Beiträge von Beorn

    MoinMoin!


    Meiner Ansicht nach sollten diese Champignons auch nie und nimmer anisartig / marzipanös gerochen haben.

    Aber Champis sind ja ohnehin manchmal geruchsgeizig, das kann auch hier der Fall sein. Wäre der Geruch ordentlich ausgeprägt, hätte der hier definitiv jodartig gerochen, so nach Apotheke, Krankenhaus, Wundpflaster.



    LG; Pablo.

    Servus!

    wechselt sich die Milchfarbe?

    hab keinen Wechsel erkennen können.

    zu welchem Ton könnte die Farbe denn wechseln?

    Von Orange zu Rot.

    Tut sie bei diesem Fund voraussichtlich auch, braucht aber so etwa 20 bis 30 Minuten dazu.

    Da ich keine Grübchen am Stiel erkennen kann, und wenn da außer Fichten sonst nichts rumstand, ist es ja eigentlich klar.



    Lg; pablo.

    Hej.


    Die Bestimmung steht und fällt hier mit der fehlenden Stielbasis.
    Das wäre ein wunderbares Rätsel, wenn die nur für die Frage weg wäre, du sie aber gesehen hättest, Toni. :wink:


    Der Pilz ist allerdings trotzdem Amanita porphyria.

    Dazu passen die Sporen nämlich auch (müssten sie jedenfalls, ich hab's nicht nachgeguckt), verraten tut der sich aber durch die Huthaut, den Ring und die Textur der Stieloberfläche unter dem Ring.



    Lg; Pablo.

    Salut!


    Der Fundort (Fichten) und die rein gelben Verfärbungen lassen ja eher an Albatrellus citrinus denken.
    Albatrellus subrubescens wäre eine Art bei Kiefern und soll ein etwas anderes Farbspektrum aufweisen - das dürfte aber wohl zumindest bei den Farben Überschneidungsbereiche geben. Albatrellus ovinus allerdings mag auch Fichten und soll zumindest an den Poren bei Berührung deutlich gilben. Albatrellus ovinus kann man von den anderen beiden Arten leicht durch einen Sporenabwurf und einen Tropfen Melzer unterscheiden: subrubescens und citrinus haben amyloide Sporen, ovinus nicht.

    Leider kenne ich "die drei Schafporlinge" nicht, kann also nicht einschätzen, zu welcher dieser Arten dein Find gehört.



    LG; Pablo.

    Moin!


    Was schon mal richt5ig erkannt ist: Das ist kein Wiesenchampignon (Agaricus campestris), denn die Ringstruktur passt nicht dazu und ebensowenig die Form der Stielbasis, auch dei Sturktur der Hutoberfläche müsste anders aussehen.

    Was das aber für ein Champignon ist, das kann ich nicht einschätzen. Dazu müsste man zumindest die vollständige Stielbasis (hier leider nur zur Hälfte vorhanden) und ein ebenso vollständiges Schnittbild angucken können.

    Mit dem Hinweis auf den anisartigen Geruch und das Verfärbungsverhalten kann das aber schon eine der Arten aus dem Umfeld um die waldbewohnenden Anischampignons sein (Agaricus essettei, sylvicola und weitere, Bestimmungen sind da nur mikroskopisch oder durch DNA - Analyse möglich).



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Es gibt eine ganze Reihe von Riesenschirmlingen, die vor allem in der Steilrinde bei Verletzung röten. Diese Verfärbungen sind meistens schwach, langsam und weinrot bis rotbraun. Im Vergleich dazu röten die Safranschirmlinge (sofern frisch genug und nicht zu trocken, sonst bleibt das aus!) im gesamten Fleisch und die Verfärbung ist mehr safranrot - orange.

    Das Wesentliche Merkmal (weil die Verfärbungen ja nicht immer funktionieren) hat Donna schon erwähnt: Alle Riesenschirmlinge (Gattung: Macrolepiota) haben einen genatterten Stiel (manche Arten nur sehr fein und hell), alle Safranschirmlinge (Gattung: Chlorophyllum) haben einen glatten, längsfaserigen Stiel, der nie genattert ist.
    Die Struktur der Hutschuppen ist ähnlich bei den beiden Gattungen, aber nicht identisch - aber eben auch unterschiedlich von Art zu Art und jeweils mit großem Variationsspektrum. Da die unterschiede auf Gattungsebene zu erkennen erfordert viel Erfahrung und Formenkenntnis.

    Einen kräftigen, vom Stiel leicht lösbaren Ring haben die Arten in beiden Gattungen.



