Beiträge von StephanW

    Hallo zusammen,

    es gibt so irre viele Schirmlinge, an die 50 verschiedenen. Fehlt der Stinkschirmlingsgeruch, ist es natürlich kein Stinkschirmling, Als ich meine Idee postete, war über den Geruch ja noch nichts gesagt. Übrigens hat auch Lepiota ignivolvata den Stinkschirmlingsgeruch, außerdem fehlt bei den Anfragepilzen die rostbraune Färbung am Ring, und weitere Velumgürtel unterhalb des eigentlichen Ringes haben sie auch nicht, so dass es der auch nicht sein kann. Da muss man halt weitersuchen. Z. B. ist der Schirmlingsteil in Parey's sehr gut und reichhaltig; man merkt, dass BON ein ausgesprochener Schirmlingsspezialist war.

    FG

    StephanW

    Hallo jabaa,

    z. B. für Lepiota josserandii wäre Fruchtgeruch korrekt, diesen habe ich selber schon bei einem mutmaßlichen josserandii-Fund festgestellt. Dass es sich um einen der hochgiftigen Schirmlinge aus der Sektion Ovisporae handelt, steht für mich außer Frage, die Unsicherheit bezieht sich nur auf die exakte Art. Da müsste ich das Bestimmungsprogramm mit Mikroskopeinsatz durchziehen.

    FG

    StephanW

    Hallo Freak Planet,

    Lila Lacktrichterlinge wie bisher bitte nur in Kleinmengen in der Mischpilzpfanne verwenden, aber 3 Handvoll sind schon bedenklich. Gar nicht mehr freigeben tue ich sie, sobald ich von der DGfM die entsprechende Anweisung bekomme. Die kam aber bisher noch nicht.

    FG

    StephanW

    Hallo weisheit,

    wo soll denn das sein mit der Milch? Ich für meinen Teil sehe keine.

    Hallo Jabaa,

    Lepiota subincarnata ist kein schlechter Name für diesen Pilz, es könnte auch Lepiota helveola oder ein anderer der im Pareys auf S. 286/287 beschriebenen Arten sein. Zur Bestimmung hätte man an dem Pilz riechen müssen, manche der Schirmlinge haben den typischen Stinkschirmlings-Geruch, andere riechen nach Fruchtbonbon.

    FG

    StephanW

    Na, so viele Pilze mit grauem, schuppigem Hut und glattem weißen Stiel gibt es nun auch wieder nicht. D. h. Erdritterlinge sind als solche ziemlich einfach zu erkennen, es ist nur schwierig, auf die exakte Art zu kommen.

    FG

    StephanW

    Hallo Pilzwald,

    meine Idee zum Täubling wäre der Braune Ledertäubling (Russula integra). Dass die Lamellen noch nicht richtig gelb sind, könnte daran liegen, dass der Pilz noch unreif ist oder aus einem anderen Grund nur wenig Sporen produziert. Was an Täublingslamellen so gelb aussieht, sind normalerweise die Sporen und nicht die eigentliche Lamelle. Klar gibt es da auch Ausnahmen.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    dieser unscheinbare rosafarbig getönte Pilz könnte einer der ganz schlimm giftigen Schirmlinge sein (so giftig wie Knollenblätterpilze!). Die sehen alle auf dem Hut so rosa- bis kastanienbraun aus. Im BON, Pareys Buch der Pilze sollte man die Art finden können, ich bin grade bloß zu faul zum Blättern.

    FG

    StephanW

    Also, Marcus, dann bleibt es bei einem der Erdritterlinge. Für genauere Aussagen ist die Geruchsbeschreibung unabdingbar. Wenn dich Erdritterlinge wirklich über den Augenblick hinaus interessieren sollten, weißt du jetzt ungefähr, wie sie aussehen, und dass man an ihnen riechen muss (und übrigens auch kontrollieren muss, ob die jungen einen Spinnwebschleier unter dem Hut haben, und ob die älteren sich irgendwo irgendwie verfärben).

    FG

    StephanW

    Hallo Marco,

    da gibt es so viele, wo soll man da anfangen? Im Grundsatz ist jeder Pilz giftig, die Speisepilze sind da nur die seltene Ausnahme von der Regel. In Deutschland gibt es ca. 5000 Pilzarten, davon sind allenfalls 100 unbedenkliche Speisepilze. Ein paar weitere sind "Nachkriegspilze", die man einigermaßen essen könnte, bevor man verhungert. Aber alles andere ist erstmal als potenziell giftig zu betrachten. Das bedeutet, wenn du auf Pilzsuche gehst, ist statistisch nur jeder vierzigste bis fünfzigste Pilz, der im Wald herumsteht, unbedenklich.

    FG

    StephanW

    Hallo Marco,

    also ich finde Pilze das ganze Jahr über, vielleicht mit Ausnahme der Monate Januar und Februar, da gibt es wirklich sehr wenig. Aber es gibt eine ganze Reihe Speisepilzarten, die im Juli schon "durch" sind, z. B. Morcheln und Mairitterlinge, in manchen Jahren auch Sommersteinpilze. Als weiteren Baum, unter dem Speisepilze gefunden werden können, würde ich noch die Hainbuche aufzählen.

