Beiträge von StephanW

    Hallo Oliver,

    meine Anmerkungen sind ausdrücklich nicht als Kritik an deiner Anfrage gemeint. Ich wollte nur allgemein erklären, worin der Grund liegt, dass die Leute (mich eingeschlossen) hier herumraten, statt dir klar und deutlich zu sagen, welcher Pilz es ist. Die Anfrage finde ich als solche o. K.

    FG

    StephanW

    Hallo Uwe,

    dann bleibt noch das fehlende Blauen.

    Der angefragte Pilz stammt, nehme ich an, aus der Schweiz. Eine Kiefer am Fundort wurde bisher noch nicht bestätigt, leider auch noch keine anderen Bäume genannt. Auch hier weiß der Anfrager möglicherweise nicht, wie essentiell wichtig hier der Baumpartner ist.

    FG

    StephanW

    Hallo DW,

    als erstes müsstest du klären, welche Sporenpulverfarbe diese Pilze haben. Das ist hier wichtiger, als nach Rostflecken oder Bitterkeit zu schauen.

    Die Lamellen sehen bei den umgedrehten Exemplaren rosa aus - ist das wirklich so oder nur ein fototechnisches Artefakt?

    Falls die Lamellen weiß und nicht rosa sind, kann ich mir hier sehr wohl einen Ritterling vorstellen, vom ganzen Habitus her sehen sie mir jedenfalls nicht wie Gefleckte Rüblinge aus, die auch nicht den von dir angegebenen Geruch haben. Leider habe ich in der Literatur noch nichts von einem Lederschuhgeruch gelesen, aber der Geruch scheint ziemlich markant zu sein, so wie man das von weißen Ritterlingen kennt.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    der gezeigte Pilz ist definitiv nicht verwittert und auch nicht wirklich alt. Er ist voll ausgewachsen und zeigt wahrscheinlich in der Realität alle bestimmungsrelevanten Merkmale, ist nur suboptimal fotografiert, weil der Finder nicht weiß, auf welches Merkmal unter den dutzend sichtbaren Merkmalen es hier wirklich ankommt.

    Eventuell vorhandene Körnchen am Stiel kann man nicht sehen, da die Stielrinde nicht scharf abgebildet ist. Ein eventuell vorhandenes Rosa im Fleisch der Stielbasis ist nicht zu sehen, da kein Schnittbild fotografiert wurde (oder vielleicht sogar ein Rosa im Hutfleisch, das weiter nach unten in gelbes Stielfleisch übergeht - dann käme eventuell noch der Mährische Filzröhrling (Xerocomus moravicus) in Frage, das natürlich nur bei wirklich trockener Hutoberfläche!). Die so wichtige Struktur der Hutoberfläche kann man leider nicht erkennen, da alles unscharf ist, und man muss sich auf die verbale Angabe "nicht schleimig" verlassen, obwohl er vielleicht doch leicht schleimig ist.

    Das alles ist kein technisches Problem des Fotoschießens, sondern ein Resultat dessen, dass der Anfrager die wirklich relevanten Bestimmungsmerkmale nicht kennt, also z. B. nicht weiß, dass es bei der Bestimmung eines solchen Pilzes in erster Linie mal auf die Hutoberfläche und danach auf die Stieloberfläche ankommt und man diese Merkmale folglich genau abbilden muss, will man eine belastbare Bestimmung haben und nicht nur ein Herumgerate mit bestenfalls "könnte sein" als Ergebnis. Würde er die relevanten Merkmale hingegen kennen, müsste er den Pilz wahrscheinlich nicht anfragen, sondern könnte ihn selber bestimmen, also beißt sich die Katze hier in den Schwanz, und die Grenzen der Pilzbestimmung im Internet-Forum werden sichtbar.

