Beiträge von Porli

    Hallo Jens,

    bevor ich mich tiefer in die Welt der Pilze einarbeite brauch ich erst mal grundlegende Kenntnisse in der Pilzkunde und vor allem den Gattungen (makroskopisch) wie du sie hast.


    Vielen dank für deine Hilfe im Forum

    Porli

    Die nachfolgenden Bilder sind jetzt nicht von guter Qualität, mein Mikroskop ist nicht ausgestattet mit Kamera.

    Ich muss mit der Handylinse ganz nah an das Okular mit 10mm Schaulinse und versuchen ruhig zu bleiben um ein Foto zu machen.

    Wirklich scharf habe ich es nie bekommen, egal welches Handy/Smartphone oder Kamera, aber man kann

    in etwa erkennen was Sache ist. Die Vergrößerung vom Mikroskop ist 640 x


    Dieses Bild zeigt die Sporen von Pilz_1, der Pilz_8 hatte exakt die gleichen und kleinen Sporen, also oval bis mandelnförmig.




    Dieses Bild zeigt den Pilz_2, diese Sporen sind eher rund bis leicht oval. Hier erkennt man auch den Zellkern falscher Ausdruck,

    in der Pilzkunde nennt man den Punkt in der Spore den KEIMPORUS (musste ich nachlesen)




    Dieses Bild zeigt den Pilz_3, den Champignon, man erkennt hier gut den Keimporus.




    Jetzt kommt der Rote Heringstäubling, der Pilz_4, den hatte ich das erste mal in der Hand. Er riecht schon recht seltsam und hat auch

    noch andere interessante Merkmale aufzuweisen. Seine Sporen sind grob stachelig, auf dem Foto nicht so gut zu erkennen, aber

    am Mikroskop viel besser zu erkennen indem man immer etwas vor- und zurückzoomt, man erkennt dabei die

    Abstufungen von der Spore besser. Die Sporen sind auch viel größer als die von Pilz_1




    UND hier nochmal der Rote Heringstäubling. Unter dem Objektiv ist mir eine Spore vorbei geschwommen, die hatte in der Spore irgendwelche

    Einzeller die wie verrückt herumgeschwommen sind.

    Das können Bakterien sein, z.B. begeißelte (= feine Härchen um die Bakterie, damit können die schnell schwimmen).

    Also habe ich eine Stelle gesucht wo sich die Einzeller tummeln und habe eine gefunden.

    Das Video zeigt fünf Sporen als Haufen, man achte auf die unteren zwei Sporen, leider nur 10 Sekunden.

    Diese Aufnahme ist mit Vergrößerung 1000x mit Öl zwischen Objektträger und Objektiv.


    Video




    Dies war mein erster „Ausflug“ in die Welt der Pilzsporen, ich hoffe dem Einen oder Anderen Pilzsucher etwas Details

    von Pilzen zu ermöglichen, von denen ich bisher auch nichts gewusst habe.


    Grüße

    Porli

    Hallo Pilzfreunde,

    am Wochenende war ich im Mischwald um gezielt Lorcheln/Morcheln/Trompeten zu suchen, die ich in meinem

    ganzen Leben noch nicht gefunden habe. Na was soll ich sagen, wieder mal nix gefunden,

    zudem wars a__kalt und bin frustriert zurück gelaufen. Dabei dachte ich an das Absporen, das ich auch mal

    versuchen wollte, einfach aus Spaß wenn ich schon nichts zum schnippeln habe.

    Ich habe wahllos ein paar Pilze eingesammelt, die mir über den Weg gelaufen sind, egal ob giftig oder nicht.

    Das soll hier auch egal sein, ich möchte nur meinen Versuch vom Absporen dokumentieren.

    Zuhause habe ich aus Klebefolie Weiß/Schwarz einen Zebrastreifen gemacht. Die Stiele habe ich abgeschnitten und

    die Pilze verteilt auf dem Zebrastreifen. Ich habe das so belassen über Nacht an einem kalten und windstillen Ort.


    Pilz_1 : keine Ahnung

    Pilz_2 : keine Ahnung, irgend ein Trichterling

    Pilz_3 : ein Champignon, ich weiß nicht welcher

    Pilz_4 : Roter Heringstäubling vermute ich

    Pilz_5 : Blauer Lackpilz bzw. Violetter Lacktrichterling sollte das sein

    Pilz_6 : Stockschwämmchen vielleicht

    Pilz_7 : keine Ahnung

    Pilz_8 : vielleicht der gleiche wie Pilz_1 (gleiche Farbe beim absporen und genauso kleine Sporen)

    Pilz_9 : keine Ahnung

    Pilz_10: Braunkappe (ohne Absporung)





    Am nächsten morgen habe ich die Pilze weg genommen und daneben gelegt.

