Beiträge von Habicht

    'n Abend,


    Alex11 hat hier sein Bestmöglichstes geleistet, halte ich für Künstliche Intelligenz , "heute gefunden".


    Was seine anbelangt, schwer einzuschätzen. KI ist um Ecken weiter, Guten Tag, danke & bitte haben's mittlerweile drauf, :wink:


    lgpeter



    Liebe Sabine,


    bei uns in Kärnten war die Koralpe besonders betroffen, dieses Gebiet sollte man für eine Pilzsuche meiden. Eine gute Übersicht über besonders belastete Gegenden findest du hier,

    bodenbelastung.html


    Seit zwei Jahren gibt es eine lose Zusammenarbeit zw. Naturwissenschaftlicher Verein Kärnten und der Lebensmitteluntersuchungsanstalt, da ist die neue Obfrau unseres Vereines, die Evelin, stark dahinter.

    Steinpilz, Parasol, Eierschwammerl u n d Maronenröhrling sind nicht belastet, die kann man bedenkenlos verzehren. Nur halt net von der Koralpe,


    lgpeter



    Die Liste mit ehemalig als bedenkenlos verzehrbaren Speisepilze hat sich mittlerweile auf a l l e Champignons erweitert, die brauchen für ihre Entwicklung das Schwermetall Cadmium.

    Ouuuh, das wird die Champignonerzeuger und -vertreiber aber nicht freuen (oder sind die Zuchtchampignons zufälligerweise ausgenommen?), und das mit der radioaktiven Belastung die Pfifferlingssammler und -vertreiber. Nachdem schon vor ein paar Jahren die Morcheln diskreditiert wurden, wären dann mal fairerweise die Steinpilze dran. Auf der anderen Seite darf man komischerweise immer noch rauchen, Alkohol trinken und dieselfahren...

    Bei dem kontaktgiftigen Gloeodingsbums habe ich mich gefragt, ob den ein gewöhnlicher Speisepilzsammler überhaupt im Wald registriert, und es sich infolgedessen um eine eher minderschwere Gefahr handeln könnte. Zumindest ich käme nicht auf die Idee, so was anzulangen, und ich gehe echt oft Pilze sammeln. Aber schön, wenn sich Leute Sorgen darüber machen.

    FG

    StephanW



    Ouuuh, die Frage, warum Zuchtchampis davon ausgenommen sind brennt auch mir unter den Fingernägeln. Wenn die Gattung für ihre Entwicklung zwingend Cadmium benötigen, warum ausgerechnet diese Art nicht, :party:?


    Eine Morcheldiskreditierung ist wo nachzulesen? Im René Flammer unterm Morchella-Syndrom jedenfalls nicht, "Pilzgift unbekannt".


    Der Steinpilz wurde bereits ins Visier genommen, Jungchen. "Chwaluk (2013) berichtet über eine reale Vergiftung nach (übermäßigen) Genuss von Rotkappen und Steinpilzen (siehe auch Hahn & Grünert 2016). Damit steht fest, dass der Steinpilz sicherheitshalber nicht in mehreren Mahlzeiten und in größeren Mengen hintereinander über mehrere Tage verteilt verspeist werden sollte.

    Qu: Die Pilze Deutschlands


    Leute, die sich für a l l e Pilze, darunter auch vermeintlich kontaktgiftige interessieren, diese auch mikroskopieren & sequenzieren machen sich darüber keine Sorgen ---> die wollen wissen, welchen Pilz sie vor sich haben, :wink:


    Zum Dürfen per se noch was, egal ob Dieselfahrer, Raucher oder Bierliebhaber. Die Summe aller Laster ist eine konstante Größe, :S


    lgpeter

    'n Abend,


    wer an der Antwort auf die Frage, ob es kontaktgiftige Pilze in Europa gibt interessiert ist möge bitte ab und zu in die funga-austria reinklicken. Mach's ja auch nicht anders, :wink:


    Was die "Toxizität" anderer, auch bisher beliebter Speisepilze anbelangt wird's zunehmend enger. Extrem hohe Werte - Österreichische Schwammerln „strahlen“ noch immer | krone.at


    Die Liste mit ehemalig als bedenkenlos verzehrbaren Speisepilze hat sich mittlerweile auf a l l e Champignons erweitert, die brauchen für ihre Entwicklung das Schwermetall Cadmium. Wer sich einen kurzen, aktuellen Überblick darüber verschaffen möchte, Poster Schwermetallgehalt in Pilzen –


    Ausführlichere Infos dazu kann man in diesem Buch nachlesen, Die Pilze Deutschlands von Jürgen Guthmann - Buch - 978-3-494-01788-4 | Thalia


    Zur Frage, ob Cortinarius sanguineus giftig ist findet sich im René Flammer dazu kein Hinweis. Vermute, weil der Pilz abschreckend daher kommt, kaum mit einem Speisepilz verwechselt werden kann.


    lgpeter

    'n Abend,


    der Franz schreibt puren Unsinn. Ob er jetzt 83, 33 oder 13 Jahre alt oder einfach nur ein Trottel oder ein Roboter ist, powidel & abgehakt.




