Beiträge von SaschaM78

    Ach Mensch, da finde ich endlich Maipilze und dann da, wo man sie nicht ernten sollte ||. Danke für den Hinweis, das mit dem Riesenrötung hatte ich auch gewusst, aber die verlinkte Seite war echt sehr interessant :)!

    "Leider" habe ich heute eine schöne Ecken mit Pilzen entdeckt, leider daher, da der Abschnitt direkt neben einer stark befahrenen Straße und einer Eisenbahntrasse liegt, die auch noch zudem durch "Fast Food-Junkies" mit Tüten und Bechern übersät ist :angry:. Da krieg' ich echt zu viel. Aber nun zum eigentlichen Thema:


    Fundort: Mischvegetation zwischen Radweg und Bahntrasse, teils Baumbestand, teils Buschwerk (Buche, Hollunder, Eichen, etc.)

    Geruch: mehlig, für mich recht angenehm riechend, meine Freundin war wenig begeistert

    Lamellen: angewachsen, weißlich bis hellbraun, Sporenfarbe nach ca. 1 Stunde noch nicht ersichtlich

    Fleisch: weiß und brüchig

    Hut: leicht gewölbt, ältere Exemplare (s.u.) hochgebogen, Größe zwischen ca. 7-15 cm

    Stiel: mittellang, mitteldick, gefüllt


    Den Riesenrötling würde ich wegen der nicht angewachsenen und nicht rosanen Lamellen ausschließen


    Die Bilder der ersten drei Pilze sind ca. 500 m vom zweiten Fundort gemacht worden. Ich denke, dass es sich um den gleichen Pilz handelt, der lediglich am zweiten Fundort einiges älter ist.



    Zweiter Fundort


    Besten Dank! Dann werde ich - falls sie noch existieren - auch noch ein paar wenige sammeln, nochmals genau vergleichen und testen, damit ich mir ein Bild machen kann :). Natürlich alles "ohne Gewähr" vom Forum selbstverständlich :thumbup:

    Danke euch für die Erklärungen und Bestimmungen! Jetzt bin ich auch nicht recht sicher, was ich letztlich in einem Schloßpark gefunden habe (aber versprochen, ich werde da auch selbst noch einmal im Pilzhandbuch nachsehen), da war ich auch von einer Spitz- bzw. Käppchenmorchel ausgegangen. Hier mal zwei Bilder der Morcheln:



    Hallo Veronika,


    danke, die Migräne hat sich zum Glück nach dem Spaziergang verzogen bzw. ist gar nicht erst ausgebrochen.


    Ah ja, schade aber auch. Wäre das denn der voreilende Ackerling? Ich weiß, dass es online keine Verzehrfreigabe gibt, aber rein aus Neugier, kann man den Ackerling essen und wie ausgeprägt ist die Bitterkeit des Pilzes?


    Was den "Steinpilz" angeht: vielleicht konnte man es nicht gut auf den Bildern erkennen, aber der war tatsächlich aus Stein und hatte die Initialen des Töpfers - HP - am Fuß ;)


    Lieben Gruß,


    Sascha

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    gestern kündigte sich eine Migräne an, das Einzige, was mich dann manchmal davor retten kann ist eine Tour durch die Natur. Gestern war es nur ein halbes Stündchen, das aber zum Glück nicht nur gereicht hat, sondern auch noch einige interessante Funde mit sich brachte. Falls der eine oder andere noch bestimmt werden könnte, würde mich das natürlich freuen. Wäre natürlich richtig toll, wenn es sich um echte Mairitterlinge handeln würde :)


    Umgebung


    Die meisten Pilze habe ich in einer alten Baumschule gefunden, in der so ziemlich alles kreuz und quer wächst, einige Teile der Anlage sind auch komplett verwildert, in anderen wird noch aktiv angepflanzt. Dadurch gibt es auch einige Stellen mit gestörten Böden, was für einige unserer Lieblinge ja perfekt geeignet ist. Angrenzend gibt es einen Laubwald mit hauptsächlich alten Buchen.


    Morchelleiche




    Da haben sich wohl einige Tierchen gütlich dran getan :-)


    Porling


    Standort: im Buchenlaub auf totem Holz

    Leider schon sehr ausgetrocknet



    Tintling?

    Unweit der Porlinge im Laub



    Junger Baumschwamm?




    Die obigen waren alle im Laubwald, die nachfolgenden in der Baumschule


    Eventuell Maipilze?

