Beiträge von StephanW

    Lieber Gerd,


    vielen Dank für deine Rückmeldung, und insbesondere auch für die Ergänzung mit dem Lactarius utilis (Bleichen Milchling). Der war mich auch untergekommen und der Anlass für den KOH-Test, aber ich konnte nicht wirklich etwas darüber finden, ob bei dem die Milch auch grünlich wird.

    Hallo Sabine,

    ich bin zwar nicht Gerd, aber habe in FNE2, dem Lactarius-Band von HEILMANN-CLAUSEN et al. (2. Auflage von 2000) etwas zu deiner Frage gefunden. In der Beschreibung auf S. 72 zu L. utilis steht, dass bei diesem die Milch nicht olivgrau bzw. grünlich verfärbt, sondern bleich cremefarben bleibt. Dies wird ebenda als gutes Unterscheidungsmerkmal zu L. trivialis bezeichnet. Daneben soll sich L. trivialis von L. utilis dadurch unterscheiden, dass sich bei L. trivialis der Stiel gegen den Hutansatz zu deutlich verjüngen würde, bei L. utilis nicht.

    FG

    StephanW

    Hallo Benjamin,

    nur um dir mal einen Eindruck zu verschaffen und dir zu erklären, warum das hier nichts mit der Namensvergabe werden kann: es gibt an die 1000 Pilze, die so oder so ähnlich wie auf diesen Bildern aussehen. Den Velumschleier haben längst nicht nur Cortinarien, sondern auch Galerinen, Hebelomas, Inocyben, Tricholomen und und und.

    Ein Experte mit sagen wir mal 30jähriger Erfahrung beim Pilzbestimmen müsste hier ein etwa fünf Stunden dauerndes Bestimmungsprogramm durchziehen. Sporenabwurf, Makrochemie, Sporenmikroskopie, Zystidenmikroskopie, Huthautmikroskopie... Manchmal weiß er dann den Namen, manchmal auch nicht, wenn die einzelnen Merkmale nicht wirklich zusammenpassen wollen. Also was will man in so einem Fall in einem Internetforum schon ausrichten?

    Da die Beschäftigung mit solchen Pilzen viele Hobbybestimmer überfordert, nennen sie sie kurzerhand "little brown mushrooms" oder auch "Zackpilze" (zack und weg damit). Das soll jetzt nicht heißen, dass deine Pilze es nicht wert sind, sich mit ihnen zu beschäftigen, aber alles hat auch seine Grenzen. Diesen Pilz kriegst du auch mit einem Mikroskop bewaffnet höchstwahrscheinlich nicht bestimmt, da dir die nötige Erfahrung als Pilzbestimmer fehlt.

    FG

    StephanW

    Hallo Frithjof,

    der Rotstielige Ledertäubling ist roh giftig und sollte nur ausreichend lange gegart verzehrt werden, mindestens 15 Minuten bei guter Hitze. Falls du vorhast ihn zu essen.

    FG

    StephanW

    Hallo ibex,

    wenn man keine Bedenken hätte, dass man falsch beraten könnte, wäre man kein guter Berater. Die schlechtesten Berater finde ich immer diejenigen, die ob ihrer vermeintlichen Sicherheit lautstark und großspurig auftreten und jede Vorsicht fahren lassen. Leider ist es aber so, dass die Leute einem Berater eher glauben, wenn er entsprechend selbstbewusst auftritt, als wenn er nachdenklich ist, dann meinen die Leute glatt, der kennt sich nicht richtig aus. Es gibt auch vereinzelt Leute, die es einem Pilzberater verübeln, wenn er besorgt ist und lieber mal einen Pilz mehr aus dem Korb aussortiert als einen zu wenig. In einem Nachbarforum hatten wir vor kurzem das Problem mit einem Vollhorst, der behauptet hatte, dass Pilzberater nur Alarmisten sind.

    FG

    StephanW

    Na ja, ganz so schlimm finde ich die Fotos nicht. Immerhin ist DAS Merkmal des Perlpilzes, die weinrot verfärbten Wurmlöcher, deutlich zu sehen, weshalb die Benennung dieses Pilzes als Perlpilz auch problemlos möglich war.

    Klar kann man sich künftig bemühen, die Fotoobjekte scharf zu fokussieren. Heutzutage haben die Handys und Digicams doch Autofocus, dann muss man das ja nur nutzen. Was z. B. in diesem Zusammenhang meist nicht funktioniert, ist das Fotografieren von Pilzen, die mit der Hand gehalten werden. Damit kommt kaum ein Autofocus zurecht, z. B. der meiner Digicam auch nicht.

