Beiträge von antoff

    Liebe Pilzfreunde,

    folgende Psathyrella habe ich Mitte letzter Woche auf einem Birkenästchen in einem Laubwald entdeckt. Bei meinen Bestimmungsversuchen bin ich nun auf Psathyrella spadiceogrisea - der frühe Faserling - gekommen und wollte Fragen, ob die Bestimmung tatsächlich hinkommen könnte. Die Hüte der 6 Fruchtkörper waren schon fast alle recht ausgeblasst, vielleicht sind sie trotzdem noch einigermaßen aussagekräftig.

    Die Sporen maßen zwischen 7-9 µm x 4-5 µm.

    Viele Grüße und schon einmal vielen Dank

    Matthias


    Hallo Pablo,

    vielen Dank für deine Einschätzung und die weiteren Erläuterungen. Sie sind wirklich sehr hilfreich. Bei deinen Mikrobildern kann ich schon nachvollziehen, wie man Inkrustierungen an den Hyphen erkennt. Bei meiner Aufnahme will mir das dann doch nicht so recht gelingen, was natürlich auch an der Qualität der Aufnahme liegt.

    Ja, der Knackpunkt ist nun tatsächlich, ob es eine Loreleia ist. Zu Rickenella passende Zystiden habe ich tatsächlich nicht gefunden (kann natürlich auch an meinen Mikrofähigkeiten liegen), Zumindest bin ich froh, dass ich den Pilz noch einmal gefunden habe und die Hinweise auf Loreleia stärker werden.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Liebe Pilzfreunde,

    auch auf die Gefahr hin, zu nerven, starte ich einen neuen Versuch mit einem kleinen orangefarbenen Pilz.

    im Juni hatte ich schon einmal einen orangefarbenen Pilz vorgestellt, der letztendlich nicht bestimmt werden konnte. Hier der Link: Orangenabeling

    Ich war heute an der selben Stelle noch einmal und habe bestimmt wieder an die 10 Fruchtkörper in der Nähe von Lebermoos gefunden. Pablo hatte den Vorschlag gemacht, dass es sich um eine Rickenellaart handeln müsste.

    Ich habe heute noch einmal einen Pilz versucht, zu mikroskopieren und irgendwie bleibe ich doch wieder an Loreleila marchantiae oder L. postii hängen. Die Sporen ähneln diesmal mehr denjenigen, die Pablo in den verlinkten Beitrag gestellt hatte.

    Cheilozystiden konnte ich wiederum nicht finden und die für Rickenellaarten typische "Hutbehaarung" konnte ich nicht ausmachen.

    Auch die Maße der Sporen war diesmal etwas kleiner, so zwischen 7-9µm, die meisten um die 7,5µm; die Breite war zwischen 4 und 5 µm..

    Das letzte Mikrobild ist von der Huthaut. Ich hatte gelesen, dass die Huthautzellen bei Loreleila marchantiae gelblich inkrustiert sein sollen. Nun ja, gelblich sieht es ja aus...

    Vielleicht könnt ihr noch einmal rüberschauen.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Matthias


    Hallo Pilzela,

    ja, der sieht tatsächlich nach einem Schwefelporling aus. Hier ein Link, wo auch ein Rezeptvorschlag steht:

    Schwefelporling, Eierporling, Gemeiner Schwefelporling, Laubholzschwefelporling (LAETIPORUS SULPHUREUS)

    Allerdings kommt es wohl tatsächlich darauf an, dass er auf keinem "giftigen" Baum gewachsen ist. So steht es auch auf der verlinkten Seite, dass Schwefelporlinge nicht gegessen werden sollten, wenn sie auf Eibe wachsen.

