Beiträge von Beorn

    Hallo, Benjamin!


    Danke für die Ansicht der Stielbasis. In der Tat ist da eine "Randung" erkennbar. Nur was das in dem Fall zu bedeuten hat - Stephan hat ja dazu auch schon etwas geschrieben, wie schwierig bestimmungen bei Schleierlingen ausgehend von nur einem einzelnen Fruchtkörper sind. Es gibt sogar eine ganze Sektion ("Multiformes"), wo bei vielen Arten die Knollenform einigermaßen variabel ausgeprägt sein kann. Bei Arten aus anderen Sektionen gibt es das Phänomen aber auch. In wieder anderen Sektionen ist die Ausprägung der Knollenform sehr stark festgelegt - doch auch da kann es bei einzelnen fruchtkörpern Ausnahmen geben.

    Was aber sicher ist: Du bist beim ersten auf jeden Fall richtig bei den Schleierlingen der Untergattung Phlegmacium (Schleimköpfe & Klumpfüße). :thumbup:


    Noch so am Rande: Wenn es in der Schweiz mit Terminen schwierig sein sollte, kannst du auch in das (zugegebenermaßen etwas komische) nördliche Nachbarland ausweichen. Das würde sich aber nur für mehrere Tage lohnen. In >Hornberg< im Schwarzwald werden Wochenkurse angeboten, die sich wirklich lohnen.

    Ebenso attraktiv und für dich vermutlich auch nicht weiter entfernt gibt es noch die >Pilzschule Schwäbischer Wald<.

    Da wird aber in diesem Jahr vermutlich auch kaum noch was frei sein, aber für's kommende Jahr könnte das eventuell noch eine Möglichkeit sein, wenn es sich anders nicht einrichten lässt.



    Lg; Pablo.

    Hallo, Toni!


    Ui, dann ist das ein Fehler in der zitierten Quelle. Zumindest was die Sporengröße betrifft, die ist dort falsch angegeben.

    Die tatsächliche Sporengröße von M. galericulata ist >hier< aufgeführt. Das Sporenpulver habe ich noch nie überprüft bei galericulata, aber es ist wohl eher nicht "ockergelb" - oder wenn, dann erheblich blasser als der Abwurf bei deiner Rhodocollybia. Normalerweise aber wie bei allen bei Helmlingen weitgehend weißlich.



    LG; Pablo.

    Hallo, Sabine!


    Ich kenne den aber auch nicht aus eigenen Funden. :wink:

    Hatte allerdings schon ein paar mal mit ähnlichen Arten zu tun und mir den darum schon ein paarmal angeguckt und verglichen. Sehr gute und vor allem sicher bestimmte Bilder gibt es zB >hier<. Vielleicht erklärt das etwas meine Skepsis gegenüber der Einordnung - wirklich ausschließen kann ich die Art natürlich nicht.

    Der FN - Schlüssel ist definitiv das Beste (und im Grunde einzig funktionierende) Mittel um Schleierlinge zu schlüsseln. Dennoch muss man die Schlüsselergebnisse immer auch kritisch mit möglichst umfassenden (und belastbar bestimmten!!!) Abbildungen und Dokumentatonen der geschlüsselten Art vergleichen. Funga Nordica fasst zudem auch viel auf Aggregatsebene zusammen, hier und da muss man noch weiterführende Publikationen durcharbeiten, wenn man tatsächlich zu einer einigermaßen sinnvollen Bestimmung kommen will.


    Bei der Beurteilung der Form der Stielbasis geht es mir ja genauso wie dir: Ich kann es nach den Bildern nicht einschätzen. Darum die Nachfrage - auch wenn ich befürchte, daß uns das auch nicht viel weiter bringen wird in diesem Fall.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Dann mache ich mal den Spielverderber: Ich erkenne auf dem Bild einen Bronzeröhrling (Boletus aereus). :wink:

    Boletus pinophilus hat schon ein anderes Farbspektrum und ist zudem weitgehend "einfarbig", also die Hutoberfläche wird selten mal so fleckig - bunt wie hier.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Nr. 2 ist (der aktuellen Numerierung zufolge) ein Stummelfüßchen (Crepidotus spec.). Nähere Eingrenzung / genauere Bestimmung der Art nicht möglich.

