Beiträge von gelBlau

    Wie gesagt, bin unerfahren, was das Alter von Pilzen betrifft. Deshalb wäre es hilfreich, wenn ihr mir sagen könntet ob ihr rein äußerlich entschieden habt???

    Die Vorredner haben allesamt natürlich recht. Meine Äußerung war auch so gemeint: hast du da tatsächlich eine Delikatesse? Die erkennst du: vital, schimmellos, kräftig, usw.

    Du hast es bei Pilzen mit einem sehr verderblichen Eiweiß zu tun, ähnlich wie es bei Fischen ist. Im Wald riecht es manchmal säuerlich unangenehm, dass sind verwesende Eiweiße: Tiere, Pflanzen, Pilze. Es macht Sinn sich die Abbauprozesse der Pilze im Allgemeinen bei jeder Wanderung anzuschauen, umzu verstehen, was da vor sich geht und was einem selbst wirklich gut tuen kann.

    Hei,


    Pablo, genau das wäre für mich immer die Netzhexe. Das meine ich mit : wenn es feucht ist , usw., was ich mit dem Steinpilz beschrieb. Genau das Netz hat z.B. die Marone nie, um eine Abtrennung zu verdeutlichen. Die Hexen habe ich so noch nicht verglichen.


    Und die Stilbasis habe ich ja gar nicht angeschaut. Ich gehe wie gesagt die Fotos noch mal durch und falls wer auch immer noch einmal an dieser Stelle auftaucht wird er bis auf die Nieren geprüft.

    T-schuldigung:


    vielleiche etwas Philosophisches dazu: Ein gutes Pilzessen ist eine Delikatesse. Und was macht er, der Sterne-Koch? Er nimmt für eine Delikatesse nur die besten Zutaten.


    Also nichts verzwingen, sich lieber auf den nächsten tollen frischen Pilz freuen.

    Ich fande es gar nicht so schlimm, dass Buch durchzuackern

    Es ist einerseits sehr bildlich mit Fallbeispielen, Beschreibungen und darin eindrücklich. Wenn es allerdings um die Wirkungsmechanismen der Gifte geht ist ein med./ biologisches Vorwissen Vorraussetzung oder man muss sich das Wissen aneignen, will man wirklich verstehen, was im Körper abläuft. Für einen Laien ist es z.B. schwer zu verstehen warum beim Pantheria-/Fliegenpilz-Syndrom die Symptome ins genaue Gegenteil umschlagen können. Da sollte man schon ein Grundwissen von Pharmakologie haben. Da wird dann auch klar, was hier die Giftmenge bedeutet. Das meine ich mit "ackern".

    Das schöne an dem Buch ist, wenn man das Wissen nicht hat, macht das auch nicht viel, denn es ist auch so eine Schatzkiste mit sehr viel Info.


    Im Übrigen gibt das Buch weitgehend Auskunft auf Kays Fragen.

    Dort ist die Netzzeichnung auch nur bei der Nahaufnahme deutlich zu erkennen.

    Weil ich dieses Unterscheidungsmerkmal wusste, habe ich diese Nahaufnahme gemacht. Ich hätte aber wohl eine Lupe gebraucht.


    Ich ging davon aus, dass es wahrscheinlich so ist wie z.B. beim Steinpilz. Wenns regnet und es war wie man sieht deutlich nass, der Stamm feucht ist, verschwindet das Netz teilweise vollständig weil sich die Substanz "aufbläht" und eine Struktur nicht mehr wirklich zu erkennen ist. Geht man aber ans oberste Ende des Stammes in den Übergang zum Hut ist durch den Überstand des Hutes und die Ausbuchtung das Wasser abgetropft und ein Netz wird sichtbar.


    Sodele ich werde die Fotos nocheinmal anschauen, vielleicht kann ich dann noch was liefern - und nächstes Mal werde ich noch viel besser untersuchen - versprochen

    voll aufgeschirmten fruchtkörpern nie einen Hauch von Rot erkennen lässt

    Leider haben sie mich schon verlassen. 3 Tage nach diesem Bild waren beide komplett weg. Konnte daher nicht weiter untersuchen. Den Hauch von Rot habe ich nie wahrgenommen.


    Ich schaue mir die Bilder nocheinmal genau an, auch das meines Avatars -gleiche Stelle, ein paar Jahre früher und viel kleiner. Ich untersuche nochmals die Stammstruktur, soweit sie sich auf den Fotos, es gibt noch einige, offenbart.


    Laut deinem Link sind im Umfeld auch Buchen, und im Hochmoortorf im Harz sind ja auch Fichten.