    Zumindest lässt sich sagen:

    - ein Goldröhrlingsring kann nicht abfallen, im Gegensatz etwa zu einem Butterröhrlingsring, da er fest mit dem Stiel verwachsen ist

    - ein voll ausgewachsener Goldröhrling behält seinen Schleim - ist der Hut des Anfragepilzes nicht schleimig, gehört er wahrscheinlich gar nicht in die Gattung Suillus

    - ein Sandröhrling hat keine gelben Röhren, die sind vom Jungzustand an olivbraun und bleiben es auch, und ordentlich blauen tut er nach Anschneiden auch


    FG

    StephanW

    ich wollte natürlich keine genauen Standorte, sondern etwas lesen welche Pilze welche Standort Vorlieben haben. Welche Zeigerpflanzen und Pilze gibt es etc.


    In den Büchern, welche ich besitze ist das Augenmerk sejr auf die Bestimmung.

    Hallo Jonny,

    aber auch die kleineren Pilzbücher haben in den Beschreibungen meistens ein Rubrik "Vorkommen". Da werden dann Angaben über mögliche Standorte gemacht. Also z. B. beim "BLV-Pilzführer für Unterwegs" von E. Gerhardt finde ich diese Angaben sehr zutreffend und informativ.

    Das "Pilzbuch", bei dem die Frage nach dem Standort optimal beantwortet ist, ist das fünfbändige Werk "Die Großpilze Baden-Württembergs". Da steht dann nicht nur "im Nadelwald", sondern z. B. "im montanen, moosigen, nährstoffarmen Buchen-Fichten-Tannenwald über kristallinem Urgestein, vorwiegend an schattigen Nordhängen, oft in Gesellschaft von {irgendwelchen Moosarten}. Gerne an sickerfeuchten, abgesauerten Stellen." Dazu dann eine Zahlentabelle von den Fundterminen nach Monaten sortiert.

    FG

    StephanW

    Nein, das gibt es leider nicht. Du verfolgst bestimmte Ziele und Zwecke und suchst dir die hierfür optimalen Bücher aus. Jemand, der Pilze nur zum Essen sammelt, braucht andere Bücher als einer, der Pilze rein nach Aussehen und Wortbeschreibungen bestimmen will oder hierfür sogar Chemikalien oder ein Mikroskop nutzen will. Wer die Systematik der Pilzbestimmung erlernen will, braucht wiederum andere Bücher als einer, der am liebsten hin- und herblättern und die gefundenen Pilze mit Fotos vergleichen will. Es macht auch einen Unterschied, ob jemand lieber Fotos oder gemalte Bilder von den Pilzen haben will.

    FG

    StephanW

    Findet man denn eigentlich zu den Fachbegriffen Ressourcen, die das ganze auch mal mit Bild und vielleicht sogar in einem Vergleich darstellen? Klar, es gibt die Glossare in Pilzbüchern.

    Hallo Steppa,

    ja, die gibt es. Ich finde, es ist eines der wichtigen Qualitätsmerkmale von Pilzbüchern. Vielleicht hast du noch nicht das für dich optimale.

    FG

    StephanW

    Hallo Pilziwald,

    das auf dem Hut kann auch einfach eine Bereifung sein und wird durch hochstehende Huthauthyphen hervorgerufen. Eindeutig ist dagegen eine grauweißliche Verfärbung an den Röhren, das ist fast immer der Ausgangspunkt der Verschimmelung.

    FG

    StephanW

    Hallo Marie,

    im Parallelforum (das mit dem eu im Namen) berichtete vergangene Woche jemand von seinem kulinarischen Experiment. Es klang nicht wirklich begeistert, aber vielleicht war die Zubereitung der Beulen suboptimal. Das jedenfalls nenne ich mal ein sinnvolles kulinarisches Wagnis.