    Als ich den Roten Heringstäubling umdrehte kam mir eine heftige und beißende Prise in die Nase.

    Mir war das irgendwie unheimlich und habe alle Pilze gleich entsorgt.



    Hier noch ein Foto bei Tageslicht




    Ich war so überrascht dass alle Pilze so schön abgesport haben, und ich dachte gleich an mein Mikroskop, das ich

    vor vielen Jahren mal gebraucht habe für die Qualitätssicherung in der Lebensmittelbranche.

    Es ist ein einfaches, günstiges Mikroskop mit selbst gebautem Dunkelfeld. Die Dunkelfeldmikroskopie ist in dem Bereich

    zwingend notwendig um bestimmte Merkmale z.B. bei Bakterien zu erkennen.

    Also habe ich nach langer Zeit das Mikroskop wieder zusammengebaut/geschraubt.




    Das Sporenpulver hat sich an die PVC-Folie festgeklebt, also muss ich mit der Impföse und mit dest. Wasser

    die Sporen auflösen und ein wenig davon auf den Objektträger aufbringen.




    Jetzt noch einen kleinen Tropfen klares Wasser zum Sporenwasser dazu und das Deckblättchen auflegen.

    Diese Sporen sind sehr klein, so klein wie manche Bakterien, manche auch viel kleiner wie z.B. Zuchthefen.

    Deswegen das Deckblättchen, damit man den Tropfen platt drückt, und somit

    ein homogenes Blickfeld unter dem Mikroskop erhält.

    Ich finde es einfach nur genial wie die Natur überall eingreift um alles dem Erdboden gleich zu machen.

    Fotos sind nicht gut, war schon um 16.30 Uhr, halb dunkel.


    Foto von der Tour am Wochenende, weiß nicht mal wie der heißt.



    Ich hatte im November die Möglichkeit wieder mal durch die Wälder von Kärnten zu streifen

    Schöne Funde:thumbup:


    wir hatten im Urlaub auch mal was gefunden in Kärnten nähe Bad Kleinkirchheim, aber weit oben am Berg.

    Ich durfte auch nah dran, bis ich auf einen losen Stein am steilen Gelände gekommen bin.

    Diese Schnelligkeit ist schon beeindruckend, so schnell wie die weg war.



    Ich habe (noch) kein Dörrgerät, für das Lufttrocknen habe ich die besten Ergebnisse über einem Heizkörper die Pilzschnitten auf einem Siebrahmen ausgebreitet. Aber nicht direkt auf dem Heizkörper sondern 30cm darüber wo die Luft zu wirbeln beginnt.

    Ein Freund dörrt seine Pilzschitten in deinem Dörrgerät vor bevor sie in den Gefrierbeutel kommen, er sagt, dass die Schnitten dann nicht zusammenkleben und somit Handweise aus dem gefrorenen Beutel genommen werden können.


    Grüße

    Porli

    Vielen Dank,

    jetzt bin ich wieder um etwas schlauer.

    Je mehr ich hier stöbere im Forum, umso mehr treibt es mich in den Wald hinaus, auch mal nicht um nur zum sammeln.

    :photographer:

    Hallo Sammler,


    der Pilz soll nicht gegessen werden, Fliegen kreisen schon darum, aber das Fleisch

    ist noch fest. Die Frage ist ob eine Glucke als Baumpilz auftreten kann, wenn

    es eine Glucke ist.

    Das erste Bild zeigt die wahre Farbe, richtig sattes gelb, vermutlich wegen dem Alter


    Fundort: alte schwere Baumstämme die nicht zur Sägerei gebracht wurden und jetzt vor sich hin gammeln

    Geruch: pilzartig aber nicht so streng wie eine Marone

    Geschmack: nicht auffällig, neutral

    Fleisch: gelblich, fest


    Danke

    Porli




    Ich hab mir jetzt auch ein vernünftiges Pilzbuch bestellt,

    alles andere ist scheinbar nur raten mit dem GU-Führer 200 Pilze.


    EDIT: Und Fotos mache ich jetzt wieder mit meinem alten Nokia, das Samsung bescheißt mich

    immer wieder mit dem Autofocus.

    Ich nehme auch den ersten Namen, weil ich es nicht besser weiß.


    Ist ein alter GU-Führer von 2005, der Mönchskopf ist da gar nicht drin.


    Danke an Alle

    Porli


    nur der aufgestellte Rand ist etwas irritierend.

    Es gibt nicht viel Suchergebnisse zum Wollschwamm, wenn es denn einer sein sollte, darum stell ich es mal zum Begutachten ein.

    Und ich weiß auch nicht ob der Milch absondert, ich hab keinen aufgeschnitten, das war noch bevor ich dem Forum beigetreten bin.


