Beiträge von gelBlau

    zur nr. 7: in der Tat sehen junge Birkenporlinge so aus. Allerdings habe ich noch nie einen so jungen gesehen, der so braune konzentrische Kreise in der Schnittfläche gezeigt hätte. Bei mir sind die immer mehr oder minder rein weiß mit einigen bräunlichen Pünktchen in der Nähe der Anwachsstelle. Daher vermute ich hier was anderes...

    Wäre interessant da die Entwicklung zu beobachten!

    Ich habe sie noch nie aufgeschnitten, aber seit Jahren in der Form beobachtet.


    Aber ich habe heute in einer Schonung die Trockenerscheinungen der Steinpilze gesehen. Mir ist ein dummer Fehler unterlaufen: keine Speicherkarte!!!! Ganz blöd. Die meisten Pilze blieben im Wald.


    Daher die Erzählung:


    Die Pilze hatten eine äußerlich weiße Röhrenschicht mit leichter Dunkeltendenz. Beim Aufschneiden der Röhrenschicht wurde es dunkeloliv. Also muss folgender Hergang stattgefunden haben: Kleiner Pilz, Entwicklungsphase, wenig aufgeschirmt, weißes Futter. Dann kommt trockenheiße Luft. Pilz will aussporen, öffnet sich im Hut. Trocknet ab. Die Pilze sind alle ganz klein. Aber richtig öffnen kann er aber nicht, denn außen sind die Röhren verschlossen durch Trockenheit. Es gibt Rissbildung und Verschlossenheit. die Röhren bleiben äußerlich weiß, aber die Sporen reifen aber innerlich. Und innen ist das dann dunkel.


    So könnte es doch auch mit dem Birkenporling sein.


    Weiter gucken wäre hier wirklich spannend, denn die Pilze, ich sah heute welche im "Trockenland" wollen auch überleben

    tatsächlich aus den von dir beschriebenen Gründen in die Tasten geflossen.

    das ist nun mal so.

    Nein , es gab auch mich : kleines Mädel, aber großer Indianerhäupling --trotzdem Frau.


    Lass mal Angst und Kontrolle weg. Es gibt auch ein Leben daneben und ohne Anklage.

    zwei Punkte beim Bullshit-Bingo.

    Sorry, hab das nicht so gemeint, wie Du das auffasst. Was siehst du da?


    Hab halt früher Cowboy und Indiander gespielt und hatte tatsächlich ein Messer mit Klinge an einem Gamsfuß mit Lederscheide von meinen Eltern geschenkt bekommen. Dies Messer nutzte ich als Kind im Wald zum Pilze sammeln und auch zu Spielen. Und ich war eben nun mal damals ein Indianer und der Begriff war wirklich nicht schlimm, ganz im Gegenteil, ich las sehr viele Fachbücher, natürlich als Kind angefixt von Karl May.


    Man muss nicht jedes Wort immer auf die Wagschale legen.

    Bei einem Sturz könnte die Klinge zu schweren Verletzungen führen

    Nun ja, ich habe ein gelbes Küchenmesser, das man gut sieht, falls man es verliert und das hat eine Steckstelle im Korb. Einen "Einmeterstab" habe ich in der Fototaschen und einen abgebrochenen Pinsel in der Kitteltasche. So kann das Spiel auch aussehen. 5 Pilze sammeln und an einem netten Ort gleich putzen macht auch Sinn. Aber ich würde garantiert nicht ein Messer nach jedem Fund zusammen klappen. Ein Steckplatz ist für mich geschickter, nun ein alter Indianer steckt auch lieber in die Lederscheide.


    :)

    danke für die Antwort, eine derartige Doku möchte ich mir angewöhnen, ich denke dann sieht man auch einiges. Das habe ich in der Vergangenheit leider nicht so ausführlich gemacht.


    Und vielen Dank für den Link, den A. hatte ich so nicht auf dem Schirm. Bein Putzen kann man dann ja einfach immer den Hut abbrechen und etwas liegen lassen, dann bekommt man das gut raus.

    Aber wie riecht schon Mehl

    Es gibt 2 Möglichkeiten Mehl zu riechen. Mehl stark befeuchten und zwischen den Fingern reiben bis es Schlieren zieht. Durch die Feuchtigkeit wird der Geruch verstärkt.

