Beiträge von thiodaheri

    Hallo zusammen,


    Gestern fand ich bei unserm Wäldchen "Sauhag" meinen ersten Frauen-Täubling dieses Jahr.



    Trotz der Trockenheit wuchs er da unter einer Eiche. Aber es sollte der einzige bleiben. Aber, was soll ich Euch sagen (würde Snorki sagen), mit Austern-Seitlingen nimmt es gar kein Ende oder geht erst richtig los. Und jetzt sehen sie auch sehr typisch aus.


    Und da waren noch viel mehr.


    Gleich daneben: Dieses schleimige Kerlchen:



    Ich habe ihn ganz leicht mit dem Finger berührt, eine Haut hat der nicht. Man könnze den Finger hineistecken, wie in aufgeschäumtes Wasser. So, wie es aussieht mampft der gerade an einem Kugelpilz. Das alles spielt sich auf einem liegen gelassenem Stapel Buchenstämmen ab. Trameten und ähnliches waren hier im letzten Jahr zu gange.

    Das wäre alles nicht so besonders, wenn nicht ein paar Km weiter auf eben so einem Stapel wieder Austern wuchsen:


    Auch hier waren noch viel mehr.


    Und auch hier fand ich wieder unseren schleimigen Gesellen:


    Allerdings hier ohne Kugelpilz-Futter und darum deutlich magerer.


    Jetzt bin ich gespannt, ob die Experten anhand der Bilder sagen können, wie der wässrige Zellhaufen heist.


    LG,, Diether

    Liebe Sabine,


    tatsächlich ist das mit den Zwillingen auch bei mir nicht hängen geblieben. Ich weiß nicht ob man die Herkunft der Märchen kennt. Zu der Arbeit der Brüder ist bestimmt viel geforscht worden. Villeicht kann man es rausfinden. Die Geschichte mit dem Gemüse klauenden König ist allerdings so skuril, dass auch das Rapunzel-Gemüse Teil des satierischen Verständnisses von damals sein könnte.


    Sorry, ich glaube jetzt entfernen wir uns tatsächlich etwas weit vom Thema dieses Forums.


    Ich wünsche auch noch einen schönen Pfingstmontag, nächste Woche vor allen Regen, damit endlich wieder Pilze wachsen,


    Diether

    Hallo Sabiene,

    sie sind ziemlich verbreitet und in Bayern und Baden-Wüttemberg häufig. Sie wachsen in frischen Laub- und Nadelmischwäldern, auf submontanen und montanen Wiesen (Rothmaler).

    Der offizielle deutsche Name der Gattung ist Teufelskralle, mancher Orts werden Arten dieser Gattung auch Rapunzel genannt. So wie der Feldsalat in der Schweiz. Das botanische Beiwort rapunculus gehört aber zu einer Glockenblume, die zur gleichen Familie wie die Teufelskralle zählt (Campanulaceae). Diese Campanula rapunculus kann man auch essen und wurde sogar schon als Gemüse angebaut. In beiden Fällen wurden aber besonders die Wurzeln geschätzt. Heute ist solch Wissen weitgehend verlohrengegangen, wie schön, dass es sich durch Leute wie Roswitha wieder beginnt zu verbreiten. In Grimms Märchen kommen mehrere Hinweise vor und was sollte eine bessere Quelle für altes Volkswissen sein, als die? Hänsel und Gretel ernährten sich im Wald von Beeren und Wurzeln. Als Kind habe ich mit Grauen an solche Wurzelmalzeit gedacht, bis ich Phyteuma und Campanula als "Wildgemüse" kennen gelernt habe. In dem Märchen Rapunzel steigt ein König bei Nacht und Nebel über die Mauer zum Garten seiner Nachbarin, der Hexe, um Rapunzel zu klauen. Das ist eine kuriose Geschichte! Welcher König steigt Nacht's in Nachbbars Garten um Ackersalat zu klauen? Das habe ich mich schon in meiner Gärtnerlehre gefragt, als ich erfuhr, dass Ackersalat in der Schweiz Rapunzel heißt. Erst als ich mich später im Botanischen Garten mit dem Nutzen wilder Kräuter beschäftigt habe, lernte ich, dass der Name Rapunzel mehrfach vergeben wurde. Da wurde mir klar, das die Leute in der alten Zeit, in der man häufiger hungerte als heute, durchaus eine Leidenschaft für solch Pflanzen wie diese Glockenblume oder die leckere Teufelskralle entwickeln konnten.