    Gehst du denn auch selber Pilze suchen?

    FG

    StephanW

    Hallo Daniel,

    und auf was genau schaust du im Buch: nur auf die Fotos oder liest du dir auch die Beschreibungen durch?

    Das Vorgehen, das du beschreibst, hört sich bisher für mich jedenfalls sehr vernünftig und zielführend an.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    der Ring kann bei Riesenschirmlingen nicht nur festkleben, sondern auch schon abgefallen oder von Schnecken abgefressen sein, dann hat man einen unberingten Riesenschirmling, der aber trotz Fehlen des Ringes ein Riesenschirmling ist, der an seinen restlichen Merkmalen immer noch erkennbar ist. Diesem Merkmal (verschiebbarer Ring) sollte man also keine übertriebene Bedeutung geben, sondern es halt mitnehmen, wenn es vorhanden ist. So ähnlich wie die Biegsamkeit der Frauentäublings-Lamellen, die auch bestimmungstechnisch in die Irre führen kann.

    FG

    StephanW

    Vor allem, und das wird gern mal übersehen, ist das hier ein eher lockeres Pilzplauderforum und nichts Wissenschaftliches, wo jede Aussage auf den Punkt genau stimmen muss. Halbrichtige Aussagen werden ergänzt, Falschaussagen meistens aufgrund der zahlreich vorhandenen Wächter rasch korrigiert. In den Senkel gestellt werden muss wegen seiner Aussagen niemand, da man nur seine persönliche Meinung kundtut und Diskussionsbeiträge liefert, aber nicht für seine Beiträge bezahlt wird oder gar böswillig Falschaussagen verbreitet.

    Allerdings, Marcus: der Pilz Nr. 1 ist mit Mycena galericulata nur benannt, aber nicht bestimmt. Bestimmen kann man nur, wenn man den Pilz live vor sich hat, aber nicht anhand von Fotos via Internet. Genau deshalb dürfen hier ja auch keine Essfreigaben erteilt werden, weil ein kleines Stück Restunsicherheit immer bleibt. Es ist z. B. nicht ausgeschlossen, dass Mycena galericulata einen gleich aussehenden, aber anders riechenden oder kleinere Sporen produzierenden Doppelgänger hat, den kaum jemand kennt und auf dem Schirm hat, und nur deshalb M. galericulata gesagt wird, weil jeder M. galericulata und niemand den Doppelgänger kennt. Ich selber habe den Rosablättrigen Helmling auch nur vorgeschlagen, ohne zu wissen, welche Doppelgänger da möglicherweise noch im Spiel sein könnten, da ich außer dem RBlH kaum andere Helmlinge kenne.

    FG

    StephanW

    Ich plane nicht, die wissenschaftlichen Namen bei Gesprächen mit Dritten zu verwenden - ich kenne außerhalb des Forums keine Pilzexperten (und in den Beiträgen hier im Forum hört man die Aussprache nicht).

    ^^ Das kann schneller kommen als du denkst - diese Typen aus dem Forum treffen sich nämlich immer mal wieder live zum Pilzesuchen (wenn grade kein Corona ist), und da darf jeder mitmachen, und da kommen manchmal auch Koryphäen.

    FG

    StephanW

    Hallo Daniel,

    Pilzbestimmungstraining hast du gesagt... Nun hat ja Pilze fotografieren und die Fotos im Forum diskutieren lassen noch wenig mit eigener Pilzbestimmung zu tun. Daher die Frage an dich: was genau würdest du selber zur Bestimmung dieser Pilze tun, wenn die Möglichkeit der Forumsanfrage wegfallen würde?

    FG

    StephanW

    Hallo Flora,

    die Schwefelköpfe musst du nicht entfernen. Sage lieber deinen Kindern, dass man wild wachsende Pilz nicht in den Mund steckt, so wie auch Tollkirschen, Einbeeren, Butterblumen, Schneeglöckchen, Zigarettenkippen und dergleichen. Das wäre um einiges giftiger.

    FG

    StephanW

    Hallo,

    noch was zu den Lamellenbegriffen:

    Das Bild "gegabelt" ist falsch. Eine Lamellengabelung befindet sich immer am Stiel, nicht am Hutrand. Ich weiß gar nicht, ob Pilzlamellen überhaupt so wachsen können wie auf dem Bild "gegabelt", gleiches gilt für das Bild "verzweigt".

    Zu dem Bild "mit Lamellulae" - der unter Mykologen hierfür gebräuchlichere Begriff heißt "untermischt". Statt "weit" sagen Mykologen auch oft "entfernt stehend".

    Also so wirklich toll finde ich diese Übersicht nicht.

    FG

    StephanW

    Hallo Marco,

    du fragtest nach Tipps, hier wäre einer von mir: nach deiner eigenen Aussage hast du einige Pilzliteratur daheim. Schaust du dir darin nur die Bilder an, oder liest du die Beschreibung einzelner Arten, oder hast du auch mal die jeweiligen Einführungsteile/allgemeinen Teile gelesen? Fragen wie du sie stellst, bekommst du da besser geklärt als es das Forum je könnte.

    FG

    StephanW