Beiträge von SaschaM78

    Danke Jens, Pablo und Olli für eure Antworten!


    Ich würde dir, Pablo, auf jeden Fall zustimmen, die Hutfarbe und auch die Beschaffenheit davon passen viel eher zum Fichtensteinpilz. Da ist der Name dann auch echt irreführend, da es weit und breit keine Fichten gibt :).

    Dass das Netz beim "klassischen" Steinpilz auch nur unterhalb des Huts deutlich zu erkennen ist war mir bisher auch nicht bewusst, danke für den Hinweis, Jens!


    Zum Glück gab es nur mäßige Frassgänge und wenige Bewohner, mit ein wenig Butter, Salz, Pfeffer und Zwiebeln war der Fund wirklich sehr schmackhaft :cheeky:. Ein zweiter ist schon in den Startlöchern, aber der darf noch ein wenig wachsen ;)


    Schönen Nachmittag allerseits!

    Hallöchen,


    bei meiner Routinerunde über unseren Rasen unter Buchen bin ich auf einen Röhrling gestoßen, den ich im Moment als Sommersteinpilz bestimmen würde, auch da das Netz sehr gut ausgeprägt ist. In der Nähe wuchs vor 1-2 Monaten der wurzelnde Bitter-Röhrling und flockenstieliger Netzröhrling. Fleisch ist sehr fest, Geruch leicht pilzig. Ganz leichte Gelbfärbung an einer Madenfrassstelle.



    Könnte die Bestimmung passen?


    Schönen Sonntag noch!

    ... einfach mal bei uns durch den Vorgarten gehen ;). Alle in rot eingekringelten Bereiche sind aktuell Pilzwuchsorte, 80% sind Perlpilze in unterschiedlichen Altersstadien, die flockenstieligen Hexenröhrlinge haben sich inzwischen wieder zu Erde verwandelt und weiter rechts im Bild gibt es noch einige Arten, die auf Bestimmung warten und einige Bitterröhrlinge.



    Ich wohne seit 2005 auf dem Grundstück, aber das ist das erste Jahr, in dem ich so viele Pilze bei uns sprießen sehe. Im letzten Jahr hat unser "Gartenmeister" ca. 1,5m tiefe Bohrungen im Abstand von 2 Metern auf dem gesamten Gelände gemacht, da selbst bei intensivem Bewässern mehr Wasser verdunstete als einsickerte. 600 m³ Wasser wurden im letzten Sommer aufgebracht, damit die Bäume auf dem Gelände nicht einfach durch Trockenschäden und einem etwas stärkeren Windstoß umfielen. Ich würde sagen, die Bohraktion hat sich in mehrfacher Hinsicht gelohnt ^^

    Keine Sorge, die Warnung beim Glimmertintling und anderen bezieht sich auf den Verzehr des Pilzes, beim bloßen Berühren passiert da nichts :). Selbst bei den hochgiftigen Arten ist die Menge an Gift, die durch eine Berührung übertragen werden kann, so gering, dass man davon nicht krank werden würde.

    Hallo Lukasgarten123,


    die Fruchtkörper bringt der Pilz (der ja eigentlich im Boden bzw. im Wirt als Myzel existiert) nur zur Verbreitung der Sporen hervor, nach erledigter Aufgabe gehen sie ein wie bspw. bei den Blüten der Bäume. Der Prozess kann von Art zu Art unterschiedlich schnell ablaufen, bei Tintlingen dauert es teilweise nur wenige Tage, bis die Fruchtkörper zerfallen sind. Danach werden sie zu Kompost und versorgen deine Pflanzen damit mit Nährstoffen ;).


    Viele Grüße, Sascha

    Guten Morgen,


    nach genauerem "Hinriechen" würde ich den Geruch leicht penetrant an der Hutunterseite beschreiben, so ein wenig wie Urin :sick:. Im Anschnitt riecht er wie ein Zuchtchampignon, also leicht nach Marzipan. Am Stiel gerieben und da war es auch eher ein marzipaniges Aroma.

    Über Nacht hatte ich noch einen Sporenabdruck gemacht (kaum zu erkennen, da sehr heller und leicht gräulicher Abdruck, sorry für das Kunstlicht) und ein Anschnittbild, vielleicht hilft das ja weiter. Für die Pfanne wäre der Pilz m.E. eh nichts ;)



    Hi Pablo,


    und wie immer danke für den Fingerzeig ☺️. Unter der Haube hatte sich schon ein leichter Champignongeruch verbreitet, da aber 5 Kandidaten darunter lagen, konnte ich es nicht zuordnen. Gerade war ich nochmals - durch Zufall - an der Fundstelle und habe einige frischere Kandidaten entdeckt, aber auch den inzwischen gestürzten Wasserkelch abgelichtet.

