Trichterförmiger Saftling vielleicht?

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 4.991 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (10. März 2014 um 11:08) ist von Maike.

  • Hallo zusammen,
    ich habe noch ein paar Altlasten abzuarbeiten und möchte mit diesem hier beginnen, der unbestimmt bei mir lagerte. Nach heutigen Recherchen wäre mein Arbeitsname (Hygrocybe cantharellus) Trichterförmiger Saftling unbestimmt, fotografiert am 20.07.2010 an einem Moorrand (ein Moor, in dem ich regelmäßig exklusive Libellenvorkommen kontrolliere und dabei möglichst auch alles andere "mitnehme").
    Wie ihr seht, hatte ich diesen Kleinen (Hut nach meiner Erinnerung max. 2,5 cm) sogar abgepflückt:killbug: um trotz der Vegetation wenigstens ein Foto von der Unterseite hin zu bekommen.
    Mehr Bilder gibt es nicht - entweder da geht was oder Pech.
    Danke für eure Mühe, liebe Grüße Maike

  • Hallo Matyves,
    danke für deinen Vorschlag. Das war übrigens die Art, die als letztes vor meiner Hypothese rausgeflogen ist - vielleicht zu Unrecht.
    Der flache Kopp und das frühe Beobachtungsdatum... Da wäre ich jetzt eher nicht von einem älteren Modell ausgegangen. Aber helle Schüppchen kann ich auch nicht erkennen...
    Irgendwo hab ich als "Flugzeit" (du siehst - ich bin eigentlich woanders spezialisiert) September bis November für coccineocrenata gelesen. Aber Pilze können bekanntlich ebenso wie Libellen nicht lesen.
    Mal sehen, ob sich noch etwas ergibt. Ansonsten bleibt es ein unbestimmter Saftling ;(
    Liebe Grüße Maike

  • An H. cantharellus glaube ich nicht, denn wie der deutsche Name "Pfifferlingsaftling" andeutet, sollten die Lamellen weiter am Stiel herablaufen.

    Ich würde bis in diesem Sommer warten, um den ebenfalls in Frage kommenden Knoblauch-Saftling (Hygrocybe helobia) auszuschließen oder sicher zu bestimmen. Das dürfte aufgrund des Aromas einfach sein, was wir hier natürlich nicht riechen können.
    Manche Saftlinge wachsen in zwei Schüben. Vorsommer und Herbstanfang.

    Libellenjagd im Moor ist immer spannend. An manchen Tagen ist es wie ausgestorben und drei Tage später herrscht Überbevölkerung. Ich wohne fast am NSG "Großes Torfmoor".

    Netter Gruß vom Rudi

    Einmal editiert, zuletzt von Rumpelrudi (1. Februar 2014 um 18:09)

  • Hallo Rudi,
    beides scheinen mir ziemlich brauchbare Vorschläge zu sein. Leider aber bin ich nach 2010 trotz häufiger Besuche im Moor nicht noch einmal über so einen gestolpert. Aber ich werde natürlich Nase und Augen offen halten.
    Danke, Maike

  • Hallo,
    während meiner Auszeit auf La Gomera erreichte mich von einem kompetenten Pilzkenner noch dies:
    Es dürfte ich um Hygrocybe turunda handeln, mit dunklen Schuppen auf dem Hut. H. coccinea und helobia sind es nicht.
    So werde ich ihn mit Einschränkung dann erstmal ablegen als Grobschuppiger Moorsaftling/Rußflockiger Saftling Hygrocybe turunda.
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    [size=2]Liebe Grüße von Maike[/size]
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    Einmal editiert, zuletzt von Maike (10. März 2014 um 11:10)