    Die andere Möglichkeit ist, etwas Mehl einige Minuten im Mund halten und sich auf Geschmack und Geruch konzentrieren. Denn das Aroma, das wir beim Essen empfinden ist immer ein Zusammenspiel aus Geruch und Geschmack. Wobei die Geschmacksrezeptoren im Mund eher für das grobe zuständig sind und die Nase für das Feintuning.

    Der Wald ist immer noch recht leer aber die Wiese voll. Ich bitte Euch die Wiesenchampignons genauer zu beschreiben und zu definieren oder sind es doch keine?

    Fundort Kuhweide, Höhe etwa 300 üM. Es ist ein riesiges Gebiet, letztes Jahr habe ich mehrere Körbe geerntet. Sie riechen Champignon-pilzig, aber nicht nach Anis, Sporenfarbe braun.




    Im Schnittbild sieht man schön die rosa Lamellen, die Stiele sind nur etwas vom Dreck befreit, aber nicht beschnitten




    Manchmal wachsen sie auch hübsch zusammen




    hier sieht man den Stiel, der recht gerade ist, die Färbung kommt vom Lehm, das Fleisch ist weiß und gilbt nicht




    Hier der leicht vergängliche Ring und oberhalb sieht man am Stiel eine leichte Rosafärbung, ist aber nicht bei allen so

    l



    Beim Vergleich der Köpfe fällt auf, dass manche glatt und manche schuppig sind, außerdem haben manche einen ganz leichten gelblichen Einschlag



    Gibt es einen anderen zum Verwechseln, außer dem Karbolchampignon? Der soll aber schlecht riechen, ich kenne den Geruch nicht, allerdings kenne ich Tinte und Tusche, ist das vergleichbar?


    Wenn der Pilz zu nahe am Kuhfladen steht, nehme ich ihn nicht, auch wenn er dort meistens besonders kräftig ist. Letztes Jahr habe ich nämlich einige aussortiert, die etwas streng rochen.

    Den Geruchstest mache ich 2 mal, einmal auf der Wiese, einmal beim Putzen. Hat jemand die Erfahrung gemacht, dass auf den Weiden verschiedene Champignonsorten nebemeinander wachsen?


    Die Pizza Fungi war gestern lecker, heute gibts eine Rahmsoße zu selbstgemachten Spätzle, der Rest liegt zum Trocknen aus für den Winter als Raviolifüllung :)

    Da ich ja viele Pilze seit "anudazumal" kenne aber noch nicht die praktische mit Kurs und Sachverständigen geschulte Sicherheit habe, ist meine Auswahl sehr eingeschränkt.


    Daher bringe ich hier auch etwas anderes zur Sprache:


    Ich liebe Pfifferlinge, denn sie bieten ein unvergleichliches Geschmackserlebnis. Nur wenn man sie falsch zubereitet, schmecken sie nach garnienichts. Im Sammelgericht gehen sie unter. Eine gute bissfeste Konsistenz behalten sie aber immer - normalerweise.


    Der springende Punkt ist, dass die Geschmacksstoffe aus wasser- und fettlöslichen Stoffen bestehen. Man brate sie in etwas Butter an. Dann streue man Mehl darüber, das eine Bindung zw. Fett und Wasser verursacht. Wasserlösliche Geschmachsstoffe entweichen nicht mehr in die Luft und verbinden sich mit den fettlöslichen Stoffe. Im Pfifferling scheint ein fettlöslicher Stoff als Geschmacksträger sehr wichtig zu sein. Anschließend gibt man ausreichend Salz dazu. Dadurch gibt der Pilz Wasser ab. Es entsteht eine sämige Soße, die alle Geschmacksstoffe in sich bindet. Notfalls etwas Wasser dazugeben oder auch wieder etwas Mehl, So kann alles 15 Min köcheln, ohne Verlust. Die Pilze müssen allerdings frisch sein, ich habe sie auch schon bei Regen gepflückt und es ergab keinen Geschmacksverlust. Dazu selbstgemachte Bandnudel - ein Genuss!


    Wiesenchampignons, prima. Auf Zwiebel-Pilz-Speck-Pizza ein Genuss. Was kann schöner sein und man kann sie einfach ernten. Absolut toll in Zwiebel/Ei/Petersilienfüllung sind sie in selbstgemachten Ravioli.


