Beiträge von niclodemus

    Moin Greizer,


    Du wirst lachen, habe ich mir erst gestern angesehen. Der ist echt gut. Macht das Ganze ja auch im ganz großen Stil. Danke für die Infos.


    LG André

    Hallo Ulrich,


    ich denke, dass das Problem nur mit einer sterilen Arbeitsweise zu umgehen wäre und die ist bei der Menge, die du hier angibst, sicher sehr zeitaufwändig. Schimmelsporen gibt es nun mal überall, in einem feuchten Keller wohl eher als an anderen Stellen. Mit den perforierten Bags ist es dann nur eine Frage der Zeit. Leider mag Schimmel nun mal die (fast) gleichen Bedingungen wie unser Myzel.


    Gruß, André

    Moin ihr Lieben,


    im Gegensatz zu den Pleurotus Arten die ich bisher gezüchtet habe, besitzen eine Vielzahl anderer Arten eine sog. Reifephase. Momentan habe ich Kulturen von Enoki, Kräuterseitling, Shiitake und Pioppino in der Anzucht und deren Reifephasen sind ja sehr unterschiedlich lang. Bei Shiitake reden wir da ja mal schon über 110 Tage und mehr. Der Übergang von der Besiedelung in die Reifephase sollte m.E. mit der vollständigen Besiedelung des Substrates erfolgen. Wie jedoch sieht es mit dem Übergang von der Reife- in die Fruchtungsphase aus. Die Angaben der Dauer sind ja grundsätzlich von bis oder ca., woran also macht ihr fest, wann eine Kultur aus der Reifephase "aufgeweckt" und in die Fruchtung überführt wird? Gibt es da signifikante Anzeichen oder macht ihr das nach Gefühl? Die erste Art, welche bei mir theoretisch mit dem Fruchten dran ist, ist der Enoki und da sind ja die Bedingungen für Reife und die Fruchtungsinitiation schon arg unterschiedlich. Es wäre schön, wenn da Jemand einen Tipp hätte.


    Liebe Grüße, André

    Hallo Sönke,


    die Frage kann ich dir leider nicht beantworten. Bei mir landen die einfach im Kompost oder als Substrat für das Gemüsehochbeet. Meine Stämme lagere ich parallel immer als Flümy im Kühlschrank und beimpfe bei Bedarf damit meine Körner. Den Platz, ganze Substratblöcke zu lagern, hätte ich auch gar nicht. Vlt. holst du dir an einer sauberen Stelle einfach ein wenig Myzel und lagerst das dann flüssig.


    LG André

    Moin Pilzverrückte,


    ich habe mir mal den Spaß gegönnt, und habe lt. der Strainbeschreibung auf Mycelia.be mal die Hauptmerkmale derer Standardstämme exzerpiert. Das habe ich zwar in erster Linie für mich gemacht, aber warum sollt ihr nicht daran teilhaben. Wie gesagt, die Angaben sind völlig ohne Gewähr und beziehen sich hauptsächlich auf die Stämme, welche Mycelia vertreibt, könnten jedoch auch einen generellen Hinweis für die Art darstellen.

    Was mir aber fehlt, sind diese Angaben für Pioppino und Stockschwämmchen. Wenn jemand von euch diese Angaben ergänzen könnte, wäre dies super. Insbesondere interessieren mich die CO2 Toleranz und die Fruchtungstemperatur.


    Euch ein schönes Wochenende, André

    Moin Hermann, ich werde Legehennenfutterpellets nutzen welche fast ausschließlich aus Sojahülsen und dazu ein wenig Weizen bestehen. Diese sind mir empfohlen worden. Die Mischung werde ich am Anfang mit 70 Prozent Hartholzpellets, 30 Prozent Futterpellets und ein wenig Gips gestalten. Das ganze wird dann so steril wie möglich angesetzt. Einziger Unsicherheitsmoment ist dann das Impfen des Substrates mit der Körnerbrut, aber da habe ich über Dampf in der letzten Zeit gute Ergebnisse erzielt (knock on wood)) Wie gesagt, das Ganze ist ein Versuch und der macht schließlich kluch, in die eine oder andere Richtung. ;) Reine Sojahülsenpellets habe ich nirgendwo gefunden. Anfangen werde ich mit Enoki, da ich mit meinen Yellows momentan arg mit CO2 in der Fruchtungsbox kämpfen und ich da erst eine neue Strategie entwickeln muss. Enokis sind da bedeutend toleranter und die Löwenmähne braucht noch ein wenig zum Körnerbrut durchwachsen.


