Wasser und Lugol.

    SDS ist meines Wissens ein starkes Detergens, gerne verwendet für einen Zellaufschluss. Wird das tatsächlich zusammen mit Kongorot eingesetzt?

    LG , Toni

    Hallo Andy,

    Danke für dein Interesse. Ciboria sp. kann schon hinkommen. C. betulae soll wohl auf Birkensamen vorkommen. Diese hier wuchsen auf Holz. Ich muss mich wohl damit abfinden, dass der unbestimmbar ist. So ein richtiger Becherling scheint er ja gar nicht zu sein. Fast alle Fotos von Becherlingen zeigen deutliche Becherformen. Zudem sind sie meist braun oder gelb, selten so reinweiß. Bei ASCO-Sonneberg.de fand ich die visuell ähnliche Art Allophylaria cf. Phalaris (bei Pezizellaceae). Aber ich habe nicht alle Arten durchgeblättert. Es ist uferlos, wenn man nicht die grobe Richtung kennt. Vll. meldet sich noch ein Schlauchpilzexperte. Die Pilzchen liegen jetzt im Kühlschrank. Wenn jemand Interesse hat, könnte er sequenzieren.

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    dieser Ascomycet bräuchte eine Bestimmung: auf Laubholz; Hut ~3 mm,; Höhe ~3 mm; Sporen ca. 10-11 x 3-4 µ

    Besten Dank im Voraus, Toni


    Hallo zusammen,

    Wenn ich das richtig sehe, brauche ich ein Stereolupenmikroskop mit Triokular und Zoommöglichkeit. Und eine Handyhalterung fürs Triokular. Dann könnte ich eine verwacklungsfreie Fotoserie fürs Tracking machen. Damit wäre dieser Becherling detaillierter zu knipsen gewesen. Ob allerdings die Vergrößerung von 45x ausreicht, ist mir noch nicht klar. Ich könnte dann zwar statt dem üblichen 10x-Okular auch ein 25x-Okular verwenden, aber damit machte ich am Mikroskop keine guten Erfahrungen; die Bilder wurden nicht recht scharf. Vll. gibt es auch ein 15x- oder 20x-Okular.

    Die gezeigten Fotos wurden mit dem Handy bzw. mit einem billigen Sumikon-Einstab-Mikroskop (50x) aufgenommen. Bei solchen Kleinpilzen nehme ich ein Stück vom Ast mit nach Hause und knipse diese dort mit Muße.

    VG, Tony

    Hallo Mikroaufnahmen-Freunde,

    mich würde interressieren, welche Geräte man für scharfe Mikrofotos benötigt, bzw. welche optimal sind.

    Ich sah an dem Stängel eines Doldenblütlers winzige Becherlinge (cf. Fuscolachnum sp.). Diese hätte ich gerne deutlich schärfer fotografiert, als wie es mir gelang.

    VG, Toni


    Nachtrag:

    jetzt komme ich der Sache schon näher. Solche aderigen Fruchtkörper bilden die Arten Phlebia radiata (Orangeroter Kammpilz) und Merulius tremellosus (Gallertfleischiger Fältling). Damit geht es zumindest in diese Richtung. Also doch was pilzliches. Hier ein Beispiel mit einem noch frischeren Fruchtkörper.


    Hallo Pablo, hallo alle Pilzfreunde,

    ich bin wieder ratlos. Diese aderige Form würde ich am ehesten bei den Schleimpilzen einordnen, aber es könnte auch etwas pilziges, pflanzliches oder gar tierisches sein. Kennt das jemand?

    Den braunen Porling halte ich für die Reste eines resupinaten Feuerschwamms (Fuscoporia cf. ferruginosa); hier ca. 4 Poren/mm; keine Sporen nachweisbar; Laubholz.

