Beiträge von Mike Guwak

    Die ersten beiden Bilder sind Xanthoria parietina.


    Die anderen beiden Bilder denke ich eher an Physcia oder Phaeophyscia. Da müsste man erst die Sporen sehen. Sind diese braun, ist es keine Lecanora.


    Lecanora einzellig und hyalin

    Physcia oder Phaeophyscia sind braun und sehe eher wie eine Sanduhr von innen aus.

    Zitat

    Hallo Mike,

    Vll. möchte ich auch mal hier eine Flechte zur Bestimmung einstellen. Könntest du einen Querverweis zur Tüpfelreaktion geben?

    Merci, Toni

    Was meinst du genau?

    Parmelia
    Flavoparmelia
    Flavopunctelia


    Ohne genaue Fotos von ober und Unterseite und den Tüpfelreaktionen, keine Möglichkeit zu sagen worum es sich handelt.
    Früher gehörte alles zu der Gattung Parmelia. Diese wurde aber zerpflügt.

    C. subulata hat spärliche Schuppen an den Podetien Enden. Sollte mit P+ rot werden und UV-
    Diese hat zu viele Schuppen vor allem zu große.


    C. foliacea sehe ich hier nicht. Diese enthält Usninsäure und reagiert dadurch KC+ gelb und P+rot. UV-
    Das wichtige aber ist die Färbung durch die Usninsäure. Diese bewirkt, das sie einen gelblichen Stich haben sollte. Ist hier aber sehr grün.


    Für mich sieht das hier nach einer C. coniocraea aus. Aber das ist nicht 100%, da Cladonien auch mal durcheinander wachsen und man danach diese im ganzen betrachten muss.

    Bild 1 die linke Flechte, Bild 3 und 4 sind Protoparmeliopsis muralis.

    Auch zu finden unter Lecanora muralis. Der Name hat sich in den letzten jahren so häufig dazu geändert, kann ich schon gar nicht mehr zählen.


    Bei den restlichen müsste man Sporen sehen, welche Farbe und ob hyalin oder braun sind.

    So möchte ich dazu lieber nichts sagen.

    Das erste ist eine Peltigera, nur kann man nicht sagen welche. Dazu müsste man die Unterseite genauer sehen und die Oberseite.


    Das zweite ist eine Cladonia spec. Ich glaube rote Früchte erkennen zu können. Leider auch hier ohne Chemie und genauere Fotos, kann ich nicht sagen welche.

    An frischen Proben ist eine Bestimmung nicht möglich und sinnig. Für C. gracilis hat diese mir zu viele Schuppen. Normalerweise sind diese nur am Grund und fast kaum sichtbar.

    Hier sollte auf jeden Fall die Probe trocken sein, und mit der Tüpfelreaktion bestimmt werden.


    In der Form und weitere Information, möchte ich keine Bestimmung vornehmen. Grün sehen alle aus, da die Algenschicht im feuchten Zustand durchscheint.
    Wenn diese trocken ist, sieht man für eine Bestimmung die richtige Farbe.

    Hier handelt es sich um eine Physcia. Welche genau, kann man leider nicht erkennen. Auch spielt hier die Chemie eine Rolle.
    Ich kann das Buch von Felix empfehlen, an welchem ich mit gearbeitet habe. Einige Fotos sind auch von mir.

    Behandelt unter anderem Physcien.


    Virtuelles Herbarium der Flechtengattungen

    Hyperphyscia, Phaeophyscia, Physcia und Physconia

    ISBN 978-3-7494-2340-8


    Physcia tenella (Scop.) DC.

    Lappen grau, mit Cilien, sehr ähnlich wie Physcia adscendens jedoch

    mit sich etwas verbreiternden mehr oder weniger flachen, endständigen

    Lippensoralen statt den helmförmigen Soralen. Apothecien bis 2.5 mm

    breit, häufiger als bei Physcia adscendens. Sporen (14)17-21 x 7-10

    μm. Chemie: Rinde K+ gelb, Atranorin. Corticol seltener saxicol.