    Schluss mit Gute Nacht Geschichten,

    schlaft gut,

    Diether

    Auf jeden Fall sind sie vom letzten Jahr und verbreiten jetzt ihre Sporen. Aufgrund der recht glatten Oberfläche und des Standortes in der Wiese würde ich auch auf Riesen-Bovist tippen. Ich habe Anfang März etwas ähnliches im Wald gefunden.


    Die habe ich für Krause Glucken gehlten. Da standen etliche in der Gegend herrum. Ich habe ihnen den Gefallen getan und kräftig dagegen getreten. Das gab gewaltig viel Staub. Ich habe schon mal gehört, dass solche Pilze irgendeine mechanische Hilfe brauchen um die Masse ihrer Sporen zu verbreiten.


    LG, Diether

    Hi Pablo,


    danke für die hervorragenden Ausführungen. Endlich hört man mal vernünftige Worte. Ich bin in allen Punkten Deiner Meinung und auch mich graut es vor einem entarteten Wald. Das ist ein gutes Beispiel dafür wie Zeitphänomene wie Klimawandel oder Dürre von Lobbisten zu ihrem vermeindlichen Vorteil ausgenutzt werden. Man stelle sich einen Wald aus Ahorn, Robinie und Duglasie vor. Da möchte ich nicht nach Pilzen suchen. Auch ich denke, man sollte dem Wald mehr die Möglichkeit geben sich selbst zu entwickeln. Und da der schnelle Profit für unsere Waldbesitzer ohnehin nicht mehr gegeben ist, könnte man ruhig überlegen, ob die Holzernte im Ruck-Zuck-Verfahren mit schwerstem Gerät echt noch nötig ist. Über diese Dinge ließe sich viel sagen und ich bin froh, dass es auch an dieser Stelle mal jemand getan hat.


    LG, Diether

    Hallö zusammen,


    Thiemo, das kann ich bestätigen. Letztes Jahr habe ich in einem, seit einem Jahr kahlgeschlagenen Fichtenstück noch eine ganze Handvoll Maronen gesammelt.


    Lärchen sollten eigentlich ziemlich leicht zu enttarnen sein, bzw sie hinterlassen recht deutlichhe Spuren. Lärchen sind "selbstreinigend", das heist sie schmeißen ständig alle Zweige ab, die sie nicht mehr brauchen und die sind recht leicht an den alle paar cm sitzenden Kurztrieben aus denen jährlich die neuen Nadeln sprießen, zu erkennen. Meist sitzen auch noch die kleinen Zapfen dran. Wo Lärchen stehen, liegen auf jeden Fall überall diese Zweige rum.


    Gute Nacht miteinander,

    Diether

    Hallo Leute, Hallo Porli,

    coole Bilder mit der Holzbiene. Die Flügel schwirren und dennoch kann man ihr Blau erahnen, cool! Die Blüte müsste ich googln.

    LG Rigo

    Hallo Ringo und Porli,


    die Blume der Holzbiene brauchen wir nicht zu googln, das ist natürlich eine Glockenblume und zwar wahrscheinlich die Pfürsichblättrige. Das wäre Campanula persicifolia. Sicher zu bestimmen nur mit Blättern.


    LG, Diether

    Hallo Bernd,

    ja, das ist ein Birkenporling. Allerdings ist dieser einjährige Pilz jetzt nach dem Winter völlig vertrocknet, auch wenn er innen noch so schön weiß aussieht. Wirksam als Heilpilz ist er so wahrscheinlich nicht mehr. Ich habe so einen mal in einer Kaffeemühle gemahlen. Was herraus kam erinnerte etwas an Styroporflocken. Trocknet man frische Pize selber, zermahlen sie zu einem feinen Pulver. Trozdem auch durch solche Funde lernt man die Pilze kannen.


    LG, viel Glück,


    Diether

    Danke, Andy, für die schnelle Antwort. Haubenpilz als Gattung ist wohl ziemlich sicher. Ich suche noch nach weiteren Angaben zu Bryoglossum squarrosum. Schade, dass man im Pilzlexikon nicht die Option hat nach den wissenschaftlichen Namen zu suchen. Die Gelbe Lohblüte wird wohl stimmen. Sie endet dann in so einem prall gefülltem, festgewachsenen Sack. Ja, wirklich interessant gesehen zu haben.