    Viele Grüße

    Matthias

    Hallo Pablo,

    vielen Dank für deine Rückmeldung und Bestätigung. Ich denke, dass es sich dann tatsächlich um Artomyces pyxidatus handeln muss. Bei mushroomobserver.org habe ich mal für die Region Neu Mexiko geschaut, was Pilzsucher dort für korallenartige Pilze gefunden haben. Und zumindest scheint die verzweigte Becherkoralle dort häufiger vorzukommen.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Liebe Pilzfreunde,

    vor ein paar Tagen bin ich aus dem Urlaub zurückgekehrt. Ich hatte meinen Bruder in Neu Mexiko besucht und bei diversen Wanderungen, die wir gemacht haben, konnte ich mich natürlich nicht zurückhalten und habe immer mal wieder nach Pilzen Ausschau gehalten. Ein paar von ihnen würde ich euch gerne zeigen und fragen, ob meine Bestimmungen zutreffen oder nicht.

    Bei dem nun folgenden Pilz meine ich, dass es sich um die verzweigte Becherkoralle - Artomyces pyxidatus - handeln könnte. Sie wuchs in einem waldigen Gebirgsgebiet an einem umgefallenen Stamm einer Espe. Die Fotos sind so naja, aber ich meine, dass man an den Spitzen die etwas "eingesenkte" Becherstruktur erkennen kann.

    Könnte die Bestimmung so hinhauen oder reichen die Merkmale, die man auf den Fotos sieht, nicht aus?

    Schon einmal vielen Dank und viele Grüße

    Matthias


    Hallo Pablo,

    vielen Dank für deine weiteren Erklärungen. Heute bin ich noch einmal bei der Fundstelle gewesen, und du hattest recht: Auf der Kruste war tatsächlich reichlich Sporenpulver abgelagert. Der Pilz, der auf deinen Fotos zu sehen ist, sieht wirklich recht ähnlich gefärbt aus. Ich werde auf jeden Fall den Pilz im Auge behalten. Es ist schon ganz spannend, wie er sich in relativ kurzer Zeit verändert.

    Viele Grüße

    Matthias

    Hallo Pablo,

    vielen Dank für den Hinweis auf Ganoderma pfeifferi (der kupferrote Lackporling; habe gegoogelt :))

    Beim Drucktest der Kruste hatte ich allerdings nicht den Eindruck, dass dort Sporen kleben geblieben wären; kann mich allerdings auch täuschen) Auf einem Foto, das ich allerdings so zwei Wochen vorher aufgenommen hatte, sieht man eine Art harzige Flüssigkeit austreten. Wäre das ein Hinweis auf den harzigen Lackporling oder können das andere auch?

    Viele Grüße

    Matthias


    Liebe Pilzfreunde,

    nun sind es gut drei Wochen her, dass ich den Porling gefunden habe. Gestern war ich noch einmal an der Stelle und er hat sich tatsächlich (nun, Zweifel gab es ja eigentlich nicht) zu einem wohl eindeutigen harzigen Lackporling entwickelt. Die Ränder gaben auf Druck nach und auch die harzige "Kruste" gab beim Drücken nach.

    Hier die Bilder (etwas blasse Farben, da die Stelle im Wald recht dunkel ist)

    Viele Grüße

    Matthias

     

    Hallo Pablo,

    klasse, vielen Dank für deine Bestätigung. Du hast recht, die feine Bereifung kann man wirklich gut erkennen. Nur schade, dass ich dies nicht mehr an dem orangefarbigen Pilz überprüfen konnte.

    Viele Grüße

    Matthias

    Liebe Pilzfreunde,

    den organgenfarbigen Pilz aus dem letzten Beitrag Orangenabeling habe ich leider nicht mehr wiedergefunden.

    Neben der Hitze und Trockenheit ist leider auch irgendein traktorähnliches Gefährt über die Fundstelle gefahren.:grrr:

    Auf der Suche nach der richtigen Art habe ich mir natürlich alle möglichen Rickenella-Arten angeschaut. Am selben Tag von dem Fund des orangenen Pilzes hatte ich auch einen anderen kleinen graufarbigen Pilz gefunden, den ich nicht richtig einordnen konnte und eigentlich hier auch nicht vorstellen wollte. Als ich mir allerdings den blaustieligen Heftnabeling - Rickenella swartzii - anschaute, dachte ich mir, dass ich den doch schon einmal gesehen hatte.

