Beiträge von niclodemus

    Ich habe den Pilz, welchen ich mitgenommen hatte, eben meiner Holden unter die Nase gehalten und auch sie meinte, kein Anis herausriechen zu können. Allerdings habe ich vor vier Wochen einen F1 Kurs bei Andreas Gminder machen dürfen und habe dort festgestellt, dass gerade Gerüche sehr individuell wahrgenommen werden. Gib fünf Menschen einen Pilz zum riechen und du erhälts sieben verschiedene Aussagen ;-) Mir war nicht klar, das Agaricus derart schlank wirken kann. Vielen Dank für deine Antwort.


    LG André

    Hallo Pilzverrückte,


    heute im Hohen Holz bei Magdeburg auf einem Weg durch einen Fichtenwald gefunden.


    Habitus: schlank, hoch aufwachsend

    Lamellen: schwach graurosa

    Geruch: unauffällig

    Hut: bei allen Exemplaren noch geschlossen, befürchte, dass es keine Sporen zu sehen gibt (zu jung)

    Stiel: hohl

    Knolle vorhanden

    Beim Schnitt leicht gilbend


    Im ersten Moment dachte ich an spitzhütige Knollenblätterpilze aber die haben ja nur weiße Lamellen. Für Agaricus ist mir der Wuchs zu schlank?! Was könnte es sein?


    Vielen Dank, André

    Hallo liebe Pilzverrückte,


    heute im Buchenwald fand ich diesen Pilz. Bei meinen Bestimmungsversuchen bin ich bei dem Rötenden Rittering (Tricholoma orirubens) gelandet. Bin mir aber allerdings alles andere als sicher, ob ich nicht mal wieder falsch abgebogen bin und Ritterlinge sind (noch) nicht eine Gattung, mit der ich mich intensiv beschäftige. Röten tut der Stiel nämlich gar nicht. Bei Gerüchen bin ich immer sehr unentschlossen, würde es pilzig nennen. Vielleicht könnt ihr mir helfen.


    Vielen Dank, André


    Wenn ich darüber nachdenke, hast du sicher recht. Letztendlich bestimmen die äußeren Bedingungen ja auch bei Pflanzen die Wachstumsgeschwindigkeit. Auch wenn Pilze keine Pflanzen sind, warum sollte es dort anders sein.


    Danke für eure Antworten.


    LG André

    Hallo ihr Lieben,


    über die Geschwindigkeit des Wachstums von (Pilz)Fruchtkörpern gibt es ja immer wieder sehr unterschiedliche Aussagen. Gibt es irgendwo eine Quelle mit der man sich intensiver beschäftigen kann? Mir ist schon klar, das diese artabhängig ist und man zum Beispiel diesbezüglich eine Marone nicht mit einem Birkenporling vergleichen kann, aber eine generelle Aussage wäre doch sicher sehr interessant.


    Liebe Grüße, André

    So, nun habe ich aus dem Blätterpilz mal einen "Blätterpilz" gemacht und habe den Gerhardt durchgeblättert. Nachdem die ersten Sporen des zweiten Hutes wirklich eher in die rosa Richtung gehen, bin ich mir ziemlich sicher, dass es entweder P. petasatus oder P. pseudorobertii ist. Wobei eher letzterer, da zwar unter der Lupe die Schüppchen in der Mitte des Hutes zu sehen sind, jedoch nicht am Stiel. Für den rehbraunen ist er mir eindeutig zu hell.


    VG André

    Vielen Dank für eure Mithilfe. Ja, Papier scheint hier nicht so der Renner zu sein. Mache ich eigentlich immer so, besonders bei Täublingen, aber die sind dann nicht so durchnässt. Dann ist es eben so. Wenn der zweite Hut besser absport schicke ich die Fotos hinterher. War lange nicht hier. Schön, dass es immer noch so tolle Unterstützung gibt. Danke!


    Liebe Grüße, André

    Liebe Forumsfreunde,


    nachfolgend beschriebenen Pilz fand ich gestern an einer relativ frisch gefällten Eiche (2021, max. 2020). Ich habe versucht, ihn anhand der Schlüssel von einerseits Rita Lüder und andererseits Guthmann/Hahn zu bestimmen, bin jedoch anscheinend immer falsch abgebogen ;-).


    Merkmale der Art:

    - an Eiche

    - Stiel nicht hohl

    - Geruch neutral bis leicht "pilzig"

    - Sporenfarbe braun

    - Lamellen nicht angewachsen

    - wenig sichtbaren Zwischenlamellen

    - Farbe der Lamellen leicht gelblich/orange (sieht man auf dem Foto nicht so gut)

    Könnt ihr mir helfen?


    Liebe Grüße, André

    Moin Stephan,


    naja, ich würz schon ein wenig intensiver als der Rest der Familie. Allerdings finde ich Austernseitlinge und PomPom schon bedeutend geschmacksintensiver, von Enoki ganz zu schweigen. Vlt. lag es ja wirklich an dem wirklich großen Pilz.


    Gruß André

    Moin ihr Pilzverrückten,


    meine Pilzzucht läuft momentan sehr gut und da ich es vor ein paar Wochen mit den Substratansätzen vlt. ein wenig übertrieben hatte, auch sehr ergiebig. Vor ein paar Tagen war dann das erste Mal der Kräuterseitling dran. Leider vergesse ich sehr oft das Foto vor der Ernte :(. Das quantitative Ergebnis war hervorragend. Der größte Einzelfruchtkörper brachte 465gr. auf die Waage, war also ein Megahoschi. Auch ist mir aufgefallen, dass man beim Kräuterseitling auch sukzessive ernten kann, d.h. wenn man die größten Fruchtkörper entfernt, wachsen die anderen gut nach.
    Was mich allerdings nicht zufrieden gestellt hat, war das Ergebnis aus der Pfanne. Der Pilz war knackig und hatte echt Biss. Geschmacklich jedoch habe ich nichts schmecken können, was über Pfeffer, Salz und Zwiebel hinaus ging. Ich war echt enttäuscht. Lag dies nun an der exorbitalen Größe des Fruchtkörpers oder ist dies ein generelles Problem? Ich habe noch zwei Kulturen in der Anzucht, wenn sich jedoch das Ergebnis fundamentiert, werden es definitiv die letzten sein. Schade, denn die Zucht und das haptische Ergebnis war sehr vielversprechend.


    Liebe Grüße, André

    Moin ihr Pilzverrückten,


    Momentan läuft meine Hobbyzucht auf Hochtouren und ich freu mich tierisch über erste vorzeigbare Ergebnisse. Heute Morgen habe ich wie jeden Tag den "Einwachs- und Reiferaum" kontrolliert und mit großer Überraschung fest gestellt, dass der Shiitake, welchen ich am 05.03. 2021 mit Körnern beimpft habe, deutliche Anzeichen von Fruchtungen zeigt. Ich hatte vorher nie Shiitake und war eher auf einen Zeitraum im Juni oder später gepolt. Der Beutel ist zwar sehr schnell durchgewachsen, zweigte jedoch keine Anzeichen von Verfärbungen, die ja bei diesem Pilz üblich sein sollen. Substrat ist eine Mischung aus 70% Hartholzpellets und 30% Sojahülsenpellets. Habt ihr eine Idee?


    LG André