Beiträge von StephanW

    Hallo Esteban,

    wenn diejenigen, die du gegessen hast, genau so alt waren wie die auf dem Foto, wundert es mich nicht, dass sie dir nicht bekommen sind. Man nimmt sie nur als Jungpilze mit geschlossener Hutunterseite und weißen Lamellen.

    Das Magendrücken müsste bald vorbei sein bzw. sich lösen, nicht ohne Grund heißen die Pilze ja "Hall im A*sch" - es sei denn, die Pilze die du gegessen hast waren doch etwas anderes, was sich hier naturgemäß nicht klären lässt.

    FG

    StephanW

    Ui,

    Sammelbilder in der Totalen, geblitzt und unter Kunstlicht, extrem farbstichig, was soll ich da sagen? Vielleicht, dass die bogenförmige Bildkomposition interessant ist?

    FG

    StephanW

    Das dürfte so ziemlich das größte Problem sein. Es ist irgendwo logisch, dass du nicht im Jahr 2021 eine Bücherreihe rausbringen kannst mit Daten von vor der Jahrtausendwende. Daher wird es die GPBW wohl nie mehr frei zu kaufen geben. Da zur Zeit auch keine vergleichbaren Kartierungsprojekte durchgeführt werden, bzw. die damaligen Autoren nicht mehr auf der Welt bzw. in Baden-Württemberg sind, und die damaligen Kartierer auch schon zum Großteil unter der Erde oder im Altersheim sind, wohl auch nichts anderes in dieser Richtung.

    Die GPBW werden auf ewig etwas Einmaliges bleiben.

    FG

    StephanW

    Hallo Boris,

    Russula fuscorubra bzw. fuscorubroides halte ich hier für eine sehr gute Idee - mit "gar keine Ahnung" hat das eher nichts zu tun:wink:. Für einen gewöhnlichen Stachelbeertäubling (Russula queletii) sind die Pilze zu freudig rot und zu wenig scharf.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    gemäß der Angabe im Anfragetext, dass der Pilz nach Tagen schwarz zerfließt, müsste das ein ungewöhnlich gewachsener Tintling, vielleicht ein Schopftintling sein. Der hätte auch einen hohlen Stiel, wenn auch nicht so breit ausgehöhlt wie dieser hier.

    Zusatzfrage an den Finder: ist es so, dass die Lamellen vor dem Schwarz-Zerfließen rosa werden?

    FG

    StephanW

    mist, ich dachte ich könnte mal einen Risspilz auf die Liste der makroskopisch zu bestimmenden Pilze setzen. Also in der Gattung Risspilze kommt man also so gut wie nie ohne Mikro weit ? I

    Hallo Jabaa,

    Ditte Bandini und Bernd Oertel, mit die besten Risspilzkenner In Deutschland, sagen dass man mit viel Übung etliche Risspilze durchaus makroskopisch erkennen kann. Ditte bestimmt im Parallelforum auch öfters mal Risspilze einfach nach Foto, das muss also der Theorie nach möglich sein. Aber die Betonung liegt auf viel Übung.

    FG

    StephanW

    Hallo Frauke,

    Schwefelköpfe wachsen zwar auch büschelig auf Baumstümpfen und haben eine ähnliche Größe wie diese hier, haben aber keine braunen Schuppen auf dem Hut und auch keine schmierig-schleimige Hutoberfläche, wie du an einem Bildvergleich feststellen kannst.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    Gebrauchsgegenstände kauft man zunächst mal als Gebrauchsgegenstände. Fallen sie später im Preis, gebraucht man sie einfach weiter. Steigen sie später im Preis, kann man den Preisanstieg gerne mitnehmen, die alten Sachen mit Gewinn verkaufen und sich was neues, billigeres holen. So kann man nie Verluste machen.

    Mal angenommen, man würde sich die FOTE doppelt holen, was ja einige Leute machen, dann geht man ein kleines Spekulationsrisiko ein. Zwischen den einzelnen Auflagen gibt es oft eine kurze komplett verfügbarkeitslose Zeit, in der die Preise des Werkes durch die Decke gehen. Diese Strategie funktioniert vor allem bei solchen Werken, die richtig gut gemacht und auf ihre Weise etwas Besonderes in der Buchwelt sind, aber thematisch nicht zu speziell sind. Und natürlich auch nur, wenn später genügend Leute mit entsprechender Kaufkraft da sind, was mir bei Pilzliebhabern durchaus der Fall zu sein scheint.