    FG

    StephanW

    Purpurfilziger Holzritterling, sage ich auch erstmal. Frage an den Finder: wie war denn die Wuchsweise: auf Erde oder auf einem Baumstumpf? Mit dieser Zusatzinfo könnte man die Anfrage sehr schnell klären.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    das allermindeste, was man bei der Korallenbestimmung machen muss: einen Sporenabwurf, um zu sehen, ob es eine Ramaria (Spp ockergelb) oder eine Ramariopsis, Clavaria, Clavulina usw (Spp weißlich) ist. Sonst sieht man kein Land und muss sich damit zufrieden geben, dass es "irgendeine Koralle" ist. Es gibt Ramariopsen, die so aussehen wie die hier, aber auch Ramarien und Clavarien. Nur Clavulinas sehen deutlich anders aus, die kann man hier ausschließen.

    FG

    StephanW

    Hallo Boris,

    am eindrücklichsten finde ich, dass in deinem Wald die Fichten ihre grünen Nadeln abwerfen, so wie ein verre*ck*ender Weihnachtsbaum. Möglicherweise musst du dir bald eine andere Stelle suchen. Deine Fotos sind dagegen schön, vor allem das vom Knolli mit umgeklappter Volva.

    FG

    StephanW

    Hallo Paddy,

    Nr. 1 ist in der Tat der Falsche Pfifferling, Nr. 2 könnte auch der Austernseitling sein, da die Lamellen nicht den ganzen Stiel herablaufen, sondern irgendwo in der Stielmitte aufhören. Nr. 3 könnte Lyophyllum decastes sein, und noch zu den Hexen: Pilzfruchtkörper sind naturgemacht und keine Konfektionsware, die können schon mal abweichend aussehen. Genau deshalb gibt es ja die bekannten Probleme beim Pilzbestimmen.

    FG

    StephanW

    Hallo Rapunzel,

    für "den" Parasol (Macrolepiota procera) ist er ein bisschen klein geraten. Sternschuppiger Riesenschirmpilz (meinst du damit Macrolepiota konradii) kommt da schon eher hin.

    Jou, ganz knackfrisch sehen die beiden wirklich nicht mehr aus.

    FG

    StephanW

    Ziemlich in der Mitte liegt noch ein sehr junger mit noch geschlossenem Hut, das könnte auch einer sein. Ein paar weitere Pilze im Korb sind teilweise zugedeckt, was sich dahinter verbirgt, weiß niemand. Eine Essfreigabe gibt es hier ja eh nicht.

    ReikeT

    Anhand der Farben des Pilzes mutig geraten;

    Maronen, Galli, Ziegenlippen etc. haben keinen dermaßen dunklen Hut, am ehesten noch der Schwarzhütige Steinpilz, aber Ende September in Scheidegg?? Wohl kaum.

    FG

    StephanW

    Hallo Jens,

    Nr. 1 stimmt sehr wahrscheinlich, Nr. 2 könnte ein grünhütiger Weißstieliger Ledertäubling (R. romellii) sein. Bitte nicht irritiert sein, wenn du auf Vergleichsfotos R. romellii immer mit weinrotem Hut siehst, der kann so was wie hier auch.

    FG

    StephanW

    Oh Mann....und man hatte uns geraten: auf jeden Fall schneiden und nicht rausdrehen 🙈

    Hallo,

    das war ja auch nicht generell falsch. Nur bei Pilzen, die hernach bestimmt werden sollen, ist es falsch, potenzielle Bestimmungsmerkmale wegzuschneiden. Pilze, die man sicher kennt, darf man abschneiden.

    Aber der Porphyrröhrling, auch Düsterer Röhrling genannt, ist hier ziemlich wahrscheinlich. Er wäre dann nicht essbar.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    Samthäubchen lassen sich eigentlich nur mikroskopisch erkennen, da es so etwa 30 bis 40 verschiedene gibt, die sich alle ähnlich sehen. Das können die gleichen bei Jens und Boris sein, müssen aber nicht.

    FG

    StephanW

    Hallo Rapunzel,

    kommt auf den Pilz drauf an. Bei anderen Amaniten außer den Knollies oder Champignons geht das z. B. auch, oder beim Butterpilz. Bei Täublingen lässt die Huthaut sich dagegen oft nur bis zur halben Hutmitte abziehen, wenn überhaupt.

    FG

    StephanW

    Hallo Jens,

    deinen Kochtest von Karbolchampignons finde ich sehr interessant. War es denn auch so, dass die Karbolchampignons nach Erhitzen auffallend gelb wurden? Diese Information spukt irgendwo in meinem Kopf rum, es wäre toll, wenn du was dazu sagen könntest. Weil daran könnte man im Kochtopf die Karbolis ja auch noch erkennen.

    FG

    StephanW