    Liebe Grüße, André

    Hallo Hermann, das klingt total spannend. Ich bin nämlich auch gerade beim Test der Sojapellets, jedoch viel später dran als du. Am Sonntag werde ich die erste Brut in die Beutel bringen und dann sehen wir mal was daraus wird. Ich plane PomPom, Austern und Enoki zu testen.


    LG André

    Moin ihr Pilzverrückten,


    da meine angesetzten Blöcke ja Zeit brauchen um zu wachsen und zu gedeihen, ziehe ich mir momentan eine Menge Vids auf You*** rein, die meisten aus den USA, Neuseeland und Australien. Das was dort vorhanden ist, kann man wohl sein Leben nicht alles zu Ende sehen. Was mir aber auffällt, dass dort sehr viel mit spezifizierten und benummerten Zuchtstämmen (strains) verschiedener Arten gearbeitet wird. Wenn ich hier in Deutschland ein Pilzmyzel erwerben möchte, habe ich nur die Auswahl der Art, jedoch nicht verschiedener Stämme einer Art (mit verschiedenen Eigenschaften). Habe ich nur nicht richtig gesucht oder spielt dies hier nicht die Rolle? Laut der Aussagen aus den Vids gibt es dabei zum Beispiel große Unterschiede bezüglich der Fruchtungsbedingungen, der Kultivierungsdauer, des Lieblingssubstrates und natürlich des Ertrages. Habt ihr euch schon mal damit beschäftigt?


    LG André

    Ja, Ralph, genau das meinte ich ja. Die Fruchtungsbox kann erst zum Einsatz kommen, wenn die Zeit reif ist. Aber sie steht schon mal auf stand by. Die Blöcke stehen bei mir im Heizungsraum bei kuschligen 23 Grad, das sollte passen. Trotzdem geht mir das graue Myzel nicht aus dem Kopf, hatte ich in der Farbe noch nicht gesehen. Naja, Versuch macht kluch. In diesem Sinne, LG André

    Ich habe mir auch eine Fruchtungsbox gebaut. 60 L Box vom schedischen Möbelhaus, massenhaft Löcher rein gebohrt und unten 5 cm Perlite rein. Wasser rauf, fertig. Habe seit Wochen konstant 99 Prozent Luftfeuchtigkeit. Nun müssen die Blöcke nur noch richtig durchwachsen. VG André

    Moin Pilzverrückte,


    habe einen Kräuterseitling in Flüssigsubstrat geklont und dann auf Körner gegeben. Dort ist, viel langsamer als bei Austern, ein Myzel gewachsen. Es ist definitiv kein Schimmel im Substrat aber das "Myzel" ist eben nicht reinweiß wie bei Auster oder Enoki sondern leicht gräulich. Strukturell ist es schon ein "normales" Pilzmyzel, eben nur nicht reinweiß. Ist dies normal oder züchte ich gerade irgendetwas?


    LG André

    Nichts, gar nicht. Soll allerdings die zweite Fruchtung werden, die erste war schon sehr mickrig. War ein fertig gekaufter Block, keine Ahnung was das für ein Substrat ist. Ich gebe ihm noch ne Woche, dann wandert er auf den Kompost oder, getrocknet in den Ofen. LG André

    Ja, die Austern sind manchmal zickig mit dem Fruchten. Habe auch gerade ein Block rum zu stehen der partout nicht fruchten will, trotz 99 Prozent Luftfeuchtigkeit und drei verschiedenen erprobten Temperaturen. LG André

