Beiträge von Sepp

    Hallo Dubmosphere ,


    ich würde hier auch Espenrotkappen sehen. Dazu folgender Hinweis/Tipp: Zumindest jüngere Exemplare der Espenrotkappe kannst Du im Feld auch erkennen, ohne auf die Bäume oder das am Boden liegende Laub achten zu müssen. Jüngere Espen-Rotkappen haben nämlich einen rein weißen Stiel, da sie weiße Schuppen haben und der Stiel auch weiß ist. Daher ergibt sich zwischen der Farbe des Stieles und der Stielschuppen kein Kontrast, der Stiel erscheint also völlig weiß. Erst bei älteren Exemplaren oder wenn am Stiel schon mehrfach herum gegriffen wurde, werden auch bei der Espenrotkappe die Schuppen bzw. der Stiel dunkler. Wenn Du also im Wald eine jüngere, unberührte Rotkappe mit komplett weißem Stiel findest, kannst Du sie getrost als Espen-Rotkappe abhaken. Sie wird ja unter anderem auch Weißstielige Rotkappe genannt. Bei den anderen Rotkappen-Arten verhält es sich etwas anders.


    LG Sepp

    Hallo Daniel,


    ich bin zwar nicht Matthias, möchte Dir aber trotzdem antworten.


    Es gibt eine Weisheit von Paracelsus, die da lautet: "Die Dosis macht das Gift". Um die Gesundheit zu erhalten, sollte man daher alles was man isst, in üblichen, nicht zu üppigen Portionen (Mengen) zu sich nehmen ohne zu übertreiben und auch nicht an mehreren Tagen hintereinander immer dasselbe, sondern für Abwechslung sorgen.

    Das gilt grundsätzlich für alle Speisepilze und andere Nahrungsmittel und sollte eigentlich jedem Menschen mit gesundem Hausverstand einleuchten.


    LG und guten Rutsch

    Sepp

    Hallo Thiemo,


    für mich ist das eindeutig Tricholoma vaccinum, ich kenne die Art aus eigener Anschauung aus meinem Sammelgebiet. Typisch sind u.a. auch die mit zunehmendem Alter der Fruchtkörper an den Lamellen auftretenden rotbräunlichen Flecken bzw. Verfärbungen. Bei dem Exemplar links mit sichtbarer Hutunterseite lassen sich diese bereits erkennen.


    LG Sepp

    Hallo,


    deine "Studiofotos" finde ich in diesem Fall völlig ausreichend und mit deiner Bestimmung Samtfußrübling und Judasohr liegst Du völlig richtig.


    Samtfußrüblinge müssen nicht immer einen deutlich samtig-dunklen Stiel haben, vor allem bei jüngeren Exemplaren ist dieses Merkmal oft noch nicht deutlich ausgeprägt.


    VG Sepp


    PS: Sepp: gibt es einen Link, welche Literatur man zu dieser Prüfung Lernen/durcharbeiten muss? Bin ein Zu Hause Lerner.... DANKE,

    Hallo Alex,


    einen Link zum Prüfungsstoff bezügl. Pilzberater in Österreich gib es leider nicht, aber zuhause und bei eigenen Touren im Wald zu versuchen, sich zunächst einmal so viel Wissen wie möglich als Autodidakt selbst beizubringen ist schon mal gut. Ein halbwegs gutes Bestimmungsbuch reicht fürs Erste, eventuell ein weiteres, das besonders auf Giftpilze und Vergiftungssyndrome und alles damit Zusammenhängende eingeht (z.B. von Flammer).

    Weiters ist es natürlich von Vorteil, wenn man sich eventuell in seiner heimatlichen Umgebung zur Unterstützung bzw. zur Erweiterung seines Pilzwissens an einen Profi wenden kann oder die Teilnahme an Pilzlehrwanderungen/Exkursionen/Vorträgen , falls es in deiner Umgebung so was gibt.


