Beiträge von thiodaheri

    Hallo, liebe Pilzfreunde,


    gestern machte ich eine nette Wanderung im Wald und mußte leider feststellen, dass sich die Pilzfruchtkörper ,trotz der Regenereignisse der letzten Tage und Wochen, so ziehmlich verabschiedet hatten. Aber ein paar Bilder lohnen doch gezeigt zu werden.

    Zunächst einmal ein Hinweis auf einen Boleten, der es vorzog unter der Oberfläche unentdeckt zu bleiben, aber von dieser Kameradin verraten wurde:


    Das ist Monotropa hypophegea, der Buchenspargel. Wie man am Laub sieht, wächst er unter einer Buche.


    Bekannter ist der Fichtenspargel, M. hypopites, der unter Fichten schmarotzt. (Um eine nomenclatorische Diskusion zu vermeiden: Ich verwende hier den alten Namen, der auch in Neuauflagen bekannter Florenwerke verwendet wird)

    Die zwei Arten sind sehr nahe verwandt. Sie gehöhren zu den Erikagewächsen und sind Vollschmarotzer, das heist, sie können alleine nicht überleben, sie besitzen kein Blattgrün. Sie sind kein Symbiosepartner sondern alleinige Nutznießer, jedenfalls nach heutigem Wissen. Er lebt von den Assimilaten des Baumes, bezieht diese aber über das Myzel eines Pilzes, eines Boletus.


    Der Baum war da, der Spargel auch, der Pilz blieb unsichtbar.


    Die folgenden Bilder zeigen eine Lebensgemeinschaft bei der einer den Kurzen zieht. Nämlich der Baum. Eine Elsbeere, Sorbus torminnalis, eine Art unserer Heimat, die selten geworden ist.



    Das Bäumchen steht am Weg, es handelt sich eindeutig um einen Verkehrsschaden, vermutlich durch ein lanwirtschaftliches Großgerät verursacht.






    Ich wollte da nichts zerstöhren und habe deshalb auch keinen Pilzkörper entfernt und zerschnitten oder so.


    Allen noch einen schönen Sonntag Abend,


    Diether

    Hallo Stefan,


    sei gegrüßt. Vielleicht noch als Ergänzung einen Tip, den der YouTube Provider >Snokri< in Bezug auf Röhrlinge immer wieder gibt: Wenn du mit den Finger auf den Hut drückst und die Delle bleibt für mehrere Augenblicke bestehen, ist der Pilz schon zu alt zum Verzehren. Das Eiweiß beginnt sich dann schon zu zersetzen und das kann zu Lebensmittelvergiftungen führen.


    Ich wünsch Dir viel Profit im Forumm


    LG, Diether

    Hallo zusammen,


    der Spaziergang gestern brachte neben total zerfressenen Täublingen und Hexen doch noch zwei Bilderreihen ein, von denen ich hoffe, dass der eine oder andere von Euch gleich eine Idee hat.

    #1 (Helmling, Schwindling?)

    Totholzverwerter, wächst an der Stirnseite eines Laubholzastes.



    Ehrich gesagt eine Schönheit mit den prägnanten Farben


    Winzig im Vergleich zu meiner Gärtnerpranke.



    Der zweite ist bedeutend derber. Er wächst am Wegrand im Boden. Holz im Boden möglich, aber nicht erkennbar.

    Hut bis 5,5 cm im Dm, sehr ledrig

    Stiel bis 8 cm lang und bis 1,3 cm dick

    Geruch sehr angenehm pilzig

    Leider gab es über Nacht kein Sporenbild

    Den Rest zeigen die Fotos:

    #2





    Ich hoffe die Bilder machen etwas Spaß und reichen für einen Tip oder Hinweis..


    LG, Diether

    Hoi diether,

    Wie zb bei den rötelritterlinge.

    Geh mit dem Daumen Nagel in die Lamellen und schiebe sie von der Hut unterseite weg. Sie sind leicht lösbar. Nicht fest verwachsen mit dem hut.

    Lg jens

    Danke Jens,

    Verschieben meint leicht loslösen. Jetzt begreife selbst ich es.