    Steinpilze in einer Zwiebelpilzbutter verarbeitet, schlagen jegliche Kräuterbutter auf Steak.


    Ein selbst kreiiertes Gemüsesüppchen aus Pastinake, Möhre mit Kraut, Petersilienwurzel, Sellerie, schön ausgewogen in Zucker und Säure, ist notwendig um Trompetenpfifferling, Totentrompete, Krause Glucke, usw., die zuvor getrocknet waren, in wahre Geschmackskönner verwandeln zu können. Als Häppchen passt da auch noch der violette Lacktrichterling rein.


    Violetter Rötelritterling schön pilzig, nur da macht der Männe nicht mehr mit. Warum auch immer.


    Bovist, eher langweilig.


    Marone zu oft gegessen, als Mischpilz mit Birken/ Hainbuchenröhrling, Rotfuß, usw immer gut.


    So sollte ich mich doch mal an den Flocki ranwagen, der hier angepriesen wird. Von der Mutter und Oma damals streng verboten als: alle roten Futter meiden!!! Hmmm- Kindheitstrauma!!!


    Viele Grüße

    Drei Jahre ist eine kurze Zeit bei Pilzen,

    Lieber Uwe, Du hast da was überlesen oder ich drückte mich falsch aus. Vor 3 Jahren fasste ich den Entschluss mich zum PSV auszubilden (zu lassen zu wollen), da kam halt die Trockenheit. Mein Wissen ist sehr viel älter und fundierter. Und die Trockenheit ist wirklich kontraproduktiv. Ich kenne das Risiko und die Entscheidung. Es wird hier immer die Verantwortung in den Vordergrund gestellt, das ist auch absolut richtig so. Leute ich weiß ,was ich tue. Ich händel auch Pflanzen --- glaubt mir, vergiften will ich weder mich noch meine Freunde

    Schön, dass du bereits Jemanden sachkundiges gefunden hast d

    Das ist sehr neu und ich freue mich darauf

    Falls du Fragen zu deinem ambitionierten Ziel "Pilzsachverständige" hast, kannst du mir auch gerne eine persönliche Nachricht schicken.

    das werde ich sehr gerne machen ---- braucht aber etwas Zeit


    Die Pilze müssen wachsen, dann hab ich so richtig Lust in die Vollen zu greifen, aufblühen ist doch wichtig.

    Herzlichen Dank fürs Angebot, komme sicher und sehr gerne darauf zurück

    Ohh, da muss ich wohl noch viel lernen, denn botanisch kenne ich nur wenige Namen.

    Sehr eigene gewachsene Dinge, aber ich werd auch noch wachsen:)

    Hallo liebe Pilzforianer,


    schon seit 3 Jahren möchte ich mich intensiver mit Pilzen beschäftigen und vielleicht eine Prüfung zum Sachverständigen machen, doch die Trockenheit macht mir einen dicken Strich durch die Rechnung.

    Statt vermehrt Kurse zu besuchen, mich ausgibig der Bestimmung zu widmen, finde ich Dörrpilze, die schon seit einem Jahr an gleicher Stelle stehen, wie z.B. die Hüllen von Beutelstäublingen.

    Das Virus macht nun auch noch Kurse im Herbst unmöglich - kurzum, ich möchte neue Wege beschreiten und werde über die Stolpersteine, egal ob Wetter oder Virus, springen.


    Ich habe mit einem Pilzsachverständigen telefoniert und er ist bereit mich eingehend zu schulen. Das freut mich sehr. Dann gehe ich auch bei Trockenheit auf die Jagd nach Pilzigem und nach guten Fotos.


    Seit meiner Kindheit gehe ich in den Wald. Oma schulte uns. Sie lehrte uns nach Farben. Alle Röhrenpilze mit rotem Futter waren Tabu. Gelbe Pilze durften wir sammeln und vorlegen. Viel Freude hatten wir Kinder an Stäublingen und wussten genau wie sie aussehen mussten, um eine schöne Wolke zu erzeugen. Getrimmt wurden wir auf Röhrenpilze mit braunen Kappen. Wir trugen die Pilze körbeweise aus dem Wald, waren wir doch oft mit acht Personen unterwegst. Zuhause wurde dann fleißig, was zu viel war, getrocknet.


