Beiträge von Sepp

    Hallo Andy,


    was Fund Nr. 1 betrifft bin ich da bei Matthias. Das ist für mich eindeutig ein Narzissengelber Wulstling (Amanita gemmata) und kein Amanita citrina. Vielleicht hattest du da bei der Geruchswahrnehmung ein Problem mit deiner Nase oder du hast dir den Geruch (ohne dir boshaft etwas unterstellen zu wollen) vielleicht nur eingebildet, weil du zu sehr auf Amanita citrina fixiert warst (Wunschdenken).

    Und ganz so jung ist das Exemplar auch nicht mehr, immerhin hat sich die Verbindung des Teilvelums bereits gelöst und der Hut ist schon leicht aufgeschirmt.


    LG Sepp

    Was die Steinpilze betrifft, da kommen beide Arten vor. Woran machst du B. reticulatus fest? Vielleicht bleibts bei mir auch mal hängen...

    Hallo Matthias,


    ...vom Gesamteindruck des Bildes/Fundes her + Erfahrungswert. Meine "Pilzlerlaufbahn" ist nun schon ein paar Jahrzehnte alt und ich habe in dieser Zeit schon jeweils hunderte Exemplare von B. aestivalis u. B. edulis in allen Altersstufen und Ausprägungen gesehen und in der Hand gehabt. Da bekommt man mit einem scharfen Auge im Laufe der Zeit einen Blick für gewisse Unterschiede.

    Das muss aber nichts heißen, ich kann mich bei deinem Fund natürlich auch irren und oft täuschen auch Bilder, je nach Fotoqualität. Vom Aussehen her mit der eher matten Hutoberseite und dem etwas bräunlich genetzt erscheinenden Stiel halte ich aber einen Sommersteinpilz tendenziell für wahrscheinlicher, so mein persönlicher Eindruck.


    LG Sepp

    Hallo Tho.Ge !


    Ich bin ebenso der Ansicht, dass es sich hier um eine Art aus der Gattung der Faserlinge (Psathyrella spec.) handelt. Die sind grundsätzlich harmlos. Kinder im von Dir angegebenen Alter neigen aber bekanntlich dazu, sich dauernd alles mögliche in den Mund stecken wollen.

    Sobald Du es den Kindern verständlich beibringen kannst, solltest Du sie, wie schon von Veronika Weisheit erwähnt, eindringlich darauf hinweisen, dass man nicht gleich alles, was in der Natur so vorkommt, einfach ungefragt in den Mund stecken darf. Bis der Nachwuchs soweit ist, um dies zu verstehen, wäre es vielleicht sinnvoller, die Fruchkörper einfach abzusammeln und für die Kinder unerreichbar zu entsorgen.


    Der eigentliche Pilz, das Myzel, befindet sich unterirdisch bzw. im Holz verborgen und baut im Laufe der Zeit alte Wurzel- und/oder Holzreste ab und wandelt sie in wertvollen Humus um. Deinem Garten schadet der Pilz also nicht, er ist eher nützlich.


    LG Sepp

    Hallo Matthias,


    schöne Fundpalette, deine fragliche Nr. 3 im ersten Beitrag ist ein Perlpilz, der sieht nur ziemlich blass aus, die Nr. 5 teilweise aber auch, und die Nr. 19 in Beitrag 2 würde ich für einen Sommersteinpilz halten.


    LG Sepp

    Hallo Baumi u. Andy,


    meinem Eindruck nach handelt es hier um einen Flockenschüppling und ich würde den in Richtung Buchenwald- bzw. Bucheckern-Flockenschüppling (Flammulaster carpophilus) verorten.


    LG Sepp

    Hallo Jens,


    so leicht, wie Du meintest, wars auch wieder nicht. Ich hatte die Art noch nie in der Hand, geschweige denn selbst gefunden und kenne sie nur aus der Literatur und aus dem Internet.

    Steht auf meiner Fund-Wunschliste.


    LG Sepp

    Hallo,


    erstmal willkommen im Forum.


    Nun, in Neuseeland können auch ganz andere Pilzarten vorkommen als in Europa. Diesen Fund würde ich aber für Rosablättrige Egerlingsschirmlinge (Leucoagaricus leucothites) halten, die es bei uns auch gibt. Der sollte aber auch einen Ring haben, welcher beim rechten Exemplar fehlt, er dürfte abhanden gekommen sein. Beim linken, jungen Exemplar meine ich einen Ringansatz beim Übergang vom Hutrand zum Stiel zu erkennen.


    LG Sepp

    Hallo Bernd,


    ich halte deinen Fund auch für einen Schwindling und zwar für den langstieligen/saitenstieligen Knoblauchschwindling (Mycetinis alliaceus). Allerdings ist deine Geruchsangabe (geruchlos) irritierend.