    Liebe Marie,


    hab' ich, Strohfarbener Saftzystidling = GLOEOCYSTIDIELLUM POROSUM (SYN. CORTICIUM STRAMINEUM, CORTICIUM LETENDREI, TERANA POROSA, GLOEOCYSTIDIUM LETENDREI, GLOEOCYSTIDIUM POROSUM, GLOEOCYSTIDIELLUM POROSUM, CORTICIUM POROSUM, XEROCARPUS LETENDREI)


    lgpeter

    Check bei Gelegenheit einmal deine Leberwerte.

    Hallo Habicht,

    würdest Du das im Alter von knapp 83 Jahren tun?

    Gruß - Franz



    Eher nicht, Franz.


    Eher grüne Knollis kauen, wenn mir nach einem Abflug zumute wäre.


    Um dich und mich geht es hier nicht. Blödsinn zu verbreiten ist auch mit 83 Jahren nicht o.k. Das ist Sache!


    Bleib noch lange gesund und weiterhin an Pilzen interessiert, schreib' künftig lieber über Eierschwammerl & Co, :wink:


    lgpeter

    Hallo Kai.2

    vor sehr vielen hatte ich mal mit Arbeitskollegen in Pilzführung gemacht und dabei wurde eine ähnliche Frage gestellt. Demonstrativ nahm ich einen schönen, frischen Knolli in den Mund, kaute ihn ca. 1Min und spuckte mehrmals gründlich aus. Fazit: Nicht die geringste negative Nachwirkung. Das ist keineswegs nachahmenswert, zeigt aber, daß Knollis mittlerweile zu unrecht regelrecht verteufelt werden. Man muß sie halt nur sicher erkennen und ihre Wirkung auf den menschlichen Organismus auch. Dann sind sie nicht mehr gefährlich, jedenfalls nicht gefährlicher als der Doppelgänger Nr.1 des Stockschwämmchens.



    Servus Franz,


    Kai.2 stellte seine Frage zu einem Giftpilz, A. phalloides ein. Deine Antwort ist für mich nicht eindeutig, weil aus deinem Beitrag nicht hervorgeht, an welcher Amanita du gekaut hast.



    Zitat

    Das ist keineswegs nachahmenswert, zeigt aber, daß Knollis mittlerweile zu unrecht regelrecht verteufelt werden. Man muß sie halt nur sicher erkennen und ihre Wirkung auf den menschlichen Organismus auch. Dann sind sie nicht mehr gefährlich, jedenfalls nicht gefährlicher als der Doppelgänger Nr.1 des Stockschwämmchens.


    Wie jetzt, hast du einen Grüner Knollenblätterpilz tatsächlich eine Minute lang gekaut?


    Giftmorde waren bereits in der Antike beliebt, unbeliebten Kaisern hat man unter deren Leibgericht, dem Kaiserling, Saft vom grünen Knolli beigegeben, erfolgreich.


    Das Pilzgift Amanitin kann nicht auf natürlichem Weg den menschlichen Körper verlassen, es zirkuliert ewig im Blutkreislauf. Und jedes mal, wenn es die Leber erreicht, killt es deren Zellen.

    Check bei Gelegenheit einmal deine Leberwerte.


    @ Kontaktgiftige Pilze,


    einen gibt es in Europa, ob in D oder Ö bereits nachgewiesen frage ich grad' an,


    lgpeter

    Servus Murmel,


    wir alle lernen dazu, du bist auf dem richtigen Weg. Kleiner Tipp, guck mal da rein, Angaben zur Pilzbestimmung


    Je mehr Details du festhalten kannst, um so eher gelingt dir eine Bestimmung. Ohne eine 10er Lupe wird's schwer bis unmöglich, unter der zeigen sich sonst nicht erkennbare Details. Sind die Lamellen glattschneidig oder gesägt z. B. Kostet nicht das große Geld und passt in jede Hosentasche. Solche Merkmale braucht man zum Schlüsseln, sonst geht's nicht weiter. Nimm dir Zeit für interessante Funde und ein Notizbuch mit. Schreib' auf, was du siehst, zeichne, was die Kamera nicht erfassen kann. Die Lamellenschneide ist ein gutes Beispiel dafür.