    Vom Standort her ist der interessant. Hier gibts "Springer" wie es hier heißt, das sind Quellen, die zw. den Gesteinsschichten vortreten. Nicht immer, vor allem jetzt nicht, läuft das Wasser in Bächen ab. Es sammelt sich auch mal. Der Boden ist eher sauer. Sicherlich steht der Pilz nicht im Sumpf, aber in der Nähe von kleinen Sumpfverrottungsstellen - ob das was heißen mag???


    Die Höhe ist hier etwa 350 m.


    Ich versuche auch mal die Zeichnung am oberen Stamm rauszuarbeiten, um zu sehen, ob das wirklich das Netz ist, was ich auch sehe.


    Ich kenne es von einem kleinen Filzröhrling (immer gleiche Stelle), der manchmal ein extrem deutliches Netz entwickelt und manchmal muss man es am Hutübergang suchen.


    Was ich jetzt hier lerne: stelle den Pilz sofort ein, damit man weitere Untersuchungen eventuell in den Folgetagen anstellen kann, solang er noch "lebt"

    Hallo,

    weil Boris das so sagt, bin ich auch skeptisch geworden. Haben nicht alle Nudas ausgebuchtete angewachsene Lamellen? Das scheint bei 80 nicht der Fall zu sein. Schleierreste zu erkennen tue ich mich allerdings immer sehr schwer auf Fotos, wenn sie nicht wirklich deutlich sind. Hast du, Alex sie alle mal angerochen? Die guten Nudas sollen sehr eigen und ähnlich riechen. Ich kenne allerdings nur 2 von ihnen und habe sie damals auch nicht auseinander halten können. Sie varrieren farblich schon und reagieren ja auch auf Feutigkeit. Aber der Geruch war ganz eindeutig.


    Ich fand vor nicht allzu langer Zeit einen quietsch lila Pilz im Nadelwald, der roch recht muffig. War dann auch ein Schleierling und blieb direkt dort.

    Hallo,

    noch ein Zusatz: die schimmeln leicht auch junge, meistens fängt es beim Futter (rundeliche helle Flecken) an. Ich mache auch den Drucktest (generell!), aber zusätzlich rieche ich noch ganz genau an Futter und Stilende. Die gezeigten Pilze scheinen mir zum Teil etwas älter. Die kippen auch schnell ab, wenn sie angefressen sind oder es geregnet hat, eben Empfindelmäuse

    Außerdem frag ich mich wirklich, wie in Bezug auf Giftigkeit der Konsens zustande kommt.


    Dann empfehle ich dir nochmals das obige Fachbuch als Grundlage. Es ist mit über 200 internationalen Quellen mit Jahresangaben versehen, lässt aber auch Fragen offen, die der Autor nicht beantworten kann. Auch scheut sich der Autor nicht Sätze zu schreiben wie: "Die Situation ist völlig undurchsichtig ..." Anderseits gibt es konkrete Angaben: "Symtome erst nach mindestens 3 Mahlzeiten innerhalb einer Woche".

    Und ich würde ja gern zur Quelle (der Studie) gehen, sie ist aber nicht angegeben, das ist ja das Problem

    Wenn du nach dem Durchackern der 300 Seiten weitere Fragen haben solltest, gibt dir das Buch genügend Quellen und Hinweise zum Weiterforschen.


    Vielleicht bedenkst du auch, dass die Pilzforschung ständig im Wandel ist, sich Namen ändern, weil Pilze anders zugeordnet werden. Und: es gibt sehr viel verschiedene Wege, eine Giftigkeit zu finden, vom Laborversuch mit Tieren, Giftisolation, bis hin zu Massenvergiftungen, wie man es z.B. auch bei Salmonellen kennt. Eine latente jahrelange Vergiftung, die es beim Paxillus-Syndrom gibt, wird hingegen leicht übersehen und nur in wenigen Fällen auf einen Pilz zurückgeführt, weil der Pilzkonsum damit nicht in Verbindung gebracht wird.


    Und wie welche Gifte auf wen und was wirken, ist ein eigenes riesiges Gebiet. Das verlangt auch medizinisches Fachwissen, wie die Gifte im Körper verstoffwechselt werden und wodurch die Syptome ausgelöst werden. Es gibt daher nicht die eine Wahrheit, die auf alles anwendbar ist, sondern jedes Gift, jede Körperreaktion, usw. hat ihre Eigenheiten und ist auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

    Hallihallo,


    Pilze, möglicherweise darunter auch der Steinpilz sind keineswegst zwingend "monogam". Sie können z.B. eine Buche mit einer Fichte verbinden. Im Sommer, wenn die Buche die Fichte verschattet, liefert die Buche "Futter" über den Pilz an die Fichte. Somit wird überschüssiger z.B. Kohlenstoff verwertet. Ohne die Abgabe an einen Pilz oder einen anderen Baum würde die Buche in der Hochsaison ihre Produktion drosseln müssen, da sie nur begrenzt Kohlenstoff verbrauchen kann. Im Winter wiederum steht die Fichte unverschattet frei im Licht, kann somit viel mehr Kohlenstoff produzieren und an den Pilz und die Buche abgeben.


