Beiträge von Ahuboz

    Hello, zurück aus dem Urlaub. Nein, keine Sorge ich bin nicht so verrückt Pilze zu essen, die ich nicht bestimmt habe. Da außer den Nacidos die anderen niemand genau erkennen konnte, haben wir sie nicht gegessen. Die Nacidos (diese sogenannten Wurzeltrüffel) waren nicht der Rede wert, so gut wie kein Geschmack, obwohl die Reife eigentlich gemäß dessen, was ich gelesen habe, richtig war (innen weiß und fest, außen oben gelb und unten weiß – auch wenn das auf den Fotos vlt nicht so aussieht). Sie haben eher wie Boviste geschmeckt, also quasi nach nichts, und die Konsistenz war sehr fest. Warum da auf den Kanaren so ein Hype drum gemacht wird, haben wir nicht nachvollziehen können.

    Was die Fotos angeht, tja ich bin keine Fotografin, habe ein Handy zum telefonieren und keinen Fotoapparat mit Telefonierfunktion, sprich es macht leider nicht so tolle Fotos, ich hatte gehofft, man würde trotzdem genug erkennen, war nicht der Fall, schade, sei's drum.

    Hier das Ergebnis meiner heutigen Wanderung auf El Hierro.

    Alle Funde im Kiefernwald (so gut wie kein anderer Baumbestand).

    Neben den Nacidos (hier typische Wurzeltrüffel, außen gelb innen weiß) gab es den kleinsporigen Kiefernröhrling sowie drei unbekannte, die ich nicht sicher bestimmen konnte. Nachdem uns gesagt wurde, fast alle Pilze hier seien genießbar, haben wir es gewagt, sie zu sammeln (zumal es richtig viele gab), letztlich konnte sie dann aber doch niemand bestimmen. Hier die Fotos (sorry für die Qualität, meine Handykamera ist nicht die beste)


    Nacidos (beim Putzen, sieht braun aus, ist aber gelb :|)



    Kleinsporiger Kiefernröhrling (Weißer Hut, später grau-bräunlich), weiße Röhre (später gelb-oliv), weißer Stiel. Reiner Kiefernwald




    Unbekannte 1

    Größe zwischen 0,5 bis 4 cm

    Hut braun, jung kastanienbraun später ausbleichend, nass glänzend, überhängend, Haut abziehbar

    Lamellen weiß, angewachsen und ziemlich breit

    Stiel oben weiß gegen Basis mit bräunlichen Flocken/Punkten. Faserig und hohl

    Geruch unbedeutend

    (zT büschelig, auf jeden Fall gesellig) am Boden wachsend (Kiefernwald)

    (Mineralwasserflaschen-Schraubdeckel als Größenvergleich)


    Unbekannte 2

    Größe zwischen 1 bis 7 cm

    Hut ocker-orange leuchtend, glänzend, fast kein Fleisch, Rand überstehend

    Lamellen gelblich-orange, sehr eng am Stiel anliegend aber nicht angewachsen.

    Stiel gleiche Farbe (orange-bräunlich), hohl und faserig

    gesellig am Boden wachsend (Kiefernwald)

    Die Farbe ist hier sehr realitätsgetreu.



    Unbekannte 3

    Größe 1-5 cm

    Hut hellbraun, glänzend klebrig, in der Mitte dunkler als am Rand, Rand überhängend

    Lamellen weißlich-creme-gelblich, beinahe angewachsen aber meiner Meinung nach nur am Stiel anliegend

    Stiel hohl faserig, oben heller als unten, von weiß ins gelblich bräunliche übergehend

    Am Boden gesellig / büschelig wachsend (Kiefernwald)

    Herbstspaziergang mit meiner Mutter (trotz fast 80 Jahren ist sie mit mir durchs Unterholz gekrochen und hat ein paar gute Funde gemacht)

    Sie hat vor Allem diese wunderschönen Lorcheln gefunden (meiner Meinung nach Grubenlorchel), die wir aber stehen gelassen haben.


