Beiträge von StephanW

    Hallo MIC,

    die warzigen orangenen Gnubbel auf dem ersten Foto erinnern mich durchaus an den Hausschwamm (Serpula). Wie auch immer, der gezeigte Balken ist augenscheinlich marode und nicht mehr tragsicher und sollte dringend erneuert werden. Zuvor muss die Feuchtigkeitszufuhr unterbrochen werden, was heißen kann, dass das gesamte Dach saniert werden muss.

    FG

    StephanW

    Hallo Ralph,

    eine Kaufberatung wie im Geschäft deines Vertrauens (Aldi?) kann das naturgemäß nicht sein, bekämst du aber bei Aldi auch nicht.

    Das Mikroskop kann ausweislich des Infotextes alles, was man zum hobbymykologischen Pilzbestimmen braucht. Bresser ist auch eine bekannte Marke, die für Qualität steht, es handelt sich also keineswegs um ein No-Name-Produkt. Der Angebotspreis ist auch nicht alarmglockenauslösend.

    Für das hobbymykologische Pilzbestimmen, das man so nebenher treibt, sowie das Kennenlernen der vielfältigen Mikrostrukturen von Pilzen ist dies in meinen Augen ein vernünftiges Angebot. Ein Mikroskop ebendieser Art habe ich schon seit zehn Jahren, und ich persönlich hatte in dieser Zeit nie das Bedürfnis, es durch ein vermeintlich "besseres" zu ersetzen. Ich sollte dazu noch sagen, dass ich zweckorientiert denke und mich nicht von einer überbordenden Technik oder überkanditelten Spezialfunktionen faszinieren lasse. Auch habe ich nicht das Bedürfnis, durch exzellente Fotodokumentationen in Foren, Communities usw. zu renommieren, sondern mir langt es, wenn ich durch Mikroskopieren herausbekomme, welchen Pilz ich da gefunden habe. Steht dagegen das Andere im Vordergrund, mag das hier diskutierte Mikroskop zu schmal ausgestattet sein.

    Also: wie bei jeder Anschaffung sich überlegen, wozu GENAU man das haben will, und für welche Wunscherfüllung man Geld zu zahlen bereit ist. Es hat gelegentlich auch schon Leutchen gegeben, die nach einer Saison mit dem neu angeschafften Mikroskop die Lust an der Mikroskopiererei verloren haben, nachdem sie gemerkt haben, dass man da Zeit- und Arbeitseinsatz zeigen muss. Dann stand das Mikroskop halt nur noch unbenutzt in der Stube herum.

    FG

    StephanW

    Hallo John Schnee,

    jetzt kommt endlich der dringend benötigte Regen bzw. Schnee. Wenn es nach der momentanen Kältephase frühlingshaft mild werden sollte (übernächste Woche Nachttemperaturen von 7 bis 8 Grad vorhergesagt), kann es mit den Morchelbecherlingen losgehen. Eine Woche drauf mit den Speisemorcheln.

    FG

    StephanW

    Das Problem mit denen ist, dass sie viel länger halten, als ihre Sohlen.

    Hallo Diether,

    das ist ein sehr guter Hinweis, dem ich nur zustimmen kann. Bei all meinen L..., diese Marke verwende ich jetzt seit knapp 20 Jahren, waren es immer die Gummisohlen, die nach einiger Zeit (so nach ca. 3 bis 4 Jahren) von außen oder von innen her kaputt gingen. Die Haltbarkeit der Sohle ist anscheinend die offene Flanke der L...-Schuhe. Klar wurden die Sohlen bei mir auch immer stark beansprucht, die schönsten Pilze wachsen halt nicht immer am Wegesrand.

    FG

    StephanW

    Hallo Jens,

    du solltest noch eine dritte Anforderung haben, meiner Meinung nach die wichtigste der drei. Die Schuhe sollten zu deiner Fussform (das ist mehr als nur die Fussgrösse, sondern auch Fussbreite, Halluxform, Zehenform, Ristform...) passen. Dass dies der Fall ist, merkst du daran, dass der Schuh recht eng am Fuss anliegt, aber nirgendwo drückt, auch nicht wenn er neu ist. Bei mir gibt es eine Schuhmarke (L...), die besser zu meiner Fussform passt als alle anderen Marken - die gilt es auch für dich herauszufinden.

