awillbu1  Lungenseitling, Löffelförmiger Seitling, Cremeweißer Seitling, Weißer Austernpilz, Sommer-Austernseitling, Kastanienseitling  ESSBAR! 

PLEUROTUS PULMONARIUS (SYN. AGARICUS PULMONARIUS, PLEUROTUS OSTREATUS VAR. PULMONARIUS, PLEUROTUS PULMONARIUS VAR. LAPPONICUS,

PLEUROTUS PULMONARIUS VAR. JUGLANDIS, PLEUROTUS ARAUCARIICOLA + Zuchtform PLEUROTUS OSTREATUS Sommerausternseitling)

 

 

 

 

 

 

Fotos oben 1+2 und unten 3-5 von links: Richard Kneal (bloodworm) (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Angenehm, pilzig, süßlich, anisartig oder auch neutral.

Geschmack:

Mild, roh blutzersetzend (enthält Hämolysine).

Hut:

4-15 (20) cm Ø, nie reinweiß, sondern milchweiß bis elfenbeinweiß, cremeweiß, grauweiß, hellbeige, fettig glänzend, etwas kleiner, zarter und dünnfleischiger als Austernseitlinge.

Fleisch:

Weiß, etwas wässrig, jung weich und etwas fluffig, alt zähelastisch, zum Stiel korkig bis lederig, keine Farbveränderung bei Verletzung (Druck), Vergleich: Huthautstärke Lungenseitling 40–50 µm zu Gegensatz Austernseitling 90–120 µm.

Stiel:

Weiß, meist kurz seitlich exzentrisch, striegelig, selten ganz fehlend, Basis weißfilzig.

Lamellen:

Weißlich bis cremefarben, alt gilbend, untermischt, gedrängt, Schneiden glatt, am Stiel meist eher kurz herablaufend und selten mit aderigen Querverbindungen.

Sporenpulverfarbe:

Weiß, schmutzigweiß bis leicht cremefarben (7-11 x 2,5-5 μm, zylindrisch bis lang-elliptisch, glatt).

Vorkommen:

Laubholz, gern Buche, Esche, Pappel, Birke, Folgezersetzer, Frühling bis Herbst, selten, RL Schweiz (NT = potenziell gefährdet), in Deutschland relativ häufig, viele Fundstellen im Bay. Wald.

Gattung:

Seitlinge.

Chemische Reaktionen:

Reaktion auf Sulfovanillin positiv (Farbe: Magenta-rot). Die Zuchtform des Austernseitlings (PLEUROTUS OSTREATUS) verfärbt sich nicht.

Verwechslungsgefahr:

Rosenseitling, Ohrförmiger Seitling = ohne Stiel und meist reinweiß ohne Anisgeruch.

Rillstieliger Seitling (mit Hauch rosa in den Lamellen sowie mehlartiger Geruch), Austernseitling.

Besonderheit:

Vorsicht vor ungestielten weißen Seitlingen wie der Ohrförmiger Seitling! Diese sollen in Japan schon mehrfach zu Todesfällen geführt haben. Verweis: http://www.deutschlandradiokultur.de/speisepilz-wird-giftpilz.993.de.html?dram:article_id=154417

Einen Vergiftungsnachweis in Europa gibt es bislang nicht!

Info:

Im Gegensatz zum Austernseitling benötigt der Lungenseitling keinen Kältereiz um Fruchtkörper zu bilden. Die deutsche Bezeichnung Sommer-Austernseitling wird auch für andere Seitlings-Arten wie die Zuchtform des Austernseitlings (PLEUROTUS OSTREATUS) gerne verwendet.

Kommentar:

Wer weiße Lungenseitlinge nicht zu 100 % als diese erkennt, sollte wegen möglichen tödlichen Verwechslungsgefahren diese meiden! Vor allem wenn diese Stiellos sind = Ohrförmiger Seitling.

Relativer Speisewert:

DGfM: Positivliste Speisepilz; 123pilze: Relative Wertigkeit 2.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Lungen-Seitling

Priorität:

1

 

 

 

 

Bilder oben 1-2+8 und unten 8+9 von links: Roswitha Wayrethmayr (Sankt Gilgen) ©   Bilder oben 3+4 von links: Ursula Roth ©      Bild oben 5 von links: Claus Meyer (Eschborn) ©

 

 

 

 

 

 

 

Bilder oben 1-4 von links: Alfons Reithmaier ©

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Sonntag, 10. Juni 2018 - 21:42:18 Uhr

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