    Standort: auf Holzstreu in der Nähe von Büschen, In kleinen Grüppchen wachsend

    Helle Lamellen, heller Stiel, keine Knolle

    Käppchen von leicht gelb bis ocker

    Sporenfarbe: hellbraun

    Geruch würde ich als passend bezeichnen, für mich mehlig mit etwas Gurke



    Dazwischen wuchsen noch ein paar andere (teils sehr mumifizierte) Vertreter:


    Tintling?



    Nochmals Spitzmorchel-Zombie



    Vertrockneter rotoranger Pilz (direkt neben den "Maipilzen")



    Und der machte seinem Namen alle Ehre: der Steinpilz :wink:



    Danke für die Erklärung, da gebe ich dir natürlich recht, dass das deutliche Unterschiede sind. Was das Habitat angeht, da hätte ich darauf getippt, dass durch Düngen und Wildkräuter im Beet zumindest eine Chance bestünde. Nur das mit dem blau anlaufen von Psilocybe semilanceata wird zumindest auf mehreren Seiten erwähnt:


    Spitzkegeliger Kahlkopf – Wikipedia

    Was Sind Die Blauen Flecken Auf Zauberpilzen? - Zamnesia Blog

    (PDF) Injury‐Triggered Blueing Reactions of Psilocybe “Magic” Mushrooms


    Oder meintest du damit, dass bei Psathyrella keine Blaufärbung auftritt?

    Hi Schupfnudel!


    Danke für den Kommentar :). Da du auf jeden Fall mehr Plan hast als ein Neuling wie ich, wo genau hast du das dran festgemacht? Ich hatte nach meinem Pilzbuch bestimmt, aber nach weiterer Recherche fällt mir auch auf, dass die von mir gefundenen Pilze etwas zu groß sind, recht dunkle Lamellenschneiden haben, die ja hell sein müssten und dass das "Nippelchen" fehlt, ansonsten passen aber weiterhin Standort, Wuchsart, Verfärbung bei Nässe/Trockenheit, Sporenfarbe. Test auf Blauverfärbung am Stiel mache ich aber gleich noch.


    Welchen Pilz der Psathyrella-Gattung hast du denn in dem Pilz erkannt? Danke im Voraus für mehr Infos ;)


    Lieben Gruß, Sascha

    UPDATE: wahrscheinlich handelt es sich um einen Pilz der Psathyrella-Gattung (siehe Antworten).



    Vorneweg: Finger weg vom Verkosten!


    In einem kleinen Beet direkt vor meiner Haustüre wächst auf einer üppigen Fläsche eine Gruppe spitzkegeliger Kahlköpfe, die jetzt ganz langsam aber sicher Richtung Überreife tendieren. Schön anzusehen sind sie allemal, aber vom Genuss kann ich nur abraten (da ich selbst im Bekanntenkreis einen ernsten Vergiftungsfall hatte).


    Mehr Infos gibt es hier bei uns:


    Spitzkegeliger Kahlkopf


    Und noch ein paar Bildchen:


    Danke für deine Einschätzung und den guten Tipp. Ich hab den Pilz im Endeffekt auch einfach lieber da wachsen lassen, wo er sich wohlfühlt statt ein Experiment zu wagen. Inzwischen sind noch einige dazugekommen, da erfreue ich mich lieber am schönen Anblick:



    Nachtrag: ich habe einige der Pilze abgeerntet und dabei entdeckt, dass noch eine Variante mit wesentlich dunklerem Hut, aber gleicher Lamellenform in der Nähe wächst. Über Nacht habe ich einen Sporenabdruck gemacht und würde die Farbe eher als "tabakbraun" statt "rosa" einstufen. Ein Guayaktest ergab einen grünblauen Farbumschlag beginnend nach ca. 1 Minute, deutlich nach ca. 2 Minuten.







    @Thiemo: gebe dir da vollkommen recht, ich würde mich da auch niemals auf eine Pilzapp verlassen. Fürs grobe Einschätzen nehme ich mein kleines Sammelbuch mit, zuhause werden dann infragekommende Pilze mit dem "richtigen" Pilzbuch ("Speisepilze bestimmen, Giftpilze sicher erkennen") weitergemacht. Und da ich mir bisher nur bei wenigen Arten nachher sicher war, gab es auch "nur" mal Schwefelporling, Mönchskopf, Judasohr und Austernseitling, wobei ich mich über jeden einzelnen Fund freue. Letztens hab ich meine ersten Spitzmorcheln gefunden, aber die waren schon leider drüber :smilec:.