    LG, Tony


    Hallo Uwe,

    Schutzgebiete sind hier äußerst rar. Selbst die Auwälder an Amper und Isar werden überwiegend privatwirtschaftlich genutzt. Ich traf einmal in den Isarauen einen Waldbesitzer. Der äußerte sich sehr despektierlich über seinen Wald-Nachbarn, da dieser so eine Unordnung zuließe. Er selbst pflegte seine Parzelle wie ein Kleinhäusler seinen Rasen. Selbst den Staatsforst hatte nicht zuletzt - wenn ich mich recht erinnere - 2008 bei der Finanzkrise Markus Söder als Goldesel entdeckt. Auch dort gibt es alle 30 m eine Rückegasse, und kontinuierlich lärmen die Motorsägen. Statt Wertschöpfung werden heute Borkenkäfer und Waldumbau als Argumente vorgeschoben. Die Forstämter sollen schon satten Profit erwirtschaften. Die Stämme gehen dann teilweise zu Dumpingpreisen bis nach Österreich! Die sog. Biotopbäume muß man suchen, die stechen nicht ins Auge. Einige Leute hier im Dorf kaufen sich beim Forstamt die Lizenz, Bäume aus dem Staatsforst zu entnehmen. Da sind alte Eichen besonders gefragt. Kürzlich fällte das Forstamt hier im Auwald viele abgestorbene Eschen wegen Gefährdung des Waldwegs. Da fielen dann die Leute wie die Geier über die Baumstämme her. Ein Privatwald hier in der Nähe ist wie leergefegt; der Besitzer produziert Kackschnitzel.

    LG, Toni

    Hallo Pablo,

    bei 3) war aber alles am selben Stamm von unten nach oben. Die beiden ersten Fotos konnte ich mit mir beschatten, das dritte war zu hoch um es abzudecken, daher etwas überbelichtet.

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    gestern drehte ich eine Runde um einen kleinen Badeweiher. Da fand ich mehr Porlinge, als wenn ich 2 h durch den Wirtschaftswald laufe. In den Nutzwäldern hier werden offenbar keine Porlinge geduldet, da sie "infektiös" sind. Entweder werden sie entfernt oder die befallenen Bäume werden gefällt. Generell dürfen Bäume nicht ins Greisenalter kommen.

    LG, Toni


    1) Anistramete (Trametes suaveolens). Einen Fk nahm ich mit, da bei der Frosttemperatur kein Geruch wahrnehmbar war. In der Wärme aber dann doch sehr deutlich. Es war sogar ein Sporenabwurfpräparat möglich. Offenbar ist die Art mehrjährig.


    2) Eichen-Feuerschwamm (Phellinus robustus) in drei Altersstufen


    3) Pflaumen-Feuerschwamm (Phellinus tuberculosus)


    4) Schmetterlingstramete (Trametes versicolor)

    Hallo Christine,

    Mit welcher Lit. bestimmst die Schleimies? Ich habe da noch nichts Passendes gefunden. Die Art T. contorta fand ich nirgends (nur bei Wikipedia aufgelistet). Somit hätte ich die gelben Kugeln wohl fälschlich als Gelblichen Haarstäubling (Trichia varia) oder als Gelben Scheinhaarstäubling (Hemitrichia clavata bzw. calyculata) eingestuft. Da sollte ich wohl meine Fotos umbenennen.

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    diese weißen "Eier" konnte ich nicht identifizieren. Unterm Mikroskop zeigte sich, dass die "Eier" Pakte aus kugel- bis tropfenförmigen Einzelkomponenten waren (9-11 µm). Die weißen Gebilde waren nicht fest mit dem Holz verbunden, sondern fielen leicht ab. Käme hier eine Frühform von Trichia varia in Frage?

    VG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    welche Art der Gattungen Ganoderma, Phellinus, Fomes, Fomitopsis etc. bildet eigentlich die ausladendsten Fruchtkörper? Ich werfe mal einen Fund mit 40 cm vom Substrat abstehend in den Ring. Ich hatte zwar kein Metermaß dabei, konnte aber auf einem Karton die Tiefe markieren und dann zuhause nachmessen. Wäre die Weide nicht gefallen, hätten die Fruchtkörper wohl noch weiter an Größe zugelegt. Ich vermute, dass es sich um einen Weiden-Feuerschwamm (Phellinus igniarius/trivialis) handelte. Das Hymenium war bis auf eine kleine Stelle schon verwittert.

    LG, Toni

    Ja, Stephan, an den hatte ich auch gedacht. Aber dann hätte der hier die Kugel nicht abgeschleudert, sondern in der Umhüllung geöffnet. Könnte das was mit Eis und Schnee zu tun haben? Das spleißig geöffnete Becherchen ist ja voll von dem braunen Sporenpulver.

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    hier noch so ein schwieriger Fall: Auf Fichte, ca. 1 mm groß

    Wenigstens habe ich hier ein Mikrofoto: die großen, braunen Kugeln (?Asci) haben einen Durchmesser von ca. 10 µm. Diese platzen auf Druck und geben eine Unzahl von kleinen Tröpfchen (?Sporen, Fett) mit ca. 1 µm frei.

    Kennt das jemand?