    Wanderschuhe sind nach meiner Erfahrung ein Produkt, bei dem man sich vor dem Kauf beraten, zumindest Probierschuhe zeigen lassen sollte. Man darf dem Verkäufer ja vorher sagen, wieviel Geld man ausgeben möchte, das ist nicht ehrenrührig.

    Bei Schuhen, die ohne Imprägnierung wasserdicht sind, hast du oft ein Käsfuss-Problem, das solltest du auch bedenken, nicht dass deine neuen Schuhe nach dreimaligem Tragen herumkäsen.

    FG

    StephanW

    Hallo Rigo,

    die ekelhaften (?) rotgelben Pilze (gelbe Huthaut, rote Hut- und Stielschuppen) sind eine andere Schüpplingsart bzw. mehrere Schüpplingsarten, bei denen die wissenschaftlichen Namen umstritten sind (Pholiota jahnii, adiposa, aurivella...). Sie unterscheiden sich makroskopisch deutlich von Pholiota gummosa. Auch Pholiota lenta hat deutlich andere Farben als Pholiota gummosa.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    ich habe mir eben den von Schupfnudel dankenswerterweise verlinkten Artikel durchgelesen. Im ganzen Artikel kommt der Artname Aspidella solitaria/echinocephala nicht vor, wie auch kein sonstiger Artname, der zur Gattung Aspidella gestellt wird. Über den Gattungsnamen Aspidella wird ausgesagt, dass diese Gattung von einer Flechte bzw. Alge aus prähistorischer Zeit repräsentiert wird, also durch etwas, das zunächst mal keinen Großpilz mit Hut, Lamellen und Stiel darstellt. Da wird doch nicht etwa bei einer Genanalyse eine scheinbare Übereinstimmung zwischen dem Stachelschuppigen Wulstling und der prähistorischen Alge festgestellt worden sein?

    Als Subgenus bzw. Nebengattung zu Amanita akzeptieren die Autoren lediglich Saproamanita, also die nicht mykorrhizabildenden Wulstlinge mit Amanita/Saproamanita vittadinii als Typusart. Aspidella wird wie auch Lepidella als zulässige Gattungsbezeichnung verworfen (im Original als "illegitimate" bezeichnet).

    Mein persönliches Fazit: die Anwendung des Namens Aspidella solitaria auf den Stachelschuppigen Wulstling ist offensichtlich Quatsch.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    dachte ich mirs doch, dass irgendwas nicht stimmte. Klar liegt der Pfälzerwald östlich von Riedelberg. Und Berni: im Pfälzerwald Morcheln zu finden, ist natürlich schon sehr groß.:thumbup:

    FG

    StephanW

    Hallo John Schnee,


    wenn du von Riedelberg aus westlich fährst, kommt erstmal der Pfälzerwald. Der liegt über Buntsandstein, also über sauer verwitterndem Gestein, und dürfte ziemlich morchelfrei sein. Morcheliger wird es dann wohl erst zwischen Wissembourg und Lauterbourg. Dort habe ich allerdings noch keine Morcheln gesucht, auch im Saarland nicht. Fährst du aber Richtung Landau, kommt in östlicher Verlängerung der Ort Hördt am Rhein. An der Straße zwischen Hördt und Sondernheim ist rechter Hand ein Wanderparkplatz mit großer Holzlagerstelle. Gehst du von da aus Richtung Rhein, hast du einen sehr guten Morchelwald, in dem ich sogar schon Böhmische Verpeln gefunden habe. Schon am Weg in den Wald kommen dir Käppchenmorcheln entgegen, leider oft auch Sammlerkonkurrenten. Dieser Wald scheint bei der örtlichen Bevölkerung ziemlich bekannt zu sein.