    Nr. 3 dann der von Jörg erwähnte Schleierling (Cortinarius spec., nähere Eingrenzung / genauere Artbestimmung nicht möglich).

    Nr. 4 (also die "Mumie") siehta us wie stark verweste Fruchtkörper vom Grünlichen Kammporling (Albatrellus cristatus).



    LG; Pablo.

    Salve!


    Tricholoma stiparophyllum ist ein ziemlich großer, kräftiger Pilz - den würde ich hier eher ausschließen.
    Wenn es denn ein Ritterling ist, dann eher eine der zierlicheren "Riecholomas" (= weiße Stinkeritterlinge).

    Im Laubwald wären das Tricholoma lascivum (Mykorrhiza vorwiegend mit Rotbuchen, Geruch pissig nach Bahnhofsklo, manchmal mit mehlartiger Komponente) oder Tricholoma album (Mykorrhiza vorwiegend mit Eichen, Geruch nach Grünem Knolli, erst im Alter pissig-muffig).

    Ich bin ehrlich gesagt noch nie auf die Idee gekommen, in eine dieser Riecholomas reinzubeißen, kann daher zum Geschmack nichts sagen. Dürfte aber auch in dem Fall kaum bestimmungsrelevant sein.



    Lg; Pablo.

    Ahoi!


    Auch die Form der Poren (weitgehend eckig, Porenwände dünn) spricht gegen Gloeophyllum trabeum, zudem wäre die Art nicht derart behaart.
    Eine Borstentramete wäre hier schon sehr viel wahrscheinlicher, die kann durchaus auch an verbautem Holz fruchtkörper bilden.

    Ein Schnittbild wäre tatsächlich noch schön, das könnte noch ein paar Indizien enthalten.



    Lg; pablo.

    Servus!


    Der zweite ist allerhöchstwahrscheinlich Cortinarius varius (Semmelgelber / Ziegelgelber Schleimkopf).

    Den ersten würde ich eher nicht für Cortinarius percomis halten, denn der sollte nicht so deutlich entfernt stehende Lamellen haben, eine weniger leuchtendeHutfarbe, einen weitgehend weißen Stiel (hier gelbbraun umfärbend, unter dem Velum) und einen weniger kompakten Habitus.
    Was das ist, wird sich nicht klären lassen. Erstens muss man da auch alpine Arten berücksichtigen, zweitens braucht man unbedingt noch jüngere Fruchtkörper, um die ursprüngliche Lamellenfarbe beurteilen zu können: Ideal dazu sind Fruchtkörper, wo das Velum noch mindestens teilweise geschlossen ist und noch keine ausgereiften Sporen die Lamellenfarbe verfälschen. Zudem frage ich mich Folgendes: Auf zwei Bildern wirkt das so, als wäre die Stielbasis zumindest stellenweise (einseitig?) abgesetzt bzw. gerandet. Im Schnittbild ist davon aber nichts zu sehen?


    LG; Pablo.

    Hej.


    Den ersten würde ich für Mycena galericulata (Rosablättriger helmling) halten. Der hat oft auch einen tief wurzelnden Stiel, vor allem wenn an stark zersetztem und / oder vergrabenem Holz wohnend.


    Beim zweiten ist zumindest die Gattung (Rhodocollybia) sehr wahrscheinlich. Da gibt es noch eine oder zwei Arten neben Rhodocollybia maculata mit eher durchgehend ockerlichen Hüten.



    Lg; Pablo.

    Salve!