    So liebe Mitverrückte,


    hier mal ein kleines Update. Die Idee war ja, steril in unsteriler Umgebung zu arbeiten. Dazu habe ich Kunststoffeimer mit Deckel genutzt. In den Deckel kam eine Belüftungsöffnung mit 3x Micropor und ein Impfport für Flüssigmyzel. In den Eimer habe ich dann das entsprechende Substrat gefüllt, oben drauf eine gute Handvoll Roggenkörner (unter den Impfport) und dann ab in den SKT. Nach dem abkühlen wurde dann mit Flüssigmyzel beimpft. Apropos Flüssigmyzel. Es ist mir sehr gut gelungen, gekauftes Flüssigmyzel in Flüssigsubstrat zu vermehren. Da dies in den letzten Wochen meine Hauptaktivität war, habe ich mittlerweile einen guten Vorrat im Kühlschrank, sehr zum Leidwesen meiner Frau ;-).


    Testlauf 1:


    hier wurde ein Substrat aus einer Mischung von Buchenchips, Roggen und Gips verwand. Beimpft wurde das Ganze mit Enoki. Stand heute sind die Körner vollständig vom Myzel überwachsen und auch im eigentlichen Substrat sind deutliche Myzelspuren zu sehen. Beimpft wurde am 16.01.21.


    Testlauf 2:


    Hier wurde ein Substrat aus Buchenchips und Kaffeesatz verwendet. Beimpft wurde das Ganze mit Limonenseitling. Hier sieht man ganz deutlich die Nachteile der Eimermethode. Der Roggen wurde sehr schnell vom Myzel eingenommen und es wächst dort wie der Teufel. Es erfolgt jedoch ein sehr sehr schleppender Übergang von den Körnern zum eigentlichen Substrat. Hier wäre ein Beutel, welchen man ja kneten kann deutlich im Vorteil.


    So, das wärs fürs Erste. Melde mich dann in ein paar Tagen wieder.


    LG André

    Danke für deinen Tipp. Ich werde die Fruchtungsbox aus dem Keller holen und wärmer aufstellen. Durch die Box bin ich ja Gott sei Dank flexibel.


    Habe mir gestern alle Folgen von „Pilz Zucht mit Größenwahn“ von dir angesehen. Super Doku und das du keine Pilze mehr sehen konntest glaub ich gern.


    LG André

    Moin ihr Pilzverrückten,


    da es in den vergangenen Tage relativ mild war, ging es heute kurzentschlossen in den Winterpilzwald. Austernpilze gab es in Massen, allerdings samt und sonders über den Berg, also nichts zum mitnehmen. Auch wenn sie teilweise von oben noch ok aussahen, waren die Lamellen eineindeutig. Ich hätte die Idee also lieber vor zehn zwölf Tagen haben sollen :(.

    Dafür gab es einige Samtfüsse zum mitnehmen wenn auch nur für ein Abendbrötchen. Allerdings habe ich eine überraschende Entdeckung für mich gemacht. Einige der geernteten Samties hatten wurzelartige Verlängerungen am Siel. Dies hatte ich so noch nie gesehen und es macht mich ein wenig unsicher. So etwas hatte ich bisher nur beim grubigen Wurzelrübling gesehen, welchen ich im letzten Jahr das erste Mal bestimmt hatte. Vielleicht ist es mir jedoch bis dato nur nicht aufgefallen.

    Dann fand ich auf mehreren Baumstümpfen (Buche) bei der Suche nach Samies noch einen, für mich vollkommen unbekannten, Pilz und dies in Massen. Das besondere daran ist, das die Pilze trotz Frost einen taufrischen Eindruck hinterließen und ich dachte bis dato immer, das schaffen nur die allseits bekannten Winterpilze. Eine Bestimmung auf Grund der Fotos wird aber sicher nicht möglich sein, mitgenommen habe ich keinen.

    So, dass wars auf die Schnelle für heute,

    liebe Grüße André

    Moin ihr Lieben,


    ich hänge mich mal mit rein. Habe auch einen Block Austern für die zweite Welle vorbereitet. Gewässert, schön wieder angezogen ;-) (Frischhaltefolie), wieder ausgezogen, ab in die Perlite Fruchtungsbox bei 99 Prozent Luftfeuchtigkeit und dann warten, warten... warten. Es tut sich nichts. Allerdings steht die Box bei 12 Grad im Keller. Ist das eventuell zu kalt? Licht ist genug da.


    LG André