    Lg; Pablo.

    MoinMoin!


    Die Stiele bei Craterellus sinuosus sind zumindest nicht so eindeutig hohl wie bei Craterellus cornucopioides.

    Also in der Regel nicht vollständig "durchbohrt", so daß der Hohlraaum im Stiel sich in der Hutmitte öffnet. Der Stiel kann dennoch oft hohl sein, muss aber nicht bei der Art.



    Lg; pablo.

    Moin!


    Nö, mit "Alter" meinte ich, daß der Filzröhrlingsfruchtkörper massiv ausgeblasst ist und darum nicht mehr eindeutig bestimmbar.
    Blutrote Filzröhrlinge (Hortiboletus rubellus) haben nie einen schleimigen Hut. Ausnahme: Es sind Schnecken darüber gekrochen.

    Die Hutoberflächen sind noch nicht mal schmierig (Ausnahme: Es sind Schnecken bei regenerischem Wetter darüber gekrochen). :wink:

    Aber die Farben der jungen Fruchtkörper sind bestimmungsrelevant, weil da die Unterschiede zu Hortiboletus engelii (Eichenfilzröhrling, deutscher Name kommt daher, weil der bevorzugt mit Linden und anderen Laub- und Nadelbäumen Mykorrhiza bildet) noch erkennbar sind - bei alten Fruchtkörpern (s.o.) nicht mehr.


    junge Hortiboletus rubellus:


    bei einigen Fruchtkörpern aus dieser Kollektion lässt sich das Ausblassen der Farben von rot zu braun bereits beobachten.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Auch bei älteren Semmelporlingen ist das Farbspektrum etwas anders, und die verfärben auch nicht so extrem. Zudem ist der Habitus noch etwas anders.

    So in ganz frisch und jung:





    So in älter:





    Die Mikros nur der Vollständigkeit halber, mit etwas Erfahrung sollten die auch makroskopisch schon trennbar sein.
    Mir fehlt die Erfahrung noch, ich muss also zur Bestimmung durch die Linsen gucken.

    Aber vergleicht mal den Habitus, die Hutfarben (orangeocker vs. rotbraun) und das Verfärbungsverhalten bei Verletzung der Fruchtkörper.


    PS.: Die Amyloidität der Sporen ist schon makroskopisch zu beobachten - dazu braucht man aber einen ordentlichen Sporenabwurf auf einem Glasplättchen oder Keramikteller oder einer vergleichbaren, nicht mit Melzer reagierenden Unterlage.



    Lg; Pablo.

    Ahoi!


    Mit einer Bestimmungsidee kann ich hier leider auch nicht aufwarten (verflixt schwere Gruppe), aber eine kleine Anmerkung zum Velum:
    Das scheint mir bei diesem Fund nämlich eher weiß zu sein. Rostbraun ist das Sporenpulver auf dem Velum am Stiel. Die Sporenpulverfarbe ist aber uninteressant, weil die bei allen Schleierlingen +/- identisch ist. Die Velumfarbe ist wichtig, ebenso wie die Lamellenfarbe (ohne aufliegendes Sporenpulver). Darum ist es in der Gattung ja so wichtig, Kollektionen mit möglichst jungen Fruchtkörpern zu beobachten, wo diese Farben noch erkennbar sind und nicht vom Sporenpulver überlagert (oder ausgeblasst).


    Auf dem dritten Bild erkennt man am Stiel entlang diffus ein paar feine, unbepuderte Velumfäden. Wären diese gelblich (und idealerweise noch als Bänder angeordnet) könnte man in richtung Cortinarius anomalus spekulieren. Mit weißlichem Velum ist der aber raus, und der Fund könnte sogar mit einigen mikroskopischen Details unbestimmbar bleiben (weil Formen- und Artenvielfalt in der Gruppe zu hoch).



    Lg; Pablo.

    Salve!


    Auch bei der Weißstieligen Rotkappe (Leccinum leucopodium = Leccinum albostipitatum = Espenrotkappe) können die Stielschüppchen bei entsprechender Witterung bräunlich werden von der Stielbasis her. Das kann auch recht schnell gehen, also auch bei jungen Pilzen schon auftreten.