    Geht mir ebenso wie Raphael: Einen Igel mit noch geschlossenem Hut habe ich noch nie aufgeschnitten. Allerdings finde ich den Grünton der Lamellen bei der Art oft kaum erkennbar. Das Sporenpulver ist nicht rein weiß, sondern hat im Abwurf schon mal so einen komischen olivgrünen Schimmer, kann aber auch mehr cremefarben bis blassocker sein. Die Lamellen selbst sind aber auch nicht weiß, sondern auch jung schon etwas trüber gefärbt, für meine Wahrnehmung in der Regel so etwas olivockerlich oder blassgraubraun...

    Jedenfalls ist es schon auffällig, daß die Lamellen hier eben nicht weiß sind, wie das bei den meisten anderen Wulstlingen in dem Stadium der Fall wäre.

    Zudem sind auch Kutis (Huthaut) und Subkutis (Zone direkt unter der Huthaut) allenfalls etwas beigeockerlich gefärbt. Damit sind zB Fliegenpilze raus (wäre dort gelb).
    Also insgesamt: ein Igel wäre hier durchaus plausibel.



    Lg; Pablo.

    Hi.


    Wenn's ein regelmäßig durchgeförsterter Wirtschaftswald ist, wäre es wohl ziemlich egal. Da passt in der Feinabstimmung der Ökologie ohnehin nicht mehr allzu viel zusammen. Bei naturbelassenen Wäldern, insbesondere in Schutzgebieten, Bannwäldern oder Reservaten muss man sich klar machen, daß man bei so einer Beimpfung direkt "ortsfremde" Organismen installiert, bei denen es unklar ist, wie die sich in dem entsprechenden Ökosystem verhalten.

    Wie oben geschrieben ist die Wahrsscheinlichkeit relativ hoch, daß die sich dort gar nicht durchsetzen können - aber wenn sie es doch tun, wäre es schon eine Störung im ökologischen Gleichgewicht mit unabsehbaren Folgen (kann keine bis erhebliche Auswirkungen haben).

    Natürlich sind Pilze "mobil" und kommen durch ihre Sporen nahezu überall hin - auch ausgebüxte Zuchtformen sporulieren sich eifrig durch die ursprünglichen Bestände und hybridisieren munter vor sich hin. Mit völlig unabsehbaren Folgen... :wink:

    Einen Wald in Mitteleuropa völlig von ortsfremden Einflüssen (/Organismen) frei zu halten, ist unmöglich. Aber man muss es ja nicht konkret forcieren.


    Insofern erneuere ich nochmal den Vorschlag: Baumstamm besorgen, in den Garten legen ---> beimpfen und gucken, was passiert.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Die allseits beliebten echten Morcheln (Käppchen-, Speise-, Spitzmorcheln usw.) stehen nicht nur in einer anderen Gattung als Stinkmorcheln, das ist sogar eine ganz andere Klasse. Stinkmorcheln (und alle anderen, aus "Eiern schlüpfenden" Rutenpilze sind Ständerpilze (Basidiomycota). Speise- und Spitzmorcheln und co sind Schlauchpilze (Ascomycota) und damit ungefähr so nahe mit Stinkmorcheln verwand wie eine Seeanemone mit einem Elch. :wink:

    Soweit ich weiß, sind alle "Hexeneier" übrigens erheblich weniger giftig als sämtliche Morcheln (von sämtlichen Lorcheln - die auch Schlauchpilze sind - mal ganz zu schweigen).

    Was nichts über den Geschmack aussagen soll, aber Teile von Stinkmorchel - Hexeneiern sind sogar in geringeren Mengen roh weitgehend unproblematisch. Das sieht bei Speisemorcheln ganz anders aus, die sind roh mächtig giftig.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Die Farben von Ramaria largentii neigen dazu, rasch nach der Entnahme vom Mycel zu verblassen.