    LG Diether

    Hallo Thomas,

    tolle Bilder, für das Nutria darf man alledings kein Veganer sein. Aber Du hast mit den Lupienen völlig recht.In Süd-Amerika sind dicksamige Sorten als Nahrungsmittel sehr verbreietet. Du kriegst sie als Snack gekocht auf dem Markt zum unterwegs essen.


    LG, Diether

    Hallo miteinander,

    das sind einige Antworten und nicht alle leichzu bearbeiten. Zunächst Andy, der Buchenwald Becherling ist ein guter Tip, das kommt jedenfalls mit der Hellen Außenfarbe hin. Das war ein Mischwald mit reichlich Buchen. Wie sollte er denn riechen? Ich habe noch Reste, schon recht trocken aber riechen ziemlich pilzig, ein bisschen nach Obst. Ich tue mich mit den Geruch- Angaben immer etwas schwer. -Ein Schildborstling ist der Moorpilz nicht, eben weil er im Moor wächst. Außerdem hat er ein Stämmchen. Aber Roswitha ist mit dem Sumpfhaubenpilz auf einer guten Spur. Im Kosmos Pizführer gibt es den Hinweis auf den Zierlichen Moos-Haubenpilz. Leider fand ich nirgens weitere Angaben, auch im Pizlexikon nicht, da gibt es leider gar keine Haubenpilze. Aber im Kosmos heißt es: lebhaft gelb bis orangegelb und: wächst auf Sumpfmoos. Das kann ich auf den Bildern nicht entdecken, ist allerdings sehr klein. Meiner wächst aber deutlich auf Torfmoos. Der Zierliche M.H. wäre Bryoglossum squarrosum. Weiß jemand dazu was? Zu Uwes und Veronikas Diskusion sage ich der wuchs allerdings auf diesen Holzlatten, die man da sieht. Das mit dem Moos täuscht wohl ein bisschen. Also ein Schleimpilz. Kriegen wir wohl leider nicht raus, welcher. Zur Schwefel-Lohblüte möchte ich Euch noch folgende Bilder aus dem letzten Jahr zeigen, auch in Vertbindung mit Moos aber wunderschön.



    Wenn das nicht alles Lohblüte ist, lasse ich mich gern Belehren.


    Damit wünsche ich eine gute Nacht


    Diether

    Hallo Pilzfreunde,


    wie gesagt war ich am Mittwoch den ganzen Tag im Schönbuch. Tatsächlich habe ich wieder drei Flockenstielige Hexen gefunden, zwei davon sogar noch geniesbar, Hm, lecker. Leider suche ich ganz vergeblich nach Maipilzen und Stockschwämmchen. Aber einige interessante Kameraden habe ich gefunden an denen ich Euch teilhaben lassen will.


    Ein Becherling, villeicht Peziza carea, Wachs-B..



    An einer Stelle entsteht ein neues Hangmoor, wie man an dem Sphagnum deutlich sieht. Da prahlt der folgende Knabe mit seiner Schönheit:



    Sollte der hier etwas seltenes sein? Ich habe so einen noch nie gesehen. Er hat den Bauch voll Sporen, ganz nach Bovistenmanier:

    Er platzt aus allen Nähten.


    Schließlich war auch der Schwefelporling dabei, aber in dem Alter nicht sehr verlockend.



    Wer jetzt glaubt, der Wald war voller Pilze, ich war 5,6 Stunden unterwegs und meistens gab es einfach nichts. Aber ich bin froh über die Bilder, die ich mitnehmen konnte.


    Viele Grüße und frohes sammmeln in den besser werdenden Monaten,


    Diether

    Hallo miteinander,

    Matthias, da hast Du uns ja wirklich sehr umfangreich informiert. Danke dafür. Ich finde es total normal, dass Leute, die alle paar Tage den Wald so intensiev in Augenschein nehmen wie Pilzsammler auch all die anderen Gewächse kennenlernen wollen und sich für ihre Nutzbarkeit interessieren. Es besteht wohl nicht die Gefahr, dass wir in diesem Forum zu wenig über Pilze reden. Hier noch ein paar Blüten-Frühlings-Grüße aus dem Schönbuch (zwischen Tübingen, Herrenberg und Waldenbuch [wo sie die Ritterschokolade kochen] gelegen), wo ich gestern wanderte:


    Das weiße Waldvögelein, Cephalanthera damasonium


    Die gelbe Schwertlilie, Narcissus pseudacorus, eine Sumpfpflanze



    und die Tollkirsche, Athropa bella-donna, das allseits bekannte giftige Nachtschattengewächs.