    Da die Eichenrotkappe (= Leccinum quercinum = Leccinum aurantiacum s.orig. = Laubwaldrotkappe) auch mit Pappelarten Mykorrhiza bilden kann (wie auch mit Eichen, Esskastanien und Rotbuchen), muss man bei der Bestimmung tatsächlich gut morphologisch beobachten. Das Farbspektrum der Hutfarben der Eichenrotkappe ist tatsächlich dunkler und trüber braunrot, und die Farbe der Stielschuppen (also sofern die bei leucopodium überhaupt bräunlich sind) ist auch ein wenig satter und röter bei quercinum.



    Lg; Pablo.

    Hallo, John!


    Bei dem Schleierling am Ende hätte ein Schnittbild die Bestimmung entweder absichern können. Oder halt die von Andy vorgeschlagene Art ausschließen.
    Ich denke zwar auch, daß das Cortinarius traganus ist, aber einmal längs durchschneiden schadet ja nicht und ist eine Sache von ein paar Sekunden.




    LG, Pablo.

    Salve!


    Man wird ja auch mal schmunzeln dürfen, finde ich. :wink:

    Es soll ja Spaß machen, und mir kommt es im Wald auch oft so vor, als würde ich von den Pilzen auf die Schippe genommen...


    Übrigens: Bei mir ist das auch ein ziemlich flauer Herbstbeginn bisher. Selbst in den extrem trockenen Jahren zuvor habe ich den eindruck, um diese Zeit mehr Funde gemacht zu haben, als in diesem Jahr. Nun, vielleicht dient das in den betroffenen Gegenden der Mycelregeneration.
    Die Beobachtung von Franz will ich aber nochmal unterstreichen: Insgesamt sieht man zwar wenig, und auch die Artenvielfalt ist zur Zeit gering (in den von mir untersuchten Gebieten), aber dafür hat man stellenweise immer mal wieder solche Massenaspekte an Fruchtkörpern, wo anscheinend eine Art - sogar ein Mycel eine irrsinnige Menge an Fruchtkörpern produziert.

    Kann auch mal ganz nett sein, dann hat man mal die Gelegenheit, eine eher "triviale" Pilzart schick in Szene zu setzen, und ausführlich zu beobachten, von der man sonst nur einzelne, unfotogene Fruchtkörper findet, oder die man sogar bislang ignoriert hat, weil zu viel anderes, spannenderes Zeugs drum herum stand.


    Cortinarius flexipes (Pelargonien - Gürtelfuß):


    Cortinarius subtortus (Weihrauch - Schleimkopf):


    Cortinarius traganus (Lila Dickfuß):


    Tricholoma inamoenum (Lästiger Ritterling):


    Man muss sich damit arrangieren, was die Pilze so machen.

    Es ist aber gut vorstellbar, daß es in diesem Jahr noch ordentlich interessant wird. Aus pilzkundlicher wie auch aus kulinarischer Sicht.

    Wie lange das noch dauert, und ob's dann noch was wird: Keine Ahnung.

    Solange aber die hier:


    ...noch frische Fruchtkörper aus den Böden schieben, haben die meisten anderen Arten noch Sendenpause.
    Steinpilze kommen zB erst dann in relevanten Mengen raus, wenn die Gallenröhrlinge weg sind. Und mit den Steinpilzen geht die Artenvielfalt steil nach oben - ebenso wie der Genuß.



    LG; Pablo.

    Moin!


    Mit einer Wahrscheinlichkeit von deutlich über 90% ist das keine der beiden vorgeschlagenen Arten, aber: Bei so alten Einzelfruchtkörpern ist bei Filzröhrlingen oft keine solide Bestimmung mehr möglich.

    Tendenziell würde ich hier einen der Gartenröhrlinge (Hortiboletus) vermuten, am ehesten Hortiboletus rubellus (Blutroter Röhrling), ist aber wie erwähnt aufgrund des Alters des Fruchtkörpers höchst spekulativ.



    LG; Pablo.

    Morgen!


    Also im Startbeitrag zu sehen sind: Craterellus sinuosus (Krause Kraterelle) und Craterellus tubaeformis (Tompiffge).

    Selbstverständlich können da auch Fruchtkörper diverse Leistlingsarten auf wenigen Zentimetern durchmischt gebildet werden; das kommt auch regelmäßig vor.

    Manche Arten sind tendenziell öfter auf so engem Raum vergesellschaftet als andere, wie zB Craterellus cornucopioides zusammen mit Cantharellus cinereus, aber auch Craterellus sinuosus und Craterellus cornucopioides bilden ihre Fruchtkörper oft in unmittelbarer Gesellschaft.



    Lg; Pablo.

    Hallo, Franz!