    LG, Dietther

    Liebe Marie,


    die Synonyme sind ja ungültig. Mit der Anerkennung einer neuen Einordnung der Arten werden die alten Namen ungültig. Aber sie bezeichnen deshalb keine andere Art. Nur wollen sich viele Kollegen und Hobbyfreunde ungern von den Namen trennen, an die sie sich ein Leben lang gewöhnt haben. Darum tauchen sie immer wieder auf. Selbst in Publikationen und eben in Büchern. Das ist ein Problem der vielen, am Prozess beteiligten, Personen. Und wir sollten uns daran, wie Uwa sagt, nicht so sehr stöhren und es ein wenig locker nehmen. Für Junge ist es mühsamer auch zu wissen, was mit alten Namen gemeint ist, für Alte, immer wieder neue Namen lernen zu sollen. Nebenbei bemerkt ändern sich die deutschen Namen praktisch nie, dafür hat jede Region ihre eigenen. Die Situation ist also auch nicht viel einfacher. Mein Tip, was die mykölögischen Namen angeht, ist, nach besten Wissen die gültigen Namen zu verwenden, es aber niemanden übel zu nehmen, der noch Synonyme verwendet, weil ihm einfach die Info fehlt.


    LG,, Diether

    Hallo Marie,


    eigentlich ist zu Thiemos Erklährung wenig hinzuzufügen. Ich möchte aber noch mal betonen, dass auch ein Synonym niemals ein zweites Mal an eine andere Art vergeben werden darf. Sämtliche alte Namen, und die Liste ist manchmal ziehmlich lang, bezeichnen immer noch die Art für die sie einmal vergeben wurden. Natürlich gilt ihre Verwendung als unüblich. Das ist etwas witzig: Man bezeichnet mit einem Synonym nicht etwas Falsches, man bezeichnet es nur falsch. Im allgemeinen wird das tolleriert, man macht sich vielleicht gegenseitig aufmerksam. Warum nun das Ganze? Ich möchte noch mal versuchen einfach zu erklähren. Früher diente die Systematisierung der Natur der Verständigung unter den Naturforschern, während man heute bestrebt ist das natürliche System analog zu dem natürlichen Stammbaum der Arten zu gestalten. Die ganze Umbenennung und lästige Hin- und Herbenennung folgt der Erforschung der natürlichen Zusammenhänge. Und die steht nicht still, wie Thiemo schrieb, sondern wurde in den letzten Jahrzehnten durch den Einsatz molekularbiologischer Methoden erneut aufgemischt.


    LG, Diether

    Ja, ganz super, danke für die Mühe. Das ist sehr aufschlußreich. Es spricht nichts dagegen die Benennung so zu wählen, wenn die Pilze sich gut zuordnen lassen. Vermutlich sind die Varietäten aufgegeben worden, weil es solche Zwischenformen gibt. Jedenfalls ist es nicht falsch, sondern nur unüblich die Varietätsbeinamen zu verwenden, wenn die Merkmale zutreffen. Allerdings fehlt bei obigen Exemplar der Warzenring über der Knolle völlständig, wärend oberhalb des Ringes die Riefung bis unter den Hut läuft. Ich denke ich werde deshalb bei A. excelsa bleiben.

    Noch mal herzlichen Dank für die Aufstellung, das für viele von uns eine große Hilfe.


    LG,Diether

    Danke Pablo für die vielen Hinweise. Da habe ich wieder einiges gelernt. Natürlich kann man die Art nur endgültig bestimmen, wenn man den Pilz in der Hand hat und untersuchen kann. Bleibt die Frage was es mit der Variation spissa auf sich hat. Ob ich im Pilzlexicon fündig werde? Laut meinem Kosmos Buch ist A. spissa ein Synonym vom A.excelsa. Jedenfalls reicht mir das jetzt völlig für die Beschriftung von den Fotos.


    LG, Diether

    Hallo zusammen,


    langsam geht es los. Nach starkem Regen schieben die Fruchtkörper ans Licht. Endlos viel Schnecken sitzen in den Startlöchern und stürzen sich auf die Pilze. Jede Menge junge Rotfuß-Röhrlinge und schon total zerfressen.



    Und dazwischen tatsächlich die erste Marone


    Da schleicht sich der Übeltäter.


    Selbst der Parasol war schon gefällt


    Den hab nicht ich angebissen


    An der Hexe war trotz des üblen Aussehens noch was verwertbares dran



    Aber ein bisschen Glück hatte ich auch noch mit zwei feinen Täublingen




    Nicht zu fassen, makellos


    Ein paar weniger angeknapperte Rotfuß-Röhrlinge



    Und ein taufrischer Goldgelber Lärchenröhrling


    Winzig allerdings


    Aus denen und lauter Fragmenten ergab's doch noch eine gute Mahlzeit.