    LG

    StephanW

    Hauptsache die Bücher landen nicht in irgendeinem Shredder der Entrümpelungsfirma, das wäre echt schade. Ich hoffe, der angesprochene Pilzfreund hat deiner Mutter auch ein paar Euros dagelassen, da waren richtig teure Sachen dabei, nach meiner Schätzung geht es um einen fünfstelligen Betrag. Alleine der Romagnesi von 1967 mit Widmung, nur als Beispiel, ist ja schon vierstellig.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    mir scheint das auch eine Griseinae zu sein. Was man aber hier supergut sehen kann: wie auf Fotos die Originalfarben bis ins Unkenntliche verfälscht werden können.

    FG

    StephanW

    Ist euch eigentlich aufgefallen, dass vom Threadersteller nach seinem Startbeitrag nichts mehr zu lesen war, obwohl er per @ herbeigerufen wurde? Möglicherweise sitzt er jetzt auf seiner Couch und feixt sich eins über diese sich verselbständigende Diskussion. Oder gibt es dich noch ReneRiskit?

    Hallo Joel,

    erstmal Gratulation zum Fund der Totentrompeten.

    1) es können immer auch Graue Leistlinge (Cantharellus cinereus) zwischendrin sein. Das ist kein Schaden, die sind genau so gut wie die eigentlichen Totentrompeten.

    2) alle Zubereitungsarten gehen - frisch oder getrocknet und wieder eingeweicht. Die getrockneten haben ein etwas stärkeres Aroma.

    3) normale Mindestgarzeit 10 Minuten; TT enthalten wie fast alle Wildpilze hitzeinstabile Giftstoffe

    4) die schwarzen Hutränder an den großen Exemplaren zeigen Alterung an; die würde ich nicht mehr verwenden. Unschädlich dagegen ist der auf Bild 1 und 2 sichtbare gelbe Überzug - das ist ausgefallenes Sporenpulver

    5) das Weiße an der Stielbasis ist Myzelfilz und gehört zum Pilz; die Stielbasis wird beim Putzen abgeschnitten, da viel Dreck anhaftet.

    FG

    StephanW

    Verstehe echt nicht, weshalb hier einige Leute meinen, dass man nur die "guten" Pilze reden darf.

    Amanita muscaria ist ja wohl eine Ikone unter den Pilzen, die es verdient hat, dass man über sie diskutiert. Und wenn jemand diesen Pilz essen will, ist das auch diskussionswürdig.


    Gut gebrüllt, Löwe. Das Diskutieren an sich finde ich ja o. K. Aber man kann nicht erwarten, wenn man sich hinstellt und Zubereitungstipps für Fliegenpilze einfordert, dass es keinen Gegenwind gibt. Ich für meinen Teil denke, es ist nötig, dass hier wer auch mal den Spaß bremst, damit ReneRiskit ein ausgewogenes Meinungsbild bekommt.

    Wie auch immer: letztlich kann jeder entscheiden, wie weit er sich da mit reinziehen lässt. Und der ReneRiskit kann auf eigene Verantwortung frei entscheiden, ob er die Fliegies isst. Auf diesen Minimalkonsens können wir uns bestimmt einigen.

    Liebe Grüße zurück

    StephanW

    Hallo Bernhard,

    solche Weisheiten erhältst du aus der Täublings-Standardliteratur (Romagnesi/frz., Sarnari/ital.-engl., Einhellinger/dt., Marxmüller/dt.) oder aber, da an die Literatur nicht leicht heranzukommen ist, auf diesen speziellen Täublings-Seminaren, die von den Pilzschulen angeboten werden. Sehr ergiebig sind auch Tagungen, an denen der Täublingsforscher W. Jurkeit teilnimmt. Meine Weisheiten habe ich in ca. 15 Jahren eklektisch, d. h. steinbruchmäßig zusammengetragen.

    FG

    StephanW

    Meine Vermutung stützt sich auf die passende Hutfarbe und darauf, das nicht viele Scheidenstreiflinge überhaupt so groß werden können. Zwar gibt es noch den Riesenscheidenstreifling (Amanita ceciliae), aber der hätte graue Flocken auf dem Hut und keine so stabile, häutige Volva.

    FG

    StephanW