    Deshalb stelle ich den Pilz nun doch ein mit der Frage, ob es tatsächlich der blaustieleige Heftnabeling sein kann.

    Der Stiel ist zwar nicht so blau wie auf anderen Fotos, am unteren Bereich der Lamellen kann man die blaue Farbe jedoch erkenn.

    Vielen Dank schon einmal und viele Grüße

    Matthias

    Hallo Easy,

    ja, ich denke, dass du bei den Perlpilzen richtig liegst. Auch der Scheidenstreifling ist einer, vielleicht der rotbraune Scheidenstreifling.

    Dein Birkenpilz, den Sabine ja schon bestimmt hat, könnte vielleicht Leccinum Variicolor sein. Das Farbverhalten sieht zumindest ähnlich aus.

    rotbraunerscheidens.htm

    Viele Grüße

    Matthias

    Hallo Pablo,

    super, vielen Dank für die weiteren Hinweise, worauf ich bei Rickenella und Loreleila achten muss. Ich hoffe, dass ich am Samstag Glück haben werde. Wenn nicht, werde ich die Stelle auf jeden Fall im Auge behalten. Irgendwie hat mich nun bei diesem Pilz der Ehrgeiz gepackt, ihn näher einordnen zu können.

    Viele Grüße

    Matthias

    Hallo Pablo,

    erst einmal muss ich noch loswerden, dass ich wirklich sehr beeindruckt bin, über welch breites Pilzwissen du verfügst, und wie du dieses Wissen über das Forum teilst, ist ganz toll und wirklich sehr hilfreich.

    Leider habe ich von dem Fund kein Exsikkat gemacht, so dass ich erst einmal keine weitere Untersuchungen anstellen kann. Vor Samstag werde ich die Stelle, an der die Pilze wuchsen, nicht mehr aufsuchen können. Vielleicht habe ich ja Glück, aber bei der erneuten Trockenheit und Hitze sehe ich etwas schwarz.

    Rickenella pseudogrisella ist ein interessanter Tipp; ich habe allerdings die Pilze im Westmünsterland gefunden und mein Fundort ist dann wahrscheinlich zu weit südlich. Auch die orangenen Farben meines Pilzes scheinen zu ihm nicht richtig zu passen.

    Tja, ich hoffe mal, dass am Samstag noch ein Pilz steht, ansonsten wird es wohl schwer.

    Viele Grüße

    Matthias

    Hallo Pablo,

    vielen Dank für deine Einschätzung und die Mikrobilder. Du hast recht, deine Sporen sehen tatsächlich etwas gedrungener aus. Schwieriger Fall, denn meine Sporenmaße scheinen mir nicht zu Rickenella zu passen. Die kleinsten Sporen, die ich bei meinem Pilz gefunden habe, waren um die 8,5 µm und selbst das wäre wohl, soweit ich das herausfinden konnte, für Rickenella noch zu groß.

    Die Basidienform meines Pilz ähnelt finde ich schon etwas den Basidien auf deinem Foto. Ich hänge noch einmal Fotos der Basidien an (Qualität ist so naja).

    Viele Grüße

    Matthias

    Liebe Pilzfreunde,

    diese kleinen orangenfarbenen Pilze habe ich am Wochenende an einem steinigen Waldweg am Rand zwischen Lebermoos gefunden. Zuerst dachte ich an den Heftelnabeling, es kamen mir aber schon die Lamellen etwas unpassend vor.

    Ich habe einen (sie wuchsen einzeln auf einer Weglänge von ca. zehn Metern; insgesamt gab es ungefähr 6 Fruchtkörper) mit nach Hause genommen und die Sporen und eine Lamelle mikroskopiert.

    Die Sporen maßen so um die 8,5-10,5 µm (mit gelegentlichen Ausreißern um die 12,5µm. Breite war zwischen 4,5-6 µm. Außer Basidien habe ich keine weitern Zystiden gefunden, was ja ebenfalls für die Gattung Loreleila sprechen soll. Kann mir jemand sagen, ob soweit meine Bestimmung stimmt?