    Abgesehen davon ist es so, dass im Rahmen der jährlichen Seminarwoche der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Pilzberater auch ein Vorbereitungskurs/Intensivkurs für jene Teilnehmer, welche die Pilzberaterprüfung ablegen wollen, angeboten wird. Da wird der ganze Prüfungsstoff in Theorie und Praxis, angefangen von rechtlichen Dingen bezüglich des Pilzesammelns (Forstgesetz) über Pilzvergiftungen bis hin zur Systematik durchgegangen. Und es gibt nach jeder theoretischen Einheit einen praxisbezogenen Teil mit Bestimmungsübungen (Didaktik) im Feld (Wald), wo das Erkennen/Erklären/Bestimmen von Pilzen geübt wird, um das Pilzwissen bzw. die Artenkenntnis zu erweitern bzw. zu festigen.

    Zum Ende der Seminarwoche findet dann die Prüfung statt.


    LG Sepp

    Hallo Alex,


    diese Fragen wurden auch schon einmal im Österreichischen Pilzforum gestellt und von mir beantwortet, ich versuche dazu hier einen Link zu setzen:


    Pilzberater in Österreich - Fragen - Pilze- und Schwammerlgeplauder - Österreichisches Pilzforum - Pilzforum.at


    Die Pilzberater der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Pilzberater kann man meines Erachtens schon als Pendant der deutschen PSV bezeichnen. Meines Wissens gibt es aber den Unterschied, dass es in manchen deutschen Bundesländern sowohl Pilzsachverständige als auch Pilzberater gibt. Da müssen die PSV auch Kenntnisse in der Pilzmikroskopie haben, z.B. für Krankenhausdiagnostik, während Pilzberater nicht mikroskopieren können müssen.


    Bei den österreichischen Pilzberatern sind Kenntnisse der Pilzmikroskopie auch nicht erforderlich. Ansonsten ist das Profil zwischen Pilzberater/Österreich und PSV/Deutschland meinen Informationen nach ziemlich identisch.


    VG Sepp

    Hallo Max ,


    deinen Fund halte ich definitiv für Ritterlinge (Tricholoma spec.), man sieht ja u.a. bei den umgedrehten Exemplaren auch die aufsteigend ausgebuchtet angewachsenen Lamellen, also den für Ritterlinge typischen "Burggraben".


    VG Sepp

    Hallo Michael,


    ich sehe es ein bisschen anders als die Vorschreiber, obwohl die Stiele abgeschnitten sind, kann man auf den verbliebenen Teilen auf allen Fotos eine Natterung erkennen und auf dem letzten Foto zeigt die Hutoberflächenstruktur eindeutig eine Art aus der Gattung der Riesenschirmlinge (Macrolepiota).


    VG Sepp

    Hallo,


    junge Riesenschirmlinge (je nach Art) können durchaus auch einmal so dunkel und ohne deutlich erkennbare Natterung daher kommen, habe selbst auch schon solche gefunden und Fasching Franz liegt daher meines Erachtens grundsätzlich richtig.


    VG Sepp

    Hallo,


    das ist schon ein Riesenschirmling (Macrolepiota), solche Exemplare mit rosafarbener Unterseite fand ich auch schon ab und zu, kommen aber nur selten vor. Bei meinen Funden waren allerdings nur die Lamellenschneiden rosa gefärbt, die Lamellen waren wie im Normalfall weißlich-creme.


    Beim gezeigten Fund dürften auch nur mehr oder weniger die Lamellenschneiden rosa sein, am 2. Foto rechts oben ( auf der ca. 14 Uhr Position) kann man meines Erachtens weißliche Lamellen erkennen. Auch links auf ca. 9 Uhr lassen sich helle Lamellen erahnen.


    Ob es sich bei solchen Exemplaren um eine spezielle Art oder Varietät handelt, weiß ich allerdings nicht.


    VG Sepp

    Hallo Benjamin !