    Dazu kann ich mal einen Fund aus diesem Jahr (Nordschwarzwald) zeigen, den ich für Ramaria largentii halte:




    So. Und nun die selben Fruchtkörper nach einer Nacht in der Dose, da ist dann ncihts mehr goldig - orange, sondern nur noch gelb:



    Mikros dazu:



    Die Schnallen an der Basidienbasis (sonst aber im gesamten Fruchtkörper fehlend) sind da wohl auch wichtig - vermutlich würde man mit erheblich mehr Erfahrung als ich die Art aber auch makroskopisch im Wald schon erkennen können.



    LG; Pablo.

    Hallo, John!


    Wenn die Stämme einfach im Wald liegen bleiben (was schön wäre), dann werden so oder so Pilze drauf wachsen. Ein einziger toter Rotbuchenstamm (mit Stammdurchmesser 50cm) wird voraussichtlich von mehr als 100 Pilzarten besiedelt im Verlaufe der vollständigen Zersetzung. Innerhalb dieses natürlichen prozesses werden möglicherweise auch Arten wie zB Austernseitling, Lungenseitling, Samtfußrübling, Schmetterlingstramete, Zunderschwamm, Schwefelporling und etliche weitere erscheinen, die sich dann auch kulinarisch oder zur Unterstützung der Gesundheit verwendet werden können.

    Beimpfen musst du den Stamm dazu nicht (solange er in einem Wald herumliegt), das passiert alles von selbst. In der Regel sind im Wald die Arten ohnehin stärker, die den Stamm während des natürlichen Zersetzungsprozesses verwerten, also die eingeimpften Pilze werden einfach als Konkurrenten ausgeschaltet.


    Wenn du den Stamm in deinem Garten liegen hättest, dann würde es mehr Sinn machen, mit allerhand Mycelien herumzuimpfen, weil da kannst du nachher auch noch kontrollieren, ob das, was an dem Stamm wächst, tatsächlich die eingeimpften Pilze sind und ob die auch wirklich von dir geerntet werden, und nicht von Rehen, Schnecken, anderen Pilzsammlern und so weiter. :wink:


    Es gibt Holzpilzfreaks wie mich, die werden im Wald von jedem dicken, liegenden Stamm magisch angezogen. Und wenn ich an so einem Stamm schon dabei bin, mir Phlebias, Criporiopsisse und so weiter anzugucken, dann kann es auch passieren, daß ich nebenbei die frisch wachsenden Lungenseitlinge abräume. :wink:



    LG; pablo.

    Servus!


    "Einfach erstmal angucken" ist ja schon der erste Schritt, sich mit diesen Pilzen zu beschäftigen. Man nimmt sie eben etwas gezielter wahr, und ohne den einzelnen Fudnen unbedingt einen Namen geben zu müssen, prägt man sich ja schon automatrisch Formen und Farben und Wuchsumstände ein, hat also nachher schon mal eine Basis, wenn man sich dann doch eingehender damit beschäftigen möchte.



    Lg; pablo.

    Servus!


    Zumindest der Lila Lacktrichterling ist ein Arsensammler. Wie das bei den anderen Arten aussieht, kann ich nicht sagen.

    Aber in großen mengen werden die eh nicht verzehrt - in geringen Mengen sollten Lacktrichterlinge zumindest nach ausreichender Garzeit wenig bedenklich sein.

    Auch bei allen als "roh essbar" eingeordneten Pilzen sollte man sich klar machen, daß man sie nur in geringen Mengen roh verzehren sollte.

    So gut wie alle Pilze enthalten "blutzersetzende" Stoffe und zudem einen Haufen wirklich schwer verdaulicher Eiweißverbindungen. Beides wird durch Erhitzen zumindest reduziert, so daß bei gut gegarten Mahlzeiten seltener Probleme auftreten als beim Rohverzehr.


    Der anisartige Geruch hier wird wohl nicht artspezifisch sein. Normalerweise riechen die zweifarbigen lacktrichterlinge (wie die anderen Arten der Gattung auch) "unspezifisch - variabel".



    LG; Pablo.

    Hallo, John!


    Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte das ein Haselmilchling (Lactarius pyrogalus) sein. Die Zonierung des Hutes ist bei diesem fruchtkörper undeutlich ausgeprägt, aber vom Farbspektrum und den ziemlcih entfernt stehenden Lamellen her kommt das gut hin. Und da du ja Corylus extra noch erwähnst, wäre der benötigte Mykorrhizapartner ja vorhanden.



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Korallen sind recht knifflig. Diese Pilze muss man wirklich sehr intensiv beobachten und wie man die beobachtet, das muss man erstmal langsam lernen - was nicht so einfach ist. Es gibt eine einzige, wirklich vernünftige monografische Bearbeitung der Gattung: "Die Gattung Ramaria in Deutschland" von Josef Christan.

    In dem Buch ist auch alles erklärt, wie man was untersucht, welche Merkmale wann wichtig sind und wie das aussehen soll (makro- wie mikroskopisch).

    Mikroskopisch sind Korallen eher undankbar, wenn man nicht in anderen Bereichen schon einige Erfahrung mit Pilzmikroskopie hat. Neben den Schnallenverhältnissen und dem Aufbau der Asttrama (beides schon nicht ganz einfach zu beobachten) benötigt man manchmal auch noch die Anatomie der Rhizomorphen unter der Stielbasis - also dort die Hypheneigenschaften, Kristalle usw.

    Auch die makroskopische Beobachtung ist verzwickt, weil die Farben vieler Korallen einerseits flüchtig, andererseits aber für die Einordnung absolut maßgeblich sind. Manche Farbtöne verschwinden schon sehr bald nach dem Einsammeln der Fruchtkörper. Die sind also nur wirklich frisch zu beobachten. Auch kann man zB aus der Art, wie die Äste sich verzweigen, einiges ableiten (geht dann auch noch bei älteren oder etwas unfrischeren Fruchtkörpern) - aber das sind Merkmale, die man tatsächlich "üben" muss.

    Ich habe selbst erst im letzten Jahr angefangen, mir einige Funde detaillierter anzusehen und teilweise auch versucht zu bestimmen. Was auch mit der o.g. Literatur nur manchmal funktioniert. Das wird aber immer zielsicherer, je mehr Kollektionen man sich bereits angeschaut hat. Insofern kann ich deinen Fund nicht einschätzen, weil zu einer einigermaßen soliden Einschätzung nach Bild fehlt mir die Formenkenntnis und Erfahrung.



    Lg; pablo.

    Hallo, Martin!


    Alle Arten der Gattung Laccaria sind Mykorrhizapilze. Also kann das gut sein, daß die zur Tanne gehören bzw. mit dieser eine Partnerschaft bilden.

    Zur Art: Laccaria proxima ist das eher nicht, die bildet noch kräftigere Fruchtkörper mit grob braun befaserten Stielen und meistens schuppigen Hüten aus.
    Laccaria laccata ist äußerst unwahrscheinlich, denn das ist eine extrem seltene Art - die allerdings nur mikroskopisch (elliptische vs. runde Sporen) von der extrem häufigen und quasi omnipräsenten Laccaria pallidifolia (= Laccaria affinis = Laccaria tetraspora = Rötlicher Lacktrichterling = Blassblättriger Lacktrichterling).

    Bei deinem Fund wäre mit den blass violetten Lamellen und dem kröftigen Stielbasisfilz (ist der bei jungen, frischen fruchtkörpern violett?) übrigens als erstes an Laccaria bicolor (Zweifarbiger Lacktrichterling) denken.



    Lg; Pablo.

    Salut!


    Ich hatte im Schnittbild auf sowas wie einen "Zapfen" gehofft, der sich vom Hutfleisch etwas hinunter in die Stieltrama zieht.

    Das in Zusammenhang mit rettichartigem Geruch hätten zu Hebeloma custiliniforme s.l. (einer der Tonblassen Fälblinge) geführt.

