Beiträge von StephanW

    Hallo Proxima,

    diese felderig aufgerissene Huthaut ist ein Trockenschaden und gehört nicht zu den typischen Merkmalen des Pilzes. Um welche Art es sich genau handelt, lässt sich aufgrund dieser Fotos nicht klären. Man bräuchte noch ein Detailfoto von der Stielrinde und eines von einem Längsschnitt von ganz oben bis ganz unten, aufgenommen ca. 3 bis 5 Minuten nach dem Durchschneiden, damit auch Verfärbungen dargestellt werden. Freilich ist hier der Birkenpilz wahrscheinlich.

    FG

    StephanW

    Ich hätte die banale Erklärung, dass momentan extrem viele Steinpilze unterwegs sind, logischerweise dann auch mehr bereifte als sonst.

    Dass man bei Regenwetter weniger bereifte Steinpilze sieht, könnte man dadurch erklären, dass die Regentropfen die Bereifung "glattbügeln".

    FG

    StephanW

    Hallo Wolverine,

    auf keinem deiner Bilder habe ich einen Nelkenschwindling gesehen. Nelkenschwindlinge haben keine rosafarbenen Lamellen. Wie du ganz richtig sagst, passt auch die Wuchsweise nicht zum Nelkenschwindling. Dagegen sind zwei vermutlich giftige Risspilze dabei, das sind die mit den grauen Lamellen. Was unten in der Plastikschale noch so alles ist, weiß man nicht.

    Daher kann mein Rat an dieser Stelle nur lauten: nur die Birne essen, aber nicht die Pilze.

    FG

    StephanW

    Hallo Andy,

    den Täubling mit dem blauen Ring an der Stielspitze nennt man auch Russula chloroides. Manche halten es für eine eigene Art, andere nur für eine Form von R. delica. Aber dein Rötling sieht im Vergleich mit der Eichel nicht wirklich riesig aus. Rötlinge mit hellgrauem Hut, die nach Mehl riechen, gibt es ja an die Hundert verschiedene.

    FG

    StephanW

    Hallo Joachim,

    Reif auf der Pilzoberfläche bedeutet, dass einige Endzellen der Huthaut oder der Stielrinde nicht glatt anliegend gewachsen sind, sondern gewissermaßen im rechten Winkel zum Rest der Oberfläche abstehen (Bruchteile von Millimetern, länger sind Endzellen nicht). Der Pilz hat also gewissermaßen kurze Haare auf der Glatze. Das ist eine Wuchslaune der Natur. Bei Steinpilzen kommt das gar nicht so selten vor. Am vergangenen Wochenende, als es Steinpilze zum jemanden damit totwerfen gab, hatten etliche davon einen grauweißlichen Reif auf dem Hut. Nach dem Abbürsten der Hutoberfläche war der Reif dann nicht mehr zu sehen, die Endzellen waren glattgebürstet.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    das habe ich auch schon mal gehört, dass Spitzbucklige Rauköpfe mit Pfifferlingen verwechselt wurden. Scheint immer mal wieder zu passieren und ist nicht so absurd wie es sich vielleicht anhört. Zumindest wachsen beide Arten durcheinander an den gleichen Stellen.


    Hallo Sabine,

    wie bist du an den Fall gelangt, und was genau war dein Rat? Ich bin auch PSV und wüßte sehr gern, wie du das gemanaged hast.


    FG

    StephanW

    Hallo,

    eine wirklich ausführliche Dokumentation, sehr gute Arbeit! Es handelt sich bei dem Pilz um Chlorophyllum rhacodes, den Garten-Safranschirmling. Nach Verzehr dieses Pilzes haben wohl schon einige Leute Verdauungsbeschwerden verspürt, weshalb diese Art nicht zum Verzehr empfohlen wird.