    Vielen Dank schon einmal und viele Grüße

    Matthias


    Hallo Pabko,

    toll, vielen Dank für deine Bestätigung und die weiteren Erklärungen. Ich habe gar nicht gewusst dass der Eichenfilzröhrling nun in die Gattung Hortiboletus gehört. Da werde ich mal weiter nachj Informationen suchen.

    Viele Grüße

    Matthias

    Liebe Pilzfreunde,

    leider sind die Fotos etwas suboptima, die ich von diesem Filzröhrling heute aufgenommen habe. Zuerst dachte ich bei dem Fund an eine Ziegenlippe, im Fleisch der Stielbasis habe ich allerdings orangen.rote Punkte entdeckt, die ja anscheinend auf den Eichenfilzröhrling - Xerocomus engelii -hinweisen. Meine Frage ist nun, ob diese Punkte auch noch bei anderen Filzröhrlingen auftauchen können.

    Gefunden habe ich ihn am Waldrand eines Laubwaldes. Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe. Viele Grüße

    Matthias

    Hallo Pablo,

    toll, vielen Dank für die Erklärungen zu der Bereifung bei Porlingen. Ich muss einfach noch viel mehr Funderfahrungen machen, um bestimmte Merkmale besser einschätzen zu können.

    Wenn sich der Porling weiter entwickelt hat, werde ich ein Update geben.

    Viele Grüße

    Matthias

    Hallo Veronika,

    ein tolles Foto hast du da gemacht. Ich werde versuchen, in den nächsten Tagen noch einmal die Gruppe zu finden. Vielleicht haben sie sich ja dann (wenn es Rüblingsgallen sind) so quellend entwickelt. :)

    Viele Grüße

    Matthias

    Hallo Schleimchen,

    sicher bin ich mir zwar nicht, aber vielleicht könnte dein Pilz in Richtung des orangegelben Scheidenstreifling gehen. Zumindest erkennt man eine gelblich-orangene Natterung am Stiel.

    Nun, ist nur so eine Idee. orangestreifling.htm

    Viele Grüße

    Matthias


    P:S Ha, sehe erst jetzt, dass du ihn schon vorgeschlagen hast und Harry hat ja auch schon geantwortet. :)

    Hallo Harry,

    vielen Dank für deinen interessanten Link. Ja, mein Pilz sieht tatsächlich recht ähnlich aus. Ich werde ihn auf jeden Fall weiterhin beobachten und beim nächsten Mal auch den Drucktest machen, von dem in deinem Beitrag die Rede ist.

    Viele Grüße

    Matthias

    Liebe Pilzfreunde,

    ich würde euch gerne ein Foto von einer kleinen Waldfreundrüblingsgruppe (meine zumindest, dass es Waldfreundrüblinge sind) zeigen. Es geht mir dabei um die weißlichen "Aufstülpungen", die man auf den Hüten sieht. Könnten das Rüblingsgallen -Syzygospora - sein? Die können ja, wenn sie weiterwachsen, ganz schön bizarre Formen bilden. Oder gibt es eine andere Erklärung?

    Schon einmal vielen Dank und viele Grüße

    Matthias

    Hallo Pablo und Peter,

    ja, auf jeden Fall werde ich den Fund begleiten. In dem Wald, in dem er wächst, bin ich recht häufig unterwegs, so dass die Begleitung kein Problem sein sollte.

    Vielen Dank Pablo für deine weiteren Erklärungen und deine Einschätzung, dass es der harzige Lackporling sein könnte. Das könnte tatsächlich in die Richtung gehen. Ich hatte vergessen zu schreiben, dass die Porenoberfläche (ich habe kurz mit dem Fingernagel ein Stück eingeritzt) ähnlich wie der flache Lackporling "beschreibbar" ist, also dunkle Striche hinterlässt. Könnte das auch ein Hinweis auf den harzigen Lackporling sein?

    Viele Grüße

    Matthias