awillbu1  Ringloser Hallimasch                atod1 GIFTIG!  ...nur nach besonderer Vorbehandlung... ESSBAR! 

DESARMILLARIA TABESCENS (SYN. ARMILLARIA TABESCENS, AGARICUS TABESCENS)

 

 

 

 

 

 

 

Fotos oben 1-3 von links: Justin (Tmethyl) (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png Fotos oben 4 von links: Richard Kneal (bloodworm) (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png  Fotos unten: Sarah Prentice (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Pilzig bis muffig, auch kohlartig.

Geschmack:

Herb, kratzend, seifig wie fast alle Hallimasch-Arten.

Hut:

2-4 (6) cm Ø, rotbraun, abwischbare braune oder braun-weißliche Schüppchen, Rand blasser, meist etwas gerieft, verbogen.

Fleisch:

Weißlich.

Stiel:

Weißlich bis bräunlich, Basis und Spitze heller, längsfaserig mit feinen Rillen, kein Ring, glatt, etwas braune Schüppchen, zäh.

Lamellen:

Weißlich-cremeweiß, später hell rotbraun, mit Zahn herablaufend, angewachsen, Schneiden wellig.

Sporenpulverfarbe:

Weiß (8-10 x 5-7 µm, ellipsoidal, amyloid).

Vorkommen:

Laubholzbäume, gern Eiche oder Edelkastanie (...parasitär oder als Folgezersetzer), Sommer bis Spätherbst, sehr selten, RL-G Deutschland (GEFÄHRDUNG unbekannten Ausmaßes).

Gattung:

Hallimasche (Rindenschwämme).

Verwechslungsgefahr:

Gemeiner Hallimasch oder Honiggelber Hallimasch bzw. Laubholzhallimasch = besser verträglich sowie der Zwiebelfüßiger Hallimasch mit knolliger Basis.

Der Hallimasch kann sehr vielfältig auftreten und durchaus mal einzeln wachsen. Deshalb auf die Merkmale achten!

Bemerkung:

Sehr selten (RL1 Deutschland) und vom Aussterben bedroht, wäre noch der ähnliche und auch meist ringlose Moorhallimasch (ARMILLARIA ECTYPA).

Besonderheit:

Sie werden nicht von jedem gut vertragen und führen zu starken grippeähnlichen Reaktionen, wie Fieber, allergischen Reaktionen, Durchfall oder Magen-Darm-Beschwerden. Wer irgendwelche Beschwerden bekommt, sollte sie nicht essen.

Nach Frost oder bei älteren Exemplaren erhöht sich die Giftigkeit und Unverträglichkeit.

Mindestens 20 Minuten abkochen und Kochwasser wegschütten, bevor sie für weitere Zwecke verwendet werden. Hallimasch-Verwendung bei eigenen Kochversuchen mit Gästen - bitte bleiben lassen! Es kann jemand dabei sein, der die Pilze nicht verträgt!

Stiele sollten nicht verwendet werden – zäh!

Auch sind sie nicht als Trockenpilze geeignet.

Wer sie problemlos verträgt, kann einige wenige junge und frische Köpfe auch in seinem eigenen Mischgericht (ohne Abkochen) verwenden.

Vitalpilz (Heilpilz):

Gilt auch als Vitalpilz (Heilpilz) in der Naturheilkunde oder in der Traditionellen Chinesischen und Japanischen Medizin für:

In früheren Jahrhunderten wurde der Hallimasch als Abführmittel bei Verstopfungen verwendet.

Dies gilt natürlich nicht mehr in der heutigen Zeit! Apotheker haben sicherlich bessere Mittel.

Kommentar:

Trotz dieser Unverträglichkeiten und Behandlungsmaßnahmen sind sie sehr gute Speisepilze.

Tödliche oder organschädigende Vergiftungen sind bisher nicht bekannt.

Tipp zum Geschmackstest:

Stückchen abbeißen, ca. 1 Minute kauen ohne zu schlucken, plötzlich entsteht im seitlichen Zungenbereich ein etwas aufdringlicher säuerlich-seifiger Geschmack.

Relativer Speisewert:

DGfM: Häufig individuell gastrointestinale Beschwerden, Schweiz: Marktfähig; 123pilze: Relative Wertigkeit 2.

Wiki-Link:

https://en.wikipedia.org/wiki/Armillaria_tabescens

Priorität:

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Fotos oben 1-6 von links: Gerhard Koller ©

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Samstag, 1. Dezember 2018 - 23:28:19 Uhr

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