    FG

    StephanW

    Hallo leoniekaritz,

    das Pilzsammeln wird in Südtirol leider nicht so wie in Deutschland als Freizeitspaß angesehen, sondern als bitterer Ernst. Da hängen auch Familieneinkommen und Gewerbeexistenzen dran, dementsprechend ist die Stimmung. Was jetzt kommt, ist kein Witz: fahrt lieber ein paar Kilometer nach Österreich (das machen viele Südtiroler auch!), da geht es wesentlich entspannter zu. Vielleicht kann euch in eurem Hotel auch jemand beraten, was ihr vor Ort tun könnt. Aber in Südtirol einfach mal so in den Wald laufen und Pilze einsammeln ist leider nicht.

    Außerdem sind in den Dolomiten der Boden stramm kalkhaltig und die Nächte schon ziemlich kalt, ich schätze mal, dass da erheblich weniger Steinpilze und Maronen wachsen als im Teutoburger Wald. Die Hochzeit der Pfifferlinge dürfte in der zweiten Septemberhälfte auch eher schon vorbei sein.

    Edit: auf den Almwiesen werdet ihr jede Menge seltener Saftlinge und in den Wäldern eine Vielzahl unbestimmbarer, obschon wunderschöner Cortinarien, Korallen und Stachelinge finden (alles halt keine Speisepilze!).

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    der Flaschenstäubling wäre apikal (in der "Hutmitte", wenn man so will) leicht papilliert (hätte eine leichte Erhebung, wenn man so will). Daher würde ich das auch als Beutelstäubling ansehen. Die Form der Stacheln passt auch besser zum Beutelstäubling.

    FG

    StephanW

    Stinknormale Marone ist gut.

    Ich weiß doch gar nicht, was normal und was nicht, ist ! :wink:

    Hmmm, ooookay. Die Marone ist nach dem Fliegenpilz, dem Pfifferling, dem Champignon und vielleicht noch dem Steinpilz eigentlich der bekannteste Pilz, das war wahrscheinlich mit stinknormal gemeint.

    Aber eigentlich kommt es nur auf eines an: du kennst die Marone jetzt auch.:)

    FG

    StephanW

    Hallo Christine,

    d. h. der Pilzbestimmungs-App, die du verwendet hast, ist bei der Merkmalskombination Brauner Hut, Gelbe Poren und Netz am Stiel die Eichenrotkappe eingefallen8|. Das sagt über die App eigentlich alles und bestätigt das, was ich über sie schon gehört habe. Nimm die lieber nicht mehr.

    FG

    StephanW

    Nachdem ich mich durch die Datenbank hier gearbeitet habe, könnte es ein Eierwulstling sein,

    Hallo sille,

    da hast aber wirklich nicht genau hingeschaut, sonst wäre dir aufgefallen, dass deine Pilze ja gar keine Hautlappen an der Stielbasis haben so wie der Eierwulstling.

    Zur Identifikation deiner Pilze wäre noch wichtig, dass du einen groß werden lässt und dann die Lamellenfarbe prüfst oder am besten hier das Lamellenbild zeigst. Bleiben die Lamellen weißlich oder werden leicht rosa = Egerlingsschirmling, werden die Lamellen stark rosa und dann schokoladenbraun = Champignon.

    FG

    StephanW

    Hallo JackyO,

    was denkst du denn selber, welche Pilze es sind, wenn du den beiden Fachkollegen nicht glaubst, dass das Kahle Kremplinge sein sollen?

    Zumindest laut meinem Monitor haben deine Pilze keine dunkelbraune Kappe, sondern höchstens eine olivbraune Kappe, die durch das Anfassen dunkelbraune Flecken bekommen hat, und auch keinen weißen, sondern einen gelbbräunlichen Fuß.

    Hast du denn Bilder einer anderen Art gefunden, die deinen Pilzen besser ähneln?

    FG

    StephanW

    Hallo Benjamin,

    bei Pilz Nr. 2 habe ich als Alternative Suillus placidus schon angegeben. Einer der beiden ist es, da bin ich mir sicher.

    Lactarius bresadolanius wird in Deutschland Scharfer Gebirgsmilchling oder auch Scharfer Zonenmilchling genannt, ob in der Schweiz ein anderer Name üblich ist, weiß ich nicht. Bei der Geschmacksprobe soll man das Material nicht schlucken, sondern möglichst restlos ausspucken und ggf. den Mund ausspülen, wenn man Wasser dabei hat.

    FG

    StephanW