Beiträge von StephanW

    Hallo zusammen,

    im Gegensatz zu meinen Vorschreibern finde ich die Pilze, die man in der Lamellendraufsicht sieht, nicht mehr wirklich frisch. Die Lamellen sind nicht mehr weiß, sondern leicht beige. Sie sind lappig und kleben teilweise zusammen.

    Ich bin allerdings auch ziemlich pingelig bezüglich der Qualität, muss ich dazu sagen.

    FG

    StephanW

    Hallo Caro,

    da du dich offensichtlich für Heterobasidiomyceten ("Glibberzeugs") interessierst, sei dir das zweibändige Werk von LASSOE/PETERSEN, Fungi of Temperate Europe, empfohlen. Vor ein paar Monaten gabs das noch im Handel zu kaufen, hoffentlich jetzt auch noch. Dieses Werk besticht durch die enorme Artenfülle und sehr nachvollziehbare Gliederung. Es wird dir kaum passieren, dass du etwas findest, das darin nicht beschrieben ist. Es ist halt auf Englisch.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    diese Pilze haben (mehrere) Velumgürtel am Stiel, damit ist Tricholoma acerbum raus aus der Verlosung. Meiner Meinung nach sind das Stadtchampignons. aber wie man auf die Idee kommen kann, dass sie noch gut in Schuss sind, erschließt sich mir nicht. Sie haben glasige gelbbraune, mutmaßlich gammlige Stellen, so dass der unangenehme Geruch sich leicht erklärt.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    es ist ja angesichts der vorliegenden Fotos nicht einmal sicher, dass es überhaupt ein Risspilz ist. Es muss auch nicht unbedingt alles die gleiche Art sein. Z. B sehen die Stiele der Einzelexemplare durchaus verschieden aus. Also, Wilhelm: bitte bessere Fotos machen, dann lässt sich auch was sagen.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    Hygrophorus persoonii ist mMn korrekt, erst recht nach der Laugenprobe auf der Huthaut. Weitere in Frage kommende Arten wären Hygrophorus mesotephrus oder Hygrophorus latitabundus (falls sich am Fundort doch ein Kieferchen versteckt hatte), diese Arten sind von der Farbe her aber recht neutralgrau und werden nicht so eindeutig braun wie Hygrophorus persoonii.

    FG

    StephanW

    Hallo bonkrates,

    wie man auf dem letzten Foto sieht, stehen da noch mehr Exemplare im Garten. Haben die alle keine Lamellen, oder nur der eine, den du gezeigt hast?

    FG

    StephanW

    Schon die Gattung ist mit vielen Arten nicht einfach, da ist der hier einer der häufigen, bekannteren und wohl noch ganz gut zuordenbar.

    Hallo Wilhelm,

    wenn es denn wirklich Hebeloma mesophaeum wäre. Der Pilz ist deswegen so häufig und bekannt, weil die meisten einen so aussehenden Pilz nicht bestimmen können und ihn kurzerhand Hebeloma mesophaeum nennen. In Wahrheit braucht es eine mikroskopische Untersuchung und Gattungsliteratur, bevor der Name vergeben werden kann.

    Falls dir das einen Nutzen bringt: ja, Hebeloma mesophaeum sieht so aus. Der auf den Fotos jeweils rechts abgebildete meines Erachtens dagegen nicht.

    FG

    StephanW

    Hallo Annerose,

    vergleiche mal mit Russula sardonia (dessen Mikrodaten ich gerade nicht parat habe!).

    Noch ein Tipp für deine Sporenbilder: alle verfügbaren Blenden voll aufziehen, damit du die volle! Lichtstärke hast - danach auf das Ornament der Sporenoberseite fokussieren. Das ist der einzig mögliche Weg zu beurteilen, ob Grate und Verbindungen zwischen den Warzen vorhanden sind.

    Und noch einer für die Erhebung der Sporenpulverfarbe: das ausgefallene Sporenpulver mit einer Rasierklinge zu einem Häufchen zusammenschieben und plattdrücken, dann erst die Farbe beurteilen. Bei lediglich ausgefallenem Sporenpulver (sichtbar durch die Lamellenabdrücke) beurteilt man die Farbe systematisch zu blass.

    FG

    StephanW

    Na ja, der Pilz ist ohne Frage lila und hat ohne Frage einen ziemlich dicken Fuß. :D

    Katrin, finde doch einmal heraus, in welche Gattung der Lila Dickfuß gehört, und worin das herausstechende Merkmal dieser Gattung besteht. Nachdem du das gemacht hast, wirst du sehen, dass das kein Lila Dickfuß sein kann. Was übrigens hier speisetechnisch von Vorteil ist.