    "Ein Pilz ist kein Pilz" meinte einst Prof. Moser, trifft im Fall deines Rötlings ins 'blaue'. Manche Pilze können nur anhand einer Kollektion bestimmt werden, ist mir so bei einem Düngerling auf Pferdeäpfel widerfahren. "Haben die jungen Exemplare Verlumsreste am Hut" war eine Frage ----> keine Ahnung, ich hatte ja nur ein erwachsenes Exemplar zur Hand.


    Auch von diesem Pilz nur ein Exemplar, in einem morschen Laubbaum versteckt,




    Das musste ich erst freilegen,






    Als Violetter Rötling Entoloma euchrorum hat er sich herausgestellt, über die im 'scharfen Glas' nachweisbaren Mikromerkmale.


    Bei gar nicht so wenigen Pilzen reicht natürlich ein Exemplar und Erfahrung für eine sicher Bestimmung, :wink:


    lgpeter

    Hallo Murmel,

    dein Paket ist eingelangt, heute habe ich mir deinen Fund angesehen. Lieb gemeint von dir, dass du mir das hübscheste Exemplar geschickt hast, das älteste hätte ich lieber gehabt. Eigentlich die gesamte Kollektion, weil zu junge Pilze erst ihre mikroskopischen Merkmale entwickeln.


    Die Aufnahmen 1 und 2 zeigen einen Querschnitt durch die Lamellen und die HDS,

    1)



    2)



    Das ist das Problem bei zu jungen Entoloma-Exemplaren. Man sieht vor lauter in Entstehung begriffener Sporen keine weiteren Merkmale. Und die entwickeln sie in enormen Mengen.


    Die wenigen, die ich finden konnte, waren 5eckig, rundlich-eckig, 9 - 11 x 6 - 8µm, Q 1,0


    3)


    Jetzt wir die Luft dünn, in den PdS beschreiben Breitenbach/Kränzling die Länge der Sporen von E. nitida bis 8,7µm. In den123Pilze ist bis zu 10 µm nachzulesen. Machiel E. Noordeloos legt im "Bestimmungsschlüssel zu den Arten der Gattung Entoloma (Rötlinge) in Europa, 1994" keinen Wert auf die Abmessungen, sofern richtig geschlüsselt wurde reicht ihm die Form der Sporen,



    Sinnvoll schlüsseln geht aber nur mit allen erforderlichen Details, die in diesem Fall nicht vorhanden waren.


    Entoloma sp., mehr gibt das Exsikkat nicht preis.


    lgpeter

    Servas Oliver,


    wie soll ein PSV einen Fund bewerten, den er noch nie in der Hand gehabt hat? A. friefrei ist relativ neu, den werden die wenigsten auf'm Schirm haben.


    Stehen lassen würde ich solch einen Fund nicht, ich würde ihn weiter reichen, an Pilzexperten,


    lgpeter

    Hi Oliver,


    die Champis sind halt ne verflixt schwierige Gattung. Auf Artebene gibt es halt ne Menge Feinheiten - da blicke ich auch nur schwer durch.

    Aber so lange sie röten, sollte - zumindest hier in Deutschland - nix Böses dabei sein.


    VG Boris



    Hi Boris,


    "So gibt es beispielsweise mit Agaricua freirei einen im Fleisch rötenden, nirgends gilbenden Egerling, der dennoch zu den Giftegerlingen gehört und giftig ist"

    Q: Die Pilze Deutschlands, Guthmann /Hahn.


    Und der wurde in D bereits dreimal kartiert, Verbreitung Agaricus freirei Blanco-Dios 2001


    Schon isses da, dass Böse, :party:


    lgpeter

    Hallo Murmel,


    genauso funktioniert es, du trocknest deinen Fund und ich würde ihn mir unterm Mikroskop anschauen. Wenn du daran interessiert bist gerne weiter per PN.


    Wir Pilzler haben tatsächlich ein tolles Hobby, egal wie tief jeder in die Materie einsteigt. Gesund ist es jedenfalls, wir spulen ja etliche Kilometer im Wald herunter, :wink:


    lgpeter

    Liebe Annerose,

    den Eintags-Tintling habe ich mikroskopiert, zuvor unter der Stereolupe einige Proben entnommen. Das Problem bei solch' kleinen Pilzen ist es, ein geeignetes Präparat zu erlangen. Und dann kommt es darauf an, wie die Probe unterm Deckgläschen zu liegen kommt. Sehe ich sie von der Seite, von oben, was sehe ich überhaupt? Wenn die Lamellen, wie in diesem Fall wegen der geringen Größe nicht einzeln entnehmbar sind, wird's eng.

    Mein Fehler war's, vorher nicht in den PdS nachgeblättert zu haben. Mit einem zarten Quetschpräparat hätte ich alle darin beschriebenen Mikromerkmale auffinden können. Schon mit den Sporen hatte ich ein unerwartetes Problem, der Keimporus lag nicht immer zentral. Spätestens da hätte ich nachblättern sollen ...

