Beiträge von janos139

    Hallo, wir haben auch vor kurzem viele ähnliche riesige Pilze unter einer Pappel gefunden, sie sahen ungefähr aus wie große weiße Reizker mit viel Erde und Geröll in der Hutmitte (das nennt man scheinbar "Erdschieber"). ich bin mir ziemlich scher, dass es wollige Milchlinge waren, die Milch schmeckte nach nicht viel, ein stück Lamelle schmeckte nach einigen Sekunden ziemlich scharf.

    Danke für die schnelle und klare Antwort .

    (Es hat auch ganz schön lange gedauert alles zu schreiben/fotografieren, aber ich wollte ja auch, dass es nur 1% Restunklarheit sind und nicht 20% : ) - schön, dass es sich gelohnt hat.)


    Gruß

    Jonas

    Hallo, bei uns im Garten (Brandenburg) sind ungefähr ab dem 6. Mai viele weißliche Pilze aufgetaucht.

    Erst dachte ich, dass es Maipilze sein könnten (diese habe ich noch nie gefunden). Aber nachdem ich mich genauer mit den Verwechslungspartnern beschäftigt habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass es Schlehenrötlinge sind.


    Hier sind einmal die Merkmale unserer Pilze, die mich auf den Schlehenrötling gebracht haben: (unten habe ich einige Fotos von ihnen angehängt)

    1. Wuchsort: die Pilze wachsen an drei verschiedenen Stellen, immer unter Pflaumenbäumen. In der Nähe wachsen nur Pflaumen und Walnussbäume.

    2. Hut: zum Anfang ziemlich weiß und oft kegelig, später auch halbkugelförmig, bei sehr alten Pilzen krempelt sich der Rand oft leicht nach oben (wie auf den Bildern zu sehen).

    Die Huthaut ist ziemlich glatt, wird aber bei älteren Pilzen oft von der Mitte aus leicht bräunlich und reißt schuppenartig ein (wahrscheinlich besonders stark durch kurze starke Sonne und Trockenheit)

    Die glatte Huthaut und das Einreißen sieht meiner Meinung nach ganz anders aus als bei dem ziegelroten Risspilz.

    3. Wuchs und Größe: er wächst oft in Gruppen von sehr kleinen bis zu großen Pilzen (bis ca.9 cm breit und 10 cm hoch)

    4. Verfärbung: wenn man einen Pilz durchschneidet, verändert sich seine Farbe auch nach vielen Stunden nicht merklich. (bleibt weiß)

    Allerdings sind die Madenfraßstellen eindeutig immer orange/rostrot.

    Wenn er trocknet, wird der Hut von außen ein wenig silbrig graubraun und der Stiel kann auch leicht bräunliche Stellen bekommen.

    5. Stiel: weiß, kein Ring, längsfaserig. Man kann Fasern vom Stiel abziehen und ihn leicht längs spalten.

    6.Geruch: er riecht nicht sehr stark, nur wenn er frisch und nass ist oder man ihn quetscht, kann man einen markanten Geruch ausmachen. Den typischen Geruch von Maipilzen usw. der als gurkig/mehlig beschrieben wird, kannte ich bis jetzt nicht. Selber wäre ich auf diese Beschreibung wahrscheinlich nicht gekommen, aber mehlig könnte man es schon nennen, auch ganz leicht süßlich würde ich sagen.

    7. Lamellen: jung weißlich beige, später mit einem leichten rosa Schimmer aber auch bei den älteren Pilzen noch eher beige.

    8. Sporenpulverfarbe: dabei bin ich mir nicht ganz sicher, auf dem Sporenabdruck sieht für mich eher rosa-braun aus (das Bild unten gibt die Farbe ziemlich gut wieder)


    Meine Fragen wären jetzt:

    - Deutet irgendetwas darauf hin, dass ich mich mit dem Schlehenrötling irre?


    - Nach dem, was ich im Internet und in einem Pilzbuch erfahren habe, hatte ich den Eindruck, dass die rötlichen Madenfraßspuren auch ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal sind. Stimmt das? Gibt es diese rötlichen Madenfraßspuren auch noch bei anderen Verwechslungspartnern, die sich beim Anschneiden nicht weiter verfärben? Auch der eindeutige Standort scheint mir ein gutes Merkmal zur Bestimmung des Schlehenrötlings sein.


    - Habe ich noch irgendwelche wichtigen Merkmale übersehen?