    Ich denke, mit dem Ringlosen Hallimasch (Armillaria tabescens) und dem Weißen Büschelrasling (Leucocybe connata) liegst Du richtig.


    VG Sepp

    Hallo Joe !


    Für mich sieht das auch mehr nach einem Wurzelnden Bitterröhrling (Caloboletus radicans) aus und der bittere Geschmack spricht ja eigentlich schon für sich.


    Beim Silberröhrling (Butyriboletus fechtneri) ist der Stiel in der Regel in der unteren Hälfte mehr oder weniger rötlich überhaucht oder weist eine Art rötliches Band auf und das Fleisch ist im Bereich der Stielbasis rosabräunlich (wie ich es auch von anderen Butyriboletus-Arten kenne), ansonsten blassgelb (beim WuBi eher weißlich bzw. nur teilweise blassgelb.


    Bei jüngeren Exemplaren lässt sich nach meinen Beobachtungen noch ein weiterer Unterschied erkennen: Beim Silberröhrling erscheinen die Röhrenmündungen/Poren nach meinen Wahrnehmungen in einem etwas kräftigeren/wärmeren Gelbton, während sie beim Wurzelnden Bitterröhrling einen etwas fahleren/kühleren Gelbton aufweisen.


    LG Sepp

    Hallo,


    der hört genau genommen auf den Namen Olivbrauner Safranschirmling (Chlorophyllum olivieri). In jenen Nadelwäldern, wo er vorkommt, sprießen mitunter große Trupps mit unzähligen Exemplaren aus der Nadelstreu.


    LG Sepp

    Hallo Karola,


    diese Holzbewohner sind zwar nicht so meine Stärke, aber ich denke, das könnte ein Tannenfeuerschwamm (Phellinus hartigii) oder so was ähnliches sein. Da meldet sich vielleicht noch ein Experte.


    Gruß Sepp

    Hallo,


    der gehört in die Gruppe der knollenblätterpilz-artigen Pilze oder auch Wulstlinge genannt (Gattung Amanita). Es handelt sich um ein jüngeres, also noch nicht ganz aufgeschirmtes Exemplar des Fransigen Wulstings (Amanita strobiliformis).


    LG Sepp

    Mich wundert halt der Gold-Röhrling, weil das ein strenger Begleiter von Lärchen ist. Hätte nie gedacht, dass ich den unter Birken finden kann.

    Hallo Marie,


    in ein einer Symbiose mit Birke wächst der auch nicht, da hast Du bestimmt in der Nähe irgendwo eine Lärche übersehen oder sie wurde vor nicht allzu langer Zeit umgeschnitten.


    LG Sepp

    Hallo Andy,


    einige schöne Funde zeigst Du wieder, ein paar davon hat Pablo bereits korrigiert und das sehe ich genau so. Zusätzlich fällt mir aber noch auf, dass meines Erachtens auch mit den von Dir gezeigten "Echten Knoblauchschwindlingen" (Nr. 3) etwas nicht stimmt und in Deinem letzten Posting hast Du ja auch eine diesbezügliche Unsicherheit angedeutet, wenn ich es richtig verstanden habe.

    Für Mycetinis alliaceus sind die Stiele insgesamt zu dunkel (schwärzlich), der Echte Knoblauchschwindling hat zumindest im oberen Bereich einen etwas helleren, rotbräunlichen Stiel und auf dem zweiten Bild, wo man die Hutunterseite sieht, passt m.E. die Lamellenstruktur (Anordnung der Lamellen) nicht zu M. scorodonius. Beim echten Knoblauchschwindling sieht das ein bisschen anders aus.Meiner Meinung nach handelt sich bei diesem Fund weder um M. scorodonius noch um M. alliaceus, sondern um eine andere Schwindlingsart.


    In meinem Sammelgebiet sind übrigens beide Knoblauchschwindlings-Arten häufig anzutreffen.


    LG Sepp