    Soviel zur Theorie, jetzt zur Praxis. Die momentane Witterung (furzetrocken, nachts klar und frostig kalt) ist so morchelfeindlich wie es nur überhaupt geht. Es könnte sogar so schlimm werden, dass es in diesem Frühjahr überhaupt keine Morcheln gibt. Sehr sicher ist, dass es momentan dort keine Morcheln gibt. Anders würde es erst aussehen, wenn mal ein paar Wochen lang frostfreie Nächte und viel Frühlingsregen kämen. Wenn das der Fall ist, schieben die Morcheln in einem Zeitraum von etwa 1 bis 2 Wochen (und Löwenzahn und Bärlauch fangen zu blühen an; momentan blühen dagegen Schneeglöckchen, Märzenbecher und Krokus). Das könnte dann vielleicht in der ersten und zweiten Aprilwoche der Fall sein. Manchmal ist es aber erst die dritte oder vierte Aprilwoche - das ist halt jedes Jahr anders, in Abhängigkeit davon, dass es regnet. Böhmische Verpeln und Morchelbecherlinge kann man so etwa ab der letzten Märzwoche finden, das aber auch nur bei guten Witterungsbedingungen. Käppchenmorcheln kann man auch noch Anfang Mai finden. Wir haben mal auf einer Exkursion auf der anderen Rheinseite bei Russheim an einem 13. Mai Großmengen von Käppchenmorcheln gefunden.


    Da die Treibstoffkosten momentan so hoch sind, dass man nicht "einfach mal so" in die Morchelgebiete fahren kann, bleibt mein Rat, darauf zu warten, dass die Leutchen hier im Forum reihenweise aktuelle Morchelfunde posten, und erst dann seinen A... in Bewegung zu setzen.


    FG

    StephanW

    Hallo John Schnee,

    in der Speyerer Gegend könnte man einmal links und rechts des Rheins suchen, z. B. im Binshofer Auwald (linksrheinisch) oder auf der Ketscher Rheininsel (rechtsrheinisch). Wenn du noch sagst, wo genau du herkommst, könnte ich dir vielleicht noch mehr Parzellen nennen. Zu beachten: in den ausgewiesenen Naturschutzgebieten ist das Morchelnsammeln illegal (Geldbuße bei Erwischtwerden ca. 500 Euro), nicht aber das Morchelnsuchen und -fotografieren. Zumindest geben dir diese beiden Gebiete mal eine Ahnung davon, wie Morchelstandorte aussehen und wie der Boden beschaffen sein muss. Auf etwaige Zeigerpflanzen gebe ich persönlich nichts und richte mich auch nicht danach.

    Man muss allerdings wissen, dass man die dort herumstehenden Morcheln erstmal sehen muss, daran hapert es bei vielen. Bekannte Morchelstandorte sind auch im Allgemeinen schnell abgesammelt, so dass man dort nichts mehr findet, wenn man nicht den exakt richtigen Zeitpunkt trifft (Spielraum ca. 1 bis 2 Wochen).

    FG

    StephanW

    Hallo Rubus,#

    ja, der Eichenwirrling (Daedalopsis) sieht in der Tat so aus. Das Substrat sollte halt Eiche sein, vielleicht kannst du dich daran noch erinnern?

    FG

    StephanW

    Hallo Rubus,

    ich finde deine Anfragen überhaupt nicht nervend. Nur wenn man selber schon von sich sagt, dass man keine Erfahrungen in der Pilzbestimmung hat, kommen dann eben ein paar Ratschläge von Leuten mit viel Erfahrung in der Pilzbestimmung. Die sind gut gemeint und helfen dir dich zu verbessern, sind aber nicht Ausdruck von Genervtsein oder gar Ablehnung.

