Beiträge von niclodemus

    Hallo Matthias, Moin Pilzverrückte,


    ich möchte für die Frage nicht extra einen Fred aufmachen und stelle sie deshalb hier. Ich hoffe, du bist nicht sauer.


    Idee: Ich nehme einen autoklavierbaren Eimer (drei bis fünf Liter), in dessen Decke setze ich einen Impfport und eine sterile Belüftung. Wenn ich jetzt in den Eimer Substat fülle und unter dem Impfport zusätzlich eine Handvoll vorbereitete Körner einbringe und dies autoklaviere, kann ich das Ganze dann ziemlich steril mit FlüMy beimpfen. Der Pilz würde sich dann ja zuerst in den Körnern einnisten. Wenn diese besiedelt sind und ich genügend Luft im Eimer gelassen habe, könnte ich durch Schütteln die Körner verteilen und den Pilz in das Substrat einwachsen lassen. Eigentlich müsste somit die Gefahr von Kontis (mit denen ich echt Probleme habe) aus der Welt sein, da der einzige Eingriff in das sterilisierte System über die Impfung erfolgt und dazu nutze ich den self healing port. Sicher wächst das Ganze dann etwas langsamer aber eigentlich unproblematisch!? Oder?


    LG André

    Hallo Ralph,


    so gut siehts bei mir noch nicht aus. Aber die Kultur steht auch noch nicht so lange. Das Wichtigste ist mir, dass sie immer noch absolut klar ist, von der Qualle mal abgesehen. Werde dann auch Körner beimpfen und hoffe, dass dies klappt.


    Gruß André

    Hallo Gerd,


    vielen dank für deinen Hinweis. Bei Kulturpilz bin ich auch angemeldet aber eher passiv unterwegs. Habe aber festgestellt, dass hier im Forum durchaus große Kompetenzen im Bereich der Pilzzucht vorhanden sind und wollte die Frage hier einfach mal stellen.


    Liebe Grüße, André

    Moin Pilzverrückte,


    nachdem es mir nun endlich gelungen ist, saubere "Quallen" von Austern und Samtis heranzuzüchten, ergibt sich für mich die Frage, wie groß man diese wachsen lassen soll, bevor man sie zerschüttelt? Gibt es dafür ne Faustformel oder macht man dies nach Gefühl? Ich möchte diese nutzen um dann Körner zu impfen und somit meine Kulturen zu vermehren. Wie lange kann man eigentlich Flüssigmyzel im Kühlschrank lagern wenn man es auf Spritzen aufgezogen hat? Die Angaben, welche ich im Netz gefunden habe, gehen da weit auseinander, von zwei Wochen bis zu einem Jahr.:huh: Vielen Dank für eure Tipps.


    LG André

    Kleiner Nachtrag von heute. Wie Reike schon berechtigterweise festgestellt hat, gibts im Winter keine Speisepilze;). Deswegen war ich heute auch gar nicht unterwegs und konnte somit nichts finden. Deswegen gab’s heute Abend auch keine Lamm Medaillons mit selbst gemachten Berner Röstis an frischen Austern. Tja, Pech, aber ist eben so.


    LG André

    Hallo Matthias,


    wäre ja auch zu schön, wenn es mal einfach gehen würde. Ich bin echt davon ausgegangen, dass die Vermehrung von Flüssigmyzel ohne Probleme möglich ist. Ist schon ulkig, dass das nicht funzt, allerdings bei deiner Erfahrung muss es ja ein generelles Problem sein, welches sich mir noch nicht erschließt. Dann werde ich wohl im ersten Step doch die Körnerbrut ansetzen und dann damit ein paar Kulturen ansetzen und mit dem Rest Substrat beimpfen. Der Tipp mit dem Herd ist eine gute Idee, so einen Spritzschutz habe ich sogar in der Küche herum liegen. Ich finde es toll, dass du immer schnell antwortest und diene Erfahrungen weiter gibst.


    Ach ja, gesundes Neues natürlich auch an die ganze Mannschaft.


    LG André

    Moin Pilzverrückte,


    bitte sagt mir mal, was an meiner Idee falsch oder nicht durchdacht sein könnte.


    Grundannahme: Substrat lässt sich auch mit einer entsprechend großen Menge an Flüssigmyzel direkt beimpfen.


    Idee: Ich habe noch eine gesunde Spritze mit Flüssigmyzel herum liegen. Wenn ich nun mehrere größere Gefäße mit einem Impfport versehe, Nährlösung herstelle, sterilisiere und dann mit einer jeweils geringen Menge an Flüssigmyzel beimpfe, kann ich relativ schnell eine große Menge an Flüssigmyzel herstellen. Das Beimpfen sollte auch in unsteriler Umgebung mit Hilfe von H2O2 und ausglühen problemlos möglich sein. Wenn ich nun Substratbeutel oder andere Gefäße auch mit einem Impfport versehe, diese sterilisiere und dann mit einer großen Menge (100ml) an Flüssigmyzel beimpfe, arbeite ich doch trotz unsteriler Umgebung immer im sterilen Bereich und die Gefahr durch Kontis ist minimiert? Könnte diese Idee funktionieren? Der Aufwand ist relativ gering.


