Violetter Rötelritterling - Einer der besten Speisepilze Deutschlands - Chefkoch Sterne ***** (Lepista Nuda)

*  Violetter Rötelritterling (Violetter Röteltrichterling)                     ESSBAR!   (Blutdrucksenkend) – sehr guter Speisepilz!      

LEPISTA NUDA

 

 

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Parfümiert.

Geschmack:

Mild, Nussig.

Hut:

Hygrophan, d.h. beim Trocknen heller werdend, blass bis stark lila, Huthaut glatt, lange eingerollt.

Fleisch:

Weißlich-lila, im Zentrum weiß.

Stiel:

Kahl, blass lila und die Oberfläche ist etwas flockig weiß bereift.

Lamellen:

Ablösbar, am Stiel ausgebuchtet, lila.

Vorkommen:

Herbst bis Winteranfang, Folgezersetzer, Mischwald.

Sporenpulverfarbe:

Zartrosa.

Gattung:

Rötelritterling.

Verwechslungsgefahr:

Lila Dickfuß (giftig) mit braunen Sporenpulverresten am Stiel oder mit dem Blassblauen Rötelritterling (essbar).

Besonderheit:

Oft Massenpilz im Spätherbst.

Kommentar:

Gern zusammen mit Nebelkappen zu finden.

Die Fruchtkörper bilden sich oft erst nach einem Temperatursturz im Spätherbst.

Dann ist er ein sehr guter Massenpilz und findbar bis in den Dezember hinein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*  Getrocknete Pilze                  

Eine interessante Studie von Horst Fischer aus Rosbach (61191)

           

Ich habe mal ein paar "Statistikzahlen".

 

Es geht hierbei um das Trocknen, Einweichen und anschließendem Zubereiten von „Violetten Rötelritterlingen“.

Man wird immer gefragt: Wie viel verliert ein Pilz beim Trocknen? Wie viel Wasser nimmt er hinterher wieder auf?

Ist er danach noch zu braten?

Da es massenhaft Rötelritterlinge gibt, habe ich den Versuch mit Rötelritterlingen und Steinpilzen gemacht!

 

Rötelritterlinge

Frisch: 

1100 g

Rötelritterlinge 

Getrocknet: 

59 g 

 

Verlust: 

94,63 %

 

Nach 8 Stunden einweichen im kalten Wasser entsprach das Abtropfgewicht:  316 g = 28,72 % vom Frischgewicht (ca. 1/4)

Oder vom Getrockneten hochgerechnet:    535 % (ca. 5-fache Gewicht durch Wasseraufnahme)    

 

Nach dem Einweichen und anschließendem Abtropfen habe ich die Pilze in Butter gebraten (mit Deckel braten, ohne werden sie zäh), Pfeffer, Salz und Knoblauch dran.

Durch den Deckel hatten sie einen schönen Biss. Die ganze Familie war angenehm überrascht!

 

 

Bei einem ähnlichen Versuch mit Steinpilze, sah die Verlustrate geringer aus - Steinpilze enthalten weniger Feuchtigkeit!

Die Steinpilze haben nur 88 % beim trocknen verloren

 

Frischpilze 1100 Gramm

Frischpilze im Trockenapparat

 

 

Getrocknetes Ergebnis:

59 Gramm Gewicht

Nach 8 Stunden im kalten Wasser gewässert und anschließend abtropfen lassen. Nur 316 Gramm Gewicht!

 

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