    Ich habe auch ein paar Pilze gefunden, aber davon in einem anderen Chat.


    Viele liebe Grüß,


    Diether

    Liebe Leute,


    danke für die vielen hilfreichen Antworten. Ja, ich meinte Daedaleopsis tricolor. Das war wohl etwas oberflächlich, ich habe ja auch die Unterseite nicht mitfotografiert. Mich hat der schöne lockige Trichterwuchs gefallen. Meine Fotos bearbeite ich schon länger nicht mehr, Matthias, aber das werde ich mal versuchen. Wahrscheinlich werden Fotos bei Windows 10 automatisch gedreht ohne es zu speichern. Danke für den Blutmilchpilz, Veronika, ich sollte mit voreiligen Schlüssen etwas vorsichtiger sein.

    Allen noch ein toles restliches Frühjahr,

    Diether

    Hallo zusammen,

    gestern den ganzen Tag Dauerregen (Hurra), heute strahlender Sonnenschein. Da hat's mich nicht zu Hause gehalten.


    Also ab in den Wald. Da gibt es noch einiges aus dem letzten Jahr, wie diese prächtigen Dreifarben Trometen.


    Nach frischen Pilzen muss man noch ganz schön suchen. Ein paar Austern-Seitlinge waren noch mal dabei. Und dann die ersten Farbtupfer.

    Der Zinoberrote Pustelpilz.


    Das war aber wirklich der einzige bis jetzt im Wald. Genau wie die nächste Überraschung: Ein Flockenstieliger Hexenröhrling. Leider schon etwas zu weich zum mitnehmen.

    Später habe ich im Buch gelesen, dass er tatsächlich schon ab Mai vorkommt.


    Total zerfressen. Da ist nicht mehr viel mit Pollen schmeißen. Schnecken scheint es im Wald viele zu geben. (Im Garten eher weniger als sonst) Zum ersten Mal habe ich jetzt im Wald auch Tiegerschnecken gesehen.



    Im Garten sind sie schon ein paar Jahre. Sie kommen wohl auch aus Asien und sind nützlich, indem sie die extrem lästigen, eingewanderten Braunen Nacktschnecken und deren Eier fressen.

    Liebe Grüße aus Schwaben,


    Diether


    PS: Die Bäume wachsen auch bei uns natürlich vertikal. Ich weiß nicht, warum sich das erste Bild hingelegt hat. es ist mir nicht gelungen es zu drehen.

    Hallo miteinander,


    gruselig, gruselig, das wird ja immer lustiger im Wald. Hirschlausfliegen habe ich jetzt bei uns noch nicht erlebt. Aber wie es aussieht sind das dieselben, die ich aus Schweden als Elchfliegen kenne, kommen da ziemlich häufig vor. Die stürzen sich auf dich, schmeißen ihre Flügel weg, kämpfen sich durch Haare oder Kleidung und stechen gleich zu. Bis jetzt dachte ich, die sind an Elche gebunden und in Deutschland blieben wir verschohnt. Aber

    nachdem was Matthias berichtet scheint das nicht so zu sein. :hmmm:

    Schweden 2018

    Hallo zusammen,

    das war alles ein Standort. Da liegen etliche überlagerte Stämme an denen auch andere Pilze wachsen oder wuchsen. Vor allem trockene Tameten vom letzten Jahr. Heut war ich noch einmal da. Hier noch ein paar Bilder.


    Ein paar Meter weiter sind jetzt auch solche mit besseren Faben erschienen.


    Schließlich ein Bild mit der heutigen Ernte.


    Da sieht man die verschiedenen Farben ganz gut. Den weißen noch mal basal (von innen).


    Ich denke damit ist alles gezeigt, was Fotos hergeben.

    Meine Fotos kann jeder im Forum gern für eigene Zwecke verwenden,


    Liebe Grüße,

    Diether

    Hallo miteinander,


    anstelle die Hosen in die Strümpfe zu stecken hätte ich noch den Tip Gamaschen zu verwenden. Die gibt es im Outdoor-Shop. Sie reichen von den Schuhen bis unters Knie und werden mit einem langen Reißverschluss angelegt. Sie sind sehr nützlich bei nassem Gras und schützen vor allem auch vor Brombeerranken.


    LG Diether