    Der große Fund riecht klassisch nach Champignon, der kleine auf dem anderen Bild wuchs ca. 10 Meter entfernt am Ende des Hangs und riecht nicht, daher wohl was ganz anderes.




    Neben dem Riesen im anderen Beitrag habe ich auf dem Weg dahin noch einige Pilze entdeckt, bei diesem Exemplar hier würde ich als Anfänger vom bleigrauen Zwergbovist ausgehen, wobei die Sporenpulverfarbe nicht recht passt, die ja olivbraun sein sollte.


    Standort: zwischen Feld und Böschung

    Fruchtkörper: Durchmesser ca. 4 cm, weiße Haut, die sich gut ablösen lässt, keine Lamellenansätze

    Fleisch: weiß, nach einem Tag gelblich werdend

    Stiel: kaum zu erkennen

    Sporenpulverfarbe: gelblich

    Geruch: angenehm


    Und noch ein paar Bilder hinterher :)



    Unterseite


    Aufsicht


    Anschnitt nach ca. 12 Stunden


    Anschnitt nach ca. 18 Stunden inkl. Sporenfarbe

    Manchmal macht der Blickwinkel einen Unterschied: dank Umzug und entsprechend hohem Transporter habe ich am Straßenrand zwischen Straße und Ackerfurche einige prächtige Pilze im Augenwinkel entdeckt und wie das eben so ist, musste ich natürlich unbedingt danach auch noch einmal dorthin, um eine Probe mitzunehmen ^^


    Leider habe ich aufgrund der Lage direkt am Straßenrand (weswegen ich den Pilz auch nicht essen würde) keine Bilder der Umgebung gemacht, was ich echt bereue, denn einer der Pilze hatte seinen Hut nach oben gekrempelt und gefühlt stand ein halber Liter Wasser darin. Die restlichen waren alle wie das unten gezeigte Exemplar, mit einem flachen, weißen Schirm, sporenbeladenen Lamellen und einem meist mit mittigem Ring versehenen Stiel.


    Standort: zwischen Straße und Acker am abschüssigen Straßenrand, Nahe Laubbäumen am Straßenrand

    Hut: Durchmesser 15 cm, flach, Oberfläche weiß

    Lamellen: dicht, mit Lameletten, hellbräunlich, nach 1 Tag Sporenabdruck dunkelbraun, frei

    Sporenfarbe: dunkelbraun-schwarz

    Stiel: 8 cm, fast voll, keine Farbveränderung an Fraßgängen, keine Knolle zu erkennen

    Geruch: unauffällig

    Geschmack: nicht getestet


    Und noch ein paar Bilder hinterher. Bin sehr gespannt auf eure Einschätzung :cool:








    Danke für die Einschätzung, werte Pilzkenner! Ja Mist, da lagt ihr bei der Einschätzung genau richtig, eine klitzekleine Stelle hat schon ein ordentlich pfeffrig-bitteres "Geschmackserlebnis" erzeugt :D. Habe ihn dann jetzt auch mal halbiert und umgehend ist er blau geworden:



    Ältere Nachbarn erzählten mir, dass sie hier früher auch Butterpilze und Parasole en masse geerntet haben, sogar Steinpilze gab es ab und an zu finden. Und ich bin früher (und natürlich heute auch noch) in die Eifel gefahren und hab nie was gefunden ^^

    Neben Perlpilz und flockenstieligem Hexenröhrling wachsen auf unserem Grundstück auf Wiese unter Buchen auch noch ein paar Röhrlinge, die ich auch zum ersten Mal in freier Natur gesehen habe.


    Auffallend waren die tiefgehenden Wurzeln, so dass ich mit dem Messer schon ein wenig arbeiten musste, um den Pilz auszulösen. Die Entnahmestelle habe ich danach natürlich wieder ordentlich zugemacht, um das Myzel nicht zu sehr zu stressen.


    Der Pilz ist ca. 7 cm im Durchmesser, cremefarben auf der Unterseite mit intensivem Gelb auf der Röhrenschicht und dem Stiel. Vom Geruch her riecht er sehr gut :cheeky:. Angeschnitten habe ich ihn noch nicht, er ist aber auf der Röhrenschicht leicht blauend.