    Dazu gab es zwei schöne große Pfifferlinge (mein erster Fund!), Birkenpilze oder Rotkappen (für viele kamen wir leider zu spät, vor einer Woche wären das riesige Superfunde gewesen, der Schirm war oft breiter als eine Hand. In diesem Zustand nicht mehr exakt bestimmbar), ein paar Fichtenreizker und zwei Semmelstoppelpilze (auch mein erstes Mal). Sowie, natürlich, der wunderbare handschmeichelnde Medizinpilz Birkenporling. Ich liebe es, mit der Hand über den samtigen Hut zu fahren, es ist einfach ein ganz toller Pilz. Und er riecht auch noch so gut.

    (zwei Fotos sind aus einer Bestimmungsapp exportiert, sind aber meine Bilder)

    Eigentlich wollte ich Totentrompeten finden, aber es waren nicht die richtigen Standorte, zu sauer.

    Ich befürchte auch, dass man da ohne Miikroskop nicht weiterkommt. es war definitiv keine Birke, mit Bäumen kenne ich mich aus. Es hätte vielleicht noch eine Eiche sein können.

    Danke für Eure Antworten.

    Naja auf den meisten Fotos und in den meisten Angaben sind die Schuppen nicht gerade braun sondern haben eine hellere Farbe als die Huthaut, was hier nicht der Fall ist. Kann natürlich am Alter oder sonst was liegen.


    Neben den massig Hallimasch habe ich auch dieses Exemplar an manchen Bäumen gefunden.

    Was mich stutzig macht, ist der knollige Stiel.

    Fudort also tote Fichten. Am Stumpf aber auch bis auf 2m Höhe aus dem Holz austretend

    Hut braun mit braunen Schuppen oder Flocken.

    Lamellen relativ breit stehend, angewachsen leicht herablaufend.

    Konsistenz elasitsch gummiartig und faserig brüchig

    Fleisch weiss. Sehr dick und fest.

    Stiel knollig, mit röckchenartigem Ring, im Alter verschwinden.

    Stiel auch geflockt oder geschuppt, aber nicht so stark. Weiss, SChuppen braun. Elastisch bauchig-knollig dick und vollfleischig.


    Die Hallimasch im Vergleich. Deutlich dünnstieliger und keine Schuppen am Stiel:


    Ich finde nichts in den Pilzbestimmungsbüchern von einem so knolligen aber hallimaschähnlichen Pilz.

    Fundstelle: Baumstumpf, vermutlich Kiefer (Rinde stark gefprcht und dick)

    Konsistenz elastisch und faserig, ein bisschen wie beim Schwefelporling

    geruch angenehm pilzig aber sehr mild, etwas nussig

    geschmack leicht säuerlich, adstringierend, nicht bitter

    Rand scharf, Hutoberseite weiss an den Rändern ins bräunlich-gräuliche gehend (schmutzig weiss)

    Poren extrem fein

    Kein Stiel


    Ich sehe, es gibt extrem viele weiße Porlinge, was könnte es sein?

    Fundort: Siegerland, Mischwald stark geschädigt durch Dürre und Borkenkäfer. In der Nähe massig Hallimasch

    Stiel: voll, längsfaserig, nach oben verjüngt, keine Söckchen oder Scheide oder ähnliches. Manschette weiss auf ca 2/3 Höhe, meiner Meinung nach gerieft aber extrem schwer erkennbar. Im darunter liegenden Teil braun genattert oder geflockt, darüber weiß.

    Hut braun mit braunen Flocken, Huthaut leicht abziehbar. Im Schnitt unter der Haut rötlich/bräunlich.

    Fleisch weiss. Lamellen angewachsen, engstehend, eher elastisch aber etwas brüchig.

    Geruch nussig, mild, angenehm, nicht besonders ausgeprägt.


    Da die Flocken eindeutig nicht weiss sind, bin ich mir mit dem Perlpilz unsicher. Was könnte es sonst sein?

    Habe schon letztes Jahr festgestellt, dass der Hallimasch auf den von der Dürre und dem Borkenkäfer dahingerafften Fichtenwälrder sich geradezu explosionsartig vermehrt. Für dieses Jahr ist es etwas spät zum Sammeln, die meisten Exemplare sind alt. Über seinen Speisewert wird gestritten. Ich habe hier im Forum keine Rezeptdiskussionen und überhaupt wenig zum Hallimasch gefunden, hat jemand Tipps, wie er gut zuzubereiten ist? Kochwasser wegkippen ja oder nein? Ich lese da sehr unterschiedliches. Habe einen empfindlichen Magen, lohnt es sich geschmacklich, es trotzdem mal zu probieren?