    Danke

    Porli



    Danke Pablo,

    mir gings jetzt eher um die einfache Bestimmung von Stockschwämmchen direkt im Wald wenn es sowas mittlerweile gäbe

    wie Lackmuspapier für Säuren und Basen (jetzt mal als primitives Beispiel), also giftfrei ohne Amanitin.

    Könnte auch etwas komplizierter sein wie die Gram-Färbung bei Bakterien, idealerweise gleich als Set für die Jackentasche:)


    Aber vermutlich traut sich keiner einen Test für Amatoxine für den gemeinen Pilzesammler zu veröffentlichen der zu 100% funktionieren soll.

    Da wäre Insiderwissen von Vorteil um sich selbst etwas zusammen zu stellen.


    Aber es war nur eine Frage in den Raum gestellt, weil man hier bei der Bestimmung von Stockschwämmchen etwas verhalten ist,

    was ich durchaus nachvollziehen kann.


    Grüße

    Porli

    Ich habe auch viele Pilze getrocknet dieses Jahr. Zum ersten mal.


    Ist es ratsam die getrockneten Pilze zu Lagern und erst Pulver herzustellen wenn man es braucht?

    Ich weiß es jetzt auch nicht, ich sage es mal Stichpunktartig


    mitten im Wald


    frisch ausgebuddeltes Loch


    keine Toten zu entdecken


    Bevölkerung vom Schlachtfeld nicht anwesend


    hab mich nach den Fotos gleich verpisst =O


    Nordschwaben nicht Kanada




    Hallo Sammlergemeinde,

    ich bin auch schon Ü50 und bin mit meinem Vater schon als kleines Kind in die Schwammerl

    gegangen und ins Jungholz gekrochen. Ich bin gerne in der Natur, und schon als kleiner Junge

    habe ich lieber zweimal hingeschaut was da kreucht und fleucht.

    Ins Jungholz kriechen habe ich aber schon bald aufgegeben wegen den Zecken, die ich überhaupt nicht brauche.

    Die Faszination Natur ist gleichwohl interessant wie erschreckend, und wenn man in den „friedlichen Wald“ geht,

    und mal genauer hin hört wie sich die Vögel streiten können, dann wird man schnell wieder

    auf den Boden der Tatsachen geholt wie man ausgesetzt ist der Gesetzmäßigkeit der Evolution

    wo der STÄRKSTE gewinnt und das „Fressen und gefressen werden“.

    Ich weiß nicht wer sich dieses Konstrukt ausgedacht hat, aber ich bin überzeugt davon,

    dass das an einem feucht-fröhlichen Abend stattgefunden haben muss;)


    Es ist schon fast Tradition dass wir (ich und ein Schulfreund) jede Pilzsaison 2-3 mal in die Schwammerl gehen.

    Wir sind beide „Sicherheits-Sammler“ und sammeln nur die üblichen Schwämme

    und halt auch die eindeutigen Lamellenpilze wie Parasol/Schirmlinge/Tintlinge.

    Gerne würden wir auch Stockschwämmchen oder Reizger usw. sammeln, aber keiner von uns

    möchte die Verantwortung übernehmen uns zusammen im Krankenhaus wieder zu sehen samt Familie.

    Und wir bestätigen uns immer gegenseitig wenn wir lesen, dass Pilzgifte oft erst Tage nach Verzehr zur Wirkung kommen.

    Und Hut ab vor den Profis hier im Forum die ihr ganzes Wissen zur Verfügung stellen.

    Ich bin das erste Mal in einem Pilzforum, und bei den tollen Bildern hier, die es in keinem Pilzbuch gibt

    und den professionellen Hintergrundinformationen könnte man schon schwach werden,

    selbst Experimente zu machen (aber ich glaube eher nicht)


    Nun zum Schwammerl-Jahr das im nördlichen Schwaben einfach genial war.

    Man musste nicht mehr suchen, sondern nur noch raus in den Wald und sammeln.

    Da ich keine Pilze einfrieren kann habe ich begonnen die Pilze zu trocknen und bin

    auf der Suche im Net auf die Pilzforen gestoßen und mache gerade Tests

    mit dem tatsächlichen Schwund beim Pilze trocknen,

    oder dem Quellvermögen von Mischpilzpulver,

    oder der Extraktion von Geschmacksstoffen mit Fett vs.Wasser.

    Jedenfalls ist meine Pilzbutter aus Pilzpulver schon mal recht gut angekommen.


    Ich kann hier nicht behilflich sein bei der Bestimmung von Pilzen und bin eher

    für den Kaffeetratsch nützlich und verbleibe im Hintergrund als stiller Mitleser

    und bedanke mich für die tolle Hilfestellung von den Profis hier.

    So, ich schnippel jetzt die Ausbeute vom Feiertag:)


    Hier noch ein paar nette Pilzfreundschaften und Impressionen von heute.


    Grüße

    Porli