    Europa, Amerika, Asien.


    Physcia adscendens (Fr.) H.Olivier

    Thallus weiß-grau, oft zusammenwachsend und ausgedehnte Rasen

    bildend. Lappen mit langen, marginalen, weißen Cilien, Lappenenden

    aufsteigend und an den Spitzen helmförmig aufgewölbt und hohl. Auf

    der Unterseite der „Helmchen“ Soredien bildend. „Helmchen“ oft

    angefressen. Oberseite K+ gelb, Mark K-. Oberrinde paraplektenchymatisch,

    die „Zellenwände“ mit Atranorin inkrustiert, das in polarisiertem

    Liecht aufleuchtet. Unterrinde hell mit spärlichen dunklen

    Rhizinen, prosoplektenchymatisch, aus oberflächenparallelen langen

    Hyphen. Apothecien häufig, gestielt, bis 2 mm breit. Sporen braun,

    1-septiert, 8/Ascus, vom Physcia-Typ, 16-23 x 7-10 μm. Pycnidien

    eingesenkt, Pycnoconidien 4-6 x 1 μm. Corticol, besonders auf Obstbäumen

    einer der häufigsten Flechten.

    Hallo in die Runde,


    mir ist aufgefallen, das es hier einige Verzögerungen gibt, wenn man auf die internen Links im Forum klickt.
    Mein Provider kann ich ausschließen, da ich eine 1GB Glasfaserleitung habe in meinem Home Office.


    Zum Vergleich kann mal unser Mikroskopie Forum genutzt werden, wenn ihr da mal rum klickt:


    Das deutschsprachige Mikroskopie-Forum


    Hier bin ich der Admin dieses Forums. Dieses ist jetzt etwas mehr als 7 Jahre alt und läuft auf der aktuellen WoltLab Version.

    Es handelt sich hier um eine Cladonia, welche ist fraglich da die Bilder zuwenig zeigen.


    Hier sieht man auch, das der Wiki Artikel der Vorgeschlagen wurde, auch ein falsches Bild hat. Das ist auch keine C. coccifera
    Diese sollte eher gelbgrün sein, da C. coccifera Usninsäure enthält, welches den gelblichen Farbton hervorruft.

    Auch zeigen beide Bilder eindeutig Soredien. C. coccifera hat keine Soredien ist aber körnig warzig bis schollig-schuppig.


    Hier gibt es dazu ein Foto von mir: Cladonia coccifera – wiki.lichenologie.de
    Unter Weblink gibt es auch ein PDF von Felix, wo man diese auch noch einmal vergleichen kann

    Datei:Cladonia coccifera 14274.pdf – wiki.lichenologie.de


    oder aus meiner Zeitschrift:


    Datei:Flechtenmikroskopie ausgabe 7 2018.pdf – wiki.lichenologie.de


    Somit kann ich nicht sagen, um welche Rotfrüchtigen (Auch im ersten Bild kleine rote Apothecien zu sehen) Cladonien es sich hier handelt.

    Bin zur Zeit im Urlaub im Altmühltal. Mehr wandern als sammeln ^^


    Ob das eine Lepraria ist, kann ich nicht sagen. Zu weit weg die Aufnahme. Auch braucht man für die Bestimmung ob es die Gattung ist, sehr nahe Aufnahmen und Tüpfelraktion. Für die Bestimmung der Art, muss man zwingend TLC machen. Diese ist bei Lepraria nur anhand der Tüpfelreaktion nicht möglich.

    Einige Flechten habe ich noch, aber ich möchte dein Wissen und deinen großen Erfahrungsschatz nicht gleich zu Anfang zu sehr in Anspruch nehmen.

    Damach dir mal keine Sorgen. Wenn ich Zeit habe, schreibe ich was dazu. Es kann aber auch mal eine Woche dauern. Einfach rein stellen und wir werden sehen was wir dazu raus finden. Es gibt ja neben mir hier noch einige, die Flechten bestimmen können und vielleicht einen andere Blickwinkel haben. Dadurch entsteht eine schöne Diskussion :)

    Um hier den Unterschied zwischen einer Amandinea oder Lecidella zu machen, muss man die Sporen sehen. Da kann man zumindest sagen, in welche Gattung diese gehört.


    Amandinea

    Sporen grau im alter braun, 1-septiert


    Lecidealla
    Sporen hyaling und 0-septiert


    Leider sieht Amandinea punctata der Lecidella elaeochroma sehr ähnlich. Somit kann ich nur sagen das es sich hier um die Gattung Lecidella oder Amandinea handelt.

    C. calcarea sollte einen sehr guten Prothallus haben. Sieht mir hier nicht so aus. Da der Thallusrand hier mehr kraterartig aussieht, gehe ich von Circinaria contorta subsp. contorta aus.
    Anhand des Fotos kann man nicht erkennen, welche Teile weiß bereift sind, wenn sie es sind. Darum sage ich hier eher Circinaria als Gattung ja, aber nicht genau welche.


    Hier haben wir auch ein Beispiel, was das umbenennen angeht. Circinaria heißen diese nur, weil:


    Nur auf Silikat- und Kalkgestein
    weniger als 8 Sporen im Ascus
    molekularphylogenetischer Erkenntnisse
    geringe Länge der Pyknosporen


    Ursprünglich vor dieser Umbenennung hatte diese den Namen Aspicilia calcarea oder Aspicilia contorta. Alle diese enthalten aber die Fettsäure Aspicilin (Kann nur im TLC festgestellt werden).
    Ob das jetzt zum Vorteil ist, das man diese Aufgrund von DNA diese umbenennen muss, da bin ich anderer Meinung. In 2 Wochen bin ich bei Felix, da ich mit ihm ein wenig bestimmen möchte.

    Ich werde mit ihm mal das Thema besprechen, was er von dieser Umbenennung hält und berichten.


    Ich nutze nicht immer aktuelle Namen, nur weil jemand sagt, die DNA gibt es vor. Ich selber kann das nicht überprüfen, ob das so stimmt. Und wer weiß was in 30 Jahren neues wegen DNA heraus gefunden wird.
    Und es wird dadurch für uns so gut wie unmöglich, eigene Forschungen zu betreiben.

    Eine Lecanora ist es. Ob Lecanora chlarotera, kann man leider nicht sagen. L. chlarotera kann man leicht mit L. argentata verwechseln.
    Hier haben wir ein gutes Beispielt, das es ohne Mikroskop leider nicht zu bestimmen ist. Felix hat einige PDFs zur freien Verfügung. Den Link dazu stelle ich mal in den Literatur Thread.


    Der große Unterschied zwischen beiden ist


    Lecanora argentata hat keine Kristalle im Epithecium (Pol -)
    Lecanora argentata 1002.pdf

    Lecanora argentata 11159.pdf

    Lecanora argentata 17982.pdf


    Lecanora chlarotera aufgelagerte Kristalle im Epithecium (Pol +) die in K und N löslich sind.
    Lecanora chlarotera 11505.pdf

    Lecanora chlarotera 12300.pdf


    Wenn man jetzt noch diese beiden hinzu nimmt


    Lecanora subrugosa

    Lecanora subrugosa 16477.pdf


    Lecanora allophana

    Lecanora allophana 601.pdf


    wird mal schnell erkennen, sie sehen sich alle so ähnlich, unterscheiden sich aber Mikroskopisch. EInfach mal die PDFs mit den Merkmalen durchlesen.


    Somit Lecanora ja, aber ich kann nicht sagen welche.

    Das nächste Mal gibt es bessere Bestimmungsbilder und Angaben dazu.

    Du hast doch alles gut gemacht. Von oben und unten. Leider sind Flechten nur im trockenen Zustand zu bestimmen. Darum ist das Bestimmen anhand eines Fotos, frei in der Natur immer kritisch. Ich hatte erst gedacht P. rufescens. Diese ist nur sehr stark bereift, was man nur trocken sehen kann. Und sollte auch nur in Kalkreichen Gegenden vor kommen.