    Standort, Farbe, Geruch, Blauen und die ausgeprägten Wurzeln würden mich auf den Laubwald Anhängselröhrling tippen lassen. Was sagen die Experten? :cool:




    Genau so sehen die Perlpilze bei mir auch aus, auch wenn bei mir die Insekten schneller waren und beim Zerkleinern auch mal ein genauer Blick nötig war, um nicht zu viel Fleischbeilage zu haben :D.


    Was die Huthaut angeht: laut dem Präsidenten der DGfM enthält die Huthaut Anthrachinone, was nicht gerade gesund ist und zudem abführend wirken kann. Die Haut lässt sich aber gut abziehen oder auch leicht abschaben.



    Gab's gestern bei mir mit flockenstieligem Hexenröhrling zum Abendessen, geschmacklich so viel besser als alle Pilzarten, die man im Supermarkt kaufen kann :P


    Hallo zusammen,


    direkt bei mir vor der Haustüre auf einer großen Wiese unter Buchen tut sich wieder einiges, ich hoffe da auch auf das ein oder andere Essbare.


    Hier zwei Pilze, die ich gerade geerntet habe.


    Beim Röhrling gehe ich vom Flockenstieligen Hexenröhrling aus, die Hutdeckhaut und das Fleisch blauen direkt, der Stiel zeigt m.E. kein Netz. Standort würde meines Wissens nach auch passen.


    Beim Lamellenpilz bin ich mir unsicher, hoffe aber auf einen Perlpilz. Die Manschette ist gerieft und im oberen drittel, die Fresskanäle (leider!) röten, Sporenfarbe ist nach kurzem Test weiß. In der Gegend hatte ich schon einmal einen Perlpilz entdeckt, der allerdings wesentlich kleiner und schon drüber war.


    Auf der Wiese wachsen an mehreren Stellen weitere Exemplare beider Pilze, die sich gerade aus dem Boden vorarbeiten.


    Wünsche euch einen schönen Sonntag, entweder wie hier mit Regenjacke im Regen oder im Biergarten bei Sonnenschein :-)


    Besten Gruß, Sascha






    Detailbilder vom Stiel und in jung



    Hallöchen zusammen,


    danke nochmals für die vielen hilfreichen Tipps und die Unterstützung beim Bestimmen.


    Erst einmal ein Bild vom Pilz nach einem Tag:



    Da sieht man schon deutlicher, dass die Lamellen sich rosa verfärbt haben. Sporenabdruck war aber nach einigen Stunden weiß und kaum auf hellem Papier zu erkennen.


    Heute war ich nochmals auf dem Friedhof und da hatten sich wieder einige neue Exemplare gezeigt, wobei ich persönlich nicht wage zu behaupten, dass es die gleichen Pilze und jung und alt sein würden.


    Am Wuchsort heute






    Dieser hier wuchs auf der gleichen Wiese, allerdings ca. 10 Meter entfernt.



    Sporenabdruck und Anschnitt


    Ich habe einen jungen und einen älteren mitgenommen und zuhause Sporenabdrücke genommen, anschließend zum Vergleich seziert. Beim älteren Exemplar sind die Lamellen deutlich dunkler und rosaner, beim jungen sehr hell.





    Detailbild des Stiels:



    Sporenabdruck


    nach ca. 2 Stunden. Die Pilze waren leider sehr nass. Der ältere ist links zu erkennen, der junge kaum zu erahnen (dunkle partielle Ränder Mitte rechts).



    Nach ca. 6 Stunden. Jüngerer Pilz jetzt Mitte links, älterer rechts. Der Hexenröhrling direkt unter dem jungen Pilz war leider ein Schwamm und schon viel zu alt.



    Was das Altholz angeht, das ist durchaus möglich, da die Wiese erst vor einigen Jahren nach dem Entfernen von Gräbern angelegt wurde und somit einiges an verrottetem Holz sicher im Boden geblieben ist.

    Das ist auf jeden Fall mal ein ungewöhnlicher Standort für einen Pilz. Bin gespannt, um was für einen Pilz es sich denn dabei handeln mag. Ich hätte für den Moment auf eine Tramete getippt. Kannst du einen Teil des Pilzschirms abschneiden, auf weißes Papier legen, mit einem umgedrehten tiefen Teller o.ä. abdecken und über Nacht einen Sporenabdruck machen? Die Sporenfarbe ist allgemein sehr hilfreich, um die Kandidaten weiter einzuschränken.