    Die unterschiedlichen Angaben der Sproengrößen beim "Kegeligen Risspilz" in der Literatur dürfte zum Einen zurückzuführen sein, daß die meisten Autoren absolut keine Ahnung haben, was ein "Kegeliger Risspilz" ist. Oder anders ausgedrückt: der Begriff wird halt mehr so nach Tagesform der Autoren verwendet (es sei denn man hat vereinzelt tatsächlich mal jemanden, die/der sich mit Risspilzen spezieller befasst hat), also für diverse völlig unterschiedliche Arten.

    Zum Anderen ist es aber offenbar wirklcih so, daß die Sporen von >Pseudosperma rimosum< höggschd variabel sind - aber auch das kann ein Merkmal gegenüber anderen Arten sein. Wenn man so ein unregelmäßiges Sporenbild im Mikroskop sieht, kann das ja auch die Eigenschaft einer Art sein gegenüber anderen Arten.


    Ob dein Fund überhaupt in die selbe Gattung (s.str., also ansonsten eben Untergattung, Sektion) gehört wie Pseudosperma rimosum (= Inocybe rimosa), da habe ich makroskopisch schon mal Zweifel. :wink:



    LG; Pablo.

    Hi.


    Das Thema hatten wir doch schon mal, oder? :wink:
    Ich kann deine erste Frage nicht beantworten. Ich kann übers Netz allenfalls Tips zu Fragen der Bestimmung geben, oder wie Pilze zu beobachten sind, um sie irgendwie einordnen zu können. Ich kann die Verzehrbarkeit von einzelnen Funden nicht einschätzen, ohne die Fruchtkörper in der Hand zu haben, weil das technisch gar nicht möglich ist - und eine derartige Einschätzung demnach komplett unseriös wäre.

    #8: Lactarius pyrogalus ist ein obligater Haselbegleiter, bildet also nur mit Corylus spec. Mykorrhiza.
    Lactarius circellatus sieht sehr ähnlich aus, ist aber im Habitus, Lamellenform und -farbe ein wenig anders und ein obligater Hainbuchenbegleiter, kann also nur mit Carpinus Mykorrhizaverbindungen bilden.


    bei #4 könnte man mal mit einem Blick auf die Lamellen und einem Blick auf den Stiel im Profil anfangen - ideal wäre natürlich jeweils mit einem so scharfen Bild, daß man auch Feiunstrukturen wie Fasern, Natterungen, kleine Tröpfchen und so erkennen kann.



    LG; Pablo.

    Hallo, Donna!


    Das ist aebr ja nun ein ganz anderer Pilz. Mit dem ausgeprägten, häutigen Ring würde ich sogar bezweifeln, daß das überhaupt ein Schleierling ist - wobei ich nicht einschätzen kann, wo dieser nun hin gehört. Dazu müsste man mehr davon sehen und auch wieder jüngere Fruchtkörper angucken können, fürchte ich.



    LG; Pablo.

    Morgen!


    Semmelporlinge bilden große, klumpige, dickfleischige und stark ineinander verwachsene Fruchtkörper. Die sind anfangs auch rein weiß, entwickeln erst nach und nach ihre orangeockerlichen Farben (aber heller als hier) und das auch weitgehend nur auf der Hutoberseite.
    Das hier sollte einer der Schafporlinge sein, so satt (unud rasch) rotbraun verfärbend wie hier wäre Albatrellus subrubescens naheliegend. Die Arten um Albatrellus confluens, ovinus, citrinus und subrubescens sind allerdings nicht einfach auseinander zu halten, ein paar weiterführende Beobachtungen wären sinnvoll, wie zB ein Test, ob die Sporen amyloid sind und ob der Pilz im Kontext (Fleisch) Schnallen bildet oder nicht...



    LG; Pablo.

    Hallo, Murmel!


    Die gelben Farben sind bei deinem Fund ja noch vage an der Stielspitze und in der Hutmitte erkennbar. Diesen Farbton kann das Milchweiße Samthäubchen nicht entwickeln. Insofern halte ich das auch für Goldmistpilze, allerdings sind die ganz und gar nicht selten, sondern sehr häufig. Aber wenn man nicht drauf achtet, eben auch leicht zu übersehen, vor allem wenn schon etwas ausgeblasst.



    LG; Pablo.

    Hallo, Schupfi!


    Zur Nummer 4 wirst du vermutlich in der Gattung Collybia s.str. fündig. Also nur die kleinen, schlanken Pilzchen; ohne alles was, nach Rhodocollybia, Gymnopus usw. verschoben wurde.



    Lg; Pablo.