Beiträge von cantharellus

    Danke an Reike T. für den Hinweis, dass es natürlich keine "Essfreigabe" im Forum gibt.

    Auf der Startseite gibt es ganz wichtige Hinweise darauf, was zu einer guten Pilzbeschreibung gehört, die allen weiter hilft. Mir haben diese Hinweise sehr weiter geholfen, denn ich sammele zwar schon viele Jahre "meine" Pilze, bin aber noch ziemlicher Neuling, wenn es um das Beschreiben mir nicht bekannter Arten geht.....


    Viel Spaß weiterhin beim Suchen, Sammeln und Bestimmen!

    Cantharellus

    Hallo,

    es sind ganz offensichtlich Parasole, jedenfalls Exemplare einer essbaren Schirmlingsart. Hilfreich wären zur "genaueren" Bestimmung Angaben zur Größe (kann man zur Not erahnen..), zum Fundort und zur eventuellen Verfärbung im Bereich des Stiels nach Anschnitt (rötlich-bräunlich?) sowie zu Geruch und ggf. auch Geschmack. Hatten kleinere Exemplare noch die "Paukenschlegelform"?


    Grüße aus der Voreifel!

    So isses!

    Hier gibt es glücklicherweise keine Zweifel. Ich esse den Pilz gern jung, weil er dann schön fest ist. Hat man zuviel davon in der Pfanne, wirkt der Geschmack m. E. etwas "parfümiert" - also verwende ich ihn als Mischpilz (bis vor ein paar Monaten zusammen mit dem Nebelgrauen Trichterling, auf den ich jetzt wohl besser verzichte).

    Grüße aus dem Rhein-Sieg-Kreis!

    Praktisch über Nacht erscheinen auf einem (nicht besonders gut gepflegten) Rasen - eher wohl eine Wiese mit Gänseblümchen - Pilze mit folgenden Merkmalen:


    Standort: Ungedüngter Rasen (Wiese), gesellig wachsend.

    Farbe: In allen Teilen gelb-bräunlich, ockerfarben

    Höhe: 2 – 4 cm


    Hut: Ø 3 – max. 4 cm, farblich gezont, nach außen hin heller werdend

    Stiel: unregelmäßig in der Form, (stellenweise „platt“), Ø max. 0,5 cm, nach oben hin hohl, keine Verdickung an der Basis

    Lamellen: unregelmäßig dicht gedrängt, am Stiel angewachsen


    Substrat: Rasen / Wiese; Säuregehalt unbekannt


    Geruch: angenehm pilzartig

    Geschmack: unbedeutend, nicht unangenehm


    Die Fotos geben die Farbe der gefundenen Exemplare m. E. recht gut wieder. Leider kann ich keine guten Makroaufnahmen machen.

    Wer kann mir helfen?

    Richtig, vielen Dank. Der "Zitterzahn" wurde bei mir versehentlich zum "Zitterling"... Die botanische Bezeichnung "Pseudohydnum gelatinosum" stimmt aber mit meinem Ergebnis überein. Liege ich damit richtig?


    Grüße aus der Voreifel!

    Hallo Parasoline,


    beide Arten - Perlpilz wie Pantherpilz - gehören zur Gattung "Amanita" (Wulstlinge). Auf den Aufnahmen ist m. E. recht eindeutig ein Perlpilz zu erkennen. Wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Manschette, die beim Perlpilz stark gerieft ist, beim Pantherpilz dagegen überhaupt nicht. Hinzu kommt, dass der Pantherpilz nicht rötet.

    Auf den Madenfraß kann man sich leider überhaupt nicht verlassen.

    In jedem Fall bedenken: Zur Gattung der Wulstlinge gehören neben den Knollenblätterpilzen und dem Pantherpilz noch eine ganze Reihe gefährlicher und unangenehmer Burschen.

    Meine Eltern haben mit mir (vor mehr als 50 Jahren) mit scheinbar traumwandlerischer Sicherheit Perlpilze gesammelt. Ich halte mich zurück, weil Aussehen und Erscheinungsform eben auch von vielen anderen Faktoren abhängen.

    Viele Grüße!

    Hallo zusammen,


    Ihr seid natürlich absolut im Recht, wenn Ihr alle Wulstlinge (Amanita) zu den "Knollenblätterpilzen" rechnet. Das tu ich aber nicht. In der Literatur sind als "Knollenblätterpilze" nur einige Wulstlinge erfasst. Die sind tödlich giftig, giftig, giftverdächtig, ungenießbar oder nur bedingt genießbar.


    Die anderen Wulstlinge mag ich übrigens auch.... - meistens.

    Viel Erfolg noch beim Sammeln und genießen!

    Alles klar, Jens. So richtig giftig ist die gelbe Variante nicht (außer Bauchschmerzen kann nicht viel passieren). Ich würde aber schon wegen der lebensgefährlichen Verwechslungsmöglichkeiten mit den "bösen Geschwistern" immer die Finger davon lassen.....

    LG von hier... Cantharellus

    Es sieht tatsächlich ganz nach einem (giftigen) gelben Knollenplätterpilz aus. Hilfreich wäre eine zusätzliche Nahaufnahme vom Knollenbereich, die genauer den lockeren Sitz der Stielbasis in der lockeren Scheide zeigt. Auch der Hinweis von Joe auf den Geruch ist wichtig. Der Knolli riecht irgendwie nach Rettich oder alten Kartoffeln - nicht sehr einladend....

    Grüße aus der Voreifel!

    Die Idee mit dem Hallimasch ist gut! Das war auch mein erster Eindruck. Schön wäre es, wenn auch noch ganz junge Exemplare zu sehen wären und man so einen Eindruck von der (geschlossenen) Hülle bekäme. Offenbar wächst der Fruchtkörper auch aus einem Geflecht, das auf Nadelholz angesiedelt ist.

    Ich bin mir sicher, dass es sich nicht um einen Parasolpilz handeln kann, schon wegen der Größe. Zudem findet man zwar häufiger Schirmlinge, die in Gruppen wachsen, der Hallimasch (den wir meiner Meinung nach hier sehen) wächst aber oft regelrecht "büschelig" - und das meine ich aus den Fotos auch zu ersehen.

    Mein Rat trotzdem: Nicht essen, wenn letzte Unsicherheiten (es sind halt nur Fotos.....) bestehen. Wegen der vielen zum Teil sehr giftigen Arten unter den kleinen Schirmlingen sollte man auf dieses Pilzgericht verzichten.

    Ich habe den Rötelritterling vor ungefähr 40 Jahren erstmals geerntet und nach Bestimmung eines Fachmannes auch gegessen. Seither gehört er bei mit zum "Standard", auch deshalb, weil ihn viele Sammler einfach stehen lassen.... Die hier gezeigten Exemplare sind absolut typisch und für ein Pilzbuch geeignet - allerdings fällt die Intensität der violetten Färbung durchaus unterschiedlich aus. Typisch ist übrigens immer der leicht parfümiert anmutende Geruch (wenn denn wirklich noch leichte Unsicherheiten nach der Optik bestehen).

    Guten Appetit!