    LG André

    Moin ihr Pilzverrückte,


    Nein, das waren wirklich uralte Samties, ein kleiner Teil derer schwimmt momentan in steriler Nährlösung, mal sehen, was daraus wird.

    Jörg, zum Beispiel der Stamm auf Bild 4 brachte eine erquickliche Auswahl knackiger Hüte, welche auch mit großem Appetit verspeist wurden. Natürlich waren da auch eine große Menge drüber bzw. mindestens grenzwertig.


    LG André

    Moin Pilzverrückte,


    wir, d.h. unser Hausstand ;), waren heute mal wieder im Hohen Holz unterwegs. Das Wetter war super und wir wollten einfach raus. Schön ist es natürlich immer, wenn sich die Familie meinen Ortswünschen anschließt und so gings ins besagt Waldgebiet. Wir sind ca. zehn Kilometer gewandert und nebenbei habe ich natürlich nach den üblichen Verdächtigen Ausschau gehalten. Hätte ich aber gar nicht gemusst. Uns liefen heute so viel Austern über den Weg, dass wir sie nur zu kleinen Teilen mitgenommen haben. Jedenfalls hatten wir einen tollen Familientag. Aber seht selbst.


    LG André

    Moin Pilzverrückte,


    um es kurz zu machen, das Experiment ist voll in die Hose gegangen. Seit Gestern sind beide Beutel mit grünem Schimmel durchsetzt, welcher sich explosionsartig verbreitet. Schade, aber nicht zu ändern. Also, es muss nun doch ein Schnellkochtopf her. Bin gerade in der Recherche, welchen ich kaufen werde. Aber, daraus ergibt sich gleich wieder eine neue Frage. Sind die beiden Substratbeutel dahingehend zu retten, dass man sie im SKT drei Stunden durcherhitzt oder ist das Substrat nunmehr ein Fall für den Biomüll? Das beim sterilisieren die Pilzkultur mit den Bach runter geht, ist mir vollkommen klar, mir geht es nur um das Substrat.


    LG André

    Hallo Matthias,


    Auch hier vielen lieben Dank für deine Erläuterungen. Bin momentan selbst in der ersten Experimentierphase und kann deine Hinweise und Tipps gut gebrauchen.

    Btw, wenn ich schon mal dabei bin. Habe momentan eine Austernkultur auf Kaffeesatz im Blumentopf stehen, welche einfach nicht fruchten will. Das Myzel sieht hervorragend und schneeweiß aus. Dies aber schon fast zwei Wochen ohne jegliche Fruchtungsansätze. Steht im Keller bei ca. 15 Grad. Die daneben stehende Fertigkultur schiebt riesige Fruchtansätze unter gleichen Bedingungen. Auch Austern.


    LG André

    Nein, ärgern tut mich das nicht. Für mich hatten die Pilze exakt die selbe Konsistenz wie die vor zwei Tagen. Die stanken ja bekanntlich aus der Pfanne. Bevor mir das noch mal passiert habe ich sie stehen lassen, zumal sie wirklich sehr hübsch waren. Außerdem habe ich Austern und Enoki gerade in der Zucht. Wenn die dann soweit sind, sind sie definitiv frisch ;)


    LG André

    So, zweiter Nachschlag. Heute mussten die Kidds wieder auf Piste und diesmal 11 Kilometer durchs Hohe Holz, nah der Landesgrenze zu Niedersachsen wandern. Ich glaube, bald mögen die mich nicht mehr ^^. Na jedenfalls gabs auch heute wieder Samtis. Leider wieder drüber und so durften sie weiter den Wald und andere Wanderer erfreuen. LG André

    Hallo Hermann, vielen lieben Dank für deine umfangreiche Aussage. Da ich selbst angle, kann ich deinen Vergleich gut nachvollziehen.;) Bei den Pilzen stecke ich jedoch noch voll in den Kinderschuhen. Also ich habe gestern Abend zwei ca. 8 Liter fassende Beutel mit angezischten feuchten Substrat in den Ofen gestellt und für drei Stunden bei 110 Grad drin gelassen. Die Beutel haben sich gut durch den Dampf aufgeblasen, sind aber heile geblieben. Allerdings habe ich keine Ahnung, wie hoch die Kerntemperatur nun real war. Heute Abend werde ich die Bags beimpfen und dann warte ich ab. Wird es was, freue ich mich, wird’s nichts, ist es auch kein Weltuntergang.


    LG André