    Freue mich über Ideen und Hinweise oder Eure Erfahrungswerte.

    Der Anisegerling kann auch manchmal am Fuß gelb verfärben, aber der Geruch ist einfach so durchschlagend. Der eine nach Karbol, Petrol, Industrie, Tinte, der ander nach Anis.

    Ich hab einmal einen verwechselt, beim Braten fing es an furchtbar zu stinken wie nach verbrannten Reifen, ich musste die ganze Pfanne wegschmeissen.

    Oberbayern, Nahe Weilheim.

    Fichten-Buchen-Mischwald, Nähe Moor.


    Unglaublich wie stark der Rettichfälbling nach Rettich riecht, man kann es nicht verfehlen.

    Auch die Beschreibung beim Zonenmilchling, er rieche nach Obst und Geranie passt wie Faust aufs Auge.

    Unter den Essbaren war ein Körnchenröhrling, leider zu spät erkannt, ich vertrage ihn nicht.

    Und viele Fichtenreizker, sie sind gerade wirklich überall, wo eine Fichte ist.

    Dabei wollte ich eigentlich nur schwimmen gehen. Ein Abstecher vom Wegesrand in den Wald und Bingo!


    Ich mag die Blutreizker wirklich gerne, weil sie außerdem Heilpilze sind und die Verdauung fördern, ich habe nach dem Essen immer ein sehr friedliches Gefühl im Bauch.


    Übrigens auch Birkenporlinge zu Hauf, ich mache gerne ab und an eine Kur mit dem Sud.


    Leider keine Fotos.


    Schönen Sonntag noch.

    Seit ich klein bin, sammle ich Pilze, am Anfang natürlich mit den Eltern. Nach einigen Jahren Stadt habe ich wieder angefangen und stelle fest, dass ich für die Röhrlinge eigentlich nicht viel übrig habe. Klar, sie sehen super toll aus und man hat Lust, sie mitzunehmen, die meisten schmecken aber nach nicht viel und ich mag diese glitschige Konsistenz nicht.

    Bei Pilzen bin ich auf der Suche nach intensivem Geschmack oder toller Textur, daher hier meine Lieblingspilze.

    Welche, vielleicht eher unscheinbaren oder eben nicht so steinpilz-mäßig gehypten Pilze mögt ihr? Ich würde gerne mehr aromatische oder spezielle Plize sammeln (zB auch solche, die man nur zum Würzen verwendet), wäre daher für Tipps und Hinweise dankbar.


    Lieblingspilze

    Parasol und andere Riesenschirmlinge

    Totentrompete

    Morchel

    Trüffel

    Blutreizker (diverse)

    Schwefelporling (Textur!)

    Seitlinge (Konsistenz, Textur, und auch Aroma)

    Krause Glucke (Textur)

    Egerlinge

    Steinpilz, (roh, gekocht finde ich ihn langweilig)


    Was sind Eure Liebsten?

    Vielen Dank! Er hat keinen Buckel wie Lactarius lignyotus (gut, das kann vielleicht auch mal ausfallen) aber Lactarius picinus könte passen. Allerdings wäre auch Lactarius fuliginosus eine Möglichkeit, scheint mir. Sorry für die leichte Unschärfe im Bild.

    Konnte diesen hier trotz mehrerer Bücher und Internet nicht bestimmen.


    Hut schwarz und samtig, von geradezu wildlederner Haptik, von weitem an eine Marone erinnernd. Kugelförmig und gewölbt, Rand leicht einreollt

    Lamellen elastisch, weiß, nach Verletzung orange-bräunlich einfärbend, angewachsen

    Fleisch weiß, brüchig und stark weiß milchend, nicht färbend

    Stiel zylindrisch gerade, ziemlich stabil, dunkel bräunlich aber von durchscheinender Art, nicht krass durchgefärbt. Faserig.

    Fundort: Birken-Kiefern Mischwald, am Boden.

    Größe 6cm, es gab etwas größere Exemplare am gleichen Ort.

    Geruch unbedeutend, Geschmak nicht probiert

    Bilder

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    • Pilz3.jpg