    Du solltest den Pilz eine Zeit lang zum anwärmen in der Hand halten und an den Lamellen rubbeln. Wenn du ihn danach an die Nase hältst, sollte sich ein knoblauchartiger Geruch bemerkbar machen.


    Kälte und Nässe können Pilzgerüche unterdrücken, dann lässt sich der Geruch meistens durch anwärmen und rubbeln am Fruchtkörper quasi "hervorkitzeln".


    VG Sepp

    ....Ich hab allerdings einen anderen Beitrag hier gefunden mit Detailbildern und ich denke, dass der Dicke mit großer Sicherheit ein Panther ist....

    Hallo,


    also mal abgesehen davon, dass du hier einmal von einem "Dicken" rechts und einmal von einem "Dicken" links sprichst, darf ich dir folgendes mitteilen:


    Das linke und das mittlere Exemplar auf den ersten beiden Fotos sowie das Einzelexemplar auf dem letzten Bild sind Graue Wulstlinge.

    Das zeigen abgesehen von anderen Merkmalen schon mal die grauen, unförmig angeordneten Velumreste ("Velumfetzen") auf dem Hut. Pantherpilze haben weiße Velumreste, die (sofern nicht vom Regen abgewaschen) gleichmäßig über den Hut verteilt sind.


    Auch das schon etwas ramponierte Exemplar rechts mit dem dunkleren Stiel halte ich für einen grauen Wulstling. Die Stielfarbe kann variiren, die ist manchmal etwas heller und manchmal etwas grauer.


    Einen Pantherpilz sehe ich auf deinen Bildern jedenfalls nicht.


    LG Sepp

    Hallo,


    ich hatte es schon einmal erwähnt, die im Erstbeitrag gezeigten Exemplare sind für mich sicher Lachsreizker. Ich habe in meinem Sammelgebiet u.a. Mischwaldbereiche mit Fichten, Kiefern u. Weißtannen. Da hatte ich schon ein paar mal das Glück, alle 3 gängigen Reizkerarten, also Fichtenreizker, Kiefernreizker und Lachsreizker gleichzeitig anzutreffen. Die hatte ich alle schon zig fach in der Hand. Fichtenreizker mit so einer Zonierung gibt es nicht. Außerdem haben Lachsreizker grundsätzlich eine etwas kräftigere lachsorange Hutfarbe, was aber bei manchen Exemplaren durch die manchmal stärker ausgepräten, helleren Zonierungskreise etwas in den Hintergrund geraten kann. Und nicht zuletzt macht die Hutoberfläche beim direkten Vergleich mit dem Fichten- und Kiefernreizker stets einen glatteren Eindruck, beim Fichten- u. Kiefernreizker wirkt sie etwas rauer.

    Dass die Karedis auch Grünverfärbungen beobachtet haben wollen, lässt sich für mich damit erklären, dass es im Fundbereich möglicherweise auch Fichtenreizker gab und gesammelt wurden, diese auf den Fotos aber nicht zu sehen sind. Auf den Fotos sieht man ja auch keine Grünverfärbungen.


    LG Sepp

    Hallo Jörg,


    danke für den Hinweis/die Korrektur, das kommt davon, wenn man beim Bilder betrachten zu schlampig bzw. oberflächlich ist, auf die Huthaut hatte ich gar nicht so genau geachtet, jetzt sehe ich natürlich, dass sie für einen Birkenpilz viel zu stark übersteht und ein solcher daher natürlich nicht in Frage kommt. Meinen ersten Bestimmungsvorschlag bitte ich daher zu ignorieren.


    LG Sepp

    Hallo Dieter,


    der linke könnte auch ein junger Champignon sein, ebenso dürfte es sich bei den beiden kleinen Braunen in der Mitte vermutlich um junge Waldchampignons (Agaricus spec.) handeln.


    Pilzbestimmung ist oft schwierig und meist noch schwieriger, wenn man die fraglichen Pilze nicht selbst in Hand hat, sondern nur auf Fotos sehen kann. Bitte beachte daher, dass es bei Fernbestimmungen nur anhand von Fotos über diverse Medien keine Verzehrsfreigabe gibt, da es bei solchen Bestimmungsversuchen oft Unsicherheiten und Restzweifel gibt.


    Das ist eine Sicherheitsregel, die sowohl dem Schutz des Ratsuchenden als auch dem des Ratgebers dient und an die sich jedes seriöse Forenmitglied hält.


    Eine Essensfreigabe erhältst du daher nur, wenn du einen Pilzsachverständigen kontaktierst (aufsuchst), der deine Funde live sehen und beurteilen kann.


    LG Sepp