    Halte ich für die Aufsicht auf die HDS,




    Das Exsikkat habe ich noch, dass kommt dieses Wochenende noch einmal unter's Mikro. Die Ergebnisse stelle ich hier ein,


    lgpeter,


    Liebe Annerose,


    sehr gute Mikro-Doku von Pluteus leoninus, :) Mir würde, den PdS folgend, bereits deine Aufnahme der HDS für eine sichere Bestimmung reichen ;-)

    Hätte aber anhand dieser Literatur gleichzeitig das Problem, deine große Cheilozystide als solche zu erkennen. Die vermute ich eher zwischen 12:05 und 12:10.


    Frische und 'relativ' große Pilze zu präparieren ist um Ecken einfacher, was die SchnittTechnik anbelangt, da stimme ich dir gerne zu.



    Andere Baustelle,

    makroskopisch einfach zu bestimmen, Coprinus patouillardii, Eintags-Tintling,







    Von dem eine Lamelle im Querschnitt zu bekommen ist heavy, im frischem Zustand. Getrocknet ist das was für Profis.


    Schnappst dir den Braten von Hubi, für die kältere Jahreszeit?



    lgpeter

    Liebe Sabine,


    der von mir eingestellte Link ist aus den Tiefen des Internets, da hast du vollkommen recht. Der zweite Satz bezieht sich nicht auf dich, genau genommen auf niemanden. Bei einem interessanten Fund rückt der Pilz in den Vordergrund, die glückliche Finderin etwas in den Hintergrund, dass wollte ich ausdrücken.


    Ich habe die UNI Wien bezüglich dieses Fundes kontaktiert und um ihre Meinung dazu gebeten. Mache ich hin und wieder, auch wenn ich nur Fotos aus Foren zur Verfügung habe.


    Deren Rückmeldung dazu lautete:


    .... das ist eine Hypomyces-Art, die hier parasitiert. Man sieht schon die kleinen Punkte der Fruchtkörperausgänge. Aber welche Art, kann ich nicht sagen, die sind in der Regel ziemlich wirtsspezifisch und ich hab so auf die Schnelle noch keine Angabe für Cantharellus gefunden, die passen könnte (in Nordamerika ist u.a. H. lactifluorum drauf, der passt aber nicht).


    Zusammengefasst: der Fund würde von der UNI wissenschaftlich abgearbeitet werden, mit Kulturen anlegen, DNA-Sequenzieren usw.


    Wenn es ihn noch gäbe. Helen hat auf meine PN nicht geantwortet, er dürfte wohl im Mistkübel gelandet sein. Wir wissen jetzt zumindest, dass es sich um eine Hypomyces-Art handelt, die auf Cantharellus parasitiert. Welche Art es genau ist hätte die Wissenschaftler interessiert, euch und mich auch.


    Der Thread von Helen ist super, er hat mich noch sensibler gemacht. Tatsächlich schaue ich mir jedes Eierschwammerl bei der Entnahme genau an, was nicht dem Ideal entspricht blieb bisher im Wald.

    Blöde Einstellung, ich habe wieder einmal kräftig dazulernen können,


    lgpeter



    Liebe Sabine,


    hab' nicht ausgegraben, dass ist die aktuelle Antwort der UNI. Zu meiner Anfrage, diesen interessanten Fund betreffend.


    Wesen Fund es ist spielt da eine untergeordnete Rolle, dass er bestimmt werden kann ist großes Kino,


    lgpeter

    Na ja,


    dürfte wohl im Getümmel untergegangen sein, dass ich das Häutchen zwischen Gänsefüßchen gesetzt habe ----> "Häutchen", :wink:


    Ich habe keinen Verdacht, was diese 'Anomalie hervorruft.

    Googeln hilft in diesem Fall nix, die raten auch nur, Cantharellus cibarius parasitized by Hypomyces lactifluorum. E Central TX under post oak. : mycology


    Ist zwar nicht mein Fund, jetzt aber will ich wissen, was dahinter steckt, sofern es sich über die eingestellten Aufnahmen lösen lässt.


    Bissale Geduld bitte, ... work in progress ...



    STOPTASTE,


    .... das ist eine Hypomyces-Art, die hier parasitiert. Man sieht schon die kleinen Punkte der Fruchtkörperausgänge. Aber welche Art, kann ich nicht sagen, die sind in der Regel ziemlich wirtsspezifisch und ich hab so auf die Schnelle noch keine Angabe für Cantharellus gefunden, die passen könnte (in Nordamerika ist u.a. H. lactifluorum drauf, der passt aber nicht).


    gibt es die zwei Exemplare noch, getrocknet?


    lgpeter