    Nach Tschernobyl sammelte ich kaum noch. Erst seit 2007 esse ich wieder regelmäßig Pilze. Mein Mann hatte Zugang zu einem Radioaktivitätsmessgerät. Dort legten wir Pilze und Erde aus verschiedenen Waldgebieten hinein. Es gab tatsächlich sehr hohe lokale Unterschiede. Damit war für mich ein klares Sammelgebiet umrissen. Und - nach so langer Pause tappte ich richtig rein: einen Korb voll Gallenröhrlinge hatte ich zuhause schon auf dem Tisch, als mir das ganze sehr komisch vorkam.


    Ich frischte das kriegsgeprägte Omawissen auf und ab da galt es neu zu lernen, alte Tabus zu überschreiten und freudig zu untersuchen.


    Ich wohne in NRW im Bergischem Land. Falls jemand auch in dieser Gegend wohnt, freue ich mich auf direkten Austausch.

    Hallo in die Runde,


    ich habe letztes Jahr Wiesenchampignons getrocknet. Es war in einem Zimmer recht warm, fast 30 Grad, also ging es schnell. Kleingeschnitten legte ich sie auf Backpapier und auf das Ofenblech, da ich sie anschließend noch kurz in Ofen nachdörrte.

    Es waren junge Bilderbuchpilze mit schön rosa Lamellen. Beim Trocknen verfärbten sich die Lamellen allerdings sehr sehr schnell dunkelbraun und manche sporten auch aus.


    Wenn ich sie jetzt benutze, schneide ich sie ganz klein und fülle damit z.B. Ravioli. Sie haben immer noch ein prima Aroma, sehen allerdings nicht toll aus.


    Kann man das schnelle Verfärben und aussporen irgendwie verhindern?

    Macht es vielleicht Sinn, die Lamellen vor dem Trocknen zu entfernen?

    Ich wollte heute mal losziehen und schauen, obs welche gibt, wenn ja, dann sind sie in Massen da.

    Aus welcher Ecke kommst du denn her, wenn ich das fragen darf?

    Herkommen tue ich aus BW (Mentalität schlägt immer wieder durch:)), lebe aber in NRW, im Bergischen Land, dort wo jetzt gerade alle Fichten sterben - eine Katastrophe. Ich weiß nicht, wie es sonst so aussieht, aber

    ich war in der Ecke Regensburg-München, dort sind sie ja alle noch grün. Sieht deutlich besser aus.

    Ich liefere dir noch ein paar Zusatzinfos,

    Herzlichen Dank dafür, passt völlig, mein Pilzgebiet hier liegt etwa 300-400 üNN. Ich glaube, ich schnapp das Teil und versuche den Sachverständigen, den ich schon länger mal aufsuchen wollte, zu erreichen. Ich kenne nämlich relativ viel, esse aber nur ganz wenige, weil ich zu wenig Austausch habe und daher Unsicherheiten beim Bestimmen habe. So - das soll sich jetzt ändern.

    Dies ist jedoch keine Verzehrfreigabe.

    Das weiß ich, ich bin da auch sehr vorsichtig.


    Wenn du ihn tatsächlich verspeisen möchtest, dann lege ihn bitte einem Pilzsachverständigen vor.

    Leider muss ich zum nächsten etwa eine halbe Stunde mit dem Auto fahren. Den habe ich auf der Seite hier gefunden und muss erst mal Kontakt aufnehmen. Mal sehen, ob ichs schaffe.

    Und dann muß man schwarze Pilze mögen. Der wird beim Braten rabenschwarz.

    Ich koche auch gerne bunt, vielleicht kann man ihn ganz gezielt einsetzen. Nudeln färben vielleicht, statt Sepiatinte.

    Er soll auch nicht besonders gut schmecken

    Da ich mich heute da etwas reinvertieft habe, las ich auch, dass manche ihn gut finden, er roch jedenfalls sehr gut, daher wurde ich überhaupt aufmerksam - und die Größe kann man ja kaum übersehen.

    Einfach ein Stück abschneiden und mitnehmen.

    Dann gehe ich morgen nocheinmal hin. Mit derartigen Pilzen habe ich bisher keine Erfahrung. Woran sieht man, dass er zu alt zum Essen ist? Von unten sieht er ja ganz frisch aus, von oben dagegen etwas verwittert und mitgenommen. Ist er ganz jung oben auch schon so?