    Mit Futter meine ich, dass ziemlich sicher diverse Stoffe ausgetauscht werden, doch mit radioaktivem Kohlenstoff kann man Versuche machen und einen Stofftransfer nachweisen.


    Wenn man bedenkt, dass ein Myezel sehr groß sein kann, ist es durchaus möglich, dass der Steinpilz, der unter einer Buche steht, weit entfernt mit einer Fichte verbandelt ist.


    Das könnte auch eine Erklärung sein, warum der Pilz jetzt noch im November -alle Blätter sind abgefallen, also kann der Steinpilz so gut wie keine Nahrung von der Buche erhalten (die Photosynthese ist so gut wie eingestellt) - noch die Kraft aufbringt, Fruchtkörper zu erzeugen. Auch kann jetzt der Wind die Sporen viel weiter tragen als wenn im Sommer alles dicht belaubt ist und der Wind abgebremst wird.


    Im übrigen finde ich tatsächlich in gewisser Entfernung von solchen Steinpilzen Fichten, wenn auch manchmal ganz kleine.

    Der Ockerbraune Trichterling steht auf der Positivliste der Speisepilze bei der DGfM. Bitte keine Falschmeldungen.

    Dann lies doch bitte den Link und schaue, dass im Süden der Wohlriechenden Trichterling, Duftender Trichterling, Parfümierter Trichterling = PARALEPISTOPSIS AMOENOLENS (SYN. CLITOCYBE AMOENOLENS) ist und die Vermutung schon bestätigt wurde, dass er durch den Klimawandel nach Norden kommen kann. Daher sollten die anderen nicht mehr freigegeben werden.

    Hallihallo,

    da hab ich doch glatt mein Ebenbild wieder wachsen sehen und dieses Mal entkommt er mir nicht beim Bestimmen, so hoffe, denn ich wollte unbedingt, dass er sich im Wald vermehrt und habe nichts zum Aussporen mitgenommen:


    geliebt von Schnecken, Geruch mild pilzig, Fleisch sehr hart




    nach dem Schnitt in Sekundenschnelle blauend




    Noch ein Schnitt und er offenbart ein feines braunes Netz ganz oben



    Kann es sein, dass ich hier wirklich den seltenen Böhmerwaldröhrling gefunden habe?


    Wer kennt sich aus und macht es Sinn den in eine Karte einzutragen.


    Jetzt weiß ich leider nicht mehr wer mir sagte ich könne den Pustelpilz in eine Karte eintragen (muss da noch meine Hausaufgaben machen!!!)


    Wie geht ein Karteneintrag, bzw. wo gibts dazu Infos, bei welchen Pilzen macht das Sinn?

    also wieder mal dieses ominöse Gesamterscheinungsbild

    also heißt es gucken gucken gucken und merken.


    T-schuldigung, für mich sah er genauso alt wie der kahle Krempling aus. Hab mich allerdings mit Gürtelfüßen noch nicht ausgiebig befasst. Daher wollte ich ja die genauen Merkmale wissen.


    Und beim Sporenbild erkannte ich nur bräunliche Flecken aber keine Lamellenstruktur. Vielleicht macht es Sinn bei unscharfen Bildern mehr zu erklären, wie etwa: braune Sporen.


    Wieder viel gelernt

    Nummer 3 kann man noch ergänzen: Das ist ein Gürtelfuß (Cortinarius subgen. Telamonia).

    Bist du sicher? Ich werfe mal einen alten Lacktrichterling (blassblättrig oder 2-farbig??) ins Rennen. Das "Sporenbild" ist so uneindeutig, dass es auch eine bräunliche Verfärbung des Verwesungsprozessen sein könnte. Mich würde interessieren, wie du es festlegst. Größe ist nicht klar. Habe in letzter Zeit viel Lacktrichterlinge gesehen.


    Aber auch von mir einen Tip, gesunde gute Pilze hier einstellen bringt weitaus mehr, da man sie nach Fotos besser bestimmen kann, wenn auch nie wirklich ganz.