    Hallo Thiemo,


    danke schon mal für die Einschätzung!


    In der Nähe steht ein Apfelbäumchen und ein Kirschbaum. Neben den Johannisbeeren wachsen auch noch andere Obstsorten in dem Beet, an dessen Rand die Pilze gefunden wurden. Auf der anderen Seite des Weges liegt eine Wildgrasfläche mit allen möglichen Kräutern.


    Da siehe ich übrigens mal wieder, wie "gut" die Pilzapps funktionieren, die beide den Großen Scheidling erkannt hatten. Ich habe mir noch mal die Bilder des Fundes und die bei uns in der Suche angeschaut, wie du schon sagtest erkennt man ja deutlich an den freien Lamellen, dass es unterschiedliche Pilze sein müssen. Nochmals danke!

    Hallo Pablo und wieder einmal Danke für die superschnelle Antwort!


    Ich hatte mich da ein wenig von einem anderen Beitrag heute hier im Forum inspirieren lassen, da ich große Ähnlichkeiten bei den Bildern gesehen hatte :). Aber "Goldfellschüppling im weiteren Sinne" werd' ich dann eher in Zukunft im Kopf speichern ;).

    Da ich - wahrscheinlich wie jeder Pilzgänger - auch mal auf verwertbare Arten hoffe eine generelle Frage, was die Nutzbarkeit angeht: in "unserer" Datenbank steht, dass die Unverträglichkeit eventuell durch die Holzart bedingt sein kann (wie auch beim Schwefelporling). Den heute gefundenen Pilz würde ich wahrscheinlich eh nicht sammeln, da er direkt an einer Hundeausführstrecke liegt, aber prinzipiell fand ich den Geruch schon sehr ansprechend. Gibt es bestimmte Baumarten, bei denen eine Unverträglichkeit des Schüpplings bisher nicht festgestellt wurde? Ist natürlich eine wahrscheinlich schwer zu beantwortende Frage und ich würde eine Empfehlung auch nicht als Verzehrfreigabe empfinden.


    Danke und einen schönen Abend,


    Sascha

    Gerade habe ich einen Pilz entdeckt, der in den vergangenen 2-3 Tagen dank dem feuchten Wetter gesprießt ist. Ich hatte leider kein Messer dabei und habe daher nur eine Kuppe abpuhlen können, der Pilz an sich war nämlich sehr fest und hat ordentlich Widerstand geleistet. Am anderen Ende des Stamms wächst der gleiche Pilz, dort ist der Sporenkörper aber noch winzig, da durch inzwischen dichtes Laub darüber regengeschützt.


    Wuchsort: Totholz in einem Stadtwald

    Hut bis ca. 6 cm, gelbbraun mit erkennbare Schuppenstrukturen, sehr klebrig

    Stiel: Gelb, fest

    Lamellen: hell, angewachsen

    Geruch: pilzig





    Am Stammende


    Hallo Jens,


    'tschuldige, da habe ich nur einen Warnhinweis vom "pilzcoachbadenweiler" wiedergekäut, die letztens davor gewarnt hatte. Also besteht da wohl doch keine Gefahr? Ich glaube zwar nicht, dass ich mal Morcheln in einem öffentlichen Beet finden werde, aber wenn, dann würde ich sie natürlich gerne einsammeln :-)

    Toller Fund, Jens!


    Die Judasohren sind hier leider noch alle vertrocknet, es regnet einfach zu wenig. Und herzlichen Glückwunsch zum ersten Morchelfund, so was ist schon was Besonderes! Die Fachleute können sicher mehr dazu sagen, aber ich hatte vor kurzem noch gelesen, dass man Morcheln auf unbekanntem Rindenmulch wachsend eher stehen lassen sollte, da die Mulchschicht teils Reste von Robinie oder Eibe enthalten kann, was zu möglichen Vergiftungen führen kann. Trotzdem toll!


    Lieben Gruß, Sascha

    Moin Moin,


    herrlich, hier lernt man auch noch was über die historische Geologie, spannend!


    Ich habe dieses Jahr auch meine erste Frühjahrslorchel in einem Waldstück mit toten Fichten gefunden, genau in den Stück wuchsen jedoch junge Kiefern und Fichten. Eine große habe ich für Diagnosezwecke mitgenommen, aber in Zukunft werde ich sie lieber nur in Bildform mitnehmen, versprochen.