    Bei einer Runde über den Friedhof bin ich über mehrere Pilze gestolpert, wobei ich mir recht sicher bin, dass einige davon späte Mairitterlinge sind. Zwei Bilder eines nicht aufgeschirmten Ritterlings nachfolgend, in der Nähe standen noch einige ältere, die grob tellerförmig waren. Ein paar kleinere Exemplare hatten sich noch im dichten Gras versteckt und freuen sich vielleicht über das aktuelle Wetter. Ich werde auf jeden Fall in den nächsten Tagen noch einmal dort vorbeischauen.


    Größe: Höhe ca. 10 cm, Hut 5 cm, Stiel 1,5 cm

    Hut: glatt, leicht feucht

    Lamellen: nicht angewachsen, weiß

    Sporenpulver: weiß

    Standort: Rasen


    Hallo Stephan,


    Danke für den Hinweis, was das Verzehren von Maipilze angeht, hab ich jetzt im Kopf :-). Was das Papier angeht, da lege ich den Pilzhut immer halb auf weißes und halb auf schwarzes Papier, damit auch weiße Sporen gut zu erkennen sind.

    Danke auch dir, Jörg, fürs Bestimmen und Kommentieren! Würdest du denn die restlichen Flockis noch stehen lassen und ihnen Zeit geben? Problem ist, dass sie ungeschützt auf einer Wiese stehen und sie recht leicht zu sehen sind. Leider habe ich letztes Jahr auch schon zahlreiche zermatschte Pilze gefunden, vielleicht durch spielende Kinder zertrampelt oder den Gärtner.


    Und nochmals kurz wie oben erwähnt nachgefragt, ob ihr manuell beim Ernten noch mal der Pollenverbreitung mithelft, z.B. durch Pusten oder Schütteln, damit der Pilz möglichst neue Flächen findet?

    Hallo Jens,


    besten Dank für die schnelle Einschätzung und jetzt im Vergleich würde ich sagen, dass der Perlpilz passen könnte. Ein zweiter mit stark gewölbtem Hut habe ich eben noch entdeckt, hatte aber gerade kein Handy dabei. Ich mache dann gleich nochmals schärfere Bilder, auch noch mal vom Hexenröhrling.


    Eine ganz andere Frage: wie gehst du bzw. geht ihr mit frisch geernteten Fruchtkörpern um? Ich meine, wie kann ich möglichst viele der Sporen noch dahin befördern, wo sie hingehören, bevor ich den Pilz im Körbchen verstaue? Ordentlich in alle Richtungen auspusten, schütteln, klopfen?


    Nee watt schön, so macht's Suchen Spaß :yay:

    Kaum regnet es einmal, schon sprießen die Pilze auf dem Rasen vor der Türe. Mein Glück konnte ich kaum glauben, als ich den (m.E.) flockenstieligen Hexenröhrling entdeckt habe, zwei weitere schöne Exemplare warten noch darauf, geerntet zu werden.


    Standort bei beiden: unter Buchen mit kleineren anderen Bäumen auf einer Grasfläche.


    Hexenröhrling


    Höhe ca. 8 cm, Breite ebenfalls

    Röhren: blutrot, bei Druck und Verletzung bläuend

    Stiel: dick und fleischig, an der Knolle gelbliches Fleisch

    Geruch: angenehm pilzig


    Von einem Netz kann ich nichts erkennen.



    Weiterer Pilz


    Beim anderen bin ich mir absolut unsicher, die Kombination aus weißen Sporen, weißlichen Lamellen, rotem Fleisch und schuppigem/flockigen Schirm hab ich einfach nicht zuordnen können, daher spare ich mir auch alle möglichen Ideen, die ich habe. Wahrscheinlich ist die Bestimmung auch durch das Alter des Pilzes schwer möglich.

    Durchmesser: ca. 6,5 cm

    Höhe: ca. 5 cm

    Lamellen: weißlich bis fleischfarbend, angeheftet

    Sporenfarbe: weiß

    Stiel: weiß, ohne Ring (zumindest bei dem abgebrochenen Exemplar, das ich gefunden habe), Fleisch rot

    Geruch: mild und unbedeutend



    Danke fürs Lesen und Kommentieren und tolle Funde (das Wetter scheint ja im Moment wirklich zumindest hier im äußersten Westen prädestiniert für Pilze zu sein, hoffe, euch geht es da ähnlich)!


    Schönen Gruß, Sascha