    StephanW

    Zurück zu meiner Mission: Alle Pilze im heimischen Wald zu bestimmen. Anbei der erste Wurf und auch meine erste Indikation. Bitte kritisch dagegen halten.

    Hallo rasu,

    sehr gut, dass du dir ein so ambitioniertes Ziel setzt. Ich persönlich arbeite jetzt schon knapp 50 Jahre dran, würde aber von mir nicht behaupten, dass ich das schon könnte. Pilze bestimmen lernt man jedenfalls nicht dadurch, dass man zufällig gefundene Pilze fotografiert und einstellt, gschwind ein paar Artnamen dazu raushaut und die Pilze letztlich dann doch von anderen Forumsteilnehmern bestimmen lässt. Ganz zu Anfang geht das noch an, aber irgendwann solltest du mal Pilze selber, also ohne Hilfe von anderen, bestimmen.

    FG und viel Erfolg dabei

    StephanW

    Hallo Martin,

    vor allem wird der schattig-feuchte Boden unter den Fichten schnell austrocknen, so dass es an der nötigen Bodenfeuchtigkeit fehlt und sich die Frage nach dem Mykorrhiza-Erhalt wohl nicht mehr stellt. Mit Glück kann es an den Fichtenstümpfen später ein paar Hallimasch geben, die schmecken auch nicht schlecht.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,


    StephanW, was ist denn los? Du bist doch sonst bei Forenneulingen nachsichtiger.

    Ja, ich reagiere angesichts nachlassender Anfragenqualität immer öfter genervt. In solchen Situationen habe ich früher beschlossen, mich einfach in den Winterschlaf zurückzuziehen. Das sollte ich vielleicht mal wieder tun, bevor ich Anfrager mit meinen Antworten meinerseits nerve.

    FG

    StephanW

    Hallo Bernd,

    ich bin mir zu 95 % sicher, dass das Russula claroflava ist. Das Claroflava-Gelb auf dem Hut ist typisch ausgebildet, ebenso wie die gelblichen Lamellen. Am Fundort müsste dann auch die eine oder andere Birke herumgestanden haben.

    Wenn du Täublinge anfragst, versuche bitte immer den Geschmack und die Sporenpulverfarbe zu erheben, das erhöht die Chance auf die Vergabe des zutreffenden Namens enorm.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    hier ist ein Ockertäubling (Russula ochroleuca) gut möglich. Restunsicherheit bleibt, da die Fotos mit Kunstlicht aufgenommen wurden und die natürlichen Farben verfälscht dargestellt sind. Für die Beurteilung, ob die Lamellen splittern oder nicht, braucht es etwas Erfahrung. Immerhin sieht man auf dem Tisch ein paar Lamellensplitter.

    FG

    StephanW

    Hallo rumpel360,

    was erwartest du, wenn du uns zerschnittene und vorgeputzte Pilze auf dem Küchentisch präsentierst?

    Ich jedenfalls werfe mal noch eine andere Gattung ins Spiel, eine Russula. So, jetzt hast du schon drei mögliche Gattungen, von Arten reden wir hier noch gar nicht.

    Wie du siehst, kann dein Vorhaben nicht funktionieren, und zwar unabhängig davon, um welchen Pilz es sich hier handelt.

    FG

    StephanW

    Hallo Murmel,

    das ist einer der Ritterlinge in der Sektion Weiß-braun. Hättest du die Größe mit 12 cm nicht angegeben, hätte ich auf T. albobrunneum getippt, aber so groß wird dieser normalerweise nicht. So als Einzelexemplar ist das auch recht schwer zu beurteilen, eine Kollektion macht die Sache schon einfacher.

    FG

    StephanW

    Hallo pilsfreund,

    meiner Meinung nach ist nur der Pilz auf dem letzten Foto ein Perlpilz, die anderen dagegen halte ich für Graue Wulstlinge (oder ist das immer derselbe?). Lustigerweise sieht man da so was wie eine Bergsteigersocke. Aber die deutlich geriefte Manschette macht den Fall klar.

    FG

    StephanW

    Na ja, es gibt schon auch genaue Vorschriften, wann und mit welchem konkreten Ziel man Chemikalien einsetzt. Das Zeugs ist meistens gesundheitsschädlich, also sollte man es nicht einfach nur so zum Spaß verwenden. Ich habe andererseits durch Rumexperimentieren auch schon Sachen rausgefunden, die in keinem Buch stehen, z. B. dass Cortinarius infractus mit KOH auf der Huthaut türkisblau reagiert, oder dass Ritterlinge unterschiedlich stark mit Guajak reagieren, ähnlich wie dies bei den Täublingen der Fall ist.

    FG

    StephanW