    LG, Toni


    Hallo Pilzfreunde

    1) Als erstes ein Foto von gestern, das eine illustre Gemeinschaft auf einem gakappten Haselnuss-Strauch zeigt: Birkenblättling, Schmetterlingstramete und Herben Zwergknäueling.


    2) Doch nun zu meiner Frage. Könnte das der Bittere Saftporling (Amaropostia stiptica) sein?: Auf Kiefer gewachsen, schmeckte bitter, keine Sporen vorhanden, kein Geruch, FK weich, lappig und lapprig jung reinweiß, alter Hut braun mit weißer Zuwachszone, FK leicht ablösbar, 3-4 Poren/mm, Oberfläche feinfilzig,


    Servus, Toni


    1)


    2)

    Servus Pablo,

    Mikrodaten kann ich dazu leider keine liefern. Dazu fehlen mir die Kenntnisse und auch die entsprechende Vergleichs-Literatur.

    Aber ich habe nun mal die "Fungi of temperate Europe" durchgeblättert. Die Fotos dort sind super, aber leider halt nur eins oder zwei von jeder Art. Der Text in Satzform ist auch nicht optimal. Da gefällt mit die tabellarische Auflistung wie bei 123Pilze besser.

    Für 3) und 4) kam ich dort auch nicht recht weiter.

    Aber für 1) würde Proliferodiscus pulveraceus (S. 1395) besser passen. Einen deutschen Namen fand ich nicht.

    Und für 2) passt doch sehr gut der Orangeviolette Wachsporling (Ceriporia aurantiocarnescens) (S. 946). Man sieht dort soger die runden Umrandungen bei den runden Poren. Was nicht so ganz passt, dass bei meinem Fund keinerlei violetter Schimmer vorlag. Und auch dass dort auf Laubholz verwiesen ist; vll. kann der ja auch mal auf Kiefernhoz fremdgehen.

    Wie bewertest du diesen makroskopischen Vergleich mit FOTU?.

    LG, Toni

    Hallo Pilzfreunde,

    nach fast acht Wochen Eis und Schnee ging ich jetzt mal wieder in den Wald. Dort traf ich auf etliche, meist nicht mehr ganz frische, alte Bekannte: Flammulina, Auricularia, Fomitopsis, Trichaptum, Trametes, Exidia, Xylaria und andere. Doch da waren auch einige, die ich wohl in den pilzreichen Monaten nicht beachtet hätte. Ich versuchte mal, denen den richtigen Artnamen zuzuordnen. Aber das war für mich nicht einfach. Vll. kennt einer von euch den einen oder anderen Kandidaten. Vielen Dank für eine korrektive Info!

    Servus, Tonio


    1) Auf morschem Laubholz. Vergesellschaftet mit Mollisia, Lachnum und Dacrymyces.

    ~Wachsgelbes Haarbecherchen (Neodasyscypha cinerea)


    2) Porling auf Kiefer. ~4 Poren/mm. Keine Sporen nachweisbar. ~Mehlstaubporling (Postia rennyi)


    3) Resupinater Porling, ocker. Evtl. Laubholz. Keine Sporen. Mehr Wirren oder Zähnchen als Poren. 1-3/mm.

    ~Harziger Wachsporling (Ceriporiopsis resinascens)


    4) Weißer papierartiger Rindenpilz. Nadelholz. Leicht lappig vom Holz abziehbar. Kein Geruch. Keine Sporen.

    ~Dicke Gewebehaut (Athelia decipiens)


    Hallo Markus,

    Erwähnen sollte man auch noch die Kauf-App 123Pilze. Dann hat man die auf den Geräten und muss nicht immer den langwierigen Ladeprozess abwarten (zumindest bei mir). Und das Buch dazu "1700 Pilze" von Herta Haimerl und Wolfgang Bachmeier. Beides finde ich super und sehr preiswert.

    LG, Antonio

    Hallo Pablo,

    Im Klartext: Nur ein Experte kann Ritterlinge bestimmen. Genauso wie bei Schleierlingen, Risspilzen, Trichterlingen, Becherlingen, Rindenpilze ... und vielen Rüblingen, Träuschlingen, Tintlingen und und und. Ganz schön frustrierend für einen Hobby-Pilzfreund.

    Ich werde also weiterhin die meisten Fotos mit den Zusätzen cf., agg., s.n., s.l. abspeichern und mich im Wesentlichen an der Formenfülle erfreuen. Pilze sind und bleiben für mich ein faszinierendes Universum mit vielen Geheimnissen. Und gesund sind die Waldwanderungen sowieso.

    LG, Toni