    FG

    StephanW

    Meines Erachtens ist dafür die Poorenschicht viel zu grob. Ebenfalls passt die Farbe nicht, auch wenn die Zonierung recht gut passen würde. Hast Du mal einen Querschnitt gemacht? Da müsste eine dünne, dunkle Schicht unter der Oberfläche sichtbar sein (kann anscheinend bei einigen auch fehlen oder nicht so deutlich sichtbar sein).

    von der Farbe deiner Pilze würde ich eher in Richtung Samtiger Schichtpilz tippen, wobei der auch nicht passt wegen den Pooren.

    Hallo EL12,

    ja stimmt, du hast Recht, von unten sehen sie nicht gerade typisch aus. Das genau ist ja das Hauptproblem: wie erkennt man Pilze anhand von Fotos, die nicht typisch aussehen?

    Wenn ich im Forum einen Kommentar zu einem Pilzfoto ablasse, ist das nie eine korrekte Bestimmung, sondern eher eine Idee oder eine persönliche Einschätzung, daher schreibe ich ja auch "sieht mir nach ... aus" und nicht "das ist ..." Deine eigene Einschätzung (Samtiger Schichtpilz) steht, wie du ja selbst schon angemerkt hast, ebenfalls auf tönernen Füßen, denn Schichtpilze haben keine porige Fruchtschicht, Trameten dann schon eher.

    Hallo Rubus,

    hier sieht man die ziemliche Sinnlosigkeit des Unterfangens, komplizierten Pilzen dadurch einen belastbaren Namen geben zu wollen, dass man gschwind ein Foto einstellt und darauf hofft, dass andere User in diesen Pilzen etwas Bestimmtes sehen. Solche Pilze muss man schon selber bestimmen (denn man hat als Finder deutlich mehr Informationen beisammen!), freilich muss man dazu wissen, wie die Bestimmungsarbeit funktioniert. Aber nur so lernt man Pilzarten wirklich kennen, nicht dadurch, dass andere einem Namen zu seinen Fotos geben. Hier ist es oft so, dass man Monate später, wenn man im Wald vor diesem Pilz steht, ihn nicht wiedererkennt, weil er halt etwas anders aussieht als damals.

    FG

    StephanW

    ...

    weil mir noch jede Erfahrung mit Pilzen fehlt.

    Hallo Rubus,

    ist es dann überhaupt eine gute Idee, sein Augenmerk gerade auf die schwierigsten Arten zu legen, die mit solch dürren Angaben und nur nach ein paar Fotos meistens gar nicht zu bestimmen sind?

    Z. B. die hier von dir angefragte Schmetterlings-Tramete hattest du vor ein paar Tagen schon einmal angefragt.

    FG

    StephanW

    Ja, Hygrocybe glutinipes passt noch besser auf diesen Fund. Bei H. vitellina wären auch die Lamellenschneiden schleimig, was hier nicht zu sehen ist.

    FG

    StephanW

    Hallo Ingo,

    die gelben Saftlinge sind ziemlich sicher nicht H. chlorophana, denn diese Art hat keinen schleimigen Stiel. Das müsste eher H. vitellina sein. Dagegen können die roten mit ihren ausgesprochen schuppigen Hutoberflächen durchaus H. miniata sein, aber es gibt noch andere rote Saftlinge mit schuppiger Hutoberfläche. In diesem Formenkreis ist, wenn man schon nicht mikroskopiert, der Geruch der Exemplare zu erheben.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    das kann ich nur unterstreichen, denn ich hatte beim Betrachten des Bildes spontan Laccaria (Lacktrichterling) vermutet, selbstverständlich ohne die anderen geäußerten Ideen widerlegen zu können. An diesem Beispiel sieht man mal wieder, wie wenig Sinn es oft macht, Fotos von kleinen bräunlichen Pilzen einzustellen und zu hoffen, dass man den richtigen Namen dazu bekommt. Lernen tut man dadurch auch nichts, außer dass Pilzbestimmung schwierig und allein über Fotos kaum leistbar ist. Hier hätte z. B. zur ersten Eingrenzung zwingend ein Sporenabwurf durchgeführt werden müssen, ohne das kommt man mMn nicht weiter.

    FG

    StephanW