    Aber wenn diese beiden Merkmale nicht vorhanden sind, muss es was Anderes sein - und da muss ich leider passen. Vermutlich wäre das dann wieder so ein mikroskopierpflichtiger Pilz...



    LG; Pablo.

    Morgen!


    Wo Sabine gerade einen Fund gezeigt hat (>siehe hier<), der auf Tricholoma sulphurescens hinauslaufen könnte: Möglicherweise könnte dieser Fund auch etwas aus der Ecke sein?
    Tricholoma sulphurescens dürfte aber vorwiegend ein Mykorrhizapartner von Rotbuche sein, gab es in der Umgebung überhaupt Rotbuchen?

    Auf einigen Bildern sind ja immerhin Birkenblätter zu sehen. Damit müsste man auch noch Tricholoma stiparophyllum (Gerippter Gasritterling) im Auge behalten. Die Art kann deutlich größere und stämmigere Fruchtkörper bilden als die anderen weißlichen Stinkeritterlinge, auch die Lamellen sind nicht ganz so entfernt stehend. Aber ob die so gedrängt sein könne wie hier?

    Jedenfalls passen die neuen Bilder nicht mehr wirklich zu Gefleckten Rüblingen (Rhodocollybia maculata), und meiner Ansicht nach auch nicht zu weißen Büschelraslingen (Leucocybe connata).



    LG; Pablo.

    Hallo, Sabine!


    Tricholoma sulphurescens ist eine Art, die ich leider kaum kenne. Nach nur einem Fund im letzten Jahr fällt es mir auch schwer, den merkwürdigen Geruch der Art wirklich zu verstehen.

    Aber vom Aussehen könnte das schon ganz gut hinkommen. Die Verfärbungen, also das Gilbungsverhalten ist nicht so krass ausgeprägt wie bei manchen Karbolchampignons, aber es geht in die Richtung (etwas langsamer und ockergelblicher), es ist jedenfalls erheblich stärker ausgeprägt als bei den Gilbenden Erdritterlingen.

    Ein Bildchen der als Tricholoma sulphurescens eingeordneten Ritterlinge vom letzten Jahr:



    LG; Pablo.

    Hallo, Murmel!


    Jedenfalls ist nichts zu erkennen, was gegen deine Einschätzung spricht.

    Die Würmchen haben dem Stiel einigermaßen zugesetzt, aber es sind keine safrangelben Verfärbungen zu sehen und der violette Farbton vor allem im oberen Stielteil ist ausgeprägt.

    Dazu dann mit dem enstprechenden, krassen Geruch (für meine Nase bei Cortinarius camphoratus so eine Mischung aus Ziegenstall und verbrannten Haaren): Ich würde das dann schon als Bocksdickfuß verstehen. :thumbup:


    Den gab es zahlreich in diesem Jahr auch im Schwarzwald, wobei die Fruchtkörper oft etwas kräftiger waren, aber der Habitus ist einigermaßen variabel:





    LG, Pablo.

    Hallo, Max!


    Dickfüße und Gürtelfüße gehören zur gleichen Untergattung: Telamonia.

    Die Merkmale (Habitus, Velumstrukturen am Stiel, Struktur & Hygrophanität der Hutoberfläche) sind nicht ausreichend, um eigene Untergattungen zu kennzeichnen, vor allem weil die Merkmalskombinationen von Art zu Art kunterbunt durcheinander variieren.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Ein Bocksdickfuß wäre hier durchaus möglich. Allerdings können so ziemlich alle anderen Schleierlinge auch einen gruseligen Geruch entwickeln, wenn die Fruchtkörper alt werden oder irgendwie geschädigt sind. Der hier sieht allerdings einigermaßen frisch aus. Zumindest von außen. Ein Schnittbid wäre wichtig, um erstens zu erkennen, daß der auch innen im Fleisch noch frisch ist (Geruchsanomalie ausschließen) und um die Farben im Schnittbild zu beobachten (ist bei Schleierlingen immer wichtig).



    LG; Pablo.