    Liebe Grüße, Diether

    Hallo liebe Freunde,


    leider kann ich nichts zum Befühlen der Knolle sagen, ich habe den Pilz garnicht herausgenommen, da ich ihn nicht mitnehmen wollte und er sich auch so recht gut fotografieren ließ. Aber recht wattig sieht die Knolle ja schon aus. Danke für Eure Bemühungen.


    LG, Diether

    Hallo,


    danke Euch allen für die hilfreiche Beurteilung. Das Gemeine Fadenkeulchen käme schon hin, bedenkt man die vielen Bilder, die Dein Link im Pilzlexikon zeigt, Marie. da hatte ich dann Glück mit einer besonders schönen Farbe.

    Rigo, ich habe auch schon an eine weiße Form eines Knollenblätterpilzes gedacht, vielleicht auch des Grünen K.. Der Ring deutlich gerieft und die Riefung zieht sich am Stiel bis unter den Hut fort. Besonders, wenn es sich um eine Form handelt, reichen die Fotos wohl nicht, um sich fest zu legen, das sehe ich ein.

    LG, Diether

    Halo Mathias,


    und ich bin neidisch auf die totale Schnecken-Abwesenheit. Nicht ein Biss, nicht mal am Täubling. Der letzte Täubling, den ich fand, war ein Rest von etwa 1,5 cm, nicht mal der kleinste Krümel war übrig. Daneben ein fetter, vollgefressener Schnegel. Tut mir leid, dass ich das nicht für Euch fotografiert habe.

    Aber ansonsten, wirklich tolle Fotos von sehenswerten Arten.


    Danke und LG, Diether

    Hallo Nathaniel,


    leider habt Ihr die Stiele nicht im ganzen mitgenommen. Austern-Seitlinge haben einen deutlichen Stiel mit weit herrablaufenden Lamellen. An der Basis der Stiele sollte eine weiße Beflockung sichtbar sein. Weiße Seitlinge, die ohne Stiel am Holz sitzen könnten die sehr giftigen Ohrenförmigen Seitlinge sein.


    LG, Diether

    Hallo Matthias und Thiemo,


    Ups, wie peinlich, natürlich habe ich Röhrlinge gemeint, war eben schon spät. Aber danke für Eure Cantharellus-Tipps. Das ist sehr lehrreich. Den Schlüssel vom Cantharellus-Fred habe ich ausgedruckt.


    Schönen Sonntag noch,


    LG, Diether

    Hallo liebe Fachwelt,


    im Schönbuch, wie soeben unter "Speisepilze" berichtet, fand ich noch ein paar Pilze, die ich gerne zur Beurteilung zeigen will.


    Bei dem dachte ich an den Grauen Wulstling, Amanita excelsa:




    Bei diesem habe ich keine so richtige Idee, die Hutfarbe hat die Kamera richtig wiedergegeben:





    Ist es ein Knollenblätterpilz oder eine weiße Form von A. excelsa oder was?

    Dann will ich Euch noch diesen schönen Schleimpilz zeigen:


    Damit wünsche ich noch mal einen schönen Abend, LG, Diether

    Hallo miteinander,


    gestern war ich im Schönbuch unterwegs, einem der schwäbischen Keuperwaldberge. (Eher mehr Wald als Berg, heist halt so) Es ist Sandstein und Buntmergel. Wärend die Wäldchen auf den Fildern vom nährstoffreichen Löslehm profitieren. (Viele Pilze sind da nicht so scharf drauf.) Jedenfalls dort fand ich glücklich die ersten Pfifferlinge.




    Dann einige schon recht alte Goldgelbe Lärchen-Röhrlinge:



    Und bei den selben Bäumen zum ersten Mal auch einen Grauen Lärchen-Röhrling, Suillus viscidus:



    Auch leider viel zu alt zum verkosten.


    An einigen Stellen wuchsen Perlpilze, Amanita rubescens:





    Ich kenne sie noch nicht gut genug, um sie auch zu essen.


    Aber die Mahlzeit wurde komplett, bei diesem weiteren Pfifferlingsegen:






    Sie sind eigenartig hell gefärbt, aber es sind Pfifferlinge, vileicht eine Unterart von Cantarellus cibarius, ich weiß es nicht. Weitere Untersuchungen sind nicht möglich, sie existieren nicht mehr:cheeky:. Aber ich fand noch unklares, das will ich unter Bestimmungshilfen vorstellen.


    Schönen Abend und LG, Diether