    So, jetzt habe ich mich mal als beruflicher, freilich theoretischer Kapitalist geoutet. So was wie das Doppelt-Kaufen habe ich mit Pilzbüchern selbst noch nicht gemacht, ich kenne aber die Strategie, die dahintersteckt.

    FG

    StephanW

    Aber man sollte schon bedenken, dass die FOTE in ein, zwei Jahren vielleicht vergriffen sein und danach auch 300 Euro + x statt wie bisher 100 Euro kosten könnten. Blöd wäre es, sich dann in den Hintern beißen zu müssen, weil man sie damals nicht gekauft hat, als sie verfügbar und erschwinglich waren.

    FG

    StephanW

    Wahrscheinlich ist das auf dem von dir verlinkten Foto gar kein Behangener Faserling, der ist ja überhaupt nicht behangen. Ein Behangener Faserling sollte deutlich mehr Velum auf dem Hutrand haben. Es gibt eine Menge anderer Faserlinge in ähnlichen Farben wie der Behangene.

    FG

    StephanW

    Hallo Lukas,

    nein, die kannst du leider nicht essen. Man isst grundsätzlich keine Pilze, die man so schlecht kennt, dass man sie im Internetforum anfragen muss. Das ist viel zu gefährlich. Bitte gehe mit deinen Pilzen zum Pilzberater, der kann dir eventuell sagen, ob du sie essen kannst, nachdem er sie live gesehen hat.

    FG

    StephanW

    Hallo Niclodemus,

    auf Basis deiner Angaben lässt sich die Sache nicht lösen. Mit der Gruppe der rotbraun gefärbten Milchlinge hast du dir die zahlreichste und schwierigste Gruppe der Milchlinge rausgesucht. Gut ist aber schon mal, dass du erkannt hast, dass es Milchlinge sind. Der nächste Schritt wäre nun, im Pilzbuch mal nachzuschlagen, auf welche Erkennungsmerkmale bei rotbraun gefärbten Milchlingen es denn überhaupt ankommt, um nächstes Mal wenn du wieder rotbraun gefärbte Milchlinge findest besser vorbereitet zu sein.

    FG

    StephanW

    Hallo Marcus,

    das ist genau das, was die Leute in die anderen Threads reingeschrieben haben. Du vergibst ganz wild einen Artnamen, ohne dir vorher mal klargeworden zu sein, was denn die allgemeinen Erkennungsmerkmale einer Psathyrella überhaupt sind: in erster Linie die im Alter schwarzgrauen Lamellen und schwarzgraues Sporenpulver. Wüsstest du die, kämst du nie bei Pilzen wie den hier gezeigten auf Psathyrella. Angesichts des Resultats kann man auch kaum nachvollziehen, weshalb du solche Pilze überhaupt versuchst zu bestimmen, wenn doch die Chance auf Bestimmungserfolg gegen Null geht.

    Dieser andernorts gegebene Ratschlag, sich mal so 20 bis 30 Pilze vorzunehmen und alles andere erstmal links liegen zu lassen, ist essentiell für deinen nachhaltigen Wissenserwerb.

    FG

    StephanW

    Hallo,

    ich weiß jetzt nicht ob das nur auf meinem Monitor so ist, aber ich sehe bei der Rotkappe braune und keine schwarzen Stielschuppen, damit wäre das die Laubwald-Rotkappe (früher Leccinum quercinum, heute meines Wissens Leccinum aurantiacum).

    FG

    StephanW

    Hallo Marcus,

    aber es gibt dutzende Leute, die dir dabei helfen können und wollen. Deren Ratschläge als wertvoll zu erkennen ist mehr als nur die halbe Miete. Die Leute geben dir die Ratschläge, weil sie dir echt helfen wollen und nicht weil sie dir zeigen wollen was für tolle Hechte sie sind und was für ne kleine Wurst du bist. Sobald du das erkannt hast, wirst du wissensmäßig durch die Decke gehen.

    FG

    StephanW

    Hallo Andre,

    das ist ganz hervorragend, was du da sagst: "mehr als diese beiden Bücher brauche ich nicht". Denn jeder, der sich Bücher für teuer Geld zulegt, sollte sich vorher die Frage stellen, ob er sie braucht. Die verwendete Literatur muss zu den Ansprüchen passen, die man an sich und seine Bestimmungsarbeit stellt. Will man z. B. Cortinarien, Macrolepioten oder Tricholomen bestimmen, kann man den GERHARDT ziemlich sicher nicht brauchen. Will man die kreuz und quer im Wald aufgenommenen Pilze in einem Buch wiederfinden, dafür kann man den GERHARDT schon brauchen. Grundkurs Pilzbestimmung kann man brauchen, wenn man in der Kunst der Pilzbestimmung besser werden will, für das "Bestimmen" von Pilzen mittels Bildvergleich-Blätter-Methode kann man das Buch überhaupt nicht brauchen.

    Wie auch immer: wenn man das Gefühl hat, ein Buch wirklich zu brauchen, lindert das den Schmerz enorm, dass es hunderte Euro kostet.

    FG

    StephanW

    Wenn du dann sicher bist, in der Gattung Chlorophyllum zu sein, kommt die Sache mit der Knollenform ins Spiel:

    Fast alle Chlorophyllum-Arten, auch die grünsporige, die ich dieses Jahr im Gran-Canaria-Urlaub live gesehen habe, haben eine abgerundete Knolle, die typischerweise mit pflanzlichen Detritus-Resten beklebt ist. Chlorophyllum brunneum dagegen hat eine gerandete Knolle, die mit Erde sozusagen "paniert" ist.

    Und wie schon gesagt: der taxonomische Nebel, der über all den Riesenschirmlingen liegt, lichtet sich erst seit ein paar Jahren, so dass man mithilfe von Referenzen, die älter als etwa 5 Jahre sind, nicht korrekt bestimmen kann und sie am besten auch gar nicht erst für Bestimmungsversuche verwenden sollte.

    FG

    StephanW

    Ich muss also leider erst mal losziehen und mir ein richtiges Pilzbuch kaufen

    Hallo Marcus,

    ja, das solltest du auf jeden Fall tun. An deinen Anfragen merkt man, wie sehr du für dieses Thema brennst. Bei jedem Hobby hat man Ausgaben, und die sind beim Pilzhobby noch relativ gering.

    Weißt du überhaupt, wie witzig es ist einen selbst gefundenen Pilz mit eigener Literatur selbst bestimmt zu haben? Einmal gemacht, und du willst nichts anderes mehr.

    FG

    Stephan

    Es hängt auch damit zusammen, wie die Leute lernen wollen. Am besten ist es in ihren Augen, andere mühen sich mit der Bestimmung und nicht man selber. Viele wollen dadurch lernen und glauben auch ernsthaft dies zu tun, indem sie massenweise Pilze fotografieren und sie ins Forum reinstellen mit der Frage "bitte was hab ich da gefunden?" oder wie die Threadüberschriften sonst heißen mögen. Dann sollen gefälligst mal ein paar Experten sich den Kopf über das angefragte Material zerbrechen und relativ zeitnah eine Antwort liefern. Dann wird die Antwort die man bekommen hat abgehakt und man meint nun, man hätte etwas über den Pilz gelernt. Kritisch hinterfragt wird dieses Vorgehen von den Anfragern teilweise über Jahre hinweg nicht.


    In Wirklichkeit kann man über Pilze auf diese Weise praktisch nichts lernen. Zwei Wochen später sehen sie den gleichen Pilz im Wald und erkennen ihn aber nicht wieder, weil er ein wenig anders aussieht (z. B. Altersstadium). Zwei Monate später ist auch der Pilzname wieder vergessen, und der Wissensstand entspricht dem vor der Anfrage. Dies wollen sie aber gar nicht wahrhaben, und weist man sie auf die Problematik hin, wird man noch von einigen angepampt, ob man ihnen vorschreiben wolle, wie sie zu lernen hätten